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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

9. Quickborner Eulenturnier
 10. September 2006 
Endstand
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP
1. Volksfürsorge 8 1 0 17 29,5
2. FC St. Pauli 6 2 1 14 25,0
3. Königsspringer Hamburg 1 6 1 2 13 22,0
 

Michael Wolter (5/9)
Boris Bruhn (6/9)
Jochen Cremer (6½/9)
Baldur Schroeter (4½/9)

 
4. SK Norderstedt 2 5 1 3 11 22,0
5. Königsspringer Hamburg (U16) 4 2 3 10 22,0
 

Max Borgmeyer (6/9)
Daniel Maiorov (4/9)
Markus Langmann (5/9)
Adrian Lock (7/9)

 
6. SK Johanneum Eppendorf 4 2 3 10 20,5
7. SV Quickborn 1 4 2 3 10 20,0
8. Barmstedter MTV 4 2 3 10 18,5
9. SK Norderstedt 1 3 3 3 9 20,0
10. SV Quickborn 2 4 1 4 9 19,5
11. SV Heide 2 5 2 9 19,0
12. SC Wrist‑Kellinghusen 1 3 3 3 9 19,0
13. SV Quickborn (Damen) 4 1 4 9 19,0
14. SG Glückstadt 4 1 4 9 17,0
15. SK Uetersen 3 3 3 9 16,5
16. Bad Segeberger SF 1 3 3 3 9 16,5
17. Bad Segeberger SF (Jugend) 3 1 5 7 17,5
18. SV Quickborn 3 2 0 7 4 12,5
19. SC Wrist‑Kellinghusen 2 1 0 8 2 4,0
Bericht

Ein Turnier in der Provinz – Quickborner Eulenpokal

Am Sonntag, den 10. September machte sich eine zwei Mannschaften starke Delegation unseres Vereins auf den Weg in das schöne Quickborn, wo immer viele lustige Dinge passieren.

Im Vorjahr hatte Michael Wolter seine Kamera gerade neu, dieses Jahr nun schoss er wie gewohnt Bilder. Aber dem stand die Anreise bevor.

Während Jochen mit dem Auto von jenseits der Elbe anreiste und Uwe netterweise die »Kleinen« ebenfalls per Kfz nach Quickborn beförderte, trafen sich Baldur, Michael und ich an der AKN, die uns binnen acht Minuten aus Schnelsen entspannt ans Ziel brachte. Der Zugführer war so entspannt, dass er gleich die Füße hochlegte. Und dafür – Kenner ahnen, was jetzt kommt – gibt es sogar ein Beweisfoto.

Feinster Sonnenschein erwartete uns in Quickborn, und auch die heimische Tierwelt machte sich sogleich mit uns bekannt. Michael hatte am Bahnhof eine Wespe kennengelernt, die ihm bis zum fünf Minuten entfernten Schulzentrum nicht von der Seite wich. Kurz vor dem Ziel in der Schule wollte Michael sie unsanft entfernen, die Wespe wehrte sich jedoch und ließ zum Abschied einen Stich in Michaels Nacken zurück. Aua! Da auch Jochen mit leichten Kopfschmerzen angereist war, hatte ich schon die schlimmsten Befürchtungen, was unsere Versehrtenmannschaft anging.

Doch nun zum Turnier. Nein, doch nicht. Die Ansprache des Vorsitzenden: »Die bewegte 80‑jährige Geschichte des SV Holstein von 1926 kann in einer Chronik nachgelesen werden, die für 25 Euro am Turnierleitertisch zu erwerben ist.« Gut.

Aber nun zum Schachlichen: Okay, doch wo hinsetzen? Unser Vereinsname ist in Swiss‑Chess so lang, dass man ›Königsspringer Hamburg I‹ und ›Königsspringer Hamburg (Jugend)‹ auf der Paarungsliste nicht unterscheiden kann. Doch dann klappt es doch mit ›KSP HH J‹, später dann ›KSP Hamburg (J)‹.

In den Runden 1 und 2 konnten wir (die Großen) mehr schlecht als recht 4:0 Punkte ergattern. Die »Kleinen« (oder besser KSP Jugend) erkämpften sich ein 2:2 und einen Sieg. Dann kam es schon zum ersten Kracher, denn wir mussten gegen Volksfürsorge (späterer Turniersieger) antreten. Und obwohl Michael seinen ersten halben Punkt gegen Hajo Leminski machen konnte, stand es ½:2½, ehe ich meine Partie beendete. Das Witzige an dieser Paarung war, dass es vor der Runde zu einer Unterhaltung kam zwischen Dirk Legahn und Michael:

L: »Wie geht’s denn Marcus?« – M: »Dem geht’s ganz gut. Genaueres weiß ich auch nicht, er läuft ja nicht mehr.« – L: »Was? Er kann nicht mehr laufen, aber sonst geht’s ihm gut?« – Gelächter.

An den hinteren Brettern der VoFü sitzen bekannte Zocker, da war nicht viel zu holen.

Gleich in der Folgerunde hatten wir das Los St. Pauli bekommen. An Brett 1 war der Spielverlauf sehr »nervös«, Michael konnte die vielen taktischen Möglichkeiten bald nicht mehr überblicken – 0:1. Bei Baldur entstand ein gewonnenes Turmendspiel, das leider nur remis wurde. Bei Jochen war die Stellung totremis, von Anfang bis Ende. Ich hatte eine totale Gewinnstellung, nach ein paar wirren Opfern verlor ich allerdings auch den Überblick und ließ Dauerschach zu. Dumm gelaufen – 1½:2½.

Mittagspause, doch was ist das: Würstchen werden kalt serviert? Ein technisches Problem. Da wird die Mittagspause kurzerhand um 15 Minuten verlängert und den Damen und Herren in der Küche Schützenhilfe angeboten. Ohne heiße Wurst kann’s ja nicht weitergehen.

Zeit für eine Zwischenbilanz für die Versehrten‑Truppe: Erster war nicht mehr drin, Zweiter wohl auch nicht, und das in einem schwachen Feld (siehe oben, Befürchtungen). Aber das Allerschlimmste: Nach der Mittagspause ging es gegen KSP Jugend, die in der dritten Runde abermals gewannen und dann erst gegen den SKJE 1:3 unterlegen waren. Nebenbei: Hätte Adrian die entscheidende Partie gegen Achim Soltau für sich entschieden, wäre der Brettpreis vielleicht sein gewesen.

Das macht dann (nach Maria Milchmädchen) die schöne Serie von 13 Kämpfen am Stück ohne Niederlage für die U16 (Hamburger Vorrunde, Norddeutsche, dreimal Schnellturnier). Und wir (die Großen) lagen hinter ihnen (Beweisfoto liegt vor). Und diesen Kampf hätten wir mal gerne verlieren können. Denn Baldur verlor nach Zeit, Michael hatte große Schwierigkeiten (am Ende remis) und ich hatte eigentlich eine Dame weniger, nur Jochen punktete sicher. Doch am Ende (Achtung, Floskel‑Alarm) konnte sich die größere Erfahrung durchsetzen. Noch. Nächstes Jahr um die Zeit kann das schon anders aussehen. Aus der Sicht des Vereins und mir als Jugendtrainer kann ich nur sagen: Wollen wir’s hoffen. Denn sie sollen ja besser werden. Und als U16 Spieler haben sie noch eine ganze Reihe Siege vor sich (Daniel). Für Markus, Max und Adrian ist es sogar noch mehr Zeit. Die »Raketattack« (Maiorov) bei Spielstärke und DWZ kann gerne kommen, genau jetzt.

Mit 5:5 Punkten wurde KSP Jugend nun das Freilos zugesprochen, bitter, aber bei der geringen Beteiligung …

Lustig hingegen war der Streitfall in Runde 7 von Achim Soltau gegen Hormoz Fachri. Soltau beschwerte sich, der Gegner hätte einen Bauern (im gewonnenen Endspiel wohlgemerkt) von f4 nach f2 gezogen. »Das wäre jetzt verloren. Unmöglicher Zug verliert.« Die Frage war: Wird nach Schnellschachregeln oder Blitzregeln gespielt. Und spontan entschied die Turnierleitung mit dem Schiedsgericht: »Ja, dann, äh, dann. Dann spielen wir nach Blitzregeln.« Der Laie wundert sich. Warum heißt es denn Schnellschachturnier (15 Min.)? Dennoch gewann Soltau nicht, denn es stand Aussage gegen Aussage.

Die Reaktionen des Norderstedters stießen übrigens Riccardo Staak von St. Pauli unangenehm auf, sodass er ihn mit den Worten »Jetzt mal nicht arrogant werden« zur Räson rief. Fachleute erinnern sich da an den legendären Eimsbüttler Frühling. Und Fachri quittierte die Situation mit einem Lächeln.

Die Eröffnungen, die bei den Großen an Brett 1, 3 und 4 gespielt wurden, waren allesamt Testballons, sodass die Stellungen teilweise abenteuerlich waren. Vor allem bei Michael, der sich extra ein Eröffnungsbuch gekauft hatte. Tragisch: Das Buch war erst am Vortag eingetroffen. Und die Gegner spielten alle Kapitel 2, er hatte doch aber erst Kapitel 1 gelesen.

Die Folgerunden gestalteten die Großen dann allerdings recht sicher, ein 2:2 noch und zwei Siege, das bedeutete Rang 3 (letzter Preisgeldrang) vor der letzten Runde. In der warteten die Eppendorfer vom SK Johanneum. Den entscheidenden Punkt zum 2:1 erzielte Michael, in dem er einfach die Dame des Gegners schlug. Konsterniert saß dieser da und sagte nach zehn Sekunden auf das Feld zeigend: »Da ist meine Dame gestorben.« Gruß an Immo Huismann.

Am Ende landete KSP Jugend nach einigen überzeugenden Kämpfen auf Rang 5 (!), besonders die Einzelleistung von Max (6 aus 9 an Brett 1) und Adrian (7 aus 9 an Brett 4) sind hervorzuheben. Aber hier wie bei der Norddeutschen gilt: Der Star ist die Mannschaft, und die hat den 1. Jugendpreis gewonnen. Glückwunsch! Und weiter so.

Zum Ausklang fuhren die Erwachsenen zum Griechen in der Oldesloer Straße und machten aus diesem Tag ein Nullgeschäft nach dem Turnier in der Provinz.

(Boris Bruhn)

Bild

1. Jugendpreis
(Foto)
v. l. n. r.: Adrian Lock, Markus Langmann, Daniel Maiorov, Max Borgmeyer

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/06quick.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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