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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 1 · Oberliga‑Nord, Staffel Nord 2007/08
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SC Neukloster 5 3 6 4 45,5 15
2. SSC Rostock 07 3 4 6 42,0 13
3. Schachfreunde Hamburg 4 4 35,5 12
4. Königsspringer Hamburg 4 5 39,5 11
5. Kieler SG Meerbauer 5 4 4 5 37,5 10
6. Lübecker SV 2 2 4 4 35,0 8
7. Hamburger SK 3 4 4 4 35,0 7
8. Pinneberger SC 3 4 4 29,0 6
9. SC Diogenes 4 4 32,5 4
10. FC St. Pauli 2 3 28,5 4
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Julian Zimmermann
A H A A H A H A H
KSG
 
SRO
 
DIO
 
SNK
 
PIN
 
STP
 
HSK
3
LÜB
2
SFR
 
1 Lamprecht, Frank   1 1   1   ½    
2 Zimmermann, Julian 1 ½ 1 1 0 ½      
3 Hess, Christian 0   0   ½   1 ½ ½
4 Buhr, Carl‑Christian, Dr. 1 1   ½       ½ 1
5 Rosmann, Ilja ½ 0 ½ 0 1 1 0 ½ 1
6 Lampe, Jörg 1 0 ½ 0 0   1 ½ ½
7 Wolter, Michael 1 0 1 ½ ½ ½ ½ ½ ½
8 Wagner, Friedrich, Dr.   1 ½ 0 1 1 ½ ½ 1
9 Wilms, Ingo ½ ½ 0 1   ½ 0 0 1
10 Bruhn, Boris ½     ½          
11 Cremer, Jochen         1 ½      
12 Chin, Karin               ½  
13 Borgmeyer, Max           ½      
14 Möhrmann, Marcus           0 0   0
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1. Runde
21.10.2007 Kieler SG Meerbauer Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Rudergesellschaft Germania (Clubhaus), Düsternbrooker Weg 42, 24105 Kiel

1 Christoph Scheerer Julian Zimmermann 0 : 1
2 Frerik Janz Christian Hess 1 : 0
3 Arne Jochens Dr. Carl‑Christian Buhr 0 : 1
4 Christian Rathje Ilja Rosmann ½ : ½
5 Oi‑Sin Kim Jörg Lampe 0 : 1
6 Christoph Schinkowski Michael Wolter 0 : 1
7 Harald Klawitter Ingo Wilms ½ : ½
8 Ingo Firnhaber Boris Bruhn ½ : ½

21.10.2007 Hamburger SK 3 SC Neukloster 4 : 4
21.10.2007 Lübecker SV 2 FC St. Pauli :
21.10.2007 Schachfreunde Hamburg Pinneberger SC :
21.10.2007 SSC Rostock 07 SC Diogenes :

Auf ein Neues

Und wieder einmal beginnt eine neue Saison, und wieder einmal gab’s gleich am ersten Spieltag Absagen. Glücklicherweise spielte Legionär Carli, und mit Christian Hess hatte wir vor der Saison spielstarken Zuwachs bekommen. Außerdem rückte Michael aus der zweiten Mannschaft zu uns auf, und Boris half wieder einmal aus.

Nach kurzer Begutachtung des neuen Spiellokals der Kieler (Meerbauer und die Kieler SG haben fusioniert, und das Spiellokal war wohl schon vor 15 Jahren das Spiellokal der Kieler SG) stürzte sich KSH 1 auch schon ins Vergnügen und schaffte es, an keinem Brett erkennbaren Vorteil zu erzielen; allerdings stand auch niemand so richtig schlecht. Ilja bekam schnell ein Remis‑Angebot in ausgeglichener Stellung und akzeptierte. Als Ingo in schlechterer Stellung mit weniger Zeit auf der Uhr ebenfalls eines bekam, zwang ich ihn anzunehmen. 1:1. Alle anderen Stellungen waren kaum klar, aber bei Michael und mir zeichneten sich Probleme ab. Allerdings konnte Jörg seinen klaren Elo‑Vorteil gegen das Kieler Talent Kim Oi‑Sin beweisen. 2:1. Mehr habe ich leider kaum mitbekommen, da ich mich selber in schlechter Stellung in Zeitnot befand. Carli hatte sich irgendwie eine Mehr‑Qualle erarbeitet und war dabei sie zu verwerten. Christian schlug vielleicht im falschen Moment los und musste im Endspiel die Segel streichen. 2:2. Michaels Gegner hatte einen Bauern geopfert und konnte seine Kompensation nicht zeigen und verlor auf Zeit! 3:2. Boris’ Stellung war wohl remis und er wartete darauf, dass Carli gewann, um anzunehmen. Bei mir hatte sich trotz Foppchancen in Zeitnot ein verlorenes Endspiel ergeben, in dem mein Gegner aber im 41. Zug nach vorher starkem Spiel die nötige Vorsicht vermissen ließ, was mir eine Gewinnstellung gab. Ich brauchte ca. 20 Minuten, dies zu begreifen, was meine Mannschaftskameraden in den Wahnsinn trieb. Als ich dann doch verwandelte, konnte Boris remis machen, um den Mannschaftssieg sicherzustellen, und auch Carli konnte seinen ersten Sieg seit drei Jahren im KSH‑Trikot feiern, sodass am Ende ein 5,5:2,5 zu Buche stand.

Der Sieg war für meinen Geschmack zwar etwas zu hoch, aber im Endeffekt aufgrund unserer starken Mittelachse (3,5/4) doch verdient. Das nächste Spiel findet in zwei Wochen im Clubheim statt.

(Julian Zimmermann)

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2. Runde
04.11.2007 Königsspringer Hamburg SSC Rostock 07 4 : 4
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Marcin Szelag 1 : 0
2 Julian Zimmermann Hans‑Ulrich Grünberg ½ : ½
3 Dr. Carl‑Christian Buhr Rafal Tomczak 1 : 0
4 Ilja Rosmann Dr. Robert Jaster 0 : 1
5 Jörg Lampe Jörg Sonnenberger 0 : 1
6 Michael Wolter Eckhard Jeske 0 : 1
7 Dr. Friedrich Wagner Gunnar Kross 1 : 0
8 Ingo Wilms Peter Brack ½ : ½

04.11.2007 SC Neukloster SC Diogenes :
04.11.2007 Pinneberger SC Kieler SG Meerbauer 4 : 4
04.11.2007 FC St. Pauli Schachfreunde Hamburg :
04.11.2007 Hamburger SK 3 Lübecker SV 2 :

Ein unglaubliches 4:4 gegen den Tabellenführer

Mir gebührt die Ehre des Berichtschreibens, da ich eine echt dünne Partie gespielt habe (ich habe sie gerade nochmal angeschaut).

Zum Auftakt gab es ein Remis von Captain Julian gegen IM Grünberg. Vom Partieverlauf wohl in Ordnung, auch wenn Jule zwischendurch wohl leichten Vorteil hatte. Dann sackte Friedrich den ersten Ganzen ein – gut, dass er das Remisangebot am Anfang nicht angenommen hatte! Als Nächster hatte sich Frank in einem Franzosen nach eigener Aussage überspielen lassen und stand platt. Aber die letzte Angriffsattacke wurde fehlerhaft pariert, sodass ein Endspiel mit Qualle entstand, welches man bei näherem Suchen wohl auch in Frank’s Endspielbuch finden könnte. ;)

Somit stand es schonmal 2,5:0,5 für uns. Ich habe mit einer echt miesen Leistung gegen meinen zweifelhaften Namensvetter Jörg Sonnenberger ein ums andere Mal einige nette Ressourcen ausgelassen. Leider hatte auch Ilja einen nicht so glücklichen Tag und hat in glatter Gewinnstellung eine Figur eingestellt. (Frank und ich sagen auch nicht wie, Gruß an Ilja!)

So stand’s schonmal wieder 2,5:2,5. Es spielten noch Carli, Michi und Ingo. Carli hat nach einer sehr strengen Partie verdient den Ganzen eingefahren. Ich habe das Gefühl, dass er langsam zu seiner alten Form wiederfindet! Ingo hatte das Revanchematch aus dem letzten Jahr auf dem Brett und eigentlich noch eine Rechnung offen. Irgendwie sah es die ganze Zeit auch gut aus, aber am Ende war’s irgendwie remis. Da gab’s bestimmt die eine oder andere ausgelassene Chance, aber das sagt sich nachher immer leicht.

Somit stand’s 4:3, und Michi musste ein etwas schlechteres Endspiel verwalten. Und dann in Stunde 6 kurz vor Ende der zweiten Zeitkontrolle, ereigneten sich unglaubliche Dinge: Michi glaubte, es stünde 3,5:3,5 – das schlechtere Endspiel ist auf einmal ein 3 gegen 1 Bauer an einem Flügel Turmendspiel geworden – und dann auf einmal Grundreihenmatt! 4:4 gegen Rostock, da muss man erstmal schlucken, armer Unglücksrabe Michi, aber Kopf hoch, da gab’s auch andere, die wirklich nicht besser gespielt haben.

Unsere Mannschaft hat das Potenzial, ganz vorne mitzuspielen, aber manchmal braucht man eben auch noch ein Quäntchen Glück – oder Turnierhärte, ganz wie man das formulieren möchte.

(Jörg Lampe)

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3. Runde
25.11.2007 SC Diogenes Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Axel Stephan Frank Lamprecht 0 : 1
2 Stefan Gottuk Julian Zimmermann 0 : 1
3 Christian Laqua Christian Hess 1 : 0
4 Thomas Rieling Ilja Rosmann ½ : ½
5 Fabian Schulenburg Jörg Lampe ½ : ½
6 Ralf Hein Michael Wolter 0 : 1
7 Holger Mach Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
8 Dirk Legahn Ingo Wilms 1 : 0

25.11.2007 Lübecker SV 2 SC Neukloster 2 : 6
25.11.2007 Schachfreunde Hamburg Hamburger SK 3 4 : 4
25.11.2007 Kieler SG Meerbauer FC St. Pauli 5 : 3
25.11.2007 SSC Rostock 07 Pinneberger SC :

Ohne 2, Spiel 3, Schneider 4.5

Dem Schlechtesten einer Mannschaft gebührt es sicher nicht, über Stellungen der Anderen zu urteilen, aber was soll man machen, wenn man dazu verdonnert wird.

Der Sonntag begann stürmisch und mit einer ersten Überraschung. Die Gegner, bislang immer mit 1 bis 8 angetreten, traten bei ihrem ersten Heimkampf ohne ihre zwei nominell Stärksten Hochgräfe und Tsung an, dafür aber mit Holger Mach. Bei uns fehlte unser Top‑Scorer Carli. Die Vorbereitung war damit dahin, dafür waren wir nominell klarer Favorit.

Die Partien begannen recht gut für uns. Frank hatte – auch wenn er es vehement im Nachhinein bestritt – am ersten Brett gegen Axel Stephan eine gute Stellung aus der Eröffnung heraus erreicht, Gleiches galt für Julian am zweiten Brett gegen Gottuk. An Brett drei hatte Christian ein frühes Remis‑Angebot von Laqua abgelehnt und stand ungefähr ausgeglichen, wie auch der geschlossene Sizilianer bei Rieling gegen Ilja wohl einzuschätzen war. Jörg stand besser gegen Schulenburgs Skandinavier und Hein solide gegen Michi, Friedrich und Mach ließen gegenseitig nichts anbrennen. Draußen tobte zu der Zeit der heftigste Hagelsturm seit sieben Jahren. Relativ früh schon als Erster fertig, und zwar fix und fertig, war meine Wenigkeit am letzten Brett. In einer Einbahnstraßen‑Partie gab ich mich dem starken Legahn so ziemlich wehrlos geschlagen. Am Abend zuvor hatte ich aber auch einfach zu viele Tische geschleppt. Als ich von der Analyse kam, hatte Friedrich gerade an Brett 7 gegen Mach remisiert, um anschließend schnell in den Volkspark zu entfleuchen (wie es sich eben gehört für einen richtigen HSV‑Fan). Frank hatte zwar eine Qualle mehr, aber Stephan Läuferpaar und Kompensation. Stephan gab mit dem Springer schach, Frank nahm mit dem Läufer und Stephan konnte mit dem Bauern oder mit dem Läufer wiederschlagen. Eine sehr schwere Entscheidung, die viel Zeit und dadurch am Ende die Partie durch ZÜ kostete. 1,5:1,5. Julian hatte sich durch eine taktische Verwicklung Vorteil erarbeitet, schien aber konditionell zu schwächeln. Julian hatte noch 19 Minuten und Gottuk noch 18 – allerdings Sekunden für acht Züge. Wie mir schien etwas glücklich konnte Julian durch ZÜ gewinnen, bevor ihm die Luft ausging. 2,5:1,5. Jörg und Michi hatten beide einen Bauern eingesackt, Michi sackte dann noch einen und noch eine Figur ein. Ilja hatte einen Bauern gewonnen, aber remisträchtige ungleichfarbige Läufer auf dem Brett, Christian ein leicht schlechteres Endspiel S+T gegen L+T. Jörg hatte sich in Probleme gebracht, Schulenburgs Freibauern waren zu gefährlich. In Verluststellung allerdings konnte Jörg in Zeitnot durch ein geschicktes Remis‑Angebot seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. 3:2. Michi gewann und Ilja hatte sicher remis.

4,5:2,5. Christian hatte jetzt die undankbare Aufgabe, als Letzter ein schlechtes Turmendspiel zu halten, was letztlich nicht glückte.

Mit 5:1 Mannschaftspunkten sind wir noch ungeschlagen auf dem dritten Platz und spielen in der nächsten Runde auswärts gegen Neukloster, ein wegweisendes Spiel.

(Ingo Wilms)

↑
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4. Runde
09.12.2007 SC Neukloster Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Hotel Handicap‑Pension, Seestr. 3, 23992 Nakenstorf

1 Jurij Zezulkin Julian Zimmermann 0 : 1
2 Sebastian Kesten Dr. Carl‑Christian Buhr ½ : ½
3 Piotr Brodowski Ilja Rosmann 1 : 0
4 Zbiegniew Jasnikowski Jörg Lampe 1 : 0
5 Jörg Pachow Michael Wolter ½ : ½
6 Hannes Knuth Dr. Friedrich Wagner 1 : 0
7 Wolfgang Westphal Ingo Wilms 0 : 1
8 Gerd Dettmann Boris Bruhn ½ : ½

09.12.2007 Pinneberger SC SC Diogenes :
09.12.2007 FC St. Pauli SSC Rostock 07 2 : 6
09.12.2007 Hamburger SK 3 Kieler SG Meerbauer :
09.12.2007 Lübecker SV 2 Schachfreunde Hamburg :

Neukloster? Da war doch was!

Ja richtig! Unter der Führung von Gunter Armoneit marschierten sie bis in die 2. Liga. Der Sponsor zog sich aber zwischendurch zurück, ist nun aber wieder voll dabei, wie er mir selbst versicherte. Ziel ist also die 2. Liga, was allein die Zahl der Titelträger (zwei GMs u. a.) verdeutlicht.

So kam es also, dass wir zum Spitzenkampf aufbrachen. Jörg fiel dabei in alte Zeiten zurück und verspätete sich beim Treffpunkt vor seiner Haustür (!) um glatte zehn Minuten. Anschließend nahm er auch noch einen kleinen Umweg zur Autobahn, sodass die Sorgenfalten in Michaels Gesicht denen eines 90‑jährigen ähnelten. Aber trotz Regens schaffte es das Trave‑Mobil, rechtzeitig um 10:40 Uhr in Neukloster (eigentlich in Nakenstorf) einzutreffen, wo auch das andere Auto kurze Zeit später erschien. Um elf war auch Carli da, der Schiedsrichter allerdings nicht (Gruß an Martin Bierwald!). Bei Neukloster war ein GM noch kurzfristig ausgefallen, sodass man sich durchaus Chancen ausrechnen konnte.

Als Erster war Friedrich fertig, dessen Gegner eine Figur ins Geschäft gesteckt hatte, und aufgrund geringer (keiner?!) Gegenwehr von Friedrich die Führung der Gastgeber erzielen konnte. Glücklicherweise hatte mein Gegner schon nach 15 Zügen im höheren Sinne die Partie eingestellt, und so konnte ich das 1:1 erzielen. In der Zwischenzeit stand Jörg schlecht, Ilja hatte nach einem Figurenopfer eine unklare Stellung, Michael ein besseres Endspiel, Boris ein komisches Endspiel, und Ingo stand leicht besser. Carli hatte ein Wolga auf dem Brett, konnte aber gegen seinen talentierten Gegner keinen Vorteil nachweisen und fragte mich in Zeitnot, ob er remis machen könne. Da Ilja in diesem Moment auf Gewinn stand, gab ich das Okay, da wir nach meiner Rechnung so mindestens ein 4:4 sicher hatten.

Doch nun passierte Unglaubliches: Ilja fand keinen direkten Gewinn, aber die Stellung war total gewonnen. Nach einem Zeitnotgehacke hatte Ilja nach dem 39sten Zug noch drei Sekunden auf der Uhr und sein Gegner nur noch eine Sekunde! Doch Ilja wähnte, er hätte den 40sten Zug geschafft und ließ die Zeit abtickern, dabei hätte er wohl sowohl auf Zeit als auch auf Stellung gewonnen, hätte er gezogen! Hier sei noch mal mein Beileid für den Pechvogel bekundet. Somit stand es 1,5:2,5 anstatt andersrum.

Jörgs Endspiel war schlecht, und auch seine Bedenkzeit ging langsam zur Neige. Michael konnte seinen Gegner im Turmendspiel leider nicht mehr vor wirkliche Probleme stellen (Vielleicht sollte er sich mal die Partie Zimmermann – Slobodjan 0:1 ansehen.), somit 2:3. Boris’ Stellung war nahe am Verlust, und so zog er die Notbremse und wickelte ins Remis ab.

Somit musste Jörg remis halten und Ingo gewinnen, was anfags recht aussichtslos schien. Was der Rest der Mannschaft dann aber nicht mehr miterlebte, war eine wirklich unglaublich starke kämpferische Leistung von Ingo und Jörg. Ingo schaffte es im Damenendspiel eine technisch gewonnene Stellung zu erreichen, und Jörgs Gegner schien mir etwas müde und leistete sich einige Ungenauigkeiten. Der Kampf wurde dann in den letzten Minuten der 6‑stündigen Spielzeit entschieden: Ingo ließ den einfachen Gewinn aus und riskierte stattdessen alles, um noch zu gewinnen. Leider war Jörgs Endspiel mit zwei Minuten auf der Uhr dann doch nicht mehr zu halten und er verlor. Ingo, der dies nicht mitbekommen hatte, veranstaltete mit seinem Gegner ein wildes Zeitnotgehacke, in dem Glauben noch ein 4:4 erreichen zu können. Dabei wandelten beide um, und es entstand eine Stellung mit zwei Damen gegen zwei Damen, die Übersicht hatten beide (und auch die Zuschauer) schon lange verloren. Jedoch war die Stellung wohl nicht mehr zu gewinnen, wäre da nicht die Zeit … Denn tatsächlich schaffte Ingo es, noch sechs Sekunden auf der Uhr zu haben, als bei dem Gegner nichts mehr über war – 3,5:4,5!

Wirklich schade, dass Ilja seine Partie einstellte, sonst hätten wir mindestens einen Punkt aus Neukloster entführt. Wenigstens bleibt uns die Gewissheit, selbst ersatzgeschwächt (Christian und Frank fehlten) mit dem vermeintlich stärksten Team der Liga mitgehalten zu haben.

Nächster Gegner im neuen Jahr ist Pinneberg, aber jetzt erstmal allen frohe Weihnachten (auch wenn die 2 MP bei Neukloster unterm Baum liegen) und einen guten Rutsch!

(Julian Zimmermann)

↑
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5. Runde
20.01.2008 Königsspringer Hamburg Pinneberger SC 5 : 3
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Hans Hermesmann 1 : 0
2 Julian Zimmermann Uwe Bokelbrink 0 : 1
3 Christian Hess Thomas Nonnenmacher ½ : ½
4 Ilja Rosmann Gert Rabeler 1 : 0
5 Jörg Lampe Roland Freitag 0 : 1
6 Michael Wolter Klaus van Riesen ½ : ½
7 Dr. Friedrich Wagner Dietrich Hawranke 1 : 0
8 Jochen Cremer Olaf Dörge 1 : 0

20.01.2008 Schachfreunde Hamburg SC Neukloster :
20.01.2008 Kieler SG Meerbauer Lübecker SV 2 4 : 4
20.01.2008 SSC Rostock 07 Hamburger SK 3 :
20.01.2008 SC Diogenes FC St. Pauli :
↑
↓
6. Runde
10.02.2008 FC St. Pauli Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Schmidt‑Theater (2. Stock), Spielbudenplatz 24, 20357 Hamburg

1 Michael Schütze Julian Zimmermann ½ : ½
2 Andreas Mitscherling Ilja Rosmann 0 : 1
3 Bernd Wronn Michael Wolter ½ : ½
4 Torsten David Dr. Friedrich Wagner 0 : 1
5 Mario Becker Ingo Wilms ½ : ½
6 Jörg Dinckel Jochen Cremer ½ : ½
7 Jörg Bathke Max Borgmeyer ½ : ½
8 Dr. Guntram Knecht Marcus Möhrmann 1 : 0

10.02.2008 SC Neukloster Pinneberger SC :
10.02.2008 Hamburger SK 3 SC Diogenes :
10.02.2008 Lübecker SV 2 SSC Rostock 07 :
10.02.2008 Schachfreunde Hamburg Kieler SG Meerbauer :

Bericht

Frisch mit dem Eindruck des erfreulichen Berichtes der Zweiten behaftet, gibt es jetzt auch noch eine kurze Zusammenfassung des erwähnten Oberliga‑Kampfes bei St. Pauli.

Diesmal war der MF‑Job wahrlich nicht erfreulich, denn es fehlten unendlich viele Leute, und auch die Personalprobleme der Zweiten machten es nicht gerade leichter. Jedoch gelang es noch acht Spieler ans Brett zu bringen, die diesmal erfreulicherweise ausnahmslos ziemlich pünktlich waren.

Wir spielten im zweiten Stock des Schmidt‑Theaters und konnten den Anblick des sonnigen Kiezes genießen, während uns die Paulianer zwei Punkte abluchsen wollten. Nicht sehr motiviert in dieser Hinsicht war Iljas Gegner, der ihm mit den weißen Steinen nach fünf Zügen remis bot, was Ilja nach einigem Nachdenken ablehnte (später dankte er es mir!).

Zu dieser Zeit hatte Ersatzmann Max (Debüt in der Ersten mit 15!) allerdings schon einen Bauern eingestellt. Bei Marcus entwickelte sich schnell ein unklares Hauen und Stechen, während wir an den ersten beiden Brettern doch deutlich angenehmere Stellungen hatten. Auch Friedrich kam bald in Vorteil, auch wenn laut St. Pauli‑MF ein Gewinn seitens des Gegners ausgelassen wurde.

An den anderen Weiß‑Brettern war nicht viel los. Michi schüttelte zwar den Kopf, jedoch steuerte er in bester Wolter‑Manier den sicheren Remishafen an. Auch Max konnte seinem Gegner den verlorenen Bauern wieder abnehmen, und es schien mir, als hätte er das bessere Endspiel (vielleicht auch nicht!?), das aber schnell durch eine Zugwiederholung remis endete.

An meinem Nebenbrett hatte Ilja starken Angriff, und alsbald konnte er mit einer Kombi Material und Partie gewinnen. So eine Partie vom Nachbarbrett verfolgen zu dürfen, macht immer Spaß!

Der Autor stand total fett und hatte 45 Minuten gegen 5 für 15 Züge auf der Uhr. Doch schon wähnte ich mich zu sicher und verdaddelte die Partie ins Remis! Schwach!

Am achten Brett hatte Marcus den Kürzeren gezogen, während Jochen gegen Ex‑KSHler Jörg Dinckel remis machte.

Der Stand war also 3:3 und wir hatte zwei klar bessere Endspiele, und so wähnte ich uns schon auf der Siegerstraße. Jedoch verpasste Ingo die beste Fortsetzung und kam fast noch in Verlustgefahr, zog dann aber letztendlich doch noch halbwegs souverän die Remis‑Notbremse.

Nun war es an Friedrich, uns zwei Punkte zu bescheren, und zu aller Freude konnte er mit seinem dritten Sieg in Serie den Mannschaftssieg perfekt machen. Ganz stark!

Selbst stark ersatzgeschwächt haben wir verdient gewonnen, und nun kann selbst der kühnste Pessimist (nicht dass es bei uns welche geben würde) nur noch nach oben schauen, auch wenn es wohl unwahrscheinlich ist, dass beide Ost‑Vereine noch patzen, aber man weiß ja nie!

Ein Gruß geht auch hier an Martin Bierwald, da es keinen Schiedsrichter gab, und ein herzlicher Dank an Carsten Kluth, der sich darum kümmerte, dass Formulare und Spielbericht an die richtigen Stellen gelangten!

(Julian Zimmermann)

↑
↓
7. Runde
09.03.2008 Königsspringer Hamburg Hamburger SK 3 :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Wolfgang Pajeken ½ : ½
2 Christian Hess Markus Lindinger 1 : 0
3 Ilja Rosmann Frank Bracker 0 : 1
4 Jörg Lampe Derek Gaede 1 : 0
5 Michael Wolter Hartmut Zieher ½ : ½
6 Dr. Friedrich Wagner Björn Bente ½ : ½
7 Ingo Wilms Stefan Schnock 0 : 1
8 Marcus Möhrmann Robin Stellwagen 0 : 1

09.03.2008 Kieler SG Meerbauer SC Neukloster 5 : 3
09.03.2008 SSC Rostock 07 Schachfreunde Hamburg :
09.03.2008 SC Diogenes Lübecker SV 2 4 : 4
09.03.2008 Pinneberger SC FC St. Pauli :
↑
↓
8. Runde
06.04.2008 Lübecker SV 2 Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, LSV‑Vereinsräume, Sophienstr. 19–21, 23560 Lübeck

1 Thomas Thannheiser Christian Hess ½ : ½
2 Sergej Salov Dr. Carl‑Christian Buhr ½ : ½
3 Dirk Lampe Ilja Rosmann ½ : ½
4 Martin Hansen Jörg Lampe ½ : ½
5 Maximilian Kölsch Michael Wolter ½ : ½
6 Andreas Hein Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
7 Artir Kevorkov Ingo Wilms 1 : 0
8 Evgenia Hansen Karin Chin ½ : ½

06.04.2008 SC Neukloster FC St. Pauli :
06.04.2008 Hamburger SK 3 Pinneberger SC 4 : 4
06.04.2008 Schachfreunde Hamburg SC Diogenes 4 : 4
06.04.2008 Kieler SG Meerbauer SSC Rostock 07 :
↑
↓
9. Runde
20.04.2008 Königsspringer Hamburg Schachfreunde Hamburg :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Christian Hess Marco Jäckle ½ : ½
2 Dr. Carl‑Christian Buhr Dr. Jan‑Paul Ritscher 1 : 0
3 Ilja Rosmann Jürgen Dietz 1 : 0
4 Jörg Lampe Matthias Hermann ½ : ½
5 Michael Wolter Knut Seidel ½ : ½
6 Dr. Friedrich Wagner Jens Fransson 1 : 0
7 Ingo Wilms Wolfgang Jordan 1 : 0
8 Marcus Möhrmann Gerrit Oelmeyer 0 : 1

20.04.2008 SSC Rostock 07 SC Neukloster 3 : 5
20.04.2008 SC Diogenes Kieler SG Meerbauer :
20.04.2008 Pinneberger SC Lübecker SV 2 :
20.04.2008 FC St. Pauli Hamburger SK 3 :

Abschlussbericht

16:52 Uhr, es ist geschafft: Michaels Gegner reicht die Hand zum Remis und beendet damit unsere Oberligasaison 07/08, bei der am Ende ein unerwartet deutlicher Sieg gegen die starken Schachfreunde zu Buche steht. Zeit für ein kleines Resümee.

Am Ende stehen wir auf Platz 4 der Abschlusstabelle – nach meinem Gefühl in etwa leistungsgerecht und durchaus ein großer Erfolg. Neben besagtem Schlussrundenverlierer haben wir nur die beiden Über(teuerten)‑Mannschaften aus Rostock und Neukloster an uns vorbeiziehen lassen, dafür schonmal Glückwunsch und Dank an alle Beteiligten! Wäre da nur nicht …, aber dazu später.

Erfreulich finde ich das Ergebnis auch deshalb, weil schon vor der Saison feststand, dass Frank und Julian nicht durchspielen können. Wenn sie aber am Brett saßen, gab’s rote Ohren für die Gegner – 3,5/4 am ersten und 4/6 am ersten und zweiten Brett sprechen Bände. Ebenso überzeugend agierte Carl, der 4/5 einheimste, ich selber bin mit meinen 5,5/8 auch sehr zufrieden. Christian, Ilja, Jörg, Michael und Ingo haben solide um die 50%‑Marke herum gepunktet, was auch für die Ersatzleute galt. Lediglich Marcus hatte dreimal das Nachsehen. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch mal an Steffen und Jochen für die gute Zusammenarbeit mit der Zweiten!

Aber da war doch noch was!? Wir haben sicherlich auch ein, zwei glückliche Punkte geholt, aber man kommt nicht drumrum, sich einmal die Tabelle anzuschauen, wenn das Turmendspiel mit Mehrbauern gegen Rostock nicht per Mattsetzung verloren geht und in gewonnener Stellung gegen Neukloster nicht im 40. das Plättchen fällt:

1. Königsspringer HH 14 41,0
2. SC Neukloster 13 44,5
3. SSC Rostock 07 12 41,5

Hätten wir das verdient? Die Antwort überlasse ich dem geneigten Leser ;-)

(Friedrich Wagner)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/08-ksh1.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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