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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 4 · Bezirksliga A 2008
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 BP MP
1. Königsspringer Hamburg 4 4 4 5 7 39,0 12
2. SK Weisse Dame Hamburg 6 3 7 38,5 10
3. Bille SC 2 4 2 3 5 6 6 36,0 9
4. SC Schachelschweine 5 4 4 5 4 6 33,0 9
5. Hamburger SK 11 4 6 33,0 9
6. SK Johanneum Eppendorf 3 3 4 6 31,5 9
7. Hamburger SK 10 4 5 2 3 2 5 30,0 9
8. TV Fischbek 2 3 4 6 30,5 5
9. Niendorfer TSV 2 1 1 2 2 2 3 2 16,5 0
↑
↓
Spieler
KSH
4
Mannschaftsführer:
Wolfgang Fenske
A H A H A H A A H
FBK
2
SCS
 
(−)
 
BSC
2
WDH
 
NIE
2
SKJ
3
HSK
11
HSK
10
31 Borgmeyer, Max 1                
31a Stenner, Patrick   +   ½ 1 1 ½    
32 Rahn, Kay       0 0        
33 van de Velde, André   1     ½ 1 ½ ½  
34 Langmann, Markus 0 1   1 1 ½ 1 0 0
35 Lock, Adrian ½ 1   ½ 1 1     ½
36 Riedel, Frank 1 ½     ½ ½ ½ 1 0
37 Fenske, Wolfgang 1 0   0 ½        
38 Vrana, Jan ½ 1   1   + 1 ½ 1
39 Bongartz, Florian   0   ½ 0 1 0 1 1
40 Jung, Roman, Dr.                  
51 Schroeter, Baldur           1 1    
52 Raider, Eugen                 ½
58 Stanau, Guido               ½ ½
61 Seemann, Hans‑Siegfried ½     ½     1    
65 Bierwald, Martin ½             0 ½
91 Streich, Justus               0  
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1. Runde
18.01.2008 TV Fischbek 2 Königsspringer Hamburg 4 3 : 5
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Dr. Bodo Wichert Max Borgmeyer 0 : 1
2 Knud Schulenburg Markus Langmann 1 : 0
3 Dirk Thomzik Adrian Lock ½ : ½
4 Andreas Wanke Frank Riedel 0 : 1
5 Dr. Jörg Schwarzkopf Wolfgang Fenske 0 : 1
6 Viktor Lochmann Jan Vrana ½ : ½
7 Felix Reichhardt Hans‑Siegfried Seemann ½ : ½
8 Ewgenij Kepler Martin Bierwald ½ : ½

18.01.2008 Hamburger SK 10 Hamburger SK 11 :
11.01.2008 SC Schachelschweine SK Johanneum Eppendorf 3 4 : 4
  (spielfrei)   Niendorfer TSV 2      
11.01.2008 Bille SC 2 SK Weisse Dame Hamburg 2 : 6

Bericht

Und schon ist die kurze 7½‑monatige Sommerpause zu Ende, und es stehen erneut die Mannschaftskämpfe an. Der Terminplan schickte uns zum x‑ten Mal nach Fischbek. Ich glaube, die kennen noch gar nicht unser Clubheim, so häufig haben wir in Neugraben gespielt.

Damit ich als Mannschaftsführer gleich richtig in Fahrt kommen sollte, hagelte es zunächst mal Absagen. Bei zehn Gemeldeten blieben zunächst sechs übrig. Mit Siggi und Martin konnte ich zunächst noch zwei Ersatzspieler verpflichten, was angesichts der einzigen spielfreien Mannschaft an dem Tag schon etwas glücklich war. Dienstag Abend gab’s dann noch eine Absage von Adrian, und dann wurde es doch schwer. Die spielstärkeren Spieler aus der siebten Mannschaft konnten aus zeitlichen Gründen nicht spielen, oder durften in der Fünften Ersatz spielen. So entschloss ich mich, zu siebt anzutreten, und nicht unnötig aufzurücken und am achten Brett jemanden zu verheizen. Somit wäre ich mit einem Unentschieden oder knappen Verlust zufrieden gewesen.

Auf dem Weg nach Neugraben gab’s dann noch den Telefonanruf – Adrian spielt. Das bedeutete für Markus, dass er doch an zwei mit Schwarz spielen musste. Und kurz vor 19:00 Uhr waren alle im Spiellokal.

Zum Partieverlauf ist zu sagen, dass ich nach einer Stunde nicht unbedingt optimistisch war. Bei Siggi und Jan ging fast gleichzeitig je ein Bauer verloren. Bei Siggi mehr oder weniger eingestellt, bei Jan durch ein zweifelhaftes Opfer. Die anderen Partien waren mehr oder weniger ausgeglichen. Siggi fing an zu kämpfen, und durch ein von seinem Gegner nicht gut geführtes Endspiel erreichte er eine noch zu verteidigende Stellung. Jans Partie ging eigentlich mehr und mehr den Bach runter, und bei den anderen Partien konnten Max und Adrian leichten Vorteil erspielen, Markus stand ziemlich unter Druck, Franks Partie war mir teilweise unklar und meine Stellung bewegte sich im Remis‑Bereich.

Dann ging’s auf einmal recht schnell, Jan konnte ein gutes Figurenopfer ansetzen und bei Siggi war das Brett fast komplett leergeräumt. Frank konnte einen entfernten Mehr‑ und Freibauern sein Eigen nennen. Bei Max entwickelte sich ein Bauernspiel auf verteilten Flügeln, wobei ich immer den Eindruck hatte, dass er etwas besser steht.

Nach gut zwei Stunden gab’s bei Jan das (glückliche) Remis und kurz danach auch bei Siggi. Etwas später fuhr Frank den ganzen Punkt ein. Also 2:1 für uns. Zu dem Zeitpunkt erhielt Adrian ein Remis‑Angebot, aber er musste noch weiterspielen, da Markus seine Partie offensichtlich verlieren würde und bei Max der Punkt noch nicht so klar war. Martins Stellung war zwar ausgeglichen, aber noch mit einigen Tücken versehen und bei einem 400 DWZ‑Punkte stärkeren Gegner konnte vielleicht ja noch was passieren. Ich persönlich befand mich gerade in einer etwas gedrückten Stellung. Martin durfte aber schon mal selbst remis anbieten. Ich ging davon aus, dass Markus verliert und aus den anderen drei Stellungen keine verloren geht und eventuell noch ein ganzer Punkt rauskommt. Die problematischen Stellungen hatten wir glücklich gerettet.

Nachdem etwas später das Remis bei Martin (2½:1½) angenommen war, bot ich selbst remis an, erlaubte Adrian das Gleiche, weil bei Max der Sieg mittlerweile greifbar war. Aber Adrian selbst wollte jetzt weiterspielen und mein Gegner wollte oder durfte kein Remis annehmen, sondern spielte den nachfolgenden Zug zu aggressiv und griff m. E. fehl.

Um die Zeitkontrolle herum musste Markus aufgeben, Max fuhr seinen ganzen Punkt ein, Adrian hatte Springer und zwei Bauern gegen Läufer und ich hatte zwei Mehrbauern bei zunächst zwei Springern gegen Springer und Läufer, später im Springerendspiel. Adrian konnte leider den ganzen Punkt nicht realisieren und musste, nachdem er einen Bauern eingestellt hatte, ins Remis einwilligen, aber erzielte damit das 4:2. Somit hatte ich die Ehre (?), den Sieg sicherzustellen, was mir kurz vor Mitternacht dann auch gelang.

Fazit aus diesem Kampf: Max erzielt in diesem Jahr in der Bezirksliga 100 %. (Kunststück, er spielt ja nicht mehr wegen der Landesliga). Insgesamt war der Sieg etwas glücklich, meine Einschätzung vor dem Kampf hätte durchaus zutreffen können. Es sah aber zu keiner Zeit danach aus, dass wir hoch verlieren würden. Wenn Kay, André und Florian wieder ins Geschehen eingreifen, können wir das Ziel Klassenerhalt wohl schaffen. Vielleicht gibt’s ja auch noch Ersatz für Max, mal sehen. Wichtig ist aber, dass wir möglichst immer mit der Stammbesetzung auflaufen, unsere Ersatzspieler sind zwar teilweise Bezirksligareif, aber wir müssen sie mit der fünften Mannschaft und teilweise mit der dritten Mannschaft teilen.

(Wolfgang Fenske)

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2. Runde
01.02.2008 Königsspringer Hamburg 4 SC Schachelschweine :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Patrick Stenner Arthur Reuber + :
2 André van de Velde Sönke Wendt 1 : 0
3 Markus Langmann Björn Lengwenus 1 : 0
4 Adrian Lock Christian Walter 1 : 0
5 Frank Riedel Ralf Kadler ½ : ½
6 Wolfgang Fenske Felix Cahillane 0 : 1
7 Jan Vrana Ruben Pabst 1 : 0
8 Florian Bongartz Maximilian Schrader 0 : 1

01.02.2008 Hamburger SK 11 SK Weisse Dame Hamburg :
01.02.2008 Niendorfer TSV 2 Bille SC 2 2 : 6
  SK Johanneum Eppendorf 3   (spielfrei)      
01.02.2008 Hamburger SK 10 TV Fischbek 2 :

Bericht

In dem Statistikteil auf ›kshamburg.de‹ muss man weit nach unten scrollen, um die Erfolgsbilanz gegen Mannschaften der Schachelschweine ablesen zu können. 11–1–15 war der Score vor dem freitäglichen Duell unserer Vierten gegen die erste Mannschaft des Barmbeker Kultvereins. Und ausgerechnet unsere Bezirksliga‑Mannschaften steuerten in den vergangenen Jahren einen Großteil zu der so schlechten Statistik bei.

Dadurch, dass Max ab Runde 2 in der Landesliga eingesetzt wurde und Kay berufsbedingt ausfiel, wurde die Aufgabe nicht eben leichter. Eine unerwartete Verstärkung haben wir in Patrick Stenner gefunden, der nach jahrelanger Abstinenz nun seinen Spaß am Schachsport wiederentdeckt hat und mit einer a‑Nummer das neue Brett 1 in Wolfgangs Bezirksligatruppe bekleiden wird. Geradezu tragisch nur, dass die Schachelschweine zu siebt antraten und ausgerechnet Patrick bei seinem Debüt mit einem Kampflosen in die Statistik ging.

An den verbliebenen sieben Brettern entwickelten sich teilweise spektakuläre Schlagabtäusche. Leider konnte Bongo seinen kleinen Vorteil nicht ausbauen und fand sich nach kurzer Zeit schon in einer schwierigen Stellung wieder. Jan zündete in der ihm eigenen Art das Brett an und lieferte sich mit Ruben Pabst ein heftiges Gefecht an Brett 7, das bei oberflächlicher Abschätzung nach zwei Stunden aber besser für den Gastspieler erschien. Und Wolfgang mühte sich – zwar mit gutem Figurenspiel – gegen zwei Minusbauern, sodass die Abschätzung des Mannschaftskampfes nach zwei Stunden ziemlich negativ ausfiel.

Die Vierte machte ihrem Namen aber schon in den vergangenen Jahren gerne mal alle Ehre und gab erst in der vierten Spielstunde so richtig Gas. Schach gilt zwar als ein sehr komplexes Spiel, ist bei nüchterner Betrachtung aber ganz einfach. Man muss nur einen guten Zug machen, um die Partie zu gewinnen: Den letzten nämlich!

Die Aufholjagd wurde durch Jan eingeleitet, der durch eine hübsche Kombi die Dame seines Opponenten einfing und so unseren ersten ganzen Punkt in die Spielkarte brachte. Die Schluss‑Stellung soll indes noch immer kritisch gewesen sein. Bei Wolfgang entschieden letztlich die Mehrbauern die Partie zu Gunsten des Gegners – 2:2. So sollte es auf die vier Partien an den Brettern 2–5 ankommen.

Frank lieferte sich mit Ralf Kadler eine abwechslungsreiche Partie am fünften Brett. Keine Partei konnte einen dauerhaften Vorteil für sich verbuchen, und taktische Möglichkeiten gab es für beide Seiten. Adrian hatte eine skurrile »b3‑Sizilianer«‑Stellung auf dem Brett; seine Figurenstellung wirkte zwar koordinierter, aber irgendwie musste man immer befürchten, dass Christian Walter hier oder da eine taktische Finesse auspacken könnte. Markus musste sich lange Zeit gegen die heftigen Attacken von Björn Lengwenus zur Wehr setzen, tat dies aber mit viel Feingefühl für die jeweils besten Verteidigungszüge. Und Andrés Partie gegen Bommel Wendt plätscherte so vor sich hin: Willie‑Aufbau mit leichter Bauernschwäche bei Schwarz und dem besseren Läufer – bei objektiver Betrachtung aber noch ohne jegliches Gewinnpotenzial.

Doch wie gesagt, in der vierten Stunde wurde die Drehzahl erhöht. Zunächst gewann Adrian seine Partie, und zwar so überraschend schnell, dass ich von seinem Punkt gar nichts mitbekommen habe. (Beim nächsten Mal sollten wir die Mannschaften so platzieren, dass man von den Spitzenbrettern aus in den Raum herein gucken kann.) Markus hatte hier schon in durchaus ausgeglichener Stellung ein Remisangebot von Björn abgelehnt und demonstrierte so sein starkes Selbstbewusstsein. André hatte nun ein Doppel‑Turm‑Endspiel mit französischer Bauernstruktur und besserem Läufer, dazu noch eine potenzielle Schwäche durch den Doppelbauern auf der b‑Linie, sodass sich hier durchaus ein gewisses Gewinnpotenzial ergab. Und Frank entwickelte zunehmend mehr Druck auf die gegnerische Stellung.

Tatsächlich konnte André seine Position Zug für Zug verbessern und durch eine geschickte Abwicklung auf dem Königsflügel einen weiteren Bauern von Bommel isolieren, den auf g4 nämlich. Das ist ein weißes Feld, und der Schwächling verschwand wenige Züge später vom Brett. Bommel setzte alles auf eine Karte, griff mit König und Turm wüst an, und fand sich mit seinem Monarchen kurze Zeit später auf f5 einem unabwendbaren Matt durch König, Turm und zwei Bauern ausgesetzt – 4:2!

Nur wenige Sekunden später wickelte Frank seine Stellung (die zwischenzeitlich wohl auch schon mal gewonnen war) in ein Damenendspiel mit Mehrbauern ab, das letztlich aber im Remis endete – 4,5:2,5. Sieg! Und zu guter Letzt hat auch Markus durch eine starke Endspielführung den vollen Punkt gegen Björn eingefahren.

5,5:2,5 also gegen unseren (ehemaligen?) Angstgegner. Mit 4:0 Punkten sind wir unserem Minimalziel Klassenerhalt erstmal ein gewaltiges Stück näher gerückt. In dieser merkwürdigen Bezirksliga‑Saison steigen von nur neun Mannschaften immerhin zwei in die Kreisliga ab – und die Teams sind sehr, sehr ausgeglichen. So können wir jetzt entspannt in die nächsten Wettkämpfe gehen und mal schauen, was vielleicht noch so geht.

(André van de Velde)

↑
↓
3. Runde
  (spielfrei)   Königsspringer Hamburg 4      
15.02.2008 TV Fischbek 2 Hamburger SK 11 :
08.02.2008 SC Schachelschweine Hamburger SK 10 5 : 3
15.02.2008 Bille SC 2 SK Johanneum Eppendorf 3 5 : 3
15.02.2008 SK Weisse Dame Hamburg Niendorfer TSV 2 7 : 1
↑
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4. Runde
29.02.2008 Königsspringer Hamburg 4 Bille SC 2 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Patrick Stenner Dr. Wolf‑Dieter Paust ½ : ½
2 Kay Rahn Siegfried Wölk 0 : 1
3 Markus Langmann Norbert Kraft 1 : 0
4 Adrian Lock Hubert Golasch ½ : ½
5 Wolfgang Fenske Björn Lewitz 0 : 1
6 Jan Vrana Frank Verbic 1 : 0
7 Florian Bongartz Ulrich Heinemann ½ : ½
8 Hans‑Siegfried Seemann Peter‑Paul Dahms ½ : ½

22.02.2008 Hamburger SK 11 Niendorfer TSV 2 6 : 2
29.02.2008 SK Johanneum Eppendorf 3 SK Weisse Dame Hamburg :
  Hamburger SK 10   (spielfrei)      
29.02.2008 TV Fischbek 2 SC Schachelschweine 4 : 4

Bericht

Am 29.02. kam es zu Hause zum Kampf der beiden Tabellennachbarn; wir standen auf dem 2. und Bille auf dem 3. Platz.

Absagen hatte ich von André und Frank, als Ersatz kam in bewährter Weise Siggi zum Einsatz, Patrick und Kay gaben am Brett ihr Debüt in dieser Saison. Bille trat in ähnlicher Aufstellung an, am 8. Brett einen Ersatz von hinten, ansonsten Stammpersonal inklusive der a‑Nummer am 1. Brett. Nominell war nach DWZ Bille mit 100 bis 200 Punkten mehr – an jedem Brett – leichter Favorit.

Unter ähnlichen Vorzeichen hatten wir sie aber im letzten Jahr 4,5:3,5 geschlagen. Also war ein spannender Kampf zu erwarten.

Der Kampf entwickelte sich zunächst auch sehr spannend. Nach ca. 2 Stunden stand ich klar schlechter, alle anderen Partien waren zu dem Zeitpunkt noch in der Remis‑Breite. Zu diesem Zeitpunkt ging ich davon aus, dass der Kampf wohl verloren gehen würde.

Dann ging es auf einmal ganz schnell: Jan vermeldete einen ganzen Punkt; ich habe gar nicht richtig mitgekriegt, wie das zustande kam. Ich musste kurz danach die Segel streichen, was wiederum kurz danach durch Markus egalisiert wurde. Somit gab es den Zwischenstand von 2:1 für uns.

Siggi hatte zu dem Zeitpunkt eine Qualle mehr, konnte diese aber nicht so richtig nutzen, da seine Figuren alle gebunden waren, somit wahrscheinlich remis, mit beiderseitigen Chancen, wenn es einer übertreibt.

Florian hatte einen tollen Angriff, der ihm zwischenzeitlich 3 Mehrbauern einbrachte, hier konnten wir mit einem Punkt rechnen.

Adrians Stellung war mittlerweile sehr statisch geworden und driftete zu einem Remis ab.

Kay hatte Raumvorteil, bewegte sich aber auch auf einem remislichen Pfad.

Patrick stand gedrückt, sein Gegner hatte Figurenspiel und hier mussten wir mit einer Niederlage kalkulieren. Wenn das alles so eintritt, wäre wieder ein 4,5:3,5 drin.

Aber meistens kommt es nicht so, wie man denkt (oder hofft). Siggi und Adrian remisierten in der Folgezeit und Patrick konnte seine Partie zum Remis retten. Zwischenstand 3,5:2,5 – noch auf Kurs.

Kay hatte angesicht der unklaren Ergebnislage seine Stellung etwas überreizt und stand etwas schlechter, Florian kam in seinem Springerendspiel mit Mehrbauern gar nicht zurecht und musste von diesen wieder einige zurückgeben. Sein Gegner hatte irgendwie die zwingenderen Pläne.

So kam es in der 5. Stunde hier nur zur Punkteteilung, und Kay musste leider kurz vor Mitternacht aufgeben. Somit ein Endstand von 4:4.

Das Ergebnis geht so wohl in Ordnung, wir haben etwas Glück am 1. und 6. Brett gehabt, Bille am 7.

Somit haben wir unseren Tabellenplatz verteidigt und einen Punkt gegen den Abstieg gesammelt. Dass in unserer Gruppe jeder jeden schlagen kann, hat SKJE mit 5,5:2,5 gegen Weisse Dame gezeigt. Ich glaube wir müssen 8 bis 9 Mannschaftspunkte erreichen, um sicher zu sein.

(Wolfgang Fenske)

↑
↓
5. Runde
04.04.2008 SK Weisse Dame Hamburg Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Emilie‑Wüstenfeld‑Gymnasium (Schulpavillon), Gustav‑Falke‑Str. 21a, 20144 Hamburg

1 Peter‑René Mandelbaum Patrick Stenner 0 : 1
2 Jan Ludwig Kay Rahn 1 : 0
3 Lars Schiele André van de Velde ½ : ½
4 Sebastian Kuhle Markus Langmann 0 : 1
5 Daniel Pfeiffer Adrian Lock 0 : 1
6 Moritz Fölsing Frank Riedel ½ : ½
7 Nora Marina Herbold Wolfgang Fenske ½ : ½
8 Holger Herbold Florian Bongartz 1 : 0

28.03.2008 SC Schachelschweine Hamburger SK 11 4 : 4
  (spielfrei)   TV Fischbek 2      
07.03.2008 Bille SC 2 Hamburger SK 10 6 : 2
04.04.2008 Niendorfer TSV 2 SK Johanneum Eppendorf 3 :

Wir sind Spitze!!!

Wir sollten also wieder einmal gegen Weisse Dame antreten … Als ich mit Markus und Wolfgang um 10 vor 7 ankam, fand Markus auf der Toilettensuche erstmal den Diggsten: Auf einem Klassenschild stand dick und fett »10a: Frau Dege«! Als wir das sahen, waren wir auch schon wieder so »auf« wie bei der Endrunde und somit konnte bei uns einfach nichts mehr schiefgehen. Als wir dann auch noch die eigentliche Toilette ausfindig machen konnten, sahen wir erstmal nur Graffiti: eine unglaubliche Szene.

Kurz nach diesem ersten Highlight kamen dann auch Bongo (Florian), Patrick, Kay und André. Mit zehnminütiger Verspätung traf dann auch Frank ein.

Nach gut einer Stunde war bereits einiges passiert. Kay ist wohl einem Eröffnungstrick von Jan Ludwig zum Opfer gefallen und hatte einen Turm weniger. Ein paar Züge später war es dann auch zu Ende. 0:1 aus unserer Sicht.

An Brett 1 hatte sich jedoch eine gute Stellung von Patrick entwickelt, obwohl die Vorbereitung nicht auf das Brett gekommen ist. Patrick gewann dann schnell die Dame für Turm und Figur und schlechter Königsstellung von Dieter. Er markierte fast gleichzeitig den ganzen Punkt für uns. Ganz starke Partie! Zum Glück haben wir ihn nun als Ersatz für Max! 1:1.

Bei den anderen Partien war noch nicht so viel passiert. André hatte mal wieder so eine Willi‑Stellung, die ausgeglichen schien. Markus stand optisch nicht so gut, aber irgendwie fand der Gegner keinen Plan und hatte wohl auch ein bisschen Angst zu rochieren. Ich hatte eine b3‑Siz‑Stellung auf dem Brett, die mir anfangs noch nicht so gut gefiel und in die beiderseitig viel Zeit gesteckt wurde. Bei Frank war zu diesem Zeitpunkt eine ausgeglichene Stellung zu beobachten, die jedoch einige Tücken hatte. Auch Wolfgang stand zu diesem Zeitpunkt noch okay, auch wenn das Figurenspiel von Nora besser schien. Bongos Gegner fing bei gegenseitigen Rochaden an »rumzudünnen«, und Bongo gewann eine Qualle. Zu diesem Zeitpunkt schien alles gut für uns zu verlaufen.

Doch auf einmal stellte Wolfgang einen Bauern ein und stand schlechter. Hier musste man mit dem Verlustpunkt rechnen.

Doch als dann wieder einmal die berühmte 4. Stunde anbrach, fing auf einmal an alles besser zu werden.

Markus’ Stellung verbesserte sich von Zug zu Zug, da sein Gegner überhaupt keine Peilung mehr von der Stellung hatte. Doch noch war sie nicht gewonnen. André machte gerade remis – 1,5:1,5.

Auf einmal schien es, als hätte Bongo keine Lust mehr, und sein Gegner schaffte es in irgendeiner Weise starkes Figurenspiel und einen Freibauer auf der 7. Reihe zu erzwingen. Bongo sah sich deshalb gezwungen aufzugeben.

Zu diesem Zeitpunkt machte ich mir nicht mehr allzu große Hoffnungen den Kampf zu gewinnen.

Als dann jedoch die Zeitnotphase anfing, zahlte sich unser jahrelanges Blitz‑Vereins‑Training aus: Ich gewann einen Bauern (mit noch 20 Minuten und komplizierter Stellung für 20 Züge) und einen zweiten mit noch 5 Minuten für 10 Züge. Da entspannte sich jedoch bereits die Stellung, und Daniel pfiff bereits aus dem letzten Loch. Er versuchte noch einen letzten Mattfopp, doch dummerweise war ich halt einen Zug schneller – 2,5:2,5.

Wolfgang schaffte es irgendwie, fast alle Figuren vom Brett zu nehmen und hatte ein Läufer‑Springer‑Endspiel mit einem Bauern weniger, der jedoch bald zurückgewonnen werden konnte und das Remis erreicht wurde – 3:3

Markus fing an seinen Gegner nun wirklich plattzuschieben. Er war deutlich am Drücker. In Zeitnot von Markus opferte selbiger eine Qualle. Dieses Opfer schien auch im Nachhinein korrekt (bei bester Verteidigung von Fritz wäre es wohl remis). Im Einklang mit Frau Dege opferte er diese Qualle auf f3, nachdem er bereits Taktik‑mäster ähnlich Tg3 spielte. Irgendwann gab es dann keine wirklichen Verteidigungszüge mehr, und sein Gegner musste aufgeben, da Turmverlust drohte – 4:3.

Zu diesem Zeitpunkt spielte also nur noch Frank. Er hatte es (wie auch immer) geschafft, eine Figur für einen Bauern zu gewinnen. Er hatte jedoch auch nur noch einen davon, und die gegnerischen Bauern waren bereit eben jenen abzutauschen (b5, a5 gegen b7). Es gab jedoch einen Gewinnweg der mittels Sa7 zu erreichen war. Frank fand dies jedoch nicht (im Nachhinein schien es gar nicht so schwer) und bot mit dem anderen Zug remis an, was es dann auch nur noch war.

Egal: Gewonnen ist gewonnen!!!

Der Ausgang des Kampfes war wohl doch verdient, wobei ein 4:4 wahrscheinlich gerechter gewesen wäre. Ganz dege (die Klassenleiterin hätte euch bestimmt eine 1 gegeben) Leistungen waren das von Patrick (1+) und Markus (zumindest am Schluss 1−/2+). Schade nur, dass Bongo nicht den ganzen Punkt einfahren konnte.

Das Ziel Klassenerhalt dürfte geschafft sein, wenn man von einem Sieg gegen NTSV 2 ausgeht. Wir sollten nun wohl eher nach oben schauen, auch wenn die Prognose bzw. das Versprechen von Patrick, uns als komplette Mannschaft in die Oberliga zu führen, etwas übermotiviert sein dürfte. Aber daran sieht man schon, wieviel Spaß es macht in dieser Mannschaft zu spielen. Es liegt nun an uns, ob wir aufsteigen oder nicht. Wir haben es in der Hand!

(Adrian Lock)

↑
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6. Runde
18.04.2008 Königsspringer Hamburg 4 Niendorfer TSV 2 7 : 1
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Patrick Stenner Thomas Klett 1 : 0
2 André van de Velde Hans‑Werner Schaade 1 : 0
3 Markus Langmann Gerhard Wanner ½ : ½
4 Adrian Lock Edgar Assmus 1 : 0
5 Frank Riedel Michael Zeides ½ : ½
6 Jan Vrana Christian Riehn + :
7 Florian Bongartz Siegfried Riedel 1 : 0
8 Baldur Schroeter Ewald Ahrens 1 : 0

18.04.2008 Hamburger SK 11 SK Johanneum Eppendorf 3 :
18.04.2008 Hamburger SK 10 SK Weisse Dame Hamburg 5 : 3
18.04.2008 TV Fischbek 2 Bille SC 2 :
  SC Schachelschweine   (spielfrei)      
↑
↓
7. Runde
25.04.2008 SK Johanneum Eppendorf 3 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Daniel Markovic Patrick Stenner ½ : ½
2 Wolfgang Thormann André van de Velde ½ : ½
3 Viktor Kurbangulov Markus Langmann 0 : 1
4 Mika Seidel Frank Riedel ½ : ½
5 Alexej Onken Jan Vrana 0 : 1
6 Peter Wirthgen Florian Bongartz 1 : 0
7 Christian Warneke Baldur Schroeter 0 : 1
8 Daniel Fahs Hans‑Siegfried Seemann 0 : 1

  (spielfrei)   Hamburger SK 11      
09.05.2008 Bille SC 2 SC Schachelschweine 3 : 5
25.04.2008 SK Weisse Dame Hamburg TV Fischbek 2 :
25.04.2008 Niendorfer TSV 2 Hamburger SK 10 3 : 5

Durchmarsch in die Oberliga?!

Ein Mannschaftssieg gegen den SKJE 3, das war uns allen klar, würde den fast sicheren Aufstieg bedeuten, jedoch schienen genau zu diesem wichtigem Zeitpunkt Probleme aufzutauchen, z. B. unser Mannschaftsführer Wolfgang Fenske erkrankte und konnte so nicht mitspielen und auch Adrian sagte sehr kurzfristig ab, sodass wir von Glück reden konnten, dass Baldur Schroeter noch auf Hans‑Siegfried Seemann zurückgreifen konnte. Hier schon mal einen riesigen Dank an Baldur, der die Planung des Kampfes in die Hand nahm und an Siggi, der noch so kurzfristig auflief.

Als Baldur, Bongo und ich beim SKJE eintrafen, fiel uns glücklicherweise auf, dass trotz dieser Probleme 8 KSHler vorhanden waren! Nachdem Mika Seidel erkannt hatte, wie stark unsere Mannschaft besetzt war (trotz [und wegen] der 2 Ersatzspieler), konnte der Kampf beginnen. Nach gut einer Stunde fiel mir auf, dass Patrick Stenner mittlerweile 55 Minuten mehr Bedenkzeit als Daniel Markovic auf der Uhr verzeichnen konnte. Bei Bongo lief es nicht so gut, da er schon eine Qualle und eine Stellung weniger hatte, aber dafür hatten Siggi und Baldur schon eine Figur mehr. Jan Vrana opferte, wie immer, eine Figur. Bei André van de Velde und Frank Riedel konnte man trotz der leicht schlechteren Stellungen auf ein Remis hoffen. Meine Stellung war zu diesem Zeitpunkt schon etwas besser. Als Bongo in der zweiten Stunde als Erster seine Partie beendete und verlor, bekamen die SKJEler es gleich 3‑fach zurück. Einmal von Baldur, der seinen Gegner weiterhin unter Druck setzte. Dann noch von Siggi, der seine Figur mehr zurückopferte um eine Dame gegen 3 Bauern zu bekommen und der 3. im Bunde war Jan, der nach dem Opfer wieder einmal stark weiterspielte und dazu noch von kleinen Ungenauigkeiten seines Gegners (Alexej Onken) profitierte. Später holte Frank in einer immer noch etwas schlechteren Stellung remis, sodass André den 1. Mannschaftspunkt am Abend durch sein Remis einfuhr. Nun spielten nur noch Patrick und ich. Patrick konnte immer noch einen großen Zeitvorsprung bewahren, aber ihn leider nicht entscheidend ausnutzen. Durch mein mal wieder unerwartet aggressives Spiel konnte ich trotz der Zeitnot in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit 2 Bauern mehr gelangen und den Mannschaftssieg vollenden. Kurz nach mir gewann dann auch noch Patrick – den Fairnesspreis, da er trotz nur einer Minute bei Daniel Markovic in einer ausgeglichener Stellung das Remis anbot und nicht auf die Zeit spielte.

So heißt das Endergebnis 5,5:2,5 und nun erkennt man schon die ersten Umrisse des Zieles: »Durchmarsch in die Oberliga!«. Zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei Patrick bedanken, da er mich trotz eines riesigen mega großen Umwegs nach Hause gebracht hatte und damit den Mannschaftsgeist präsentierte. Ich glaube, ich spreche jetzt noch mal für alle, dass dieser Sieg für Wolfgang war, und wir alle wünschen ihm gute Besserung!

(Markus Langmann)

↑
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8. Runde
30.05.2008 Hamburger SK 11 Königsspringer Hamburg 4 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Dr. Rolf Puster André van de Velde ½ : ½
2 Johannes Petersen Markus Langmann 1 : 0
3 Christoph Bohn Frank Riedel 0 : 1
4 Oliver Leube Jan Vrana ½ : ½
5 Leon Tscherepanov Florian Bongartz 0 : 1
6 Reiner Basteck Guido Stanau ½ : ½
7 Dr. Hanns Schulz‑Mirbach Martin Bierwald 1 : 0
8 Kurt Kahrsch Justus Streich 1 : 0

30.05.2008 Hamburger SK 10 SK Johanneum Eppendorf 3 2 : 6
30.05.2008 TV Fischbek 2 Niendorfer TSV 2 6 : 2
23.05.2008 SC Schachelschweine SK Weisse Dame Hamburg :
  (spielfrei)   Bille SC 2      

Entscheidung vertagt

Spannung in der Bezirksliga‑A: Vor der 8. Runde konnte sich sogar noch die sechstplatzierte Mannschaft reelle Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Das änderte aber nichts an der Favoritenstellung unserer Vierten, die mit 3 Minuspunkten Vorsprung souverän die Tabelle anführte. Nach dem Auftritt bei der 11. Mannschaft des HSK bleibt die Tabellenführung; die Souveränität ist indes gewichen. Vor der finalen Runde trennen uns noch 2 Mannschafts‑ und 2,5 Brettpunkte von dem nunmehr einzigen Verfolger Bille 2.

Parallel zu unserem Wettkampf lief das Duell zwischen HSK 10 – unserem vermeintlich stärksten Verfolger – und SKJE 3. Trotz einer frühen 1:0‑Führung für den HSK durch technischen »Handy«‑K.‑o. gestaltete sich der Wettkampf recht eindeutig, und SKJE bot unserer Vierten alle Schützenhilfe an, die sie leisten konnte. Am Ende hieß es 6:2 für die Eppendorfer.

Bei uns gab es durch Jan und André zwei schnelle Remis, die mit Schwarz bzw. gegen den deutlich stärkeren Gegner durchaus okay waren. Frank entwickelte schnell ein vorteilhafte Stellung, und auch Justus schien gut zu stehen. Doch leider wendete sich an den hinteren Brettern das Blatt: Martin konnte dem Druck von Hanns Schulz‑Mirbach auf Dauer nicht standhalten, und die vorteilhafte Stellung von Justus schwand immer mehr. Zum Glück hat Florian in schwieriger taktischer Stellung die richtige Entscheidung getroffen und stand so mit einem Mehrturm gegen zwei Bauern auf Gewinn. Guido Stanau brachte es in seiner Bezirksliga‑Premiere auf ein starkes Remis gegen den Routinier Rainer Basteck, und so gingen wir mit einem 2,5:3,5 in die letzte Stunde vor der Zeitkontrolle.

Frank hat seinen Vorteil kontinuierlich weiter ausgebaut und konnte seinen Vorteil konsequent in Materialvorteil umwandeln. Trotz gegnerischer Initiative war der Mehrturm ausschlaggebend, und so hatte Markus beim Stand von 3,5:3,5 den Stadtliga‑Aufstieg in der Hand. Markus hatte die ganze Zeit über eine gute Stellung, in der er Johannes Petersen stets unter Druck setzen konnte und diesem oftmals die Gelegenheit zum berühmten Fehler geben konnte. Mit all seiner Erfahrung hat Johannes all diese Klippen umschiffen können und wickelte letztlich in ein Leichtfigurenendspiel ab, das mit Läufer – Springer und dem aktiveren König leicht vorteilhaft für Markus war. Insofern noch alles in Butter, und vermutlich hätte der Gegner an dieser Stelle auch in das Remisangebot eingewilligt.

Gleichwohl spielte Markus weiter, und auch wenn es uns den vorzeitigen Meistertitel letztendlich gekostet hat – davor ziehe ich an dieser Stelle meinen Hut! Ich hätte hier ohne weiteres Nachdenken remis angeboten und hätte mich nach einer Einwilligung auf den Heimweg gemacht. Markus kämpfte aber weiter und ließ nicht locker, genauso wie er es in der gesamten Saison zuvor gemacht hat. Genau dieser ungebrochene Wille hat ihm viele tolle Siege eingebracht – nur heute bzw. gestern hat es nicht langen sollen. Der gegnerische Springer konnte am Königsflügel eindringen, und der schwarzfeldrige Läufer kann leider keine weißfeldrigen Bauern decken. Später kam noch eine Springergabel hinzu, und die Entscheidung über den Aufstieg muss auf den letzten Spieltag verschoben werden.

Schade, aber in meinen Augen alles andere als schlimm. Selbst wenn es – was ich nicht hoffen will – am Ende für den Aufstieg nicht reichen sollte, so hat Markus doch unabhängig von der letzten Partie mit 4,5 Punkten aus 7 Partien als Topscorer der Mannschaft einen Löwenanteil am Aufschwung der Vierten. Und für seine persönliche Entwicklung ist die Niederlage möglicherweise sogar sehr wertvoll.

»Also, Kopf hoch, mein Guter! Drei schlaflose Nächte, und alles ist vorbei! Und in der nächsten Runde gegen HSK 10 wird alles wieder wett gemacht!«

(André van de Velde)

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9. Runde
06.06.2008 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 10 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Markus Langmann Robin Stellwagen 0 : 1
2 Adrian Lock Carsten Patjens ½ : ½
3 Frank Riedel Simon Meyer 0 : 1
4 Jan Vrana Stefan Ziefle 1 : 0
5 Florian Bongartz Leif Goltermann 1 : 0
6 Eugen Raider Karen Heffter ½ : ½
7 Guido Stanau Gerd Joppe ½ : ½
8 Martin Bierwald Thomas Knuth ½ : ½

13.06.2008 Bille SC 2 Hamburger SK 11 :
  SK Weisse Dame Hamburg   (spielfrei)      
13.06.2008 Niendorfer TSV 2 SC Schachelschweine 2 : 6
13.06.2008 SK Johanneum Eppendorf 3 TV Fischbek 2 :

AUFSTIEG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Jawohl: Wir haben es geschafft… wir haben eine starke Saison zu Ende gebracht… wobei uns auf den letzten Metern fast die Puste ausgegangen wäre.

Erst einmal der Kampf bzw. der Kampf vor dem Kampf. Der erste Kampf also der Kampf vor dem Kampf war nahezu ein Krampf. Denn krampfhaft mussten Spieler herbei, die die letzte Runde spielen würden. Für Spontan‑MF Markus hagelte es nur so Absagen. Im Endeffekt waren wir dann aber doch zu 8, auch wenn die Aufstellung alles andere als glücklich war. Einziger Trost war, dass André uns versichert hatte, dass die ersten beiden Bretter von HSK ebenfalls nicht spielen würden. Dummerweise kam es so nicht. HSK 10 wollte es noch einmal wissen und uns das Leben so schwer wie möglich machen. Also traten sie doch mit den Brettern eins und zwei an, was die Vorbereitung durcheinander warf.

Der Kampf entwickelte sich folgendermaßen:

Markus stand ein bisschen gedrückt, ich verpasste die Theorie, aber mein Gegner spielte schlecht weiter, Frank stand gut und hatte sicherlich Vorteil, Jan hatte mal wieder so eine Janpartiestellung, Bongo stand eigentlich auch ganz in Ordnung, Eugen stand vielleicht schlechter, weil seine Gegnerin doch Aktivität hatte (doch sie fand den Ausmacher nicht), Guido stand zwischendurch vermutlich schlechter, und Martin hatte eine Französischabtauschstellung, in der sein Gegner jedoch deutlich aktiver stand, jedoch nicht zu sehen war, was passieren würde.

Folgerichtig wurde sich dann an den Brettern 6, 7 und 8 auf Remis geeinigt. Im vornherein konnte man hier nicht mit Punkten rechnen, doch diese waren ganz wichtig.

Es spielten also noch die Bretter 1–5. Frank an Brett 3 hatte also eine deutlich bessere Stellung, doch zu gewinnen und eine bessere Stellung zu haben sind zwei Paar Schuhe. Das ist wie das Unterscheiden von Links und Rechts: Alle sagen es wäre ganz einfach, doch wirklich können tut es kaum einer. Also: Franks Stellung wurde immer schlechter und er stellte eine Figur ein, kurz darauf eine weitere. In Zahlen: 1,5:2,5. Schade Frank.

Markus’ Stellung wurde auch immer schlechter, und dann opferte Stellwagen noch eine Qualle und die Stellung fiel auseinander. Das ist nun mal einfach der Unterschied von 2100 und knapp 1900.

Es stand also 1,5:3,5 mit 3 laufenden Partien. Dummerweise waren die laufenden Partien alles andere als günstig für uns. Jan Vrana hatte seine Stellung vereinfacht, sodass ein Endspiel mit gleich viel Bauern, ungleichfarbigen Läufern und jeweils einem Turm herauskam. Wie mir scheint, war die 1. Abwicklung ins Mittelspiel gut für Jan, die 2. Abwicklung im Mittelspiel optisch bereits aufgabefähig und die Abwicklung in das besagte Endspiel wieder vorteilhaft, da Jan einen freien a‑Bauern auf der 6. Reihe hatte.

Bongo hatte sich zwischenzeitlich auf h7 rausnehmen lassen, bekam aber Aktivität und den Bauern zurück. Er tat auch gut daran eine Qualle nicht mitzunehmen, denn diese hätte ihre Tentakeln so weit gestreckt bis Bongo tot gewesen wäre. Die Stellung schien in Ordnung. Meine Partie war ebenfalls total kurios. Nach verpasster Abwicklung in der Eröffnung beiderseits entwickelte sich ein Mittelspiel, in dem ich optisch besser stand, jedoch nichts Konkretes zu finden war und mein Gegner anfangen konnte mich zu ärgern. Dies lag auch daran, dass ich anfangs viel Zeit investiert hatte und diese nun nicht mehr da war, um gute Abwicklungen zu finden. Ich tauschte viel ab und sah mich in einem verlorenem Endspiel wieder. Aus den letzten Partien konnte man also keine großen Hoffnungen mehr schöpfen, dass wir den Aufstieg aus eigener Kraft schaffen könnten. Doch auf einmal wendete sich das Blatt. Jan und Bongo gewannen! Damit war bereits klar, dass Bille mit 6:2 gewinnen müsste um es zu schaffen, falls ich verlieren sollte.

Doch so kam es nicht! In meiner Zeitnot (der Gegner hatte noch rund 35 Minuten) fing jener an schlechter zu spielen. Anscheinend flatternde Nerven und er war sich zu sicher die Stellung zu gewinnen. Als ich den 40. Zug mit noch 5 Sekunden (Dank den Digitaluhren) überstanden hatte, war meine Stellung gut. Wenn es nicht ein Mannschaftskampf gewesen wäre, hätte ich sie noch weiter gespielt, denn verlieren konnte ich sie nicht mehr. Doch Mannschaft ist nun einmal Mannschaft und da macht man dann auch mal remis, wenn es zum Aufstieg reicht.

Dieser Kampf war ein Fight. Ein Fight um das Glück, den wir gewonnen haben. Unsere Wundertüten haben gestochen (Jan, Bongo) und auch die Ersatzspieler waren erstaunlich stark. Naja, und die Jugend musste es halt dieses Mal geradebiegen, was die Jugend vorher nicht geschafft hat (Markus).

Eine Einzelkritik gibt es nicht, nur Einzellob, denn wer aufsteigt hat eigentlich keine Kritik verdient. Der Erfolg gibt recht.

Patrick (3/4 und einen Kampflosen), Max (1/1):
Ganz starkes Brett 1. Auf euch war immer Verlass. Es war ganz wichtig, dass wir noch Patrick bekommen konnten. Man hat gesehen, wie es ohne dich war (letzte 2 Runden).

Kay (0/2):
Unglücklich, aber dennoch wichtig als »Platzhalter«.

André (3,5/5):
Guter Rückhalt der Mannschaft. Verlor kein Spiel, ebenso wie Jan, Patrick und ich.

Markus (4,5/8):
Am Schluss ging ihm gegen die starken Gegner wegen der Aufstellungsschwierigkeiten die Luft aus.

Adrian (4,5/6):
Ganz in Ordnung oder?!

Frank (4/7):
Ebenfalls stark. Schade, dass er in der letzten Runde verloren hat.

Wolfgang (1,5/4):
Alles Gute an unseren kranken Kapitän. Großer Verdienst in der Organisation. Wir sind auch für dich aufgestiegen!

Jan (5/6 und einen Kampflosen):
Großartig! Auch wenn teilweise glücklich. Unser Opfergott! Topscorer!

Bongo (3,5/7):
Nach Anfangsschwierigkeiten am Schluss eine Leistungsexplosion. Im entscheidenden Moment da!

Baldur (2/2), Guido (1/2), Eugen (0,5/1), Siggi (2/3), Martin Bierwald (1/2) und Justus (0/1) gebührt mein Dank. Gute Punktelieferanten für uns!

(Adrian Lock)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/08-ksh4.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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