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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 8 · 1. Kreisklasse A 2007
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Königsspringer Hamburg 8 6 1 6 4 7 6 46,5 15
2. TV Fischbek 5 2 4 7 5 5 45,0 15
3. SC Diogenes 4 7 7 6 50,0 14
4. SK Marmstorf 4 5 2 6 6 41,5 12
5. SC Schachelschweine 3 4 3 2 5 4 35,0 8
6. SK Johanneum Eppendorf 6 2 1 6 5 5 6 31,5 8
7. Langenhorner Schachfreunde 3 4 3 6 3 3 8 36,5 7
8. Hamburger SK 22 4 32,0 7
9. SK Weisse Dame Hamburg 2 1 3 1 2 3 0 4 21,0 3
10. Niendorfer TSV 4 2 2 2 2 4 21,0 1
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Spieler
KSH
8
Mannschaftsführer:
Baldur Schroeter
A H A H A H A A H
DIO
4
NIE
4
FBK
5
SKJ
6
MAT
4
WDH
2
HSK
22
SCS
3
LGH
3
71 ter Karapetian, Wahe 0 0 1 1 0   0   ½
72 Schiffmann, Andreas 0 ½ ½ ½ ½ + ½ ½ +
73 Müller, Hermann 0 1 + ½ 0 + 1   0
74 Hort, Max 0 ½ ½ 1 1 0 1   1
75 Badura, Christopher 0 1 ½ 1   1 1 ½ 0
76 Raider, Eugen   1 1 1 1 + 1 1 1
77 Schiffmann, Darius 0 1 ½ 1 1 1 1 0 ½
78 Stanau, Guido 0 1 1 0 1   1 ½ 0
82 Streich, Justus           1      
90 Akram, Shumon 1       1 1   1  
99 Hoffmann, Jürgen Tobias               0  
100 Schierholz, Günter               1  
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1. Runde
05.01.2007 SC Diogenes 4 Königsspringer Hamburg 8 7 : 1
19:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Achim Jürgens Wahe ter Karapetian 1 : 0
2 Klaus Dräger Andreas Schiffmann 1 : 0
3 Moritz Potteck Hermann Müller 1 : 0
4 Torben Schulenburg Max Hort 1 : 0
5 Malte Eggert Christopher Badura 1 : 0
6 Ramona Neumann Darius Schiffmann 1 : 0
7 André von Windheim Guido Stanau 1 : 0
8 Mike Neumann Shumon Akram 0 : 1

19.01.2007 Langenhorner Schachfreunde 3 SC Schachelschweine 3 3 : 5
19.01.2007 Niendorfer TSV 4 Hamburger SK 22 :
19.01.2007 TV Fischbek 5 SK Weisse Dame Hamburg 2 5 : 3
19.01.2007 SK Johanneum Eppendorf 6 SK Marmstorf 4 :

Ein Beginn

Schon am 05.01.2007 fand das erste Spiel für das in der Kreisklasse neu gemeldete Team Königsspringer 8 statt. Die Mannschaft setzt sich aus Jugendlichen und (Groß‑)Eltern zusammen. Alle acht Spieler hatten gegen die starken Diogenesen ihren allerersten Mannschaftskampf zu bestreiten.

Da war es schon erstaunlich, dass leichte Vorteile in der Eröffnungsphase eher bei uns zu sehen waren. Shumon sicherte sich schnell die Alleinherrschaft über das Zentrum, und Darius’ Gegnerin stellte sich sehr passiv auf. Guido hatte zwar eine Variante verwechselt, allerdings trotzdem eine aussichtsreiche Druckstellung erreicht, und bei Christopher war sogar ein leichter Materialvorteil zu verzeichnen.

Schnell zeigte sich dann jedoch die größere Routine der Diogenesen: Andreas veropferte sich nach ohne Theoriekenntnisse gut gespielter Eröffnung gegen Klaus Dräger und steckte für Fopp‑Chancen noch etwas mehr Material ins Geschäft. Schnell war absehbar, dass dort nichts mehr zu holen sein würde. Hermann musste nach einem Einsteller die Fahnen strecken. Unnötig schnell verlor Darius, der in einer guten Stellung im ruhigen Italiener (sein Springer stand schon sicher auf f4) urplötzlich auseinander flog.

Inzwischen hatte Max auf der Suche nach einem Plan einen Bauern stehen lassen, und so war auch seine Stellung nicht mehr als angenehm zu bezeichnen. Auf den anderen Brettern sah es jedoch gut aus: Shumon hatte inzwischen eine ganze Figur mehr und Wahe in bislang sehr souveräner Spielweise zwei solide Mehrbauern gegen Achim Jürgens vorzuweisen.

Dann verloren neben Max (erwartungsgemäß) leider auch Guido und Christopher, die über weite Strecken gute Chancen hatten. Beide zeigten Kampfgeist und haben bis zum Ende versucht, auf Sieg zu spielen.

Zum Schluss – Shumon hatte inzwischen den Ehrenpunkt eingesammelt – kämpfte nur noch Wahe und behauptete unbeirrt seinen Vorteil, bis es mit der Zeit etwas knapp wurde und er leider doch noch in eine Falle des Gegners tappte. Diese Partie hat allerdings deutlich gezeigt, dass er zu Recht an Brett 1 spielt.

1:7 gegen uns ging der erste Kampf also aus. Trotzdem: Aus dem Stand heraus und ohne jede Erfahrung gegen das wahrscheinlich stärkste Team der Liga war die Leistung an den Brettern nicht schlecht.

Das Ziel für den nächsten Kampf lautet also: Etwas länger spielen und ein paar Punkte mehr einsammeln. Ich bin mir sicher, dass alle in dieser Saison sehr viel dazulernen werden.

(Baldur Schroeter)

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2. Runde
02.02.2007 Königsspringer Hamburg 8 Niendorfer TSV 4 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Wahe ter Karapetian Joachim Hofschroer 0 : 1
2 Andreas Schiffmann Horst Schwirz ½ : ½
3 Hermann Müller Manfred Nowak 1 : 0
4 Max Hort Nikolas Schneider ½ : ½
5 Christopher Badura Babak Vogel 1 : 0
6 Eugen Raider Andreas Ziege 1 : 0
7 Darius Schiffmann Helga Ramm 1 : 0
8 Guido Stanau Peter Martin Koch 1 : 0

26.01.2007 SC Schachelschweine 3 SK Marmstorf 4 3 : 5
26.01.2007 SK Weisse Dame Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf 6 3 : 5
26.01.2007 Hamburger SK 22 TV Fischbek 5 :
02.02.2007 Langenhorner Schachfreunde 3 SC Diogenes 4 :

Erster Sieg

In Runde 2 ging es für KSH 8 im Heimkampf gegen die vierte Mannschaft des NTSV. Wahe hatte sich trotz schwerer Erkältung bereiterklärt anzutreten, sodass in Bestbesetzung gespielt werden konnte. Eine super Einstellung – zumal wir gegen den Lokalrivalen nach der doch etwas hohen Niederlage in Runde 1 die ersten Mannschaftspunkte sammeln wollten. Dazu war es nötig, dass die Erwachsenen an den vorderen Brettern so gut wie möglich durchhielten, während die jugendlichen Spieler die Siege einfahren sollten. Und so viel schon einmal mal im Vorwege: Das hat super funktioniert.

Schon in der Eröffnungsphase konnte an einigen Brettern das Spiel in zum Teil kurioser Weise zu unseren Gunsten gedreht werden: So fing Eugen mit der »Tübinger Variante« (Schachexperten mögen Eugen Raider danach befragen, hier sei nur so viel verraten: Die ersten drei Züge von Weiß lauten Sc3, g4, g5) schnell den schwarzen Königsspringer ein, während Darius im Duell der Generationen gleich die Dame einsammelte.

Christopher hatte eine Kurzeinführung in Skandinavisches Gambit wenige Minuten vor Kampfbeginn erhalten, die dann tatsächlich auch so aufs Brett kam und ihm eine Stellung mit großer Initiative bescherte. Guido spielte die Eröffnung gut und sich einen leichten Vorteil heraus, der dann allerdings im Mittelspiel schnell dahinschmolz.

Die drei Erstgenannten verwerteten dann auch schnell ihre Vorteile zur komfortablen 3:0‑Führung. In der Zwischenzeit hatte sich Andreas aus einer ungünstigen Eröffnungsvariante heraus einen soliden Mehrbauern erkämpft, Wahe stand gedrückt, während Hermann und Max die aktivere Stellung ihr Eigen nennen konnten.

Bald erfolgten dann auch die nächsten Entscheidungen: Hermann gewann seine Partie souverän, und so nahm Max das Remisangebot seines Gegners an und sicherte den Mannschaftssieg. Guido konnte anschließend die unglücklich zentrale Stellung des gegnerischen Kreuzträgers ausnutzen und erhöhte auf 5½:½. Wahes Gegner hatte nichts anbrennen lassen und verwertete seine Druckstellung schließlich fehlerfrei. Andreas hatte letztlich die Wahl, ob er sein kompliziertes Endspiel noch auf Sieg spielen wollte, ging dann allerdings auch auf Punkteteilung ein.

6:2 lautete also das deutliche und verdiente Endergebnis und bescherte die ersten zwei Mannschaftspunkte. Ich denke, es werden nicht die letzten gewesen sein.

(Baldur Schroeter)

↑
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3. Runde
16.02.2007 TV Fischbek 5 Königsspringer Hamburg 8 2 : 6
19:00 Uhr, Altentagesstätte Neugraben, Neugrabener Markt 7, 21149 Hamburg

1 Manfred Friese Wahe ter Karapetian 0 : 1
2 Stephan Buzuk Andreas Schiffmann ½ : ½
3 Chris‑Peter Hartmann Hermann Müller : +
4 Sven Becker Max Hort ½ : ½
5 Martin Wincierz Christopher Badura ½ : ½
6 Vinzent Lange Eugen Raider 0 : 1
7 Robert Krauss Darius Schiffmann ½ : ½
8 Nikolai Zentner Guido Stanau 0 : 1

16.02.2007 SC Diogenes 4 SC Schachelschweine 3 :
16.02.2007 Niendorfer TSV 4 Langenhorner Schachfreunde 3 :
16.02.2007 SK Johanneum Eppendorf 6 Hamburger SK 22 :
16.02.2007 SK Marmstorf 4 SK Weisse Dame Hamburg 2 6 : 2

Fischbek (FBK) hatte keine Chance II

Nachdem ich am vorherigen Freitag bereits mit KSH 3 einen erfolgreichen Mannschaftskampf in Fischbek bestreiten durfte, hoffte ich natürlich als MF von KSH 8, dass der zweite Ausflug in kurzer Zeit nach »Süderelbe« einen ähnlichen Verlauf nehmen würde.

Bereits die Anreise verlief ein wenig komplizierter: Geleitet von einem Navigationssystem, welches uns unbedingt über die Elbbrücken führen wollte, nahmen wir dennoch den vermeintlich sicheren Weg durch den Tunnel. Nachdem wir den stockenden Verkehr überwunden hatten, kamen wir noch gerade rechtzeitig am Spielort an.

Vor Kampfbeginn konnten wir feststellen, dass es die Fischbeker hart getroffen hatte: Ohne Brett 3 und ersatzgeschwächt waren sie angetreten. Guter Dinge machte ich mich erst einmal auf den Weg, um das von Marcus hochgelobte Puti‑Brötchen zu suchen.

Eine Stunde später und nach erfolgreich durchgeführter Mission konnte ich feststellen, dass der Kampf bereits eine günstige Wendung genommen hatte. Guido, Christopher und Eugen standen deulich besser – nur Andreas hatte seinem Gegner schnell eine Figur geschenkt. Dies war zu diesem Zeitpunkt allerdings die einzige Stellung, die schlecht für uns aussah.

Guido und Eugen gewannen alsbald, und so durften Darius und Max in ausgeglichener Stellung ins Remis einwilligen. Andreas hatte in der Zwischenzeit »nur so ein paar Züge« gemacht, und tatsächlich war sein Gegner zu gierig: Anstatt einfach alles abzutauschen, sammelte er noch ein paar Bauern am Damenflügel ein, versäumte die Rochade und musste schließlich das Material zurückgeben. Das nun deutlich bessere Endspiel gab Andreas dann remis – den Mannschaftskampf hatten wir damit schon gewonnen.

Lange kämpfte Christopher um den Sieg – zwischenzeitlich auch mit einer ganzen Figur mehr. Auch er hätte mal ins gewonnene Endspiel abtauschen sollen, doch nachdem er dies versäumte, war Dauerschach urplötzlich die einzige Option.

Die beeindruckendste Partie des Abends spielte Wahe gegen Manfred Friese: Nachdem er sich aus seinem positionellen Vorteil eine Qualität erarbeitet hatte, musste er noch zwei Zeitnotphasen überstehen, bis der Gegner endlich die Segel strich. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Sieg noch einmal an dieser Stelle!

So kam es auch, dass wir erst 0:10 Uhr abfahren konnten. Aber immerhin, ohne Niederlage und mit 6:2 Punkten im Gepäck. Da kann ich nur sagen: Weiter so!

(Baldur Schroeter)

↑
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4. Runde
02.03.2007 Königsspringer Hamburg 8 SK Johanneum Eppendorf 6 6 : 2
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Wahe ter Karapetian Andreas Böhmert 1 : 0
2 Andreas Schiffmann Horst Wagener ½ : ½
3 Hermann Müller Christoph Bigus ½ : ½
4 Max Hort Marc Zaubitzer 1 : 0
5 Christopher Badura Amir Jangani 1 : 0
6 Eugen Raider Gleb Meyer 1 : 0
7 Darius Schiffmann Matthias Panz 1 : 0
8 Guido Stanau Jan‑Hendrik Borgmann 0 : 1

23.02.2007 SC Schachelschweine 3 SK Weisse Dame Hamburg 2 :
02.03.2007 Hamburger SK 22 SK Marmstorf 4 :
02.03.2007 Langenhorner Schachfreunde 3 TV Fischbek 5 3 : 5
02.03.2007 SC Diogenes 4 Niendorfer TSV 4 6 : 2

Aller guten Dinge sind drei

In der vierten Runde durften wir die sechste Mannschaft vom SKJE bei uns im Clubheim empfangen. Parallel spielten noch unsere Bezirksligateams, sodass wir an diesem Abend ein volles Haus hatten.

Christopher hatte den Einsatz verplant, machte sich aber nach meinem Anruf sogleich auf den Weg. Die Gäste waren stark ersatzgeschwächt und – wie sich später herausstellte – auch teils unmotiviert angetreten. An vielen Brettern begann von Anfang an ein heftiger Schlagabtausch. So kam es, dass Eugen und Darius ihre Partien bereits durch einfache Einsteller ihrer Gegner gewonnen hatten, als Christopher um 19:40 Uhr am Spielort eintraf.

Bald darauf gewann auch Max schnell und souverän in einer Theorievariante gegen Caro‑Kann. Nach noch nicht einmal einer Stunde stand es also schon 3:0 für uns, und auch an den übrigen Brettern sah es entweder gleichwertig (bei Hermann und Andreas) oder sogar besser aus. Nur Wahe stand etwas gedrückt und war mit den schwarzen Steinen nicht gut aus der Eröffnung gekommen.

Und ausgerechnet diese Stellung ging kurz darauf an uns, denn: Aufgrund wichtigerer Termine (mutmaßlich HSV) gab Wahes Gegner einfach auf – verblüffend und ein weiterer Punkt für uns. Christopher knetete seine schnell gewonnene Stellung noch etwas zu lange, konnte dann allerdings zum 5:0 erhöhen. In der Zwischenzeit hatte Guido seine Angriffsstellung verzockt und wurde Opfer eine Konters – der Ehrenpunkt für SKJE. Wenig später einigten sich Andreas und Hermann mit ihren Gegnern auf remis.

Der dritte 6:2‑Sieg in Folge fiel fast zu leicht. Besonders erfreulich: Zum zweiten Mal in Folge hatten wir an den ersten drei Brettern keine Verlustpartie, »vorne klammern« klappt also ganz gut momentan.

In der nächsten Runde gegen die starken Marmstorfer wird klar, wo die Reise hingeht. Diese haben noch keinen Kampf verloren, allerdings auch noch nicht gegen Diogenes gespielt. Also: Mal schauen, was geht!

(Baldur Schroeter)

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5. Runde
30.03.2007 SK Marmstorf 4 Königsspringer Hamburg 8 :
19:00 Uhr, Vereinshaus des SV Grün‑Weiss Harburg, Langenbeker Weg 1c, 21079 Hamburg

1 Tobias Müller Wahe ter Karapetian 1 : 0
2 Sabine Schoknecht Andreas Schiffmann ½ : ½
3 Bodo Müller Hermann Müller 1 : 0
4 Bernd Kratochvil Max Hort 0 : 1
5 Kristin Rosenkranz Eugen Raider 0 : 1
6 Johannes Kalauch Darius Schiffmann 0 : 1
7 Lucas Kalauch Guido Stanau 0 : 1
8 Thorsten Westerbeck Shumon Akram 0 : 1

30.03.2007 Niendorfer TSV 4 SC Schachelschweine 3 :
23.03.2007 TV Fischbek 5 SC Diogenes 4 :
30.03.2007 SK Johanneum Eppendorf 6 Langenhorner Schachfreunde 3 5 : 3
23.03.2007 SK Weisse Dame Hamburg 2 Hamburger SK 22 :

Wieder mal nach Süderelbe …

… ging die Reise für KSH 8 in der fünften Runde. Dieses Mal hieß der Gegner Marmstorf – ein Pflaster, auf dem Königsspringer traditionell nicht erfolgsverwöhnt sind. Davon abgesehen hatte Marmstorf in dieser Saison noch keinen Kampf verloren. Es war also klar, dass dort eine schwierige Aufgabe auf unsere Achte wartete.

Um 18:00 Uhr war Treffen im Clubheim. Zum zweiten Mal in Folge hatte Christopher den Termin verpeilt (vor den nächsten Runden rufe ich gleich mehrfach durch!). Kurioserweise ging Shumon davon aus, dass er heute spielen würde, und so konnten wir ohne Komplikationen vollständig abfahren.

Pünktlich angekommen (Wahes Navigationssystem wiederholt zum Trotz) konnten wir den Kampf an sieben Brettern beginnen, nur Andreas’ Gegnerin war noch nicht eingetroffen – für diesen gleich ein Grund sich Hoffnungen zu machen. Und das so sehr, dass er erst einmal loseilte, um an den umliegenden Haltestellenaushängen zu überprüfen, mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln sie überhaupt noch rechtzeitig erscheinen könnte.

Nach einer Dreiviertelstunde erschien sie dann doch (per Pkw). Den Beginn der achten Partie nahm ich zum Anlass, mal wieder einen Blick in den Turniersaal zu werfen. Und tatsächlich hatten sich bei Max, Shumon und Guido bereits deutliche Vorteile herauskristallisiert. Druckvoll standen ebenfalls Eugen und Wahe. Einzig Darius hatte eine etwas verloren stehende Dame auf a5 vorzuweisen – Ergebnis einer verplanten Eröffnungsvariante, die er für Cambridge‑Springs gehalten hatte.

Die Vorteilsstellungen wurden schnell und sehr souverän verwertet, sodass der Damenverlust von Hermann nur ein kleiner Wermutstropfen war, denn bei einer 3:1‑Führung und einer nach wie vor sehr guten Stellung von Eugen war ein Mannschaftspunkt fast sicher.

Etwas unerwartet gewann dann Darius gegen Johannes Kalauch, der, nachdem er zwei Remisgebote abgelehnt hatte, eine »Augen zu und durch«‑Einstellung bei gut gelüfteter Königsstellung riskierte und plötzlich schachmatt war.

Die letzten drei Partien dauerten allerdings deutlich länger und es blieb spannend, denn Wahe und Andreas standen inzwischen schlechter und auch Eugens Vorsprung war geschrumpft. Erstgenannter verlor dann auch, hatte aber gegen Tobias Müller schönes Angriffsschach aufs Brett gebracht. Eugen nutzte in der Zwischenzeit die Zeitnot seiner Gegnerin und sicherte mit seinem vierten Sieg in Folge das 5:2 – der Sieg. Wenig später rettete sich Andreas nach zäher Verteidigung noch ins Remis, sodass es zum Schluss sogar 5½:2½ für uns stand.

Gratulation an dieser Stelle an das Team: Jetzt sind wir vorne mit dabei und haben uns wirklich gute Chancen auf den Aufstieg erarbeitet: Vier Mannschaften haben momentan 8:2 Mannschaftspunkte, und wir haben schon gegen alle direkten Konkurrenten gespielt.

Der nächste Kampf gegen Weisse Dame am 20.04. bringt einige Brisanz mit sich (Ich verweise an dieser Stelle auf den Bericht auf der HSK‑Homepage.), doch im heimischen Umfeld sollten wir auch diese Gegner im Griff haben.

(Baldur Schroeter)

↑
↓
6. Runde
20.04.2007 Königsspringer Hamburg 8 SK Weisse Dame Hamburg 2 7 : 1
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Andreas Schiffmann David Minges + :
2 Hermann Müller Florian Biermann + :
3 Max Hort Achim Herbold 0 : 1
4 Christopher Badura Luca Liebe 1 : 0
5 Eugen Raider Daniel Draeger + :
6 Darius Schiffmann Abel Amha 1 : 0
7 Justus Streich Leonhard Flügge 1 : 0
8 Shumon Akram Dierk Jessen 1 : 0

13.04.2007 SC Schachelschweine 3 Hamburger SK 22 4 : 4
13.04.2007 Langenhorner Schachfreunde 3 SK Marmstorf 4 6 : 2
20.04.2007 SC Diogenes 4 SK Johanneum Eppendorf 6 :
20.04.2007 Niendorfer TSV 4 TV Fischbek 5 :

Ein kurzes Vergnügen

Eigentlich schildert bereits die Überschrift umfassend, wie der Kampf gegen Weisse Dame verlief. Die Gegner erschienen zu spät, nur zu fünft und stark ersatzgeschwächt.

Bei uns fehlten Wahe und Guido, dafür spielten Shumon und erstmals »Edeljoker« Justus Streich, dessen Anwesenheit auch gleich die Atmosphäre bereicherte. Kaum waren die Mannschaftskarten ausgefüllt, da hatte Darius auch schon matt gesetzt.

Nicht viel länger brauchten Justus, Shumon und Eugen. Als wir dann die kampflosen Punkte definitiv einstreichen konnten, stand es bereits 6:0. Christopher gewann ebenfalls ungefährdet, sodass Max die einzige längere Partie des Abends spielte. Das Remisangebot des Gegners wurde abgelehnt, die Chance auf einen 8:0‑Sieg bietet sich ja schließlich nicht so oft. Max’ Gegner verteidigte sich jedoch in schlechter Stellung und konnte zu guter Letzt das Blatt sogar zu seinen Gunsten wenden, sodass die Weisse‑Dame‑Truppe immerhin einen Brettpunkt mit nach Hause nehmen durfte.

Einerseits ist es immer schade, wenn zu viele Siege kampflos erworben werden. Andererseits: Im Brettpunktewettstreit mit Diogenes 4 können wir hohe Siege gut gebrauchen. Am nächsten Freitag schon wollen wir dann bei HSK 22 wieder einige davon sammeln.

(Baldur Schroeter)

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↓
7. Runde
27.04.2007 Hamburger SK 22 Königsspringer Hamburg 8 :
19:00 Uhr, HSK‑Schachzentrum, Schellingstr. 41, 22089 Hamburg

1 Frank Palm Wahe ter Karapetian 1 : 0
2 Wilhelm Graffenberger Andreas Schiffmann ½ : ½
3 Marianne Graffenberger Hermann Müller 0 : 1
4 Christoph Anders Max Hort 0 : 1
5 Lars Kahl Christopher Badura 0 : 1
6 Elisabeth Vogel Eugen Raider 0 : 1
7 Antje Alexander Darius Schiffmann 0 : 1
8 Annemarie Bockhold Guido Stanau 0 : 1

27.04.2007 TV Fischbek 5 SC Schachelschweine 3 4 : 4
27.04.2007 SK Johanneum Eppendorf 6 Niendorfer TSV 4 6 : 2
04.05.2007 SK Marmstorf 4 SC Diogenes 4 :
04.05.2007 SK Weisse Dame Hamburg 2 Langenhorner Schachfreunde 3 0 : 8

Tabellenführung

In Bestbesetzung ging es dieses Mal zum HSK. Wahe hatte mit Frank Palm wiederholt den mit Abstand härtesten Gegner erwischt, bei den restlichen Paarungen sah ich die Favoritenrolle eher bei unseren Spielern.

Wie schon im letzten Kampf gewannen unsere hinteren Bretter sehr schnell, in der Reihenfolge Darius, Guido und Eugen (immer noch 100 %!).

Max konnte wieder eine Lehrstunde in seinem Anti‑d4‑System nehmen. Sein Gegner kürzte die Partie dann allerdings arg ab, indem er in eine halboffene g‑Linie rochierte. Das 4:0 – der Zeitpunkt, zu dem normalerweise das Remisangebot des Andreas Schiffmann kommt. Und in diesem Falle sicherte er damit nicht nur frühzeitig den Mannschaftssieg, sondern – laut eigener Aussage – auch den Familienfrieden.

Sowohl Hermann als auch Christopher standen zu diesem Zeitpunkt überlegen, Wahe musste nach einem frühen Opfer auf f7 dem Gegner das Zentrum überlassen und hatte einen zentralen König in recht komplizierter Stellung. Der Rest in Kürze: Die überlegenen Stellungen wurden souverän gewonnen, und Wahe musste die Waffen strecken, nachdem er einen Bauern zu viel mitgenommen hatte.

Beim Blick auf die Tabelle findet man uns nach diesem 6½:1½‑Sieg momentan tatsächlich auf Platz 1! Ob das allerdings längerfristig so bleibt, wird am nächsten Freitag entschieden. Dann spielt nämlich Diogenes gegen Marmstorf die siebte Runde. Unabhängig davon können wir jetzt aus eigener Kraft den Aufstieg schaffen. Packen wir’s an!

(Baldur Schroeter)

↑
↓
8. Runde
25.05.2007 SC Schachelschweine 3 Königsspringer Hamburg 8 :
19:00 Uhr, Villa Finkenau (Hintereingang), Finkenau 42, 22081 Hamburg

1 Kolja Pikora Andreas Schiffmann ½ : ½
2 Mike Le Christopher Badura ½ : ½
3 Marcel Misera Eugen Raider 0 : 1
4 Andy Fischer Darius Schiffmann 1 : 0
5 Jannik Hinsch Guido Stanau ½ : ½
6 Sören Nawroth Shumon Akram 0 : 1
7 Anna Hillberg Jürgen Tobias Hoffmann 1 : 0
8 Nele Hammer Günter Schierholz 0 : 1

25.05.2007 Langenhorner Schachfreunde 3 Hamburger SK 22 :
25.05.2007 SC Diogenes 4 SK Weisse Dame Hamburg 2 7 : 1
25.05.2007 Niendorfer TSV 4 SK Marmstorf 4 2 : 6
11.05.2007 TV Fischbek 5 SK Johanneum Eppendorf 6 7 : 1

Ersatzkarussell

Schachelschweine 3 hieß der Gegner in der vorletzten Runde. Klar war: Um das Ziel ›Staffelsieg‹ im Auge zu behalten, mussten auch dieses Mal mindestens 4,5 Brettpunkte her. Dass dies ein wahrscheinlich schwierigeres Unterfangen als in den vorigen Runden würde, hatte ich mir bereits vor dem Kampf gedacht: Immerhin hatten die SCSler auch den starken Fischbekern bereits ein 4:4 abgerungen. Verstärkt wurden die Sorgen noch dadurch, dass wir zum ersten Mal in einem Kampf mit Wahe, Hermann und Max gleich auf drei der ersten vier Bretter verzichten mussten.

Hinten wurde dafür aufgerüstet: Günter bekam seinen ersten Einsatz in der Kreisklasse an Brett 8. Ebenfalls Ersatzspieler waren Tobias Hoffmann, der hier seinen zweiten Mannschaftskampf überhaupt bestritt und Shumon, der hoffentlich seine Serie halten sollte.

Kurz nach Spielbeginn sicherte dieser dann auch gleich tatsächlich den ersten Punkt, nach nur acht Zügen hatte das gegnerische Handy geklingelt. Ohnehin ließ sich anfangs alles sehr günstig an: Neben Shumons Sieg war auch eine Mehrfigur bei Guido zu verzeichnen, Christopher und Eugen waren angenehm aus der Eröffnung gekommen.

Wenig später die Trendwende: Tobias fiel in seiner »emotionsgeladenen« Partie einer Bauerngabel zum Opfer. Guido und Darius spielten beide unkonzentriert: Ersterer hatte die Figur dem Gegner schnell zurückgegeben, kurze Zeit später folgte die Punkteteilung. Darius wurde von seinem herumlaufenden Gegner angesteckt und befand sich selber selten am Brett.

Souverän hatte Günter inzwischen die Führung besorgt, sodass nur noch an den ersten vier Brettern gespielt wurde. Christopher erfüllte seine Pflicht an Brett 2 sehr gut und holte gegen Mike Le ein Remis. Inzwischen spielte Eugen bei verschiedenseitiger Rochade strikt auf Angriff und wurde wieder einmal mit einem Sieg belohnt. Da Darius seine Partie einstellte, hing zum Schluss alles von Andreas am ersten Brett ab.

Beruhigenderweise hatte dieser inzwischen eine Mehrfigur, und die Fans ahnten schon was geschehen würde: Mannschaftsdienlich wurde Remis geboten – ein Angebot, das nicht abgelehnt werden konnte und wieder ein gesicherter Mannschaftspunkt!

Ein Dank geht noch einmal an alle Ersatzspieler und ein Extragruß an Max, dem ich auf diesem Weg noch einmal viel Erfolg auf der Deutschen Einzelmeisterschaft wünsche.

In der letzten Runde gegen Langenhorn haben wir es nun selber in der Hand, diese Saison an der Tabellenspitze zu beenden.

(Baldur Schroeter)

↑
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9. Runde
15.06.2007 Königsspringer Hamburg 8 Langenhorner Schachfreunde 3 4 : 4
19:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Wahe ter Karapetian Hugo Schulz ½ : ½
2 Andreas Schiffmann Eckart Thom + :
3 Hermann Müller Werner Manowski 0 : 1
4 Max Hort Hans‑Helmut Muhs 1 : 0
5 Christopher Badura Achim Grossmann 0 : 1
6 Eugen Raider Gerhard Raupenstrauch 1 : 0
7 Darius Schiffmann Horst Fischer ½ : ½
8 Guido Stanau Jendrik von Molie 0 : 1

08.06.2007 SK Johanneum Eppendorf 6 SC Schachelschweine 3 6 : 2
15.06.2007 SK Marmstorf 4 TV Fischbek 5 :
08.06.2007 SK Weisse Dame Hamburg 2 Niendorfer TSV 4 4 : 4
08.06.2007 Hamburger SK 22 SC Diogenes 4 :

Aufstieg

In der letzten Runde der HMM musste mindestens ein 4:4 her gegen Langenhorn, um den Aufstieg (und wahrscheinlich Platz 1) zu sichern. Wir gingen mit einem kampflosen Punkt Vorsprung ins Rennen: Andreas’ Gegner war nicht erschienen, sodass dieser mit mir und den anderen Zuschauern zusammen schon einmal gleich mitfiebern konnte. Und dass dieser Job manchmal fast noch aufregender sein kann als spielen, durfte er auch gleich feststellen: Im Gegensatz zu den letzten Runden hatten wir erstmals seit Runde 1 (wenn ich mich recht erinnere) wieder zwei schnelle Niederlagen zu verzeichnen: Sowohl Hermann als auch Christopher griffen fehl, 1:2 der neue Stand.

Von jetzt an war klar, dass der Kampf auf der Kippe stand. Gute Stellungen hatten Darius, Eugen und Max vorzuweisen, ohne dass allerdings schon ein direktes Ende abzusehen war. Guido spielte bei verschiedenseitiger Rochade voll auf Angriff, während bei Wahe noch nicht viel geschehen war. Eugen sicherte sich dann die 100 % (Herzlichen Glückwunsch!). Leider war bei den Jungs an Brett 7 und 8 absehbar, dass Angriff bzw. Mehrbauer nicht reichen würden: Beide Stellungen begannen allmählich zu kippen. Darius durfte dann die Remisbremse ziehen, bevor es zu spät war, für Guido reichte es jedoch nicht mehr: Nachdem die Bauern sich am gegnerischen Königsflügel festgefräst hatten, konnte der Konter nicht mehr abgewehrt werden.

Somit spielten nur noch Wahe, der bei etwas gedrückter Stellung ein Remisangebot auf dem Brett hatte, sowie Max. Dieser hatte einen vorbildlichen königsindischen Angriff gespielt und im Zuge seines Königsangriffs eine Qualität gewonnen. Nachdem Wahe das Angebot dann schließlich angenommen hatte, lag es also an Max beim Stand von 3:4 den Mannschaftspunkt zu sichern. Das dauerte dann noch eine Weile (besonders für die Zuschauer), jedoch ließ Max im Endspiel nie etwas anbrennen, setzte seinen Gegner kurzerhand in der Brettmitte matt, und dann war es endlich soweit – 4:4 und der Aufstieg war perfekt!

Dass an dieser Stelle noch nicht absehbar war, ob die Fischbecker uns nicht noch Platz 1 weggeschnappt hatten, konnte die große Freude nicht trüben. Und so wurden im Anschluss an den Kampf zur Feier des Tages noch (Kinder‑)Sekt und drei große Familienpizzen verputzt.

An dieser Stelle kann ich mich noch einmal beim ganzen Team bedanken: Das hervorstechendste Merkmal dieser Mannschaft war die hohe Spielbereitschaft und Einsatzfreude, nur wenige Ersatzspieler wurden gebraucht. Auch an diese noch einmal herzliche Dank, insbesondere Shumon steuerte mit 4/4 wichtige Brettpunkte bei.

Erfreulich mit anzusehen waren auch die schachlichen Fortschritte, die alle Spieler innerhalb der Saison gemacht haben. Mit hat es jedenfalls viel Freude bereitet hier Mannschaftsführer zu sein und ich hoffe, dass wir gemeinsam die neu erworbenen Fähigkeiten nächste Saison in der Kreisliga zum Einsatz bringen können!

(Baldur Schroeter)

 
 
 
 
 
 
 
 
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01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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