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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 3 · Stadtliga A 2008
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 6 3 6 7 6 47,5 16
2. Niendorfer TSV 5 4 4 4 6 5 6 44,0 15
3. Schachfreunde Hamburg 2 4 5 4 3 6 7 5 42,0 12
4. SK Johanneum Eppendorf 2 4 3 4 8 5 40,0 10
5. Königsspringer Hamburg 3 2 4 4 4 5 3 6 37,0 9
6. FC St. Pauli 2 4 5 0 4 4 6 35,5 9
7. Barmbeker SK 2 3 37,5 8
8. Hamburger SK 7 1 2 5 4 5 4 31,5 8
9. SK Marmstorf 2 3 1 2 2 ½ 3 21,0 2
10. TV Fischbek 2 2 3 3 4 24,0 1
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Spieler
KSH
3
Mannschaftsführer:
Marcus Möhrmann
A H A H A H A H A
BBK
 
HSK
7
FBK
 
NIE
 
STP
2
SFR
2
SKJ
2
MAT
2
HSK
6
21 Leiser, Sven ½   ½   ½ ½   1  
22 Weiss, Siegfried     0 ½ 0        
23 Harder, Clemens 1 0 ½ ½ 1 1 ½ + ½
24 Möhrmann, Marcus   0 1 1       ½  
25 Knops, Peter ½ 1   0     1  
26 Klink, Otto   ½   ½ 0   ½ ½  
27 Maiorov, Daniel 1 0 1 ½ ½   ½   ½
28 Schierholz, Günter 0 ½ 1 0 1 ½ ½ 1 0
34 Langmann, Markus   1       1   1  
35 Lock, Adrian 0         ½ 1    
36 Riedel, Frank     ½         0 ½
37 Fenske, Wolfgang           ½     ½
38 Vrana, Jan                 0
39 Bongartz, Florian                 0
41 Hagenlüke, Thomas 1   1       1    
43 Goetz, Claus   0     0 0      
44 Frontzek, Björn       ½   0 0    
45 Carl, Jan‑Frederik                 0
51 Schroeter, Baldur 1                
101 Herzenstein, Georg         1        
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1. Runde
08.01.2008 Barmbeker SK Königsspringer Hamburg 3 3 : 5
19:00 Uhr, Kulturhaus Dehnhaide, Vogelweide 20b, 22081 Hamburg

1 Norbert Becker Sven Leiser ½ : ½
2 Ferdinand Kaye Clemens Harder 0 : 1
3 Helmut Przybylski Peter Knops ½ : ½
4 Rolf Sander Daniel Maiorov 0 : 1
5 André Bigalke Günter Schierholz 1 : 0
6 Michael Ewaldt Adrian Lock 1 : 0
7 Thomas Kuckelkorn Thomas Hagenlüke 0 : 1
8 Götz Donauer Baldur Schroeter 0 : 1

11.01.2008 TV Fischbek SK Marmstorf 2 :
08.01.2008 FC St. Pauli 2 Schachfreunde Hamburg 2 5 : 3
11.01.2008 SK Johanneum Eppendorf 2 Niendorfer TSV 4 : 4
11.01.2008 Hamburger SK 6 Hamburger SK 7 7 : 1

Bericht

Wir hatten die Ehre am Dienstag um 19:00 Uhr beim Barmbeker SK die Saison zu eröffnen! Dies taten wir auch, und wie!

Stark ersatzgeschwächt wurden vor dem Kampf die Wunschergebnisse ausgetauscht, man war sich einig, ein Unentschieden wäre eine große Überraschung. Pünktlich wurde der Kampf angepfiffen, und es ging gut los. Bereits nach einer halben Stunde war ich, was die Stellungen anging, guter Dinge, dass wir uns nicht ohne Kampf abschlachten lassen würden (Barmbek hatte durchschnittlich 200 DWZ‑Punkte mehr an jedem Brett).

Baldur ist im Skandinavier super aus der Eröffnung gekommen und war wohl schon kurz davor materiellen Vorteil zu ergattern. Auch Thomas stand im c3‑Siz gegen die b6‑Variante des Gegners ganz schön gut. Adrian stand mit Tango ein wenig gedrückt, Da der Läufer auf e7 bleiben musste. Günter hatte eine unklare Stellung im Najdorf erreicht und ich brachte meine Drachen‑Hausvariante aufs Brett. Peter kämpfte gegen eine Abart von Poulsen, Clemens und Sven spielten für mich unidentifizierbare Eröffnungen.

Dann war die erste Partie auch schon vorbei, Baldur schoss wie erwartet die Führung. Nach einiger Zeit machte Peter in etwas besserer Stellung aufgrund von Ideenlosigkeit remis – 1,5:0,5.

Ich kann die Stellungen nach weiteren zwei Stunden Spielzeit nicht mehr genau beschreiben, es sah aber immer noch ganz gut aus, da unter anderem ich die Dame des Gegners fangen konnte (für Turm, Springer und gestörte Figurenharmonie). Clemens gewann die Partie durch ein zwar korrektes Opfer des Gegners, der jedoch die falsche Fortsetzung wählte und weiteres Material für nichts einbüßte. Ein überraschendes Ergebnis! Kurze Zeit später wurde Adrian (bzw. seine Stellung) von seinem Gegner erdrückt – 2,5:1,5.

Dann war es plötzlich kurz vor elf, und das bedeutet Zeitnot. Nur an Thomas’ Brett war es für uns etwas brenzlig, die anderen hatten eine bessere Zeiteinteilung. Günters Partie wurde mit einem verlorenen Turmendspiel für ihn beendet. Schade, denn zwischendurch sah es ziemlich gut aus.

2,5:2,5 – es wurde richtig spannend! Ich hatte große Probleme meinen Vorteil in den ganzen Punkt umzumünzen. Dann schaffte ich es aber doch, einen Turm abzutauschen und das Endspiel mit Dame gegen Turm und Läufer relativ locker zu gewinnen.

3,5:2,5 – ein Punkt musste noch her. Ein Glück, dass Thomas die Zeitnot überlebte und die bessere Stellung danach auch ungefährdet zum Sieg führte. Sven machte in besserer Stellung remis.

5:3 – die Sensation war perfekt. Ein wirklich toller Kampf war zu Ende, das Team hat eine Top‑Leistung abgerufen und verdient gewonnen. Die Emotionen waren dementsprechend positiv und laut.

Vielen Dank an Siegfried Weiss, Karin Chin und Wolfgang Su fürs kiebitzen. Ein wirklich enorm wichtiger Sieg in einer verdammt starken Liga, so wichtig, dass ich mir die Zeit für den Bericht während der beiden Philosophiestunden nehme … Platon, Descartes … deine Mudda!

(Daniel Maiorov)

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2. Runde
25.01.2008 Königsspringer Hamburg 3 Hamburger SK 7 3 : 5
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Clemens Harder Olaf Ahrens 0 : 1
2 Marcus Möhrmann Wolfgang Schellhorn 0 : 1
3 Peter Knops Raffaele Punzi 1 : 0
4 Otto Klink Jörn Debertshäuser ½ : ½
5 Daniel Maiorov Swen Dunkelmann 0 : 1
6 Günter Schierholz Werner Schirmer ½ : ½
7 Markus Langmann Ralf Oelert 1 : 0
8 Claus Goetz Helmut Salzmann 0 : 1

25.01.2008 Niendorfer TSV Hamburger SK 6 5 : 3
24.01.2008 Schachfreunde Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf 2 5 : 3
25.01.2008 SK Marmstorf 2 FC St. Pauli 2 2 : 6
22.01.2008 Barmbeker SK TV Fischbek :
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3. Runde
08.02.2008 TV Fischbek Königsspringer Hamburg 3 :
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Denis Schermer Sven Leiser ½ : ½
2 Norbert Zimpel Siegfried Weiss 1 : 0
3 Hubert Kopyto Clemes Harder ½ : ½
4 Philip Reichhardt Marcus Möhrmann 0 : 1
5 Nikolas Egelriede Daniel Maiorov 0 : 1
6 Peter Schausten Günter Schierholz 0 : 1
7 Manfred Ottow Frank Riedel ½ : ½
8 Lew Sternberg Thomas Hagenlüke 0 : 1

12.02.2008 FC St. Pauli 2 Barmbeker SK :
15.02.2008 SK Johanneum Eppendorf 2 SK Marmstorf 2 :
15.02.2008 Hamburger SK 6 Schachfreunde Hamburg 2 :
12.02.2008 Hamburger SK 7 Niendorfer TSV :

Die Fahrt über die Elbe war eine Reise wert

Diesen Freitag ging es in den Süden Hamburgs: Der TV Fischbek ließ bitten. Die letzten Jahre sicherer Kunde, reisten wir mit dem festen Vorhaben an, auch dieses Jahr wieder die zwei Punkte in den Norden zu holen. Also ran an die Bretter und die Klingen gekreuzt gegen die Fischbeker, die uns immerhin mit ihrer Bestbesetzung das Leben schwer machen wollten.

Nach einem schnellen Remis (Krankheit zählt nicht, ich elender Feigling ;) ) war mir nun vergönnt, die Ereignisse an den restlichen Brettern zu verfolgen – was anfangs nicht nur Freude bereithielt.

Marcus gelang es zwar recht schnell einen Bauern zu stibitzen und Siggi stand auch frühzeitig sehr komfortabel, aber Thomas sah sich mit dem vermeintlich besten Gegner der Fischbeker, Herrn Sternberg, konfrontiert. Der schlug auch auf wie Boris Becker in seinen besten Zeiten, sodass sich da ein Spiel auf ein Tor andeutete. Auch Günters Stellung ließ nicht viel Hoffnungen wecken, versammelten sich die gegnerischen Figuren doch verdächtig in seines Königs Nähe.

Wie es aber so ist: Die vierte Stunde nahte, an allen sieben Brettern wurden Blut, Schweiß und Tränen vergossen, bis sich dann die Lage doch zugunsten des Nordens klärte:

Günters Gegner zog es vor, nicht nur die Figuren immer weiter weg von seinem König zu platzieren sondern auch eine taktische Wendung zuzulassen, die ihm einen Bauern mit schlechter Stellung bei enorm knapper Zeit bescherte – und damit unseren ersten vollen Punkt.

Clemens stand die ganze Partie über immer leicht vorteilhaft, ihm fiel aber nicht so recht ein wie er die Festung des Gegners zu stürmen vermag – folgerichtig ein gutes Remis, 2:1.

Frank Riedel hatte ein prächtiges Läuferpaar, welches jedoch nicht genug hergab um über das Remis hinauszukommen.

Die restlichen vier Partien hatten es dann ordentlich in sich:

Weniger Marcus’ Partie. Er führte die Partie auch konsequent gen Sieg zu Ende, was die Gemüter im Hintergrund ungemein beruhigte.

Der eigentliche Winner war dann aber Thomas! In der Partie wird sicher Fritz leuchten wie ein Weihnachtsbaum des Gegners Gewinnvarianten betreffend, aber wie sagt man so schön? Gewinnen tut jener, der den vorletzten Fehler macht. Thomas machte ihn nicht, freute sich über einen laufenden Freibauern nach einer Reihe von einzigen gefundenen Zügen und sackte den ganzen Punkt ein. Bravo!

Siggi war so freundlich des Gegners Remisangebote zu ignorieren und die Stellung leider doch zu überziehen. In schwieriger Position kam der Henker in Form der Schachuhr über ihn.

Genug Punkte hatten wir aber da ohnehin bereits zusammen, und das Sahnehäubchen besorgte dann Daniel, der eine wirklich schöne Partie bei ungleichfarbigen Läufern und anhaltendem Angriff spielte und uns letztlich 5½ Brett‑ und zwei Mannschaftspunkte in den wilden Norden entführen ließ.

So kann es ruhig weitergehn!

(Sven Leiser)

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4. Runde
22.02.2008 Königsspringer Hamburg 3 Niendorfer TSV :
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Siegfried Weiss Gerd Putzbach ½ : ½
2 Clemens Harder Heinz Türk ½ : ½
3 Marcus Möhrmann Michael Raddatz 1 : 0
4 Peter Knops Eggert Lindschau 0 : 1
5 Otto Klink Klaus‑Peter Schneider ½ : ½
6 Daniel Maiorov Kurt Krotofil ½ : ½
7 Günter Schierholz Matthias Weiß 0 : 1
8 Björn Frontzek Erhard Pohl ½ : ½

21.02.2008 Schachfreunde Hamburg 2 Hamburger SK 7 6 : 2
22.02.2008 SK Marmstorf 2 Hamburger SK 6 :
26.02.2008 Barmbeker SK SK Johanneum Eppendorf 2 :
22.02.2008 TV Fischbek FC St. Pauli 2 :
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5. Runde
04.03.2008 FC St. Pauli 2 Königsspringer Hamburg 3 4 : 4
19:00 Uhr, Domschänke, Budapester Str. 10, 20359 Hamburg

1 Wolf‑Thomas Schütze Sven Leiser ½ : ½
2 Dr. Guntram Knecht Siegfried Weiss 1 : 0
3 Thorsten Wennmann Clemens Harder 0 : 1
4 Luis Martin‑Sommerfeldt Otto Klink 1 : 0
5 Christian Ziller Daniel Maiorov ½ : ½
6 Bernd Kessler Günter Schierholz 0 : 1
7 Mohcine Chraibi Claus Goetz 1 : 0
8 Heinz‑Werner Szudra Georg Herzenstein 0 : 1

28.03.2008 SK Johanneum Eppendorf 2 TV Fischbek 5 : 3
28.03.2008 Hamburger SK 6 Barmbeker SK :
01.04.2008 Hamburger SK 7 SK Marmstorf 2 5 : 3
07.03.2008 Niendorfer TSV Schachfreunde Hamburg 2 4 : 4
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6. Runde
11.04.2008 Königsspringer Hamburg 3 Schachfreunde Hamburg 2 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Falko Meyer ½ : ½
2 Clemens Harder Helmut Wiens 1 : 0
3 Günter Schierholz Andy Fleischer ½ : ½
4 Markus Langmann Gerrit Oelmeyer 1 : 0
5 Adrian Lock Christoph Jablonowski ½ : ½
6 Wolfgang Fenske Fritz Fegebank ½ : ½
7 Claus Goetz Volker Schuldt 0 : 1
8 Björn Frontzek Thorsten Jäger 0 : 1

18.04.2008 SK Marmstorf 2 Niendorfer TSV 3 : 5
15.04.2008 Barmbeker SK Hamburger SK 7 :
11.04.2008 TV Fischbek Hamburger SK 6 2 : 6
08.04.2008 FC St. Pauli 2 SK Johanneum Eppendorf 2 0 : 8
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↓
7. Runde
09.05.2008 SK Johanneum Eppendorf 2 Königsspringer Hamburg 3 4 : 4
19:00 Uhr, Wilhelm‑Gymnasium (Oberstufenhaus Alfred‑Beit‑Weg), Klosterstieg 17, 20149 Hamburg

1 Mark‑Finn Grünewald Clemens Harder ½ : ½
2 Karl‑Ömer Tosunoglu Peter Knops + :
3 Daniel Wahl Otto Klink ½ : ½
4 Carsten Israel Daniel Maiorov ½ : ½
5 Matthias Biermann‑Ratjen Günter Schierholz ½ : ½
6 Tobias Hennenberger Adrian Lock 0 : 1
7 Viktor Kurbangulov Thomas Hagenlüke 0 : 1
8 Thomas Schiller Björn Frontzek 1 : 0

09.05.2008 Hamburger SK 6 FC St. Pauli 2 :
06.05.2008 Hamburger SK 7 TV Fischbek 4 : 4
09.05.2008 Niendorfer TSV Barmbeker SK 6 : 2
24.04.2008 Schachfreunde Hamburg 2 SK Marmstorf 2 7 : 1

So war’s

Stark ersatzgeschwächt und sogar unsicher ob vollzählig, ging es am Freitag zum SKJE. Der Schachklub aus Eppendorf schien klarer Favorit zu sein, doch durfte man sich trotzdem Hoffnungen auf einen spannenden Kampf machen, schließlich ist es in den letzten Jahren zur Tradition geworden, dass Kämpfe der beiden Vereine im Wilhelm‑Gymnasium mit viel Dramatik und Spannung ausgestattet sind. Auch der Gastgeber konnte nicht seine besten acht Mann ans Brett bringen, was an deren Favoritenrolle aber nicht viel änderte. Wie schon oben erwähnt, hatten wir kurz vor Kampfbeginn die Befürchtung zu siebt antreten zu müssen, da Peter nicht zu‑, aber auch nicht abgesagt hatte.

So traf es auch ein, nach einer Stunde lagen wir 0:1 hinten. Zu diesem Zeitpunkt erreichte Clemens am ersten Brett eine interessante Position, wo kurz nach der Eröffnung der Kampf ums Zentrum angesagt war. Otto sah den Gegner die Holländische Verteidigung aufbauen, zeigte sich unbeeindruckt und erreichte schnell eine vorteilhafte Stellung. Ich brachte gegen den Lb5‑Siz eine zweifelhafte Neuerung aufs Brett, indem ich schon nach wenigen Zügen in einen sehr gefährlichen Angriff von Weiß lang herein rochierte, in der Hoffnung durch das verdoppeln von Turm und Dame auf der halboffenen d‑Linie aktives Spiel zu erlangen. Bei Günter war in der Eröffnung nichts besonderes passiert, es wurden schnell die Damen und einige Leichtfiguren abgetauscht. Anscheinend ist dabei aber ein Bauer eingesackt worden, sodass – wenn überhaupt – für den Sieg nur Günter und nicht sein Gegner in Frage kam. Adrian brachte Französisch aufs Brett, was man allerdings nach wenigen Zügen schon nicht mehr als Französisch identifizieren konnte. Dies hatte man wohl dem Gegner zu verdanken, der irgendetwas in den Varianten durcheinander brachte. Demselben Gegner hatte man auch den praktisch sicheren Punkt Adrians zu verdanken, der die Unsicherheiten des Gegners eiskalt nutzte und ihm im weiteren Verlauf der Partie keine Chance zur Rehabilitation ließ. Thomas erreichte nach der Eröffnung eine ganz ordentliche Stellung, welche er nach einer kleinen taktischen Feinheit in ein Endspiel mit Qualität mehr abwickeln konnte, kurze Zeit später gab der Gegner auf. Bei Björn entstand eine sehr komplizierte Stellung mit klarem Raumvorteil für ihn, was eigentlich Hoffnung für ein gutes Ergebnis gab.

Wie man sieht, der SKJE ist der Favoritenrolle bis dahin nicht gerecht geworden. Ich greife mal vorweg, nicht nur bis dahin, sondern auch den ganzen Kampf über nicht. Das Endergebnis des Kampfes war für sie eher glücklich, was sie nach dem Kampf auch erleichtert zugaben.

Aber nun wieder zurück zum Kampfgeschehen, um kurz vor 11. Zu diesem Zeitpunkt hatte Adrian den schon eingeplanten Punkt eingefahren, Clemens gab ein am Ende seiner Partie entstandenes Turmendspiel remis. Meine Partie verflachte nach dem interessanten Beginn zusehends, wobei mein Gegner einige hochkarätige Chancen ausließ. Ich schaffte es sogar in ein etwas besseres Schwerfigurenendspiel abzuwickeln, was aber wohl nicht zu gewinnen war. Dies versuchte ich aufgrund der knappen Zeit auch nicht, sondern tauschte die Damen und nahm dankend das Remisangebot meines Gegners, welcher bis dahin in der Saison übrigens 5 aus 5 hatte, an. Björn verlor in der Zeitnot plötzlich, nahm wutentbrannt seine Sachen und lief aus dem Spielsaal, ich habe das Ende der Partie nicht gesehen.

Es stand also 3:3, es spielten nur noch Günter und Otto. Günter konnte seinen Mehrbauern aufgrund einer Ungenauigkeit nicht zur Dame, und somit nicht zum Sieg führen, er willigte ins Remis ein. Otto hätte in der Zeitnot eine Figur gewinnen können, was im Spielsaal alle außer ihm und seinem Gegner gesehen hatten. Da dies leider nicht geschah, kam er nach der tollen Eröffnung in ein schlechteres Endspiel. Zu dem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass wir mit einer knappen Niederlage nach Hause geschickt werden würden. Als ich mich für einige Zeit aus dem Spielsaal entfernte, ist wohl einiges passiert. Als ich zurück kam, hatte Otto in einem Leichtfigurenendspiel eine Leichtfigur gegen einen Bauern mehr (3 gegen 2 Leichtfiguren) und der Gegner nur noch 4 Minuten für den Rest der Partie. Das erste Remisangebot des Gegners lehnte er ab, verpatzte die wohl gewonnene Stellung, und akzeptierte aus Fairnessgründen das 2. Remisangebot des Gegners, welcher mit noch etwa 10 Sekunden auf der Uhr sich überglücklich schätzen konnte, dass er einen der seltenen »Sozialer‑Otto«‑Tage erwischt hatte, sonst wäre er ganz locker über die Zeit gehoben worden. 4:4! Otto sahnte für die Fairness eine Menge Lob ab, der Abend wurde in »Omas Apotheke« in der Schanze bei einem kalten Bierchen in guter Laune abgeschlossen.

(Daniel Maiorov)

↑
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8. Runde
23.05.2008 Königsspringer Hamburg 3 SK Marmstorf 2 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Sven Leiser Klaus‑Jürgen Herlan 1 : 0
2 Clemens Harder Jakob Schäfer + :
3 Marcus Möhrmann Holger Fabig ½ : ½
4 Peter Knops Peter Schnelle‑Löding 1 : 0
5 Otto Klink Tobias Müller ½ : ½
6 Günter Schierholz Jörg Thies 1 : 0
7 Markus Langmann Prof. Dr.‑Ing. Thomas Willner 1 : 0
8 Frank Riedel Uwe Grove 0 : 1

27.05.2008 Barmbeker SK Schachfreunde Hamburg 2 :
23.05.2008 TV Fischbek Niendorfer TSV 2 : 6
27.05.2008 FC St. Pauli 2 Hamburger SK 7 4 : 4
23.05.2008 SK Johanneum Eppendorf 2 Hamburger SK 6 :
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9. Runde
13.06.2008 Hamburger SK 6 Königsspringer Hamburg 3 6 : 2
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Anja Hegeler Clemens Harder ½ : ½
2 Christoph Engelbert Daniel Maiorov ½ : ½
3 Henning Fraas Günter Schierholz 1 : 0
4 Theo‑Heinz Gollasch Frank Riedel ½ : ½
5 Wolf Gerigk Wolfgang Fenske ½ : ½
6 Dr. Frithjof Boog Jan Vrana 1 : 0
7 Regina Berglitz Florian Bongartz 1 : 0
8 Uwe Kröncke Jan‑Frederik Carl 1 : 0

10.06.2008 Hamburger SK 7 SK Johanneum Eppendorf 2 :
06.06.2008 Niendorfer TSV FC St. Pauli 2 4 : 4
05.06.2008 Schachfreunde Hamburg 2 TV Fischbek 5 : 3
06.06.2008 SK Marmstorf 2 Barmbeker SK ½ :

Abschlussbericht

Moin Moin! Vor Euch seht ihr den letzten Bericht dieser abwechslungsreichen Saison für KSH 3. Über den letzten Kampf gibt es nicht viel zu erzählen. Wir spielten gegen die klar favorisierte Mannschaft HSK 6, die locker Landesliga‑Niveau hat. Da es für uns nur noch um die goldene Ananas ging, ließ MF Marcus einige Ersatzspieler zu ihrem Stadtliga‑Einsatz kommen, die Stammspieler wurden geschont. Im HSK‑Clubheim war die Gleichgültigkeit der meisten Spieler aller anwesenden Vereine klar zu spüren. Einige spielten vom Druck befreit locker auf, andere waren in ihren Gedanken schon im wohlverdienten Urlaub, und so war es symbolisch für unseren Kampf, dass nicht mal ein Hauch von Spannung aufkam und der Kampf schon um kurz vor elf vorüber war. Es war die mit Abstand höchste Niederlage der Saison und trotzdem konnten alle zufrieden nach Hause gehen, denn schließlich war das Saisonziel erreicht worden. Das Spannendste und Ansehnlichste vom Abend war das Spiel Frankreich gegen Holland, welches sich einige unserer Spieler nach dem Beenden ihrer Partie unten im Fernsehraum anschauten. Eine sehr schöne Erkenntnis gab es für Clemens und mich, wir konnten feststellen, dass wir auch Leuten mit DWZ 2177 und 2175 an eins und zwei in der Stadtliga locker paroli bieten können.

Nun zur Saison insgesamt. Die Mannschaft spielt sehr wechselhaft, was ein erfolgreicheres Abschneiden verhindert. So gab es auch in dieser Saison nach tollen Siegen wie zum Beispiel gegen Barmbek völlig unnötige Niederlagen gegen schwächere Teams, wie HSK 7. Sehr positiv ist, dass wir eine sehr junge Mannschaft mit viel Potenzial stellen und diese von ebenso hochkarätigen jugendlichen Noch‑Ersatzspielern unterstützt werden kann und auch wird. Einige alte Hasen bringen der Mannschaft die nötige Ruhe und Wettkampferfahrung. Dass die Mischung stimmt, zeigte auch die gute Atmosphäre in der Mannschaft die ganze Saison über. Es gab in dieser Spielzeit nur einen Kampflosen, was sowohl auf die Disziplin der einzelnen Spieler, als auch auf die herausragende Organisation der Mannschaft von Mannschaftsführer Marcus zurückzuführen ist. Von mir aus kann ich sagen, dass trotz der oft wechselnden Mannschaftsaufstellung mir diese Saison sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hoffe anderen geht es auch so. Insgesamt verzeichnet die Mannschaft übrigens inoffiziell ein DWZ‑Plus von 15 Punkten, damit ist man absolute Liga‑Spitze! Kurz die übliche Einzelkritik:

Sven spielte, wenn er spielte, gewohnt solide und brachte der Mannschaft wichtige halbe Punkte.

Siegfried zeigte dreimal interessantes Schach, verlor zweimal sehr unglücklich.

Clemens spielte eine überragende Saison, auch öfters am ersten Brett. Topscorer der Mannschaft, das sagt alles.

Marcus mit guten 2,5 aus 4, dafür gibt’s paar DWZ‑Punkte.

Peter genauso wie Marcus, für ihn gibt’s aber einen DWZ‑Punkt mehr :-)

Otto blieb etwas unter seinen Möglichkeiten, Abi ist wichtiger, völlig ok.

Ich bin endlich raus aus dem Tief, 4 aus 7, sehr ordentliche Saison :-)

Günter mit guten 50 %, auch dafür gibt’s einen Packen DWZ‑Punkte.

Auch die meisten Ersatzspieler waren gut dabei, besonders herauszuheben mit jeweils 3 aus 3 sind Markus Langmann und Thomas Hagenlüke.

Vielen Dank an alle Spieler für die Einsätze! Dankeschön an die Website von TV Fischbek für die inoffizielle DWZ‑Auswertung aller Teams. Schöne und erholsame Ferien, bzw. Urlaub!

Danke fürs Lesen!

(Daniel Maiorov)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/08-ksh3.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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