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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 1 · Oberliga‑Nord, Staffel Nord 2006/07
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Lübecker SV 6 6 7 5 52,5 18
2. SC Meerbauer Kiel 6 4 4 5 6 44,0 12
3. SC Diogenes 2 2 5 6 35,5 12
4. Königsspringer Hamburg 2 3 5 4 6 38,0 11
5. PSV Rostock 4 5 37,5 11
6. Pinneberger SC 3 3 5 5 6 34,0 8
7. Hamburger SK 3 4 3 3 6 6 36,0 7
8. Schwarzenbeker SK 1 3 4 3 5 5 4 30,0 6
9. SC Agon Neumünster 3 2 3 29,0 4
10. TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel 2 2 2 2 2 4 23,5 1
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Julian Zimmermann
H A H A H A H H A
MBK
 
LÜB
 
HMK
 
NMS
 
SZB
 
PIN
 
HSK
3
DIO
 
PRO
 
1 Lamprecht, Frank   0 ½ 0 0 1 1    
2 Zimmermann, Julian 0 ½ ½ 0 1   1 1 ½
3 Rosmann, Ilja 1 0 1 1   0 1 1 1
4 Buhr, Carl‑Christian, Dr. 0       ½     ½  
5 Lampe, Jörg 1 ½ 1 1 ½ 1 1 0 ½
6 Jacoby, Gisbert ½ ½ ½ 1 1 0 0  
7 Wagner, Friedrich, Dr. ½ ½ + 0   1 ½   ½
8 Cremer, Jochen ½ 0 ½ ½ ½ ½ 0 0 ½
9 Wilms, Ingo 1 0     ½ 1 1 ½ 0
10 Bruhn, Boris                 ½
11 Wiltafsky, Thomas                  
12 Opitz, Claudio           ½      
13 Dave, Shreyas         0        
14 Möhrmann, Marcus     + 0       0 1
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1. Runde
15.10.2006 Königsspringer Hamburg SC Meerbauer Kiel :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Julian Zimmermann Christoph Wisnewski 0 : 1
2 Ilja Rosmann Frerik Janz 1 : 0
3 Dr. Carl‑Christian Buhr Frank Schwarz 0 : 1
4 Jörg Lampe Carsten Hamann 1 : 0
5 Gisbert Jacoby Christian Rathje ½ : ½
6 Dr. Friedrich Wagner Patrick Wiebe ½ : ½
7 Jochen Cremer Harald Klawitter ½ : ½
8 Ingo Wilms Sören Schulz‑Streeck 1 : 0

15.10.2006 SC Agon Neumünster Hamburger SK 3 2 : 6
15.10.2006 Schwarzenbeker SK TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel 4 : 4
15.10.2006 Pinneberger SC Lübecker SV :
15.10.2006 SC Diogenes PSV Rostock :

Bericht

Der Auftakt in der Oberliga sollte wirklich nicht leicht werden. In den ersten beiden Runden warten mit Kiel und Lübeck zwei harte Brocken auf uns, und zudem meldete sich Frank Mitte der Woche krank – eine Grippe. Also hieß es schonmal: ›Ohne Eins, …‹. Als Ausgleich spielten aber sowohl Ilja als auch Carli, die zwar beide schon etwas länger keine Figuren gezogen haben, aber immer noch über eine sehr gute Grundspielstärke verfügen.

Kiel trat mit einer starken Truppe an den vorderen Brettern an, allerdings mit stark abfallender Spielstärke an den hinteren Brettern. So hatte Julian (…, der manchmal seine Wohnungstür sogar abschließt!) mit Wischi wohl den härtesten Brocken erwischt und »auf die Fresse gekriegt« bzw. »zum Glück nicht noch höher verloren« (Zitate von J. Z.). Dafür konnte Ilja einen sehr schönen Sieg gegen Frerik einfahren, und ich selber nahm in einer mir immer noch unklaren Stellung dankend einen Bauern und den ganzen Punkt an. Carli hatte sich gut verteidigt und war auf dem Weg in den Remishafen, der allerdings nach einem kleinen Ausrutscher in unerreichbare Ferne rückte. Somit stand es an den vorderen Brettern 2:2.

Der Kampf wurde an den hinteren Brettern entschieden. An fünf hatte Gisbert nach einer guten Leistung und einem vielversprechenden Figurenopfer die Partie remis gegeben, obwohl nach eigenen Aussagen wahrscheinlich mehr drin war. An sechs nahm die Partie zwischen Friedrich und Patrick Wiebe einen sehr wechselhaften Verlauf. Zunächst stand er irgendwie schlecht, und dann habe ich nur noch ein sehr günstiges Springer gegen Läufer Endspiel gesehen, welches dann nach einigen Bauerntäuschen immer mehr ins Remis verflachte. Damit stand’s schonmal 3:3.

Ingo an acht hatte kaum Probleme und konnte in einem sauber geführten Turmendspiel (der Brückenbauer) einen vollen Punkt nach Hause bringen. Somit war uns ein Mannschaftspunkt sicher. An Brett sieben wurde dann auch fast die volle Bedenkzeit von sechs Stunden ausgeschöpft. Erst hatte Jochen eine Zugwiederholung auf dem Brett, allerdings stand der Kampf zu dem Zeitpunkt noch nicht so günstig, sodass diese verschmäht wurde. Dann geriet er immer mehr in Bedrängnis, und nach der ersten Zeitkontrolle war ich mir nicht sicher, ob die Stellung noch zu halten war – aber wir kennen ja unseren guten alten Jochen, ein Spezialist für miese Stellungen. So konnte er das Ruder nochmal rumreißen und nach fünf Stunden und 55 Minuten entweder die Dame gewinnen oder matt setzen – allerdings waren die verbleibenden fünf Minuten eher ungünstig verteilt, da Jochen weniger als eine Minute für den Rest der Partie hatte. So bot er dann mit 20 Sekunden remis an. Der Gegner verwendete nun seinerseits vier Minuten darauf, ob er die Dame geben und Jochen über die Zeit heben sollte, aber dann wurde das Remis angenommen!

Yeah, 4½:3½ gegen Kiel, wir spielen um den Aufstieg mit! Einen großen Dank an die Mannschaft.

(Jörg Lampe)

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2. Runde
29.10.2006 Lübecker SV Königsspringer Hamburg 6 : 2
11:00 Uhr, LSV‑Vereinsräume, Sophienstr. 19–21, 23560 Lübeck

1 Lars Bo Hansen Frank Lamprecht 1 : 0
2 Jörg Blauert Julian Zimmermann ½ : ½
3 Harald Schmidt Ilja Rosmann 1 : 0
4 Stefan Lindemann Jörg Lampe ½ : ½
5 Michael Ehrke Gisbert Jacoby ½ : ½
6 Dr. Ulrich Sieg Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
7 Ullrich Krause Jochen Cremer 1 : 0
8 Ralf Christ Ingo Wilms 1 : 0

29.10.2006 Hamburger SK 3 PSV Rostock :
29.10.2006 SC Meerbauer Kiel SC Diogenes 6 : 2
29.10.2006 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel Pinneberger SC 2 : 6
29.10.2006 SC Agon Neumünster Schwarzenbeker SK 3 : 5

Bericht

Lübeck hieß der Gegner, 2.BL‑Absteiger und selbst an Brett 8 noch mit Elo 2280. Die Aufgabe war also schwer. Trotzdem rechneten wir uns einiges aus, hatte doch unsere Langschläfertruppe bei der Zeitumstellung noch eine zusätzliche Stunde Schlaf gewonnen. Nach der Eröffnungsphase hatten wir an den Schwarzbrettern alle knappen Ausgleich, Ilja stand interessant, Frank normal, Jochen schon etwas komisch, und Gisbert war dabei, seinen Gegner matt zu setzen. Doch dann zeigte sich der Spielstärkeunterschied, und nahezu an jedem Brett gerieten wir ins Hintertreffen.

Nach sehr schwachem Spiel meinerseits gab mein Gegner seinen bereits erbeuteten Mehrbauern zurück und bot remis (verstehe ich immer noch nicht), und auch Friedrichs Gegner war mit der Punkteteilung zufrieden. Gisbert entschloss sich, mit Mehrqualle weiter anzugreifen, Ingos und Jochens Stellungen glichen mehr und mehr … (Hmm, mir fallen dazu echt keine Worte mehr ein.), und Ilja wunderte sich, dass Harald Schmidt ein SOO starker Taktiker ist (»Hätte ich das gewusst, wäre ich gleich ins Endspiel gegangen«.). Frank zeigte, dass er sowieso kein Taktiker ist. Endspiele spielen ist eine Sache, aber sie zu erreichen eine andere.

Folgerichtig lautete der Zwischenstand nach der Zeitnot 1:5, und zu allem Überfluss war Gisberts König auch noch Dauerschachdrohungen ausgesetzt. Jörg kämpfte in einem verlorenen Springerendspiel wie ein Tier, was schließlich mit einem glücklichen halben Punkt belohnt wurde. Gisbert sah keinen Ausweg und willigte in das 2:6 ein.

Tja 2:6! Sicher hat nicht jeder seinen besten Tag gehabt, aber Lübeck war einfach viel zu stark. Weiter geht’s in drei Wochen in der Clubheimarena.

(Julian Zimmermann)

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3. Runde
19.11.2006 Königsspringer Hamburg TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel 6 : 2
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Stephan Schiebuhr ½ : ½
2 Julian Zimmermann Rolf Luckow ½ : ½
3 Ilja Rosmann Hartmut Winkelmann 1 : 0
4 Jörg Lampe Erich Pust 1 : 0
5 Gisbert Jacoby Georgios Bouroutzakis ½ : ½
6 Dr. Friedrich Wagner Michail Berenstein + :
7 Jochen Cremer Arthur Biskup ½ : ½
8 Marcus Möhrmann Jurij Krasyk + :

19.11.2006 Schwarzenbeker SK Hamburger SK 3 5 : 3
19.11.2006 Pinneberger SC SC Agon Neumünster :
19.11.2006 SC Diogenes Lübecker SV 2 : 6
19.11.2006 PSV Rostock SC Meerbauer Kiel 4 : 4

Bericht

Da konnte eigentlich nicht viel schiefgehen: Die gegnerische Mannschaft aus Mettenhof trat mit nur sechs Mann an (dürfte also etwa 200 EUR machen…), und rein auf dem Papier sind sie auch nominell eine ganze Ecke schlechter. Mit Ruhm bekleckert wurde sich zwar nicht, aber ein 6:2 ist auch kein schlechtes Resultat.

Von Franks Partie an Brett 1 habe ich nicht viel mitbekommen; ich hatte das Gefühl, dass die Stellung die ganze Zeit sehr ausgeglichen war, und für echte Gewinnversuche von Frank war das Endspiel einfach zu remis.

Julian an 2 hatte sich eine aussichtsreiche Stellung erspielt, die jedoch eher nach Knethaken als Brecheisen aussah. Aber es war heute nicht ein Tag großer Technik seitens unseres jungen FMs, und so wurde hier »ganz löckre« ein zwei gegen drei Bauern Turmendspiel »abgesafed«.

Bei Ilja an 3 sah es die ganze Zeit wie ein Spiel auf ein Tor aus, und hier wurde auch verdient der volle Punkt eingefahren.

Aufgrund einiger sehr zweifelhafter Springermanöver meinerseits hatte ich mir mit Weiß eine Stellung herausgespielt, die wohl noch gerade so zu halten war. Mein Gegner packte aber auch nicht gerade sein Präzisionsmessgerät aus, sondern baute seinen Vorteil langsam aber sicher wieder ab. In beiderseitiger Zeitknappheit stand ich wohl schon auf Gewinn, als mein Geger die Zeit überschritt.

Gisbert hatte sich in der Eröffnung durch einen taktischen Schlag einigen Vorteil erspielen können, allerdings reichte dieser irgendwie nicht zum Gewinn aus.

Der letzte Spieler, der eine Partie absolviert hat, war Jochen an Brett 7. In einem Najdorf‑Sizilianer hatte er sich eine aussichtsreiche Stellung erspielt, die sich aber im weiteren Mittelspiel wieder verflüchtigte, und so hieß es auch dort schnell remis.

Schönen Dank trotzdem an Friedrich und Marcus, die mit ihren kampflosen Siegen einen eher undankbaren Sonntagvor‑ bis ‑nachmittag hatten.

Dies war ein wichtiger Pflichtsieg, aber interessanter wird es wohl nächstes Mal gegen Neumünster werden.

(Jörg Lampe)

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4. Runde
10.12.2006 SC Agon Neumünster Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Senioren‑Treff ›Faldera‹, Schleswiger Str. 1–3, 24537 Neumünster

1 Wiktor Polischtschuk Frank Lamprecht 1 : 0
2 Ljubov Kopylova Julian Zimmermann 1 : 0
3 Jörg Harm Ilja Rosmann 0 : 1
4 Frank Hagenstein Jörg Lampe 0 : 1
5 Thomas Zornow Gisbert Jacoby 0 : 1
6 Michael Kosak Dr. Friedrich Wagner 1 : 0
7 Wolfgang Grohde Jochen Cremer ½ : ½
8 Jan Arnold Marcus Möhrmann 1 : 0

10.12.2006 Hamburger SK 3 SC Meerbauer Kiel 4 : 4
10.12.2006 Lübecker SV PSV Rostock :
10.12.2006 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel SC Diogenes 2 : 6
10.12.2006 Schwarzenbeker SK Pinneberger SC 3 : 5
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5. Runde
04.02.2007 Königsspringer Hamburg Schwarzenbeker SK 4 : 4
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Wolfgang Krüger 0 : 1
2 Julian Zimmermann Jörg Zeller 1 : 0
3 Carl‑Christian Buhr Dierk Potrykus ½ : ½
4 Jörg Lampe Lars Braubach ½ : ½
5 Gisbert Jacoby Sebastian Syperek 1 : 0
6 Jochen Cremer Heiko Kitschke ½ : ½
7 Ingo Wilms Thomas Pawlowski ½ : ½
8 Shreyas Dave Andreas Jordan 0 : 1

04.02.2007 Pinneberger SC Hamburger SK 3 5 : 3
04.02.2007 SC Diogenes SC Agon Neumünster :
04.02.2007 PSV Rostock TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel :
04.02.2007 SC Meerbauer Kiel Lübecker SV :
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6. Runde
25.02.2007 Pinneberger SC Königsspringer Hamburg 3 : 5
11:00 Uhr, DRK‑Altentagesstätte, Berliner Str. 9, 25421 Pinneberg

1 Hans Hermesmann Frank Lamprecht 0 : 1
2 Uwe Bokelbrink Ilja Rosmann 1 : 0
3 Thomas Nonnenmacher Jörg Lampe 0 : 1
4 Roland Freitag Gisbert Jacoby + :
5 Klaus van Riesen Dr. Friedrich Wagner 0 : 1
6 Dietrich Hawranke Jochen Cremer ½ : ½
7 Ingo Rubach Ingo Wilms 0 : 1
8 Olaf Dörge Claudio Opitz ½ : ½

25.02.2007 Hamburger SK 3 Lübecker SV :
25.02.2007 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel SC Meerbauer Kiel 2 : 6
25.02.2007 SC Agon Neumünster PSV Rostock :
25.02.2007 Schwarzenbeker SK SC Diogenes :

Die Geier krächzen über Pinneberg

Pinneberg ist so ziemlich der einzige Auswärtskampf außerhalb Hamburgs, den man bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Daher ist es nicht erstaunlich, dass ich Claudio und Ilja am Pinneberg S‑Bahnhof treffe und wir gemeinsam die 20 Minuten Fußmarsch zum Spiellokal in Angriff nehmen. Nebenbei bemerkt: Ich hatte noch nie bei einem 20‑minütigen Fußmarsch so oft die Gelegenheit in Hundekot zu treten wie dieses Mal – aber am Ende erwischt es zum Glück Claudio.

Kurz vor dem Spiellokal hören wir aus den Baumgipfeln ein paar krächzende Geier, da stellt sich nur die Frage: Ist das ein schlechtes Omen für uns oder für unsere Gegner? Wohl eher für uns, denn im Vorjahr hatten wir mit unserem Käpt’n Julian 3,5:4,5 verloren, wie sollen wir es da ohne ihn schaffen?

Damit nicht genug: Wir müssen auch noch auf Gisbert Jacoby verzichtet, der am Samstag leider wegen Krankheit passen musste. Das 4. Brett bleibt also frei, sodass sich die Pinneberger über einen kampflosen Punkt und der Schachverband über 100 € freuen (Mit schönen Grüßen an Martin Bierwald!). Es steht dann auch bald 1:0, aber …

… für uns, denn Ingos Gegner (DWZ 2150!) übersieht eine meeega‑simple Taktik (Lc4, Sg5 und Krawumms auf f7) und kann sich nach 10 Zügen und 35 Minuten angenehmeren Sonntagsbeschäftigungen zuwenden. Nach dem kampflosen 1:1 machen Claudio und ich frühzeitig in farblosen Partien schnell remis. Danach neigt sich die Waage zu unseren Gunsten.

Jörg hat sich gegen die Aljechin‑Verteidigung seines Gegners im besten Jörg‑Lampe‑Stil Vorteil herausgearbeitet und hat nun ein Endspiel mit einem Mehrbauern. Friedrichs Gegner Klaus van Riesen wählt einen holländischen Aufbau und opfert frühzeitig Qualität und Bauern, erhält dafür aber einen »riesenhaften« schwarzfeldrigen Läufer. Frank und sein Gegner haben ein spannungsgeladenes Mittelspiel erreicht; nur Ilja wurde mit einem fiesen Zugumstellungstrick in die Drachenvariante gelotst und fühlt sich sichtlich gar nicht wohl.

Friedrich schlägt als Erster zu: Er kann die Initiative seines Gegners abschütteln und als er bereits einen Turm mehr hat, überschreitet der Gegner auch noch die Zeit. Jörg stellt seinen Mehrbauern zwar wieder ein, kann aber trotzdem mit Dusel ein gewonnenes Endspiel erreichen. Den Matchpoint macht schließlich Frank, der Hans Hermesmann schön überspielt und seine schwarze Serie damit beendet. Nach Jörgs Sieg und Iljas Niederlage gewinnen wir mit 5:3.

Wenn wir ersatzgeschwächt und mit einem Mann weniger den Tabellenzweiten so locker bezwingen können, dann muss einem um die Zukunft dieser Mannschaft nicht bange sein. In Bestbesetzung und Bestform kann diese Mannschaft immer um den Aufstieg mitspielen.

(Jochen Cremer)

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7. Runde
18.03.2007 Königsspringer Hamburg Hamburger SK 3 :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Aleksandar Trisic 1 : 0
2 Julian Zimmermann Markus Lindinger 1 : 0
3 Ilja Rosmann Derek Gaede 1 : 0
4 Jörg Lampe Björn Bente 1 : 0
5 Gisbert Jacoby David‑Geffrey Meier 0 : 1
6 Dr. Friedrich Wagner Hendrik Möller ½ : ½
7 Jochen Cremer Frank Bracker 0 : 1
8 Ingo Wilms Stefan Schnock 1 : 0

18.03.2007 SC Diogenes Pinneberger SC :
18.03.2007 PSV Rostock Schwarzenbeker SK :
18.03.2007 SC Meerbauer Kiel SC Agon Neumünster :
18.03.2007 Lübecker SV TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel :

Das Abstiegsgespenst scheint gebannt

Nun wurden auch die letzten Zweifler eines besseren belehrt: Ein dritter Tabellenplatz verheißt etwas ganz anderes als ein Kampf gegen den Abstieg! Wir sind einfach ein gutes Team. Und am letzten Sonntag haben sich die Gegner zwar gewehrt, wurden aber deutlich niedergerungen.

Als Erstes im Clubheim eingetroffen war schon zu früher Stunde unser Captain Jule, der zwar nicht ganz so frisch wirkte, aber immerhin noch etwas frischer als Linde …

Dann gab’s den Startschuss, und nach einer Stunde sind wir doch deutlich besser aus den Startlöchern gekommen. Frank hat gegen den extra eingeflogenen Trisic, der den HSK mit aus dem Abstiegssumpf holen sollte, fast alle Taktik aus der Stellung genommen. Alex fühlte sich zunehmend unwohler in seiner Haut, was man auch einmal mehr an der abtickernden Zeit feststellen konnte. Julian kannte zwar wesentlich weniger Theorie als sein Gegenüber, aber Linde ist eben ein Eröffnungsfuchs. Allzu fuchsig fiel seine Wahl am Sonntag jedoch nicht aus: Ein dubiosees Bauernopfer mit weniger als gar keine Kompensation dafür, da irgendwo ein paar Züge vergessen wurden. Ilja stand in der Eröffnung etwas unter Druck, hatte dann aber bald vollwertiges Spiel. Bei mir (Jörg) war nach einer Stunde die Partei eigentlich schon vorbei: Ich habe genau dieselbe kritsche Nebenvariante im Schotten wie letztes Jahr gespielt, aber da mein Gegner sich nicht vorbereitet hatte, war diese einfach zu kritisch. Und nach einem Patzer konnte ich schon eine ganze Figur mitnehmen, begnügte mich dann aber mit einem technisch gewonnenen Endspiel mit Mehrqualle. Gisbert stand gegen Geffrey die Partie über eigentlich recht verheißungsvoll, sodass ich mir keine Sorgen machte. Friedrich hatte gegen den amtierenden A‑Meister eine ausgeglichene bis minimal bessere Stellung erreicht. Jochen hat gegen den A‑Meister von 2006 und Najdorf‑Experten flott einen Najdorf‑Siz aufs Brett gezaubert, und es ging heiß her. Ingo sah fast noch ein bisschen frischer aus als Julian, bot Schnock dennoch ein schnelles Remis an. Dieser dachte wohl, er wäre ausgeschlafener als unser Ingo und lehnte ab.

Gewonnen wurde der Kampf an den ersten 4 Brettern: 4:0 hieß es letztendlich dort für uns. Ich hatte bald mein Endspiel nach Hause gebracht, und auch Linde resignierte nach verzweifelter Suche nach Kompensation – vielleicht hätte er sich doch eine andere (Eröffnungs‑)Hose anziehen sollen. Frank hatte Trisic in eine (gegen Frank) hoffnungslose Lage gebracht, dieser ließ sich dann noch zu einer kleinen Taktik hinreißen, welche aber überhaupt nicht funktionierte. Ilja hatte Derek Gaede nach einem langen Kampf in ein besseres Endspiel geführt, welches er sicher nach Hause brachte (russische Schachschule). Gisbert unterschätzte wohl etwas das Gegenspiel von Geffrey und musste sich am Ende geschlagen geben. Friedrich konnte sein Endspiel mit zwei Mehrspringern leider nicht gewinnen (war auch nur noch K + S + S gegen K). Jochen zog in einer durchaus spannenden Partie mit Höhen und Tiefen am Ende den Kürzeren. Und Schnock hatte gegen den wach aufspielenden Ingo keine Chance, obwohl man sagen muss, dass das Mattmotiv Ingo erst vor kurzem von Peter‑René Mandelbaum beigebracht wurde – ;)

So, das hat echt Spaß gemacht letzten Sonntag – weiter so!

P.S.: Von fünf geschriebenen Berichten gehen bis jetzt drei auf meine Kappe, wo sitzt denn die schreibende Zunft in unserem Team? Auf der anderen Seite: Wenn ich weiterhin pro geschriebenen Bericht zwei Punkte am Brett bekomme, melde ich mich freiwillig für noch genau einen Bericht ;) .

(Jörg Lampe)

↑
↓
8. Runde
01.04.2007 Königsspringer Hamburg SC Diogenes 3 : 5
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Julian Zimmermann Christian Laqua 1 : 0
2 Ilja Rosmann Axel Stephan 1 : 0
3 Dr. Carl‑Christian Buhr Stefan Gottuk ½ : ½
4 Jörg Lampe Tsung Chen 0 : 1
5 Gisbert Jacoby Thomas Rieling 0 : 1
6 Jochen Cremer Ralf Hein 0 : 1
7 Ingo Wilms Fabian Schulenburg ½ : ½
8 Marcus Möhrmann Karin Chin 0 : 1

01.04.2007 Hamburger SK 3 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel 6 : 2
01.04.2007 SC Agon Neumünster Lübecker SV 3 : 5
01.04.2007 Schwarzenbeker SK SC Meerbauer Kiel 3 : 5
01.04.2007 Pinneberger SC PSV Rostock 3 : 5

April, April!

Ja, wir mussten am 1. April ran, und der erste Scherz war schon auf unserer HP, da dort der Kampf um 11:00 Uhr angekündigt war (kann ja mal passieren, die Homepage ist trotzdem klasse, Gruß an Webmaster!). Noch besser war’s allerdings auf der HP unser Gegner, wo wir zur falschen Anfangszeit auch noch ein Auswärtsspiel hatten.

Nachdem es trotzdem alle Spieler mehr oder weniger pünktlich schafften, konnte der Spaß auch beginnen, wobei die Eröffnungen bis auf bei Jörg positiv bis interessant verliefen. So kam es, dass Iljas Gegner schnell eine Figur opferte und die Partie schnell für uns entschieden war, und auch ich gewann schnell einen Bauern und erreichte ein glatt gewonnenes Endspiel und wartete darauf, dass mein Gegner endlich die Hand hinüberreichte. Nach dieser schnellen Führung an den vorderen Brettern kam jedoch bald die Zeitnot. Marcus stand irgendwann schlecht und ging matt. Gisbert stellte lieber eine Figur ein, anstatt ein besseres Endspiel mitzunehmen. Jochen wollte nicht mattsetzen (Okay, sagen wir: Er war nicht dazu fähig, obwohl alle Figuren auf den gegnerischen König zielten.) und stellte zu allem Überfluss auch noch die Dame ein. Ingo musste nach einer beidseitig solide geführten Partie ins Remis einwilligen. Jörg verlor verdient, obwohl er auch noch Remischancen hatte, und Carli verpasste in der Zeitnotphase seine Angriffsmöglichkeiten, sodass er remis spielte.

Wer mitgerechnet hat, stellt ernüchtert fest: 3:5! Wirklich unnötig war das! Viele vergebene Chanchen, drei (!) Weiß‑Niederlagen, wie soll man da gewinnen? Diogenes war an diesem Tag wirklich nicht stark, na ja, klassischer Fall von selber schuld. Gut dass wir bereits gesichert sind, so können wir unbeschwert nach Rostock fahren und die Saison hoffentlich erfreulich ausklingen lassen.

(Julian Zimmermann)

↑
↓
9. Runde
22.04.2007 PSV Rostock Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Scandlines‑Arena, Tschaikowskistr. 45, 18069 Rostock

1 Hans‑Ulrich Grünberg Julian Zimmermann ½ : ½
2 Dr. Robert Jaster Ilja Rosmann 0 : 1
3 Jörg Sonnenberger Jörg Lampe ½ : ½
4 Eckhard Jeske Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
5 Gunnar Kross Jochen Cremer ½ : ½
6 Peter Brack Ingo Wilms 1 : 0
7 Jonas Förster Boris Bruhn ½ : ½
8 Jörg Holzmann Marcus Möhrmann 0 : 1

22.04.2007 SC Diogenes Hamburger SK 3 :
22.04.2007 SC Meerbauer Kiel Pinneberger SC :
22.04.2007 Lübecker SV Schwarzenbeker SK 7 : 1
22.04.2007 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel SC Agon Neumünster :

Und wieder ’ne Saison vorbei

Unser letzter Kampf führte uns nach … Rostock! Verdammt weite Anreise war angesagt, und zu einer gewissen Müdigkeit bei allen Beteiligten kam ein für beide Teams unbedeutender Kampf und ein Spiellokal, das diesen Namen wirklich nicht verdiente (kein Analyseraum, knartschender Parkettfußboden, keine Verpflegung, etc.). So kam es, dass Jochen und Friedrich schon nach ca. zehn Minuten remis machten, und auch bei Jörg und mir dauerte es nur knappe zwei Stunden bis zur Punkteteilung. »Edelreservist« Marcus foppte seinen Gegner und konnte locker zum 3:2 verwandeln. Boris knetete ein Endspiel mit Mehrbauern und Ilja hatte Ausgleich. Ingo zeigte, wie man besser nicht gegen Willie‑Aufbau spielt – 3:3. Iljas Gegner schoss einen Bock, sodass Boris das Remis zum 4,5:3,5 reichte.

Alles in allem eine sehr wechselhafte Saison, mit schönen Siegen gegen Kiel und zu siebt gegen Pinneberg! Dafür aber auch unnötigen Punktverlusten gegen die Absteiger Schwarzenbek und Neumünster. Solche Aussetzer sollten nächste Saison besser unterbleiben. Mir hat es trotzdem sehr großen Spaß gemacht, da die Stimmung stets ausgezeichnet war und auch die Ausfälle sich in Grenzen hielten (Gruß auch an den MF der Zweiten! Die Kooperation hat gut funktioniert). Der zu Buche stehende 4. Platz ist auch wahrlich kein schlechtes Ergebnis.

Zur Einzelkritik:

Frank: 2,5/6
Schade, dass er immer erst gegen Ende in Fahrt kommt!

Julian: 4,5/8
Nach verkorkstem Start doch das Elo‑Minus abgewendet.

Ilja: 6/8!
»Ilja der Schreckliche« ist wieder da! Nicht nur, dass er drei Mal mehr spielte, als er zugesagt hatte und immer im Notfall einsprang, wenn Not am Mann war, nein: Er erzielte auch noch ein sagenhaftes Ergebnis gegen wirklich starke Gegner!

Carli: 1/3
Schön, dass er überhaupt spielte, aber die fehlende Praxis war ihm anzumerken.

Jörg: 6,5/9!
Ein weiterer Punktegarant! Man sollte aber bedenken, dass er auch siebenmal mit Weiß antreten durfte. Trotzdem: einfach stark!

Gisbert: 3,5/7 −
Man merkt oft seine große Erfahrung, jedoch ging ihm am Ende die Puste aus. Solides Ergebnis.

Friedrich: 3/6 +
gewohnt solide, diesmal mit einigen knappen Partien in denen halbe Zähler liegenblieben.

Jochen: 3/9
Bei ihm mischte sich Pech mit Unvermögen, für ein hinteres Brett sind −3 einfach zu wenig.

Ingo: 4/7
Neu in die Mannschaft gerutscht konnte er teilweise punkten, aber wurde auch öfter auf sein schwaches Schwarzrepertoire aufmerksam gemacht. Daran muss gearbeitet werden. Dann wird das Ergebnis nächstes Jahr auch noch besser.

Marcus: 1/3 +
Der »Edelreservist«, kam wie schon im letzten Jahr auf mehrere Einsätze und stand immer bereit, um einzuspringen. So einen Mann braucht jeder MF.

Dann geht mein Dank noch an die anderen eingesetzten Ersatzspieler Boris, Claudio und Shreyas!

Also auf ein Neues im nächsten Jahr!

(Julian Zimmermann)

Quelle: Bundesliga-Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/07-ksh1.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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