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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Norddeutsche Vereinsmeisterschaften U16/U12
 26. bis 29. August 2006 in Magdeburg 
Endstand U16
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. Königsspringer Hamburg 6 1 0 13 19,5 57,0
 

Max Borgmeyer (5/7)
Daniel Maiorov (4½/7)
Markus Langmann (5½/7)
Adrian Lock (4½/7)

 
2. Stader SV 6 0 1 12 21,0 60,0
3. Hamburger SK 4 2 1 10 17,5 59,0
4. SK Marmstorf 4 1 2 9 16,5 63,0
5. SG Aufbau Elbe Magdeburg 4 1 2 9 16,5 54,0
6. SV Empor Berlin 3 2 2 8 16,5 46,0
7. Elmshorner SC 3 2 2 8 16,0 59,0
8. Borussia Friedrichsfelde 3 2 2 8 16,0 53,0
9. SC Melle 3 1 3 7 15,5 61,0
10. SK Lehrte 2 3 2 7 14,0 47,0
11. SK Nordhorn‑Blanke 3 1 3 7 11,5 57,0
12. SK Weisse Dame Hamburg 3 0 4 6 14,0 49,0
13. SAV Torgelow 2 2 3 6 14,0 37,0
14. SF Hettstedt 2 2 3 6 13,5 36,0
15. SV TuRa Harksheide 3 0 4 6 12,5 47,0
16. Hohenleipischer SV Lok 3 0 4 6 12,5 39,0
17. SV Glückauf Rüdersdorf 3 0 4 6 12,0 49,0
18. SV Sangerhausen 2 1 4 5 12,0 47,0
19. PSV Rostock 1 3 3 5 11,0 44,0
20. Hagener SV 2 1 4 5 10,5 37,0
21. SV Kali Wolmirstedt 1 2 4 4 11,5 38,0
22. SK Bremen‑West 0 1 6 1 4,0 39,0
Endstand U12
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. TuS Makkabi Berlin 5 1 1 11 19,0 59,0
2. SK Ricklingen 5 1 1 11 19,0 57,0
3. Grün‑Weiß Baumschulenweg 4 2 1 10 15,0 54,0
4. Stader SV 3 3 1 9 17,0 57,0
5. Königsspringer Hamburg 3 3 1 9 17,0 56,0
 

Felix Mau (1/7)
Max Hort (4/7)
Yunus Burneckas (5/7)
Darius Schiffmann (7/7)

 
6. Hagener SV 3 2 2 8 17,0 55,0
7. SV Feldberg 3 2 2 8 15,5 54,0
8. SV Motor Eberswalde 2 4 1 8 14,0 55,0
9. SV Empor Berlin 3 2 2 8 13,0 60,0
10. Hannoverscher SK Post SV 3 1 3 7 15,0 53,0
11. SK Marmstorf 2 3 2 7 14,0 51,0
12. SV Werder Bremen 2 3 2 7 14,0 43,0
13. SK Weisse Dame Hamburg 2 3 2 7 13,5 49,0
14. Hamburger SK 2 3 2 7 12,5 46,0
15. SV Sangerhausen 3 1 3 7 12,5 42,0
16. SV Energie Stendal 2 2 3 6 14,0 40,0
17. SV Gryps 2 1 4 5 12,0 45,0
18. SG Aufbau Elbe Magdeburg 1 3 3 5 10,5 40,0
19. SV TuRa Harksheide 1 2 4 4 12,0 41,0
20. SK Doppelbauer Kiel 1 2 4 4 11,5 42,0
21. SV Glückauf Rüdersdorf 2 0 5 4 10,0 39,0
22. SK Bremen‑West 1 0 6 2 10,0 40,0
Bericht

Fünf Tage auf – Norddeutsche Meisterschaften 2006

Am Freitagnachmittag setzten wir (Claus alias »Jogi« Goetz und ich) uns mit den beiden Mannschaften der U12 und U16 in den Zug Richtung Uelzen. Da alle anderen Mannschaften von rund um und aus Hamburg denselben Zug nahmen und einige Pendler aus Hamburg raus wollten, war dieser Teil der Strecke sehr anstrengend. In Uelzen stiegen wir um in Richtung Magdeburg und dieser Teil der Fahrt war wieder recht angenehm.

Angekommen in Magdeburg bezogen wir flugs die Zimmer und begaben uns zum Abendessen. Die Auslosung sollte wie die Leiterbesprechung um 21:00 Uhr stattfinden, doch alles verzögerte sich, weil einige Teams erst um 21:32 Uhr in Magdeburg ankamen. Einige Mannschaften erschienen uns wirklich etwas sehr planlos. Aber gut.

In der U12 war unser Team an 4 gesetzt. Doch die Setzliste kann man getrost vergessen, denn a) bedeuten die DWZen in der U12 wenig bis nichts und b) haben mindestens 7 Vereine im Schnitt eine höhere DWZ als unsere Kleinen (nach der aktuellen DWZ‑Liste). In Wirklichkeit waren sie also an 8 gesetzt und da ist der 5. Platz sehr ordentlich und mit Abstand das beste Ergebnis der Hamburger Vereine.

Und das kam so: In Runde 1 wartete der SV Sangerhausen, eine Mannschaft mit gutem Brett 1 und drei unbekannten Spielern. Mit Bravour konnte die Auftaktaufgabe gelöst werden, denn nacheinander gewannen Yunus, Darius und Max, bis Felix mit einer sehenswerten Kombination ebenfalls gewinnen konnte.

In der zweiten Runde ging es dann gegen den Hagener SV. Die mit Abstand schlechteste Leistung unseres Teams bedeutete ein klares 1:3 mit Anschiss vom Trainer anbei. Doch dies sollte die einzige Niederlage für Königsspringer in Magdeburg bleiben. Denn danach rissen sich die vier echt am Riemen (und die anderen vier sowieso, siehe unten).

Es folgte ein wenig rühmliches 2:2 gegen Marmstorf und ein erfolgreiches Einzelgespräch mit Max Hort. Und am Nachmittag konnte gegen HSK Post Hannover tatsächlich 3:1 gewonnen werden.

Der nächste Morgen brachte den SK Ricklingen, der spannendste Kampf der Meisterschaft aus Sicht der U12. Felix konnte am Anfang noch der Vorbereitung folgen, verlor aber dann einen Bauern und den Faden, 0:1. An Brett 2 spielte Max eine druckvolle Partie (die beste seines Turniers). Er hat in seiner Partie den Rat von John Nunn befolgt, der in ›Schachgeheimnisse‹ ein ganzes Kapitel ›Alle zur Party einladen‹ nennt. Und so gab es den ganzen Punkt gegen DWZ 1501. Am vierten Brett konnte Darius ebenfalls in einer schönen Angriffspartie per 6‑zügiger Kombi eine Figur gewinnen. Aber mindestens eine schöne Partie haben eh alle acht Königsspringer gespielt. Yunus hatte nun den Mannschaftssieg auf dem Brett. Leider vergaß er, seinen König zur Party im ungleichfarbigen Läuferendspiel einzuladen und verlor unnötig. 2:2 gegen Ricklingen in Bestbesetzung, das hat nur die U12 unseres Vereins geschafft. Es war aber mehr drin.

In Runde 6 dann wurde gegen den Stader SV wieder 2:2 gespielt, diesmal siegte Yunus ganz sicher, Darius hatte ein bisschen Glück, aber das hatten am Ende weder Felix noch Max. Vor der letzten Runde standen die Kleinen auf Rang 6, punktgleich mit vielen anderen und mit 14,0 Brettpunkten. Die Chance auf Rang 4 (= Quali zur Deutschen) zu kommen war gering, denn zwei Mannschaften mit mehr Brettpunkten zu überholen, das dürfte schwierig werden.

Doch dann spielten viele der Konkurrenten Unentschieden, während unsere Mannschaft gegen Weisse Dame ein 3:1 herauskämpfte. Am Ende scheiterte die Qualifikation der Jungs an einem lumpigen Buchholzpunkt.

Zur Einzelkritik: Yunus (Brett 3) hätte gerne noch einen halben Punkt mehr machen können (siehe oben), allerdings danken wir ihm in erster Linie, dass er überhaupt den langen Weg aus Istanbul auf sich genommen hat, um die Mannschaft zu unterstützen. Auf ein baldiges Wiedersehen! Max (Brett 2) hat in diesen Tagen einen großen Schritt in Richtung Turnierspieler gemacht! 4 aus 7 sind ein sehr gutes Ergebnis für ihn. Darius Schiffmann (Brett 4) hat sich an die Vorgabe gehalten, am 4. Brett alle Gegner auszuschalten. Das hat er sehr fein gemacht und damit 7 Punkte aus 7 Partien! Genau das hätte aber auch jeder andere in der Mannschaft erledigen können. Denn diese Mannschaft hat ein für uns typisches ›Problem‹ (oder Luxusproblem?!): Sie ist ausgeglichen von Brett 1 bis 4. Wer sich die Brettpunkte anschaut, der sieht das auch gleich: Von Brett 4 nach 1 erzielten wir 7, 5, 4 und 1 Punkt. Einer war also das Opfer an Brett 1. Und Felix Mau hat sich, wie im Vorjahr schon, für diese Aufgabe bereit erklärt. Danke an Felix, denn besonders toll war es sicher nicht für ihn, wenn er an 1 gegen einen starken Spieler die Segel streichen muss, dann aber, weil die Mannschaftskameraden so gut punkten, bekommt er in der Folgerunde einen noch besseren Gegner. Das ist ja normalerweise anders. Andererseits kannten ja alle ihre Aufgabe und das gute Abschneiden kam nur heraus, weil sich jeder in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.

Sieger in dieser Altersklasse U12 wurde Makkabi Berlin, die allerdings in einen Streitfall verwickelt waren, der wohl noch größere Kreise ziehen wird. Ganz knapp nach Buchholz Zweiter wurde Ricklingen, die in der letzten Runde gegen Makkabi spielten (und 3:1 gewannen). Dritte wurde die Berliner Spielgemeinschaft Baumschulenweg vor dem Stader SV.

Die U12 braucht sich nicht zu ärgern, denn die Statistik besagt, dass der Fünfte des Vorjahres (zumal, wenn knapp gescheitert) im darauf folgenden Jahr Meister wird.

Zwei Glückwünsche gehen nach Stade, denn als einziger Verein aus Norddeutschland schicken sie in der U16 und in der U12 ihre Teams zur Deutschen. Im kommenden Jahr allerdings müssen die Stader auf ihre Spitzenbretter der U16 – Günnigmann und Seemann – verzichten, da diese nach Uelzen gewechselt sind. Die Stader machen Jugendarbeit, vor der man den Hut ziehen kann. Hoffentlich gibt es nach den Abgängen keinen Bruch. Denn nur an guter Konkurrenz kann man sich wirklich messen.

Damit sind wir dann auch schon bei der U16 angekommen, und den Stadern, die den zweiten Platz hinter uns belegten. Für uns war das Ziel durch Setzplatz 4 klar definiert: Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Nachdem das Ziel letztes Jahr denkbar knapp verpasst wurde, wollten Spieler und Betreuer die Qualifikation frühzeitig sichern. Auf eine Zitterpartie in der letzten Runde hatte keiner Lust.

Gegen Marmstorf und den HSK gewannen die Stader jeweils beängstigend deutlich mit 3,5:0,5 und erreichten insgesamt die meisten Brettpunkte des Turniers (21,0). Aber in Runde 4 konnten die Stader nicht gegen uns gewinnen. Die Entscheidung brachte eine superscharfe Stellung von Daniel Maiorov gegen Semjon Seemann. Zwei Bauern hatte Daniel schon geopfert, um die Königsstellung des Gegners aufzureißen, aber die Bauern waren schon auf dem Weg zu Daniels Grundreihe. Doch dann konnte er in Zeitnot eine tödliche Kombination finden und matt setzen. »Der Meister unterscheidet sich vom Zweiten darin, dass neben der Spielstärke in den richtigen Momenten auch das Glück ein wenig nachhilft«, sagte mir HSK‑Captain Andi Albers. Am Brett 3 war Markus aus dem Franzosen mit einer schlechten Mittelspielstellung gekommen, hatte sich dann aber ins Spiel gekämpft und konterte seinen Gegner eiskalt aus. So eiskalt war Max nicht, konnte er auch nicht, denn am Spitzenbrett war eine Stellung mit allen Schwerfiguren, nur noch drei isolierten Bauern auf jeder Seite und ungleichfarbigen Läufern entstanden. Kompliziert ist gar kein Ausdruck dafür, jedenfalls fand sich sein Gegner besser zurecht und gewann. Die Partie war dennoch sehr gut und Max war nicht chancenlos. Am vierten Brett hingegen verwaltete Adrian ein remisliches Leichfigurenendspiel mit 7 gegen 7 Bauern (alle verkeilt), das aber seine Gegnerin weiterspielen musste (Spielstand 1:2). Doch Adrian tauschte fleißig, irgendwann ging gar nichts mehr und die Gegnerin willigte in die Niederlage ihrer Mannschaft ein.

Die drei Runden zuvor gestalteten sich so: In Runde 1 spielte das Team gegen Rüdersdorf und kam zu einem deutlichen 3,5:0,5 Sieg. Markus spielte dabei wieder eine richtig schlechte erste Partie (kennen wir aus dem Vorjahr). In Runde 2 kam dann TuRa Harksheide, da musste sich Max mit einem Remis begnügen, die anderen gewannen jedoch.

Und in Runde 3 – demnach am zweiten Tag – kam die andere Knackpunkt‑Paarung: gegen Marmstorf. Die Vorbereitung ergab Vorteile an den Weiß‑Brettern (vor allem an 3), mit Schwarz sollte ein halber Punkt geklammert werden. Als Daniel nach gut einer Stunde nur noch einen Haufen von einer Stellung verwaltete, musste Adrian was reißen. Doch der kam in Zeitnot (aber nur ganz schwache, so wurde mir berichtet) und fand den Gewinnzug nicht. Danach stand er gleich schlecht und verlor. An Brett 1 klappte hingegen alles wunderbar und Max konnte einen schönen Sieg gegen Jonathan Carlstedt verbuchen. Beim Stande von 1:2 spielte Markus ein totremises Damenendspiel mit Bauern mehr noch ein bisschen weiter. Doch statt Dauerschach zu geben oder den Bauern zurückzugewinnen entschied sich Bastian Baldig zu ungewöhnlichen Damenmanövern, sodass Markus in der zweiten Zeitnot einen zweiten Bauern gewinnen konnte und die Damen tauschte. 2:2.

Genau in dieser Runde hatte der HSK die Klatsche gegen Stade bezogen und rutschte von den oberen Tischen ab – wie dann auch die Marmstorfer in den Folgerunden. Am Nachmittag kam es dann zur oben beschriebenen vierten Runde gegen Stade. Eine Energieleistung unserer Jungs, zwei Runden mit knapp fünf Stunden Spielzeit zu absolvieren.

Mentale Stärke und physische Ausdauer sind wichtige Elemente auf einem Turnier mit drei Doppelrunden. Und beides brachte die U16 mit. Die großen Essensstapel am Brett von Markus sorgten bei den weiter unten spielenden Mannschaften für großes Amüsement. Doch Markus war es egal, denn wer gewinnt hat Recht und: Er musste die Essenhaufen ab Runde 3 nur noch auf die andere Seite des Tisches schieben. Denn die Runden 3 bis 7 spielten die Jungs an Tisch 1!

In Runde 5 – am dritten Tag also – versuchten die Schachfreunde vom SC Melle (Home of Jochen Cremer) uns einen Mannschaftspunkt abzunehmen. Das Angebot wurde jedoch abgelehnt und am Ende stand ein 3:1 (mit Weiß gewonnen, mit Schwarz remis).

Nachmittags dann kam es zur Vorentscheidung für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Der Ausrichter von Aufbau Elbe Magdeburg kam an den Tisch 1 und wollte unbedingt punkten. Aus den Eröffnungen kamen alle gut heraus außer Markus. Dieser sollte seine erste Null ziehen, was nach zwei Stunden schon absehbar war. Am Brett 1 entwickelte sich ein zäher Sizilianer. Am Brett 2 spielte Daniel eine scharfe Stellung, in der er den entscheidenden Angriff allerdings nicht setzen konnte und mit Läuferpaar plus zwei Bauern und Turm gegen Springer plus sechs Bauern und Turm ins Endspiel ging. Zum Glück für uns ließ die Konzentration bei den Gegnern nach, und so konnte zuerst Max und danach auch Daniel gewinnen. Am vierten Brett spielte Adrian ein total gewonnenes Endspiel Läuferpaar gegen Springerpaar, in dem er das Ziel hatte, alle Bauern zu schlagen, denn dann hätten wir ja gewonnen. Mannschaftsdienlich! Aber vielleicht hätte er doch mal die Stellung gewinnen sollen, zwischendurch hatte Adrian 8,23 Bauerneinheiten mehr (laut Fritz). Aber sein Remis sicherte uns schon mal die Quali für die Deutsche in Bendorf (Rheinland‑Pfalz) und 11:1 Punkte. Das Ziel war erreicht, ein neues Ziel musste her: der Titel. Die Auslosung brachte uns den Elmshorner SC als Gegner. Die waren aber unangenehm: Helge Magnussen (spielte das Elo‑Open bei uns mit) hatte bereits 6 aus 6 am Brett 2, Isaak Falke war nur von Günnigmann aus Stade besiegt worden. An 3 und 4 rechneten wir mit deutlichen Vorteilen. Ein 2:2 war aber nicht genug für Platz 1.

Nach zwei Stunden stand es dann auch tatsächlich 2:0 für uns, denn Markus und Adrian hatten gewonnen. Das Remis ließ aber auf sich warten. Daniel verlor schließlich und so lag es an Max, den Meisterschaftspunkt zu machen. Und es sah nicht gut aus, im Schwerfigurenendspiel hatte Falke gefährliche Freibauern und Max nichts. Doch in seiner Zeitnot behielt Max die Nerven und mit einem hübschen Manöver tauschte er Dame und Turm mit Bauerngewinn und zwang seinen Gegner zum Remisangebot. Der Titel!

Der Rest war Glückseligkeit. Ich freue mich für die Jungs, die letztes Jahr so denkbar knapp gescheitert waren. Was für eine Genugtuung muss es gewesen sein, als Letzter aufgerufen zu werden und den dicksten Pokal entgegen zu nehmen. Auf den Fotos während und nach der Siegerehrung sieht man den Jungs an, dass sie total glücklich sind über den Sieg in der U16. Und den haben sie sich auch verdient. Insbesondere dem Druck am 1. Tisch standzuhalten, lange fünf Runden lang – und egal wie sehr die Konkurrenz abbaut – ist eine Leistung an sich. Einzelkritik gibt’s hier nicht, denn für den Titel braucht man in sieben Runden eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Der Hamburger SK kam am Ende noch auf 10:4 Punkte und wurde 3., der SK Marmstorf machte es noch spannender (9:5)und wurde am Ende 4. nach Buchholz. Die ersten vier qualifizieren sich für die Deutschen Meisterschaften. Damit gehen drei von vier Plätzen für Norddeutschland nach Hamburg. Auch dem HSK und Marmstorf ein Glückwunsch zur Quali!

Wie sehr die Tabellensituation unsere Spieler der U16 mitgenommen hat, zeigt das Einschlafen nach dem Sieg in Runde 4 gegen Stade. Die Spieler gingen zu Bett. Alle waren müde, Adrian jedoch konnte nicht aufhören, »olé, olé« (HSV‑Fans und andere werden diesen Fan‑Gesang kennen) zu singen. Daraufhin dachte Max: »Hä, was soll denn das?« und Daniel »Oh nein, wann hört es endlich auf?« Das erklärten beide beim Frühstück.

Ein Kompliment können, nein, müssen wir allen acht Spielern machen was das Drumherum der Meisterschaft angeht. Vorbildlich geklappt hat sowohl das Schlafengehen (meist vor 22:00 Uhr!), als auch die gemeinsamen Mahlzeiten (Kraft tanken für die Partien), die Vorbereitung und vor allem das Beistehen und Anfeuern am Brett, nachdem die eigene Partie beendet war.

Das Beste am Sieg der U16 ist, dass die Jungs jetzt wissen, wie das ist, diesen Titel gewonnen zu haben. Das wird uns für die kommenden Aufgaben sicher helfen. Denn wie meinte schon Herr Burneckas nach dem überraschenden Sieg der Landesliga in 2005: »Die sind bei allem selbstbewusster. Die haben das schon mal gemacht. Die wissen, wie das geht.« So ist es.

Außerdem kann man sagen, dass wir es momentan wohl einfach drauf haben. Großen Anteil hat daran unser »Chef«‑Trainer Frank Lamprecht, von dessen Training hat besonders Markus Langmann sehr profitiert. Jedoch machen wir insgesamt gesehen nicht viel anders als vorher, das kann also nur bedeuten: die anderen Vereine bauen ab. Besonders in den Flächenländern (Ausnahme Stade, siehe oben) werden die Teams gefühlt schlechter. Das liegt mit großer Sicherheit daran, dass es sehr schwierig ist, ehrenamtliche Helfer und gute Trainer zu finden. Die Zusammenlegung der spielstärksten Jugendlichen in einem Verein des Landesverbandes ist sicherlich eine Möglichkeit, die Spitze zu fördern (wie in Norderstedt oder Uelzen), aber dauerhaften Erfolg verspricht dieses Konzept nicht.

Einen bunten Strauß großartiger Bilddokumente dieser Meisterschaft hat Claus »Jogi« Goetz geschossen, bei dem ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken möchte für die Betreuung der Kinder und Mithilfe auf dieser Reise. Das war meisterlich, Claus!

Die Deutsche Meisterschaft U16 findet zwischen Weihnachten und Neujahr in Bendorf statt und wenn alle Spieler Lust haben, kann die Mannschaft auch gerne wieder zu fünft antreten.

(Boris Bruhn)

Bild

Norddeutscher Vereinsmeister U16
(Foto)
Max Borgmeyer, Daniel Maiorov, Markus Langmann, Adrian Lock

 
 
 
 
 
 
 
 
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15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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