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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 2 · Landesliga Hamburg 2006/07
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. FC St. Pauli 3 5 4 5 43,5 13
2. SK Union‑Eimsbüttel 5 3 5 3 5 5 6 40,0 12
3. SV Großhansdorf 3 5 3 6 5 3 39,5 12
4. SC Diogenes 2 4 4 35,5 10
5. Königsspringer Hamburg 2 4 3 5 4 4 6 38,5 9
6. SK Marmstorf 4 5 4 4 4 35,0 8
7. SK Johanneum Eppendorf 5 2 3 4 4 33,0 8
8. Bille SC 3 3 3 4 4 4 5 3 33,5 7
9. Hamburger SK 4 3 5 2 4 4 3 32,5 6
10. FC St. Pauli 2 ½ 2 4 5 29,0 5
↑
↓
Spieler
KSH
2
Mannschaftsführer:
Christian Conrad
A H A H A A A Z Z
UNE
 
MAT
 
STP
 
STP
2
GHD
 
BSC
 
DIO
2
HSK
4
SKJ
 
1 Lindner, Daniel               ½ ½
2 Wolter, Michael ½ 0 0     1 1   1
3 Dave, Shreyas ½   ½         0 ½
4 Wiltafsky, Thomas 0 0 0 ½ ½ 0 ½ 1 ½
5 Conrad, Christian ½ ½ ½   ½ ½ ½ 1 1
6 Opitz, Claudio 0   1 1 1   0 ½ 1
7 Dettmann, Steffen ½ 1 ½ ½ ½ ½ ½ 1 ½
8 Wilms, Ingo       1          
9 Weiss, Siegfried 1   1 0 ½ 0 ½ 1 ½
10 Bruhn, Boris   1       ½   1  
11 Fjodorow, Peter   ½     1        
12 Leiser, Sven                  
13 Schroeter, Baldur   ½       ½      
14 Harder, Clemens 0 0   0 ½ 1 0    
15 Klink, Otto       0 ½        
16 Melde, Christian     ½ ½     1    
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↓
1. Runde
15.10.2006 SK Union‑Eimsbüttel Königsspringer Hamburg 2 5 : 3
11:00 Uhr, Hamburg‑Haus, Doormannsweg 12, 20259 Hamburg

1 Holger Strobel Michael Wolter ½ : ½
2 Andreas Förster Shreyas Dave ½ : ½
3 Hans‑Rudolf Kreutzkamp Thomas Wiltafsky 1 : 0
4 Lutz Franke Christian Conrad ½ : ½
5 Ralf Adloff Claudio Opitz 1 : 0
6 Hans‑Peter Köpcke Steffen Dettmann ½ : ½
7 Dr. Erich Kirschneck Siegfried Weiss 0 : 1
8 Volker Papenbrock Clemens Harder 1 : 0

15.10.2006 SC Diogenes 2 Bille SC :
15.10.2006 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK 4 4 : 4
15.10.2006 SK Marmstorf SV Großhansdorf :
15.10.2006 FC St. Pauli FC St. Pauli 2 : ½

Das fängt ja gut an

…, dachte ich mir am Sonntag gegen 11:00 Uhr. Ingo musste kurzfristig in der Ersten aushelfen und Daniel reiste lieber in irgendein Tiroler Kaff, um an einem unbedeutenden Klubwettbewerb teilzunehmen, bei dem angeblich nur jeder zweite Teilnehmer einen GM‑ oder IM‑Titel hatte!

Zu alledem war die alte Königsspringer‑Krankheit wieder ausgebrochen: nur fünf Spieler am Brett, der Letzte trudelte mit ca. 40 Minuten Verspätung ein (Über die Umstände möchte ich hier den Mantel des Schweigens breiten, vielleicht demnächst mehr in der neuen ›RTL II‹‑Show »Ich bin Brett 2, holt mich hier raus!«). Letztlich lag es aber nicht daran, dass wir im Dschungel zwischen Emilienstraße und Christuskirche beide Mannschaftspunkte zurücklassen mussten.

Der Reihe nach: Shreyas konnte das Zeitdefizit durch gründliche Vorbereitung wettmachen und blitzte im Leningrad‑Nimzoinder eine scharfe Nebenvariante aufs Brett, die entweder mit Dauerschach oder hohem Verlustrisiko für Weiß enden soll. Dem unvermeidlichen Remis folgten bald darauf auch Punkteteilungen bei Steffen und Michael nach relativ ereignislosen Partien.

Danach brachte Siegfried uns sogar in Führung, als er sich aus einer verschachtelten Stellung heraus zum gegnerischen König vorgearbeitet hatte (erste Partie, erster Punkt – sauber!), aber danach ging es bergab. Claudio hatte aus der Eröffnung heraus Probleme mit seinen Bauernschwächen am Damenflügel, und bei Clemens war zu befürchten, dass trotz Mehrbauer das gegnerische Läuferpaar plus Freibauer in der unübersichtlichen Stellung die Oberhand gewinnen würden. Beide Partien gingen in der Zeitnotphase verloren. Was bei Thomas schiefgelaufen war, hatte ich nicht mitbekommen, die Stellung sah gut aus und folgerichtig wurde auch ein Remisangebot abgelehnt. Nach der Zeitkontrolle war aber eine Figur weg und der Punkt auch.

Meine eigene Partie habe ich bis jetzt nicht so richtig verstanden. Lutz Franke opferte einen Bauern, was solange nach hinten losging, bis ich allzu krampfhaft daran festhielt. Nach einigen Verwicklungen hatte ich nach der Zeitnot zwar Dame und Bauer gegen Turm und Leichtfigur, aber kaum noch Züge, die nicht sofort Material verlieren oder die Stellung verschlechtern würden. Mehr aus Frust lehnte ich noch zwei Remisangebote ab, spielte mit seiner freundlichen Mithilfe fast erfolgreich auf Gewinn – bis nur noch zweieinhalb gegen 45 Minuten auf der Uhr verblieben waren und ich den Spatz in der Hand mitnahm.

Nachdem wir uns in der vergangenen Saison trotz zahlreicher Niederlagen von den Abstiegsrängen fernhalten konnten, grüßen wir nach Runde 1 nun vom vorletzten Platz. Der Kampf gegen den Abstieg ist hiermit eröffnet!

(Christian Conrad)

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2. Runde
29.10.2006 Königsspringer Hamburg 2 SK Marmstorf :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Michael Wolter Holger Hebbinghaus 0 : 1
2 Thomas Wiltafsky Jeronimo Hawellek 0 : 1
3 Christian Conrad Harm Cording ½ : ½
4 Steffen Dettmann Jens Diekmann 1 : 0
5 Boris Bruhn Jonathan Carlstedt 1 : 0
6 Peter Fjodorow Michael Hohlbein ½ : ½
7 Baldur Schroeter Rainer Schmidt‑Brauns ½ : ½
8 Clemens Harder Marc‑Michael Homm 0 : 1

29.10.2006 Bille SC FC St. Pauli 2 3 : 5
29.10.2006 SV Großhansdorf FC St. Pauli 3 : 5
29.10.2006 Hamburger SK 4 SK Union‑Eimsbüttel 3 : 5
29.10.2006 SC Diogenes 2 SK Johanneum Eppendorf :

Titel gesucht

10.04.2005, etwa 18:00 Uhr: Ich komme gerade von unserem letzten Mannschaftskampf, also der 9. Runde, nach Hause. Mein Stimmung ist gedrückt, obwohl wir zu Hause in der Arena auf dem Riekbornweg 4½:3½ gegen den SKJE gewonnen haben. Leider, leider, leider (…) ist es sicher – die erste Mannschaft ist abgestiegen. Unser Traum von zwei Mannschaften jenseits der Landesliga ist damit endgültig geplatzt. Dabei hätte die Erste nur einen einzigen Sieg aus den letzten drei Runden gebraucht, und es ging wirklich nur noch gegen die Tabellenletzten. Aber wären wir überhaupt aufgestiegen? Egal …

Dann klingelt das Telefon: »Schroeter hier. Wir sind Hamburger Meister!«. Das habe ich noch heute im Ohr. Wir sind Hamburger Meister im Jahre 2005! Wie egal doch der Aufstieg plötzlich ist, wenn man so einen krönenden Saisonabschluss schafft. Und was war das doch für eine Teamleistung gewesen. Und wir waren wirklich ein Team! Ich muss noch heute sagen: Ich bin stolz, damals in dieser Mannschaft gewesen zu sein. Aber wie kam es dazu?

Nach der Erstrundenniederlage ging es in Runde 2 zu Hause gegen Marmstorf überhaupt nicht gut los. Lange sah es nach einem 3:5 aus. Und dabei hatte Michael noch vor der Saison gepredigt: »Unsere Punkte müssen wir an den Brettern 5–8 holen.«. Und Boris hatte ergänzt: »Also hinten klammern, vorne beißen!«. Das Erstaunliche an dieser Saison war dann, dass wir regelmäßig an den Brettern 1–4 2½ (!) Punkte holten. Und so auch in jenem, fast schon legendären Mannschaftskampf. Wie schon fast durch ein Wunder steht es überhaupt 3½:3½, als noch Connis Partie läuft. In einer wirklich ausgesprochen komplexen Partie haben die KSH‑Kiebitze kaum noch Hoffnung auf überhaupt einen halben Zähler. Alle Kiebitze? Nein! Es gab da noch einen Fopp, auf den ich hoffte. Ich lief zu Michael und sagte ihm, das würden unsere ersten zwei Mannschaftspunkte. Er wollte mir das aber nicht glauben. Ich hatte die Hoffnung auf ein Endspiel D+D gegen D+S gesetzt, in der es einen Matt‑Trick für D+S auf Connis Seite gab. Und wenn man den nicht sah, war eine Zugfolge, die genau dahin führte, sehr logisch. Mit der ganzen Mannschaft gingen wir jetzt zum Brett 3, woraufhin sich auch die ganze Marmstorfer Mannschaft dort einsammelte, die meine Euphorie ebenso ungläubig wie Michael wohl mitbekommen hatte. Und dann kommt tatsächlich die Zugfolge aufs Brett. Aber was passierte dann? Conni sieht das Matt nicht! Und der Gegner auch nicht. 14 Zuschauer sehen das Matt und schauen etwa 20 Minuten zu, wie Conni überlegt. Dann beschließt Conni, Dauerschach zu geben. Glücklicherweise ist der erste Zug des Dauerschachs auch der erste Zug der Mattkombination. Dann überlegt der Gegner – und ahnt das Matt immer noch nicht. Jetzt nur noch 2‑zügig matt! Ich beschwöre innerlich Conni, nicht remis anzubieten. »Schau doch hin!«, denke ich. Und dann fängt Conni an, den Kopf zu schütteln. Dreißig Sekunden lang schüttelt er den Kopf, schreibt seinen Zug auf. Schüttelt wieder den Kopf. Grinst. Zieht. Und er zieht den richtigen Zug. Jetzt versinkt sein Gegner in Wolter‑Manier mausgrau in seinem Pullover. Schüttelt ebenfalls den Kopf. Und gibt auf. Wir haben gewonnen! Und das auch noch gegen Marmstorf! Was konnte jetzt noch passieren? Wenn wir jetzt nicht Meister werden, dann nie, dachte ich noch …

Den übrigen Saisonverlauf sollen die jeweiligen Titel der einzelnen Kämpfe aus den Runden 1 bis 9 darstellen:

»Landesliga zum Abgewöhnen« – »Landesliga zum Angewöhnen« – »Abstiegskampf pur!« – »Zwei Punkte gegen den Abstieg« – »Reh‑Lachs« – »Klassenerhalt geschafft! (oder auch nicht)« – »Wir sind die geilsten!« – »Schwarzer Tag!« – »Aufsteiger der Herzen«

(…)

An diesem Sonntag sollte es also wieder gegen Marmstorf gehen. Und vieles sprach für uns. Nicht nur, dass es wieder ein Heimkampf in der 2. Runde war, nein, wir hatten ebenfalls die erste Runde gründlich verpatzt! Wenn das kein gutes Omen war … Und dann passierte etwas, das ich lange nicht erlebt habe. Oder wenn ich genau überlege, eigentlich noch nie. Zehn Minuten vor der Zeit kam ich an und war der Letzte! Viele waren gekommen. Aber alle waren pünktlich. Und auch die Aufstellung war durch verschiedene Umstände (Ausfälle, Ersatz usw.) fast die von damals. Insgesamt sechs Spieler von damals waren dabei, fünf sogar an derselben Position. Uns fehlten Andreas Saß und Ingo Wilms. Dafür spielten wir mit Thomas Wiltafsky und Peter Fjodorow. Und es ging gut los: Ich saß neben Boris. Und das war gut so, denn nebeneinanderspielend haben wir 100 %. Und das bleibt vorerst auch so. Boris spielte gegen Jonathan Carlstedt und ging mit dem »Betreuerbonus« ans Brett. In einer ansehnlichen Partie wurden Jackie Brown und Baby Miller ausgetanzt. In einem wirklich hübschen Angriff lud Boris alle zur Party ein, und auch die von Jonathan gewählte Abkürzung der Partie änderte nicht viel. Wie die spätere Partieanalyse beim Griechen ergab, gewann Schwarz so oder so. Die zwingende Schlussoffensive wurde von unserem Dynamo‑Booster‑Muhster gefunden. Ja, die Insider wissen es, ich meine Baldur!

An Brett 4 spielte ich vor zwei Jahren gegen Jens Diekmann. Und diesmal wieder. So was! Damals gewann ich. Meine Vorbereitung diesmal bestand darin, überraschend festzustellen, dass ich damals gegen Sizilianisch gewonnen hatte. Ebenfalls wissen die Insider (»Jochen, grins nicht so!«), dass das nicht gerade häufig passiert. Um so überraschender für mich mein damaliger geschlossener Aufbau. Ich konnte mich nicht erinnern, diesen Aufbau jemals davor oder danach wieder gespielt zu haben. Also gleich aufs Brett damit ;-) Und was einmal klappt, klappt bekanntlich auch zweimal. Zugegeben, meine Zeiteinteilung erwies sich als recht eng, als es in Richtung Zeitkontrolle ging. Aber die Nerven und das Material behaltend, konnte ich ab dem 41. Zug auf Bauerngewinn spielen, diesen einsammeln und letztendlich matt setzen. Bisschen glücklich am Ende vielleicht, aber insgesamt voll in Ordnung.

So, das waren sie leider auch schon, unsere Highlights! Obwohl mir die Stellungen insgesamt sehr gefielen, vor allen Dingen der Mehrbauer bei Clemens, wurde nichts daraus. Erstens hatte Clemens für den Mehrbauern eine Figur weniger und zweitens kam mal wieder alles ganz anders. Statt Holger kam nur Michael ins Schnaufen, und hier war kein Pullover groß genug. 0:1. Thomas geriet unter die Hawallerie. 0:1. Und Clemens schaffte das Wunder leider nicht. 0:1. Baldur und Peter und … Conni! … waren also noch am Start. Peter hatte ich als ganzen Punkt fest eingeplant. Aber am Ende war nicht mehr als die Punkteteilung drin. Immerhin, vielen Dank für den prompten Ersatz, Peter. Mehr darf man einfach nicht erwarten. Schließlich waren wir anderen schon durch den ersten Mannschaftskampf warmgespielt.

Baldur hatte den guten Springer. Zu gut, möchte ich meinen. Denn dieser hatte keine Angriffsziele. Mit Spielverständnis gut aus der Eröffnung gekommen, haperte es am nötigen Know‑how für ein derartiges Endspiel. Ich erinnere mich schmerzlich daran, selbst letztes Jahr so ein Endspiel sogar noch verloren zu haben. Aber so oder so eine schöne Partie und ein starker halber Punkt! Und Conni? Auch er wird an die Partie von damals zurückgedacht haben. Aber diesmal stand er leider nicht auf Verlust. Und somit konnte es einfach auch kein Wunder geben. Stattdessen gab’s noch einen halben Zähler. Und wer die »Addytion« beherrscht, stellt fest, dass nur ein 3,5 gelang, mann!

Und so zogen wir. Erst uns an und dann zum Griechen. Dort musste ich feststellen, dass es gar nicht so schlimm um uns stand. Denn: Die Mannschaftsstimmung war wieder da. Das war unser alter Teamgeist, der dort aufgeblitzt war. Und wer jetzt Abstiegssorgen predigt, der fange bitte an, diesen Text noch mal am Anfang nachzulesen. Titel gesucht? Mannschaft gefunden!

(Steffen Dettmann)

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3. Runde
19.11.2006 FC St. Pauli Königsspringer Hamburg 2 4 : 4
11:00 Uhr, Schmidt‑Theater (2. Stock), Spielbudenplatz 24, 20357 Hamburg

1 Michael Schütze Michael Wolter 1 : 0
2 Torsten David Shreyas Dave ½ : ½
3 Bernd Wronn Thomas Wiltafsky 1 : 0
4 Thorsten Stelting Christian Conrad ½ : ½
5 Wolf‑Thomas Schütze Claudio Opitz 0 : 1
6 Jörg Dinckel Steffen Dettmann ½ : ½
7 Carsten Kluth Siegfried Weiss 0 : 1
8 Djamschid Hedayat‑Nassab Christian Melde ½ : ½

19.11.2006 SK Johanneum Eppendorf Bille SC 4 : 4
19.11.2006 SK Union‑Eimsbüttel SC Diogenes 2 :
19.11.2006 SK Marmstorf Hamburger SK 4 4 : 4
19.11.2006 FC St. Pauli 2 SV Großhansdorf :

Nun machen Sie mal einen Punkt!

Irgendwie lag es schon morgens in der Luft, dass heute was drin war. Shreyas war zum Spiel gegen den Tabellenführer extra aus Freiburg angereist und hatte sich zudem – sicherheitshalber – einen Zweitschlüssel von Jules Wohnung besorgt. So konnten wir also getrost mit acht Mann pünktlich antreten. Vermerkt sei hierbei, dass Claudio very snobbish mit dem Taxi kam. »Respekt, mein Lieber, das hat Eindruck gemacht!«. Nicht mit dem Taxi kam Thomas, dafür aber in die Rolle des potentiellen Matchwinners.

Wie kam’s dazu? Nun, nachdem ich das erste Mal diese Saison das abgelehnte Damengambit aufs Brett bekam, war es doch sehr schade, dass mein Gegner von der Variante abwich, die ich noch gerade zwei Tage vorher mit meiner Trainingsgruppe besprochen hatte. Die Dinckel‑Variante war erst für den Freitag danach geplant. Sei’s drum, den Plan der Stellung kannte ich noch so grob, und so spielte ich ohne größere Sorge. Nach meiner ersten Visite gefielen mir die Stellungen der anderen sieben Bretter sehr gut – nach 45 Minuten: geschätzte 4,5 Punkte auf unserer Seite.

Dann kamen die Ergebnisse in für uns angenehmer Reihenfolge: Claudio besiegelte einen wirklich schönen Angriff mit Technik und Präzision, gepaart mit Eleganz und Ehrgeiz, wiederum gespielt, um seine Mitspieler snobbish‑like zu beeindrucken, mit einem pompösen Schachgebot. 1:0. Ich war als nächster dran und musste mit zehn Minuten auf der Uhr die Entscheidung fällen, remis zu machen oder zu kneten. Zuvor konnte ich die Stellung komplett ausgleichen, alles tauschen, um ein Doppelturm‑Endspiel zu erreichen, wo nun wirklich »nüx« los war. Das Angebot der dreifachen Stellungswiederholung schmierte mir Jörg Dinckel eiskalt aufs Brot (genauer aufs Dinckel‑Brot). Da die Partien gut für uns standen und ein weiterer Punkt bei SIEGfried in Aussicht war, nahm ich an. Das Brot haben wir uns dann hinterher beim Chinesen geteilt. In der Tat gewann dann rasch unser Siegfried, der sich immer mehr in die Herzen seiner Mannschaftskameraden spielt. Fast gleichzeitig konnte Shreyas mit einer Minute für … (mehr als zehn Züge?) in – wie die Analyse kurz zeigte – wohl jetzt schlechterer Stellung im großen Stile das Remisangebot des Gegners annehmen. 3:1.

Und wer spielte noch? Unser Ersatzmann Christian Melde an 8, der eine Stellung hatte, die mir zwischendurch doch eher fragwürdig erschien, nun aber mindestens remis sein sollte. Conni spielte nicht mehr, versuchte aber Schiedsrichter und Gegner von einer dreifachen Stellungswiederholung zu überzeugen. Das sahen die dann auch bald ein. Blieben also noch die Ergebnisse von Michael, Thomas und unserem Brett 8, die so gesehen bislang zusammen nur einen halben Punkt aus sechs Partien holten. Nach diesem Tag sollten es 50 % mehr Partien und 100 % mehr Punkte sein. »Das ist doch prima!«, sagt der Fachmann und der Lakaie staunt, doch wundert sich der Schachspieler. Klingt so toll, ist aber eher moll! Den halben holte sich Christian verdient gegen Heywasdat Nas’ab. Michael muss nun in Klausur gehen. Er hat allerdings eine starke Mannschaft hinter sich stehen. Gerüchten zu Folge wurde er später mit einer Tüte mausgrauer Pullover der Größe XXL gesehen. Thomas sagte, ihm habe die erste Partie gegen Eimsbüttel das Genick gebrochen. Immerhin, dafür hat er sich ganz gut gehalten. Er ist immer so knapp dran. Und diesmal hatte er es auch schon psychologisch besser gemacht und den St. Paulianern mindestens Angst eingejagt – denn er spielte noch beim Stand von 4:3 für uns. Schade, dass es nicht gereicht hat, hier wäre sicherlich eine Endspielanalyse mit Frangü indiziert. Aber vielleicht fahren Thomas und Claudio ja schon nächstes Mal gemeinsam mit dem Punkte‑Taxi zum Clubheim. Und die Fans sind sich einig: Auch Michael holt nächstes Mal einen ganzen Punkt! Schließlich bedeutet die Doppel‑Null die Lizenz zum Töten.

Wie immer gingen wir abschließend gesellig zum Essen, diesmal zum Chinesen neben der jetzt auch mir bekannten Esso‑Tankstelle. Unsere Punkte – Siegfried und Claudio – waren nicht mehr am Start, dafür hatten wir Marcus, Jochen und Wolfgang als Zuschauer und Mitesser dabei. Extra für uns wurde dann noch ein Huhn geschlachtet. Das Fleisch bekamen dann die anderen und Conni den Rest mit Zitrone verfeinert. Wirklich, ja wirklich, ein gelungener Sonntag! Conni hatte (vermutlich durch die Zitrone) schon richtig erkannt, dass wir eine klare Tendenz aufzeigen, was die Mannschaftspunkte anbelangt: 3,0 – 3,5 – 4,0. Wenn das so weitergeht, schlagen wir am 15.04.2007 SKJE mit 7:1! Wo soll dieser Höhenflug nur enden? Well, zunächst sollte er überhaupt beginnen bzw. andauern. Vielleicht treten wir dazu nächstes Mal in unseren grün‑weißen Trikots an? Ich bin gespannt…

(Steffen Dettmann)

↑
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4. Runde
10.12.2006 Königsspringer Hamburg 2 FC St. Pauli 2 :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Thomas Wiltafsky Luis Martin‑Sommerfeldt ½ : ½
2 Claudio Opitz Reinhold Heinlein 1 : 0
3 Steffen Dettmann Dr. Guntram Knecht ½ : ½
4 Ingo Wilms Christian Ziller 1 : 0
5 Siegfried Weiss Bernd Kessler 0 : 1
6 Clemens Harder Thorsten Wennmann 0 : 1
7 Otto Klink Mohcine Craibi 0 : 1
8 Christian Melde Heinz‑Werner Szudra ½ : ½

10.12.2006 Bille SC SV Großhansdorf 3 : 5
10.12.2006 Hamburger SK 4 FC St. Pauli :
10.12.2006 SC Diogenes 2 SK Marmstorf 4 : 4
10.12.2006 SK Johanneum Eppendorf SK Union‑Eimsbüttel 5 : 3
↑
↓
5. Runde
04.02.2007 SV Großhansdorf Königsspringer Hamburg 2 3 : 5
11:00 Uhr, Haus Papenwisch, Papenwisch 30, 22927 Großhansdorf

1 Enno Heyken Thomas Wiltafsky ½ : ½
2 Christian Hess Christian Conrad ½ : ½
3 Andreas Mitscherling Claudio Opitz 0 : 1
4 Joachim Jordt Steffen Dettmann ½ : ½
5 Dirk Grote Siegfried Weiss ½ : ½
6 Wolfgang Labahn Peter Fjodorow 0 : 1
7 Ernst‑Helmuth Varain Clemens Harder ½ : ½
8 Joachim Felten Otto Klink ½ : ½

04.02.2007 SK Union‑Eimsbüttel Bille SC 5 : 3
04.02.2007 SK Marmstorf SK Johanneum Eppendorf 5 : 3
04.02.2007 FC St. Pauli SC Diogenes 2 :
04.02.2007 FC St. Pauli 2 Hamburger SK 4 :

Bericht

In der 5. Runde also ging’s nach Großhansdorf, was barsch ausgedrückt an der Heide liegt.

Dieses sollte nun der dritte von insgesamt sieben Auswärtskämpfen dieser Saison sein. Vier weitere werden direkt folgen. Aber da wir zu Hause bislang eh keinen großen Erfolg hatten, war das vielleicht gar nicht so schlecht.

Nach einer Stunde war Thomas schon fertig. Remis gegen Enno war sicherlich voll okay. Eindrucksvoll war dabei aber, dass bei Remisschluss noch 32 Steine auf dem Brett waren.

Claudio spielte komisch, Clemens hatte den gegnerischen König bis nach g6 getrieben, Peter spielte effektvoll Se3 mit Schwarz in der Eröffnungsphase. Bei mir wurde viel getauscht, Otto stand gedrückt, und nach dem Zug Kc6 des Gegners hätte er sich am liebsten selbst gedrückt. Bei Conni dominierten vier Läufer das Spielfeld, und Siegfried stand wie immer irgendwie.

Irgendwie ging’s dann auch weiter. Die Stellungen wurden zusehends gut und besser an ausnahmslos allen Brettern. Nach der Zeitnot war dann bei Clemens remis, bei Conni auch, sodass Letzterer bei mir mitschrieb. Bei Gelegenheit werde ich ihm dann noch mal beibringen, was das Mitschreiben alles beinhaltet, damit Reklamationsdramen wie jenes an meinem Brett nicht so schnell wieder passieren ;-) Den Rest hörte ich eigentlich nur nach zwei Stunden: Claudio hatte die Stellung zu seinen Gunsten entschieden, Peter ebenfalls. Siegfried hielt das Remis, und Otto rettete ein solches. Und was war nun eigentlich mit meiner Partie?

Auf meiner Uhr war folgende Anzeige: 1:00 stand bei mir (Schwarz), und 0:59 stand bei meinem Gegner (Weiß) nach beidseitig 40 ausgeführten Zügen. Also war die Zeit bei beiden umgesprungen. Somit meinte der Schiedsrichter nach Reklamation des Gegners, bei mir sei das Plättchen gefallen. Und es sah ja auch wirklich so aus. Conni war nicht bis Plättchenfall am Brett geblieben, sodass wir keine Zeugen hatten. Und ich konnte guten Mutes behaupten, noch drei Sekunden bei Uhrdrücken gehabt zu haben.

Und es sind bei dieser Uhranzeige vier Szenarien denkbar, die man sich vielleicht merken sollte:

Erstens: Keine Zeit ist zu früh gefallen. Bei drei Sekunden auf der Uhr mache ich meinen 40. Jetzt ist mein Gegner im 41. und seine Zeit fällt regulär, und beide Uhren springen um. Damit hätte ich eine Stunde und drei Sekunden, welches aber als 1:00 angezeigt wird. Logischerweise ist mein Gegner jetzt bei unter einer Stunde.

Zweitens: Meine Zeit ist tatsächlich gefallen und ich habe gedrückt mit null Sekunden auf der Uhr. Hier wäre laut Schiedsrichter die Partie verloren gewesen. Selbst das ist mir nicht klar, denn dann hätte ich ja noch mehr als eine Stunde haben müssen, nämlich den Rest der letzten Sekunde. Am Partieanfang steht ja auch 2:00 Stunden.

Drittens: Die Zeit meines Gegners wäre noch vor seinem 40. Zug gefallen. Dann hätte er, wenn ich reklamiert hätte, verloren. In unserem Fall hätte ich dann meinen 40. Zug regulär ausgeführt und das Zeitfenster für eine Reklamation meinerseits ausgelassen.

Viertens: Beide Zeiten sind gefallen vor dem 40., und keiner hätte es gemerkt. Dabei hätte ich die Uhr mit Geschick in der nullten Sekunde drücken müssen.

Da ich eindeutig auf den ersten Fall verwiesen habe, schließlich war ich mir meiner drei Sekunden absolut gewiss, mussten Gegner und Schiedsrichter einsehen, dass mein Plättchen nicht unbedingt gefallen war. Die digitale Uhr hatte nämlich kein Minuszeichen als Plättchenfall angezeigt. Und weil, so sagten Schiedsrichter und Gegner aus, kurioserweise alle anderen benutzten sieben Digitaluhren so eingestellt waren, dass die Zeiten bei Plättchenfall einzeln umstellten, so war es in unserem Fall so, dass die Uhr bei Überschreitung einer der beiden Zeiten gleich auf beiden Seiten die Zeit umstellte. Letzteres war ein Faktor von vielen, der die Lage so missverständlich und kompliziert gemacht hatte.

Fazit: 1:00 auf einer Uhr bedeutet noch lange keinen Plättchenfall! Sondern es kann auch eine Stunde plus 1–59 Sekunden bedeuten. Also werden wir in der Zeitnot immer einen Schiedsrichter benötigen, der einwandfrei den Plättchenfall abwartet und dann die Uhr anhält, um die Zugzahl festzustellen.

Mein Gegner und ich machten unter diesen Umständen dann remis, nochmal danke für die Fairness!

Insgesamt fuhren wir dann ohne Niederlage nach Hause – um die Gewissheit reicher, dass wir nur noch vier Mannschaftspunkte hinter dem Gruppenersten liegen. Wie war das noch mit dem Meistertitel? Wunder gibt es immer wieder, …;-)

(Steffen Dettmann)


Mission possible 7 bis 8 (gefunden im ›kicker‹ vom 05.02.2007)

Großhansdorf – Königsspringer II   3:5 (2:3)

Aufstellung:
Große Sorgen beim Außenseiter aus dem Nordwesten Hamburgs, der gerade eben acht gesunde Spieler ans Brett bringen konnte. Gegenüber dem 7½:½‑Kantersieg im Vorjahr musste der Gastgeber nur auf WIM Anita Gara verzichten.

Spielverlauf:
Anders als in der vergangenen Saison gelang es dem Außenseiter, den Kampf von Anfang an offen und unklar zu gestalten. An den Brettern 3, 7 und 8 entstanden schnell scharfe Stellungen, die anderen Partien wurden recht gut unter Kontrolle gehalten. In der Abwehr ragte dabei insbesondere Wiltafsky heraus, der IM Heyken komplett aus dem Spiel nahm. Nach einigen verpassten Chancen erzielte Fjodorow nach einer Kombination über e3 und c3 die Führung für die Gäste. Als es an Brett 4 noch einmal eng wurde, machte Opitz mit einer schönen Einzelleistung den Sack zu und sicherte seiner Truppe zwei durchaus verdiente Punkte.

Die Einzelkritik für Königsspringer:
Thomas Wiltafsky: Note 2 – Ein ungefährdetes Remis gegen Elo > 2300 war das Signal: Hier geht heute was!
Christian Conrad: Note 3 – Forderte im Vorfeld »ruhig mal ein Risiko eingehen« und traute sich dann doch nicht, mit etwas besserer Zeit eine unklare Stellung weiterzuspielen. War aber vielleicht auch ganz gut so …
Claudio Opitz: Note 1 – Volles Risiko ab dem 4. Zug, was schließlich belohnt wurde. Brachte als einziger auch konstruktive Vorschläge ein (»Fünfeinhalb Stunden durchhalten und dann remis anbieten, wenn alle Handball sehen wollen.«)
Steffen Dettmann: Note 2 – Solide am Brett, hartnäckig und letztlich erfolgreich in der Diskussion um die angebliche Zeitüberschreitung.
Siegfried Weiss: Note 2,5 – Behielt alles unter Kontrolle und lieferte einen wichtigen halben Punkt ab.
Peter Fjodorow: Note 1,5 – Eine kleine Taktik in der Eröffnung, den Vorteil verwaltet, eine Taktik zum Schluss – ein sorgenfreier Punkt!
Clemens Harder: Note 3 – Hervorragender Beginn dank guter Vorbereitung, leider löste sich die schön aussehende Stellung zusehends auf. Bemerkte aber rechtzeitig den negativen Trend und sicherte einen halben Punkt.
Otto Klink: Note 3 – Zeigte ebenfalls die in diesem Kampf erforderliche scharfe Partieanlage. Ein unnötiger Fehler in gewonnener Stellung verhindert leider eine bessere Note.

Großhansdorf: Heyken (3,5), Hess (3,5), Mitscherling (4,5), Jordt (3), Grote (2,5), Labahn (5), Varain (4), Felten (3,5)

Schiedsrichter: Westerbek (Hamburg) Note 3,5: Lag an Brett 4 zunächst daneben, ansonsten wenig gefordert und ohne Fehler.

Spieler des Spiels: Opitz, Claudio (KSH)

(Christian Conrad)

↑
↓
6. Runde
25.02.2007 Bille SC Königsspringer Hamburg 2 4 : 4
11:00 Uhr, Begegnungsstätte ›Westibül‹, Friedrich‑Frank‑Bogen 59, 21033 Hamburg

1 Andreas Bertram Michael Wolter 0 : 1
2 Lothar Windt Thomas Wiltafsky 1 : 0
3 Andreas Bigot Christian Conrad ½ : ½
4 Rainer Jess Steffen Dettmann ½ : ½
5 Martin Kopisch Siegfried Weiss 1 : 0
6 Hans‑Jörg Jantzen Boris Bruhn ½ : ½
7 Botho Jung Baldur Schroeter ½ : ½
8 Frank Müller Clemens Harder 0 : 1

25.02.2007 Hamburger SK 4 SV Großhansdorf 5 : 3
25.02.2007 SC Diogenes 2 FC St. Pauli 2 :
25.02.2007 SK Johanneum Eppendorf FC St. Pauli :
25.02.2007 SK Union‑Eimsbüttel SK Marmstorf :

Kleine Schritte

Sicherlich war mehr drin, es hätte aber auch ins Auge gehen können. Also begnügen wir uns mit einem Punkt beim Tabellenletzten und sehen die positive Seite: Erstmalig in dieser Saison stehen wir nicht auf einem Abstiegsplatz. Das Ganze nach viel Bastelei an der Aufstellung und mit dem letzten Einsatz der HJET‑ und auch sonst angeschlagenen »B+B«‑Fraktion (Boris und Baldur).

Nach überpünktlichem Beginn (die Antrittsfähigkeit war um 10:58 Uhr hergestellt) ging es eher verhalten zur Sache, nur Siggi sprang gleich seinen Gegner an und steckte zwei Bauern ins Geschäft (evtl. waren sie aber auch einfach nur gegen gewisse Kompensation eingestellt). Boris’ erstes Remisangebot wurde abgelehnt, aber kurz danach musste der Gegner selbst mit einem Minusbauern um den halben Punkt kämpfen.

Thomas und ich trafen nicht so ganz unsere Eröffnungsvorbereitung und fühlten uns alsbald nicht wirklich wohl in unserer Haut. Steffen hatte es anscheinend besser gemacht und für meine Begriffe ab dem 5. Zug als Schwarzer angenehmes Spiel. Rückkehrer Michael – in Kenntnis seiner Stärken und Schwächen – vermied die Annahme eines verdächtigen Bauernopfers und baute stattdessen auf einen leichten aber soliden Positionsvorteil. Clemens mit einem Mehrbauern in etwas gedrückter Stellung und Baldur in einer (für mich) unübersichtlichen Partie – so näherten wir uns der Zeitnotphase.

Während Michael souverän auf die Zielgerade einbog, gingen bei Thomas einige Bauern verloren und bald die Lichter aus. Die positionell kaputte Stellung, die ich mir inzwischen hingebastelt hatte (schlechter Läufer gegen Springer, hässlicher Doppelbauer gegen 2:1‑Mehrheit), geht auf GM‑Niveau wohl fast immer verloren. In der Landesliga gibt es immerhin noch die Gelegenheit zum Dauerschach …

Siggis Stellung wirkte trotz der immer noch zwei Minusbauern weiterhin imposant und nicht zu Unrecht bot der Gegner remis an. Aufgrund der kritischen Lage lehnte er leider ab, stellte eine Figur ein und zog in der Blitzphase (wohl schon wieder besser stehend) durch Zeitüberschreitung den Kürzeren.

Besser machte es Clemens, der sich vom gegnerischen Druck und den Gegner von überflüssigem Material befreite. Baldurs Auf und Ab endete mit einem ausgeglichenen Endspiel und dem Zwischenstand von 3,5:3,5.

Alle Hoffnungen ruhten jetzt auf Steffen, der ein Damenendspiel mit gefühltem Mehrbauern knetete. Leider sollte es nicht sein – der König stand zu offen, und für verwegene Gewinnversuche mit schwindender Bedenkzeit war heute kein Platz.

Freuen wir uns auf die nächste Runde gegen den Tabellendritten – die Mannschaften »von oben« liegen uns in dieser Saison anscheinend einfach besser …

(Christian Conrad)


Nach Bille …

10:59 Uhr kamen wir an. Das waren mit mir im Auto Sigi, Baldur und Clemens. Letztere hatten mir den Kaffee weggetrunken. Ein böses Omen! Baldur gab mir aber etwas von seinem ab – guter Mannschaftsgeist!

Zu siebt also ging’s los, Thomas kam wie zumeist etwas später. Ebenso kam er dann schnell in eine unangenehme Stellung. Michael konnte einfach einen Bauern schlagen und wir alle fragten uns, warum er das nicht tat?! 3 Angreifer, 2 Decker, ohne sichtbares Gegenspiel …

Ich hatte Jochens Vorbereitung auf einen seiner Gegner aus Travemünde auf dem Brett und hatte nach fünf Zügen mit Schwarz Ausgleich. Allerdings so sehr Ausgleich, dass kaum was drin war. Conni spielte erstmals mit Weiß und stand leicht aktiver und mit Aussicht, die siebte Reihe zu besetzen. Siegfried versuchte eine Kombi, die leider zwei Bauern einstellte. Immerhin, ein wenig Gegenspiel war noch drin. Boris stand voll ausgeglichen, sein Gegner lehnte das Remisangebot aber ab. Baldur stand vielleicht marginal besser und Clemens hatte eine Clemens‑Stellung. Hier ahnte ich schon den ganzen Punkt.

Michael gewann dann als Erster, auch ohne den Bauern mitzunehmen. Er nahm einfach alles andere mit. Thomas verlor dann. 1:1. Boris hatte seinen Gegner inzwischen aus Rache über das abgelehnte Remis‑Angebot total überspielt, konnte aber mit Läuferpaar und Mehrbauern nicht gewinnen. Am Ende also remis. Connis Stellung war nach einem ungenauen Zug gekippt und am Ende konnte er über das Remis nicht unzufrieden sein. Siegfried hatte genug Spiel, dass sein Gegner nun remis anbot. Das lehnte Sigi nun aber ab und stellte mit dem ablehnenden Zug direkt eine Figur ein. Danach überspielte er den Gegner in der Zeitnot tatsächlich noch, verlor aber auf Zeit. Irgendwie fällt diese Partie unter die Rubrik ›dumm gelaufen‹. Aber wer kann das unserem sympathischen Sigi Nr. 2 schon übel nehmen? Nächstes Mal gewinnt er wieder!

Fast gleichzeitig machte Baldur remis, der selbst sagte, er habe den halben fast geschenkt bekommen. Ich habe von dieser Partie nicht so viel mitbekommen, Baldur war aber sichtbar glücklich. 2,5:3,5 stand es also, und Clemens und ich spielten noch. Ich hatte meinen Gegner mittlerweile – nicht ganz risikolos – gefoppt und konnte seine Struktur zertrümmern. Im Damenendspiel hatte ich die weit besseren Aussichten. Clemens hatte seinen Gegner längst überspielt und gewann in der Zeitnot noch die Dame. Damit sollte meine Partie die Entscheidung bringen – entweder 4 oder 4,5 Brettpunkte für uns. Ich fand leider keinen durchschlagenden Plan, und geriet am Ende ins Dauerschach.

4:4 also – damit ist keiner der beiden Mannschaften so richtig geholfen. Immerhin, wir haben nicht verloren und einen vielleicht ganz ganz wichtigen Punkt geholt. Und schön war’s, mal wieder mit Michael, Boris und Baldur zu spielen. Gerne wieder!

(Steffen Dettmann)

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7. Runde
01.04.2007 SC Diogenes 2 Königsspringer Hamburg 2 4 : 4
11:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Holger Mach Michael Wolter 0 : 1
2 Wolfgang Hohlfeld Thomas Wiltafsky ½ : ½
3 Dirk Legahn Christian Conrad ½ : ½
4 Dr. Sven Schulze Claudio Opitz 1 : 0
5 Michael Neumann Steffen Dettmann ½ : ½
6 Andreas Pehlgrim Siegfried Weiss ½ : ½
7 Kai Schoenwolff Clemens Harder 1 : 0
8 Joachim Schnoor Christian Melde 0 : 1

01.04.2007 Bille SC Hamburger SK 4 5 : 3
01.04.2007 SK Johanneum Eppendorf SV Großhansdorf 2 : 6
01.04.2007 SK Union‑Eimsbüttel FC St. Pauli 2 6 : 2
01.04.2007 SK Marmstorf FC St. Pauli :

Ein Schritt zurück

Auch mit dem Abstand von über 24 Stunden fällt es mir schwer, das Ergebnis einzuordnen. Einerseits ein Punktgewinn gegen den Tabellendritten, der gegen die beiden Führenden jeweils 4,5:3,5 gewinnen konnte (und dazu in dieser Runde erstmalig 7 der vorderen 8 aufbot). Andererseits ein vielleicht vermeidbarer Punktverlust, der uns nicht weiterbringt, sondern sogar noch einen Tabellenplatz nach hinten schiebt.

Genug lamentiert, nun also zum Geschehen selbst: Eine Premiere erlebte wahrscheinlich Michael, als er an Bett 1 als 1. fertig war und dafür auch noch eine 1 im Spielbericht verbuchen konnte. Praktisch aus der Eröffnung heraus gewann er mit einem nicht ganz unbekannten Motiv Material und bald darauf die Partie. Auch in der anderen Ecke des Spiellokals entwickelten sich die Dinge zu unseren Gunsten, als Christian aus einer Kraut‑und‑Rüben‑Stellung heraus die Initiative ergreifen konnte.

Etwas Sorgen hatte ich am Brett 2, als bei Thomas schnell ein Bauer weg war – aber wie er mich hinterher aufklärte, war das bis zum 18. Zug Theorie, der Bauer war bald wieder zurückgewonnen und das ganze versandete im Remis.

Praktisch gleichzeitig rettete ich mich ebenfalls noch rechtzeitig in die Punkteteilung. Mein Versuch, mit vertauschten Farben die Partie aus dem erfolgreichen Auftritt bei Großhansdorf zu wiederholen, hatte sich nicht ausgezahlt, und die nachträgliche Analyse endete mit einem leichten, aber unangenehmen schwarzen Vorteil. Auch die Tischreihe hinter mir teilte bald darauf die Punkte. Siggis Gambit‑Mehrbauer konnte offenbar nicht gehalten werden, und an Brett 5 ist mir nur noch der schwarze Bauernklumpen (d4, d6, e5, e6) in Erinnerung, der jeglichen Spielfluss zum Erliegen brachte. Christian holte sich derweil genug Material zum Partiegewinn ab, und so gingen wir mit einem satten 4:2 in die Nachspielzeit.

Leider blieb es bei diesen vier Punkten. Claudio hatte seinen Gegner unter Hergabe von Bauer und Qualität heftig angesprungen, die Partie schwankte für mich ständig zwischen unklar und verloren. Leider löste sich die Spannung nach der Zeitnot irgendwie in einem Minusbauern bei schlechterer Stellung auf. Ebenfalls aufgelöst hatte sich die Partie an Brett 7, in der Clemens anscheinend in aussichtsreicher Stellung den gegnerischen Königsangriff unterschätzte und auch hinterher mit Turm plus Springer gegen Dame noch nicht unbedingt verloren war (so habe ich mir die Aussagen hinterher jedenfalls zusammengereimt, kompliziert war’s auf jeden Fall).

Unterm Strich bleiben vier mehr oder weniger klare Remis, zwei deutliche Siege, zwei längst nicht so klare Niederlagen und wieder einmal die Erkenntnis, dass wir auch mit der oberen Hälfte der Liga mithalten können. In der Tabelle haben wir einen Schritt zurück gemacht, aber eigentlich ist das nur der Anlauf für die beiden letzten Runden.

(Christian Conrad)

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8. Runde
14.04.2007 Königsspringer Hamburg 2 Hamburger SK 4 6 : 2
14:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Daniel Lindner Thomas Kastek ½ : ½
2 Shreyas Dave Christoph Engelbert 0 : 1
3 Thomas Wiltafsky Dr. Frithjof Boog 1 : 0
4 Christian Conrad Henning Fraas 1 : 0
5 Claudio Opitz Theo‑Heinz Gollasch ½ : ½
6 Steffen Dettmann Regina Berglitz 1 : 0
7 Siegfried Weiss Wolf Gerigk 1 : 0
8 Boris Bruhn Joachim Kossel 1 : 0

14.04.2007 SK Marmstorf Bille SC 4 : 4
14.04.2007 FC St. Pauli SK Union‑Eimsbüttel 3 : 5
14.04.2007 FC St. Pauli 2 SK Johanneum Eppendorf :
14.04.2007 SV Großhansdorf SC Diogenes 2 :

Wir können auch anders!

… nämlich gewinnen, und zwar deutlich und wenn’s drauf ankommt. Bis auf das kurze Zwischenhoch gegen Großhansdorf eine schon fast vergessene Tugend. Ein Filmtitel als Überschrift erlaubt mir aber eine schön platte Überleitung, denn zuerst wähnte ich mich irgendwie im falschen Film …

Der Endspurt um den Klassenerhalt begann also für die zweite Mannschaft am zentralen Spielort, der Iduna‑Kantine in der City Nord, um 14:00 Uhr. Naja, nicht ganz, denn Thomas verspätete sich, und für Claudio und Shreyas (Namen von der Redaktion nicht geändert) begann der Tag am Dammtor. Da war zwar auch schon mal Schach bei der Iduna, aber das ist schon lange her. Zwei Taxifahrten später waren wir dann doch vollständig, aber mit deutlichem Zeitnachteil an drei Brettern.

»Wir haben über 100 Minuten weniger!«, beklagte sich Boris zu Recht, aber ich konnte zu diesem Zeitpunkt bereits entgegnen: »Aber dafür haben wir zwei Stellungen mehr«. Siggi und ich waren sehr gut aus der Eröffnung gekommen und konnten früh eine 2:0‑Führung herausspielen.

Claudio stand etwas verdächtig, konnte seine Stellung aber unter Bauernopfer aktivieren und eine Dauerschachkombination anbringen. Boris hatte irgendwie einen eingestellten Springer eingesackt und auf einmal waren wir noch vor der Zeitkontrolle mit 3,5:0,5 vorn.

Damit alles klar? Nicht ganz, denn das folgende Horrorszenario baute sich immer wieder vor meinen Augen auf: Steffen verliert nach Zeit, Thomas nach Stellung, Shreyas beides, und Daniel (erstmalig aus London eingeflogen) steht zwar gut, aber vielleicht nicht gut genug – und aus dem schönen Drei‑Punkte‑Vorsprung wäre ein ungenügendes 4:4 geworden …

Steffen schaffte jedoch mit nur noch einer Sekunde auf der Uhr in Gewinnstellung den 40. Zug (hatte dafür aber bis zum Schluss schön sauber mitgeschrieben …), worauf bei der Gegnerin die Zeit abtickerte. Auch Shreyas war noch schnell genug, aber die Stellung dafür hinüber.

Thomas hatte zusätzlich zu seiner schlechteren Bedenkzeit noch eine ständig leicht schlechtere Stellung. Betrachtet man den bisherigen Saisonverlauf, war damit eigentlich sein Schicksal besiegelt. Diesmal aber (siehe Überschrift) stellte er einfach seine noch verbleibenden zwei Figuren möglichst nahe beim gegnerischen König hin, drohte schachmatt, und der gefoppte Gegner musste eine Figur hergeben.

Daniel ließ nach eigener Aussage in der Zeitnotphase den Gewinn aus, und so liefen kurioserweise am Schluss noch zwei Partien, in denen wir jeweils den Vorteil von Dame plus Läufer gegen Dame plus zwei Bauern hatten. Vorne reichte es nicht mehr, dahinter half der Gegner noch ein wenig mit. Was so schlecht begann, endete also mit dem höchsten Sieg seit über drei Jahren und einer hervorragenden Ausgangsposition für die Schlussrunde.

(Christian Conrad)

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9. Runde
15.04.2007 Königsspringer Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf :
11:00 Uhr, SIGNAL IDUNA (Betriebsrestaurant), Kapstadtring 8, 22297 Hamburg

1 Daniel Lindner Hendrik Schüler ½ : ½
2 Michael Wolter Bernd Kussin 1 : 0
3 Shreyas Dave Wolfgang Vandrey ½ : ½
4 Thomas Wiltafsky Rüdiger Zart ½ : ½
5 Christian Conrad Wesal Moshtael 1 : 0
6 Claudio Opitz Andrej Zobel 1 : 0
7 Steffen Dettmann Simon Enxing ½ : ½
8 Siegfried Weiss Michael Jürgensen ½ : ½

15.04.2007 FC St. Pauli Bille SC 5 : 3
15.04.2007 FC St. Pauli 2 SK Marmstorf 4 : 4
15.04.2007 SV Großhansdorf SK Union‑Eimsbüttel 5 : 3
15.04.2007 Hamburger SK 4 SC Diogenes 2 :

Die Rückkehr des Königs(springers)

Okay, das ist vielleicht etwas zu platt, aber an diesem Sonntag war es endlich wieder da: das Vertrauen in die eigene Stärke, die ›Mir‑san‑mir‹‑Mentalität, wie die Bayern sagen würden. Alles eben, was uns in letzter Zeit ein wenig abhanden gekommen war. Natürlich beflügelt durch den hohen Sieg am Vortag, die Präsenz von Daniel an Brett 1 und unsere überhaupt starke Aufstellung gab es eigentlich keinen Zweifel am Klassenerhalt, und wir lieferten am finalen Sonntag unsere vielleicht beste Saisonleistung ab.

Der Tag versprach, spannend zu werden: Die ersten drei konnten noch aufsteigen, die sechs dahinter noch absteigen, nur für den Tabellenletzten St. Pauli 2 ging es um nichts mehr. Eine ideale Konstellation für eine zentrale Schlussrunde, da man keine Berichterstatter aussenden muss, sondern alles im Blick hat. (Dennoch benachteiligte der Terminplan theoretisch Diogenes 2 und uns, darüber sollte mal nachgedacht werden).

Wie auch schon am Samstag profitierten wir durch eine schnelle 2:0‑Führung. Claudio bezeichnete seine Partieanlage nachträglich als zweifelhaft, aber egal: Er traf voll auf die Zwölf und den schwarzen König in der Mitte. Mein Gegner versuchte es mit einem Figurenopfer für zwei bis drei Bauern, was auf den ersten Blick nicht ungefährlich aussah. Ich beruhigte mich mit der Feststellung, dass die Stellung normalerweise forciert erreicht werden kann, aber auf höherer Ebene anscheinend bisher niemand so gespielt hat. Die Widerlegung musste ich nicht mehr nachweisen, da er sogleich einen schlimmen Klops einbaute und die Kompensation danach eindeutig unzureichend war.

Im Gegensatz zum Samstag war der Drops damit auch schon gelutscht, denn in keiner der verbleibenden Partie waren wir in realistischer Verlustgefahr:

Daniel hatte sich viel vorgenommen, aber Hendrik Schüler nahm in einem geschlossenen Katalanen erfolgreich jegliches Potenzial aus der Stellung, sodass ein Weiterspielen auf Gewinn wirklich Unfug gewesen wäre.

Shreyas hielt den Knetversuchen von FM Vandrey stand und sah sich am Schluss mit dem Druck gegen den weißen a‑Bauern sogar im Vorteil. Aufgrund der schwindenden Bedenkzeit plädierte ich jedoch für das Sichern des halben Punktes.

Thomas hatte viel Zeit investiert und den gegnerischen König im Zentrum festgehalten. Klar war die Sache aber nicht, und letztlich nahm der Gegner nach langem Nachdenken und Studium der anderen Begegnungen sein Remisangebot an.

Michael sicherte schließlich in gewohnter Manier den Sieg und endgültigen Klassenerhalt, indem er den ersten ernsthaften Fehler zum Gewinn eines Bauern und den zweiten zum Gewinn einer Figur nutzte.

Steffen musste in einem offenen Katalanen etwas aufpassen, nicht in eine typische »+=«‑Stellung zu geraten. Passierte aber nicht und die Partie löste sich bald im Remis auf (auch wenn ich den Übergang ins Bauernendspiel nicht verstanden habe).

Siggi ließ wahrscheinlich einen wichtigen Bauerngewinn aus und versuchte noch eine Weile ein gut aussehendes Endspiel zu kneten. Es reichte leider nur zum Remis, aber damit waren wir zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Verlustpartie.

Mit einem starken Endspurt beenden wir die bisher schlecht verlaufende Saison also doch noch in der oberen Tabellenhälfte, was durchaus als Erfolg angesehen werden kann. Glückwünsche gehen an St. Pauli 1, die vor allem an den vorderen Brettern eine beeindruckende Performance zeigten und damit verdient aufsteigen.

(Christian Conrad)

Quelle: Bundesliga-Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/07-ksh2.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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