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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 1 · Oberliga‑Nord, Staffel Nord 2005/06
Tab. Spi. · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · · 8 · · 9 ·
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Schachfreunde Hamburg 6 5 4 6 4 45,0 16
2. SC Meerbauer Kiel 5 5 6 44,0 14
3. Königsspringer Hamburg 2 3 6 4 5 6 39,5 11
4. SC Agon Neumünster 2 4 4 4 5 5 5 35,0 11
5. Pinneberger SC 3 3 4 3 5 36,0 9
6. SC Diogenes 4 4 5 6 37,5 8
7. PSV Rostock 4 3 4 3 5 6 35,5 8
8. Lübecker SV 2 2 3 3 5 34,5 8
9. TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel 2 3 3 4 29,5 3
10. Schachfreunde Schwerin 4 2 3 2 2 4 23,5 2
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Julian Zimmermann
A H A A H A H A H
MBK
 
PRO
 
DIO
 
NMS
 
SFR
 
PIN
 
LÜB
2
SSN
 
HMK
 
1 Lamprecht, Frank ½ ½ ½ 1 0 ½ ½ 1 1
2 Zimmermann, Julian 1 1 ½ ½ 1 0 1 1 1
3 Schleicher, Guido                  
4 Buhr, Carl‑Christian, Dr.                  
5 Lindner, Daniel             1    
6 Lampe, Jörg 0 0   1 0 1 1 1 0
7 Wiltafsky, Thomas 0 1 0 0 ½ 0 ½ 0 ½
8 Dettmann, Steffen ½ 0 ½ ½ 0 ½ ½ 1 0
9 Wagner, Friedrich, Dr. ½ 1 1   0 1 ½   1
10 Bruhn, Boris     0 1          
11 Conrad, Christian     ½ 1       0  
12 Saß, Andreas         0 0      
13 Cremer, Jochen ½ 1 1 1 ½ ½ ½ 1 ½
14 Möhrmann, Marcus 0 ½           1 ½
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1. Runde
23.10.2005 SC Meerbauer Kiel Königsspringer Hamburg 5 : 3
11:00 Uhr, Initiativenhaus Fröbelschule, Diedrichstr. 2, 24143 Kiel

1 Christoph Wisnewski Frank Lamprecht ½ : ½
2 Christoph Schinkowski Julian Zimmermann 0 : 1
3 Frank Schwarz Jörg Lampe 1 : 0
4 Carsten Hamann Thomas Wiltafsky 1 : 0
5 Michael Hoffmann Steffen Dettmann ½ : ½
6 Arne Jochens Dr. Friedrich Wagner ½ : ½
7 Christian Rathje Jochen Cremer ½ : ½
8 Patrick Wiebe Marcus Möhrmann 1 : 0

23.10.2005 Lübecker SV 2 SC Agon Neumünster 3 : 5
23.10.2005 Schachfreunde Schwerin Pinneberger SC :
23.10.2005 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel Schachfreunde Hamburg 2 : 6
23.10.2005 PSV Rostock SC Diogenes :

Bericht

Zu unserem ersten Wettkampf mussten wir nach Kiel zu Meerbauer. Nachdem unser Auto (Marcus, Jule, Thomas und ich) gerade vollständig war, ging es mit den Vorzeichen auch schon los: Ein großartiger Platzregen setzte ein und nach 500 m Autobahnfahrt standen wir auch schon im Stau. Dank neuester Technik in Marcus’ Auto konnten wir den Stau allerdings austricksen – routiniert wie immer waren sich Navigationssystem und Fahrer einig, die Standspur zu benutzen, um gerade noch vor dem Feuerwehrkonvoi wieder zurück in den Stau zu geraten. Der war dann relativ bald auch vorbei, und der Regen wurde weniger.

Unterwegs diskutierten wir noch über die spannende VM‑Situation und die teils sehr überraschenden bisherigen Ergebnisse, um dann – noch vor der Zeit – in Kiel anzukommen. Der Spielort im Invalidenhaus Diedrichstraße war in Ordnung, allerdings erfuhren wir schnell, dass die Gegner in Bestbesetzung, also mit den Spielern 1–8, antraten. Wir bekamen die Seite mit Blick auf die weiße Wand – da ist unser Clubheim doch um einiges schöner. Die Uhren waren auch eher zweite Wahl, drei von ihnen mussten während bzw. vor der Partie ausgetauscht werden. Der Schiedsrichter war allerdings – ebenso wie die Gastgeber – sehr freundlich und hatte auch die ganze Zeit über den Kampf unter Kontrolle. Etwas drollig wirkte es allerdings schon, als alle Spieler ihre Handys vorne auf dem »Lehrerpult« abgeben mussten.

Zu den Partien: Frank wurde als Erster und schon nach knapp einer Stunde fertig – remis. In einer friedlichen Partie ließ er Wishi keine Chance, die Stellung gar allzu kompliziert zu gestalten. So konnte Frank sich ausruhen und den Mannschaftskampf gemütlich mitverfolgen. Zunächst sah es auch nicht so schlecht aus. Jule hatte ’ne gute »Julestellung«, also taktisch geöffnet, dynamisch ins Mittelspiel gegangen, und man konnte schon ahnen, dass er den ganzen Punkt holen würde. Der Gegner im Schlafrock machte allerdings auch nicht den ehrgeizigsten Eindruck: »Ey, goil, ich hab’ Weiß«. Jörg übersah nach ausgeglichener Eröffnungsstellung einen taktischen Schlag des Gegners und musste mit zwei Bauern weniger, dafür etwas Kompensation, weiterkämpfen. Thomas spielte gegen das sizilianische Flügelgambit und schien mir recht gut herausgekommen zu sein. Er gab dann den Bauern zurück und stand zumindest nicht schlechter. Ich investierte selbst für meine Verhältnisse sehr viel Zeit in die Eröffnung, weil ich den großen Vorteil witterte. Diesen konnte ich allerdings positionell nicht untermauern und geriet in der Folge zunehmend unter Druck. Mit 15 Minuten Bedenkzeit für noch 18 Züge und einer Stellung, die plötzlich ausgeglichen war (Mein Gegner hatte aber einen klaren Spielplan.), beschloss ich, etwas zu riskieren. So opferte ich eine Qualle, um etwas Spiel (und Zeit, denn nun musste mein Gegner überlegen) zu bekommen. Er fiel zumindest auf keine Fopps herein, und so musste ich weiterkämpfen; die Zeitnot schaffte ich aber problemlos. Friedrich hatte kaum Probleme in seiner Partie und wickelte günstig ab. Ein Endspiel mit T + L + 3B gegen T + 5B sollte trotz des gegnerischen aktiven Königs eigentlich zum Gewinn reichen. So rechnete wohl auch Frank, der zusehen konnte, wie Marcus’ Stellung langsam unbequemer wurde und Jochens ausgeglichene Stellung immerhin optisch gut wirkte. Deshalb sollten Jochen und ich anderthalb Punkte holen, damit wir mit Friedrichs Punkt das 4:4 erreichen konnten.

Ich fragte mich natürlich, wer von uns beiden eigentlich wie die anderthalb Punkte holen sollte. Ich musste mehrere »Rüfs« finden, um nicht unterzugehen, und hatte mittlerweile einen Freibauern auf c6, der durch meinen Läufer auf f3 eisern gedeckt wurde und meinem Gegner sichtlich Probleme bereitete. Mittlerweile waren nur noch D + T + L + 3B gegen D + T + T + 3B auf dem Brett, und er hatte nichts Durchschlagendes, um an meinen König auf h2 ranzukommen. So bekam ich nur am Rande mit, dass Jule gewann und Jörg und Thomas verloren; alle drei Partien gingen vor der Zeitkontrolle zu Ende. Für Thomas geht damit eine rabenschwarze Serie (siehe VM) weiter, die aber – so bin ich mir sicher – rechtzeitig zum Durchstarten unserer Mannschaft zu Ende gehen wird. Jörg bekam zu spüren, dass es eine harte Saison werden würde, da Guido wohl gar nicht mehr spielen wird. Die nächsten Kämpfe, in denen unsere Trümpfe Daniel und Carli möglicherweise ebenfalls fehlen werden, wird Jörg also an 3 auf eine harte Probe gestellt werden. Aber Jörg wünscht auch die Herausforderung und will bald zu seiner alten Spielstärke zurückfinden.

Und was passierte mittlerweile? Marcus verlor und Jochen remisierte, nachdem er nichts mehr fand. So spielten Friedrich und ich beim Stand von 2:4 munter weiter und lehnten beide etwa zehn Minuten vor Gesamtspielzeitende die Remisgebote unsere Gegner ab. Tja, ich bekam tatsächlich das Remisangebot, nachdem ich mit D + L + 2B gegen D + T + 2B noch einen Bauern abholen konnte und plötzlich selbst gegen einen offenen König multiple Schachs bieten konnte. Mit noch zwei gegen zwei Minuten auf der Uhr bekam ich gar nicht mit, dass Friedrichs Partie nur remis endete. Ich dachte, er hätte gewonnen, und zockte weiter. Mein Gegner erkannte allerdings meine letzte Drohung und verlor nicht die Dame und auch nicht die Ruhe. So holte ich noch seinen letzten Bauern ab, worauf er durch die richtige Zugreihenfolge ein hübsches Dauerschach hatte. So gab es mit einer gegen eine Minute dann doch den Friedenschluss und die Ernüchterung, den ersten Kampf verloren zu haben. Zu Analysen blieb keine Zeit, unser junger Freund und Mannschaftsführer Julian wollte nach Hause. So ging’s nach Hause – aber nur für Jule. Wir anderen fuhren noch zum Griechen zum gemeinsamen Mannschaftsmampf mit der zweiten Mannschaft. Die war mit einem 5½:2½ gegen die HSG glänzend in die Saison gestartet (Näheres gibt es sicherlich bald in deren Bericht zu lesen).

Fazit: Die neue Bedenkzeit 2 Std./40 plus 1 Std./Rest ist gewöhnungsbedürftig für mich, da ich die Zeit so manches Mal bestimmt brauchen könnte. Gemeinsames Essen abends beim Griechen mit einer Stunde und einem Getränk mehr als sonst gibt aber genug Kompensation.

Guido, du fehlst uns – in diesem Sinne: gute Besserung!

Mit Kiel hatten wir einen der stärksten Gegner der Saison, und unsere Niederlage war insgesamt verdient. Ich denke, dass wir nicht gegen den Abstieg spielen werden, ein Aufstieg ist jetzt aber erst mal in weite Ferne gerückt. Dennoch: Erst mal abwarten, Kaffee trinken – die zweite Mannschaft verlor letztes Jahr auch Runde eins mit demselben (!) Ergebnis und wurde anschließend Gruppenerster. Also: Nie den Kopf hängen lassen – und die Figuren auch nicht!

(Steffen Dettmann)

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2. Runde
13.11.2005 Königsspringer Hamburg PSV Rostock 5 : 3
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Hans‑Ulrich Grünberg ½ : ½
2 Julian Zimmermann Jörg Sonnenberger 1 : 0
3 Jörg Lampe Dr. Robert Jaster 0 : 1
4 Thomas Wiltafsky Eckhard Jeske 1 : 0
5 Steffen Dettmann Gunnar Kross 0 : 1
6 Dr. Friedrich Wagner Arvid von Rahden 1 : 0
7 Jochen Cremer Dr. Ingolf Hodl 1 : 0
8 Marcus Möhrmann Jörg Holzmann ½ : ½

13.11.2005 SC Agon Neumünster SC Diogenes 4 : 4
13.11.2005 Schachfreunde Hamburg SC Meerbauer Kiel :
13.11.2005 Pinneberger SC TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel :
13.11.2005 Lübecker SV 2 Schachfreunde Schwerin :

Grand ohne drei

Man sollte ja eigentlich meinen, dass Pünktlichkeit für Spieler der ersten Mannschaft kein Problem ist, erst recht bei einem Heimspiel. Man ist ja schließlich nicht mehr bei den Jugendlichen. Aber denkste: Jörg und ich verpassen uns zunächst am Treffpunkt in Neuwiedenthal, Jule verpennt, und auch der Rest kommt zu spät. Als Friedrich mit »leicht schlechtem Gewissen« um 09:50 Uhr im Spiellokal eintrifft (09:45 Uhr war ja vereinbart), ist nur Marcus bereits da, der auch die Vorbereitungen übernommen hat. Dafür schon mal ein herzliches Dankeschön. Der Rest der Mannschaft erscheint etwas später; Jörg und ich gehen mit 20 Minuten weniger ins Rennen.

Ein Blick auf die Aufstellungen lässt Gutes erahnen: Die Rostocker spielen »ohne drei«, d. h. ihre drei spielstarken Polen haben sie zu Hause gelassen. Wir tun es ihnen gleich und treten ohne Carl‑Christian, Daniel und Guido an.

Und so sieht es auch nach der Eröffnungsphase ganz freundlich aus: Frank hat eine königsindische Struktur auf dem Brett – viel los scheint da nicht zu sein. Jörg hat frühzeitig einen Bauern für gutes Spiel gegeben und hat Entwicklungsvorsprung. Auch Thomas kann bereits leichten Vorteil vorweisen. Steffens Gegner behandelt die geschlossene Struktur schlecht und lässt einen unangreifbaren Springer auf e5 zu. Bei Friedrich ist gar nichts los, und ich stehe etwas gedrückt. Marcus versucht derweil, dem gegnerischen Igel die Stachel zu ziehen. Frank macht am Ende der Eröffnung remis (½:½).

Das erste Tor schießt Julian, dessen Gegner mit einem komischen Drachen‑Najdorf‑Aufbau in einen brandgefährlichen Angriff läuft und völlig untergeht. Um 11:43 Uhr kann er bereits die Segel streichen (1½:½). Das war wohl auch ganz gut für Jule, der mir am Ende des Mannschaftskampfes noch ziemlich verschlafen seine Partie zeigt: »Ja, und hier hat er total Scheiße gespielt – das wird immer matt – ich hatte keine Lust zu rechnen – das gewinnt alles – ach egal!«, Imagepflege halt.

Die übrigen sechs Partien steuern auf die Zeitnotphase zu, in der es mal wieder drunter und drüber geht: Jörg hat inzwischen seinen Minusbauern zurück gewonnen, das ausgeglichene Leichtfigurenendspiel aber ungenau behandelt und steht nun kritisch. Thomas spielt weiter nach vorne. Friedrichs Gegner lehnt ein Remisangebot ab, sieht eine Gabel fast zu spät und muss sich auf ein Würge‑Endspiel mit fünf isolierten Bauern einlassen. Meine Stellung wird auch kritisch, hinzu kommt noch die hohe Zeitnot. Marcus muss in ein Endspiel mit einem Minusbauern gehen. Steffen hat inzwischen ein lehrbuchartiges »guter Springer gegen schlechter Läufer«‑Endspiel erreicht, stellt aber durch einen Spieß seinen Springer ein (1½:1½). Friedrich kann seinen Gegner inzwischen im Endspiel in die Knie zwingen und fährt den ganzen Punkt ein (2½:1½). Nur eine gute, aber drei schlechte Partien bei Jörg, Marcus und mir: Das sieht nicht gut aus für uns.

Danach gelingt es mir, meine Stellung zu befreien: Ich ziehe Df5, greife die gegnerische Dame auf g5 an und drohe, in ein gutes Endspiel abzuwickeln. Nachdem ich die Dame loslasse, sehe ich, dass ja auch noch der gegnerische Turm auf b1 hängt, da mein Gegner gerade zuvor Td1 – d2 gezogen hatte. Mein Gegner zieht es vor, mit Dg5 – h4 dem Damentausch auszuweichen, und ich kann den einstehenden Turm auf b1 einfach einsammeln – das war’s (3½:1½). Jörg kann sein Endspiel nicht mehr halten (3½:2½).

Am Ende ist es dann Thomas, der in einer schönen Partie endgültig den Sack zumacht (4½:2½). Zuletzt schafft es dann auch Marcus mit einer schönen kämpferischen Leistung, sein schlechtes Endspiel noch irgendwie »remis zu basteln« (5:3).

Fazit: Ohne ihre drei starken Polen spielt Rostock gegen den Abstieg, und wir haben gegen die schwächeren Mannschaften der Liga ganz gute Karten.

(Jochen Cremer)

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3. Runde
27.11.2005 SC Diogenes Königsspringer Hamburg 4 : 4
11:00 Uhr, Altentagesstätte der LAB‑Gemeinschaft Hamm, Fahrenkamp 27, 20535 Hamburg

1 Christian Laqua Frank Lamprecht ½ : ½
2 Axel Stephan Julian Zimmermann ½ : ½
3 Stefan Gottuk Thomas Wiltafsky 1 : 0
4 Tsung Chen Steffen Dettmann ½ : ½
5 Ralf Hein Dr. Friedrich Wagner 0 : 1
6 Thomas Rieling Boris Bruhn 1 : 0
7 Fabian Schulenburg Christian Conrad ½ : ½
8 Karin Chin Jochen Cremer 0 : 1

27.11.2005 Schachfreunde Schwerin SC Agon Neumünster 3 : 5
27.11.2005 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel Lübecker SV 2 :
27.11.2005 SC Meerbauer Kiel Pinneberger SC 5 : 3
27.11.2005 PSV Rostock Schachfreunde Hamburg 4 : 4

Auf Messers Schneide

Man sollte ja eigentlich meinen, dass unsere erste Mannschaft gegen die Diogenesen keine Probleme haben sollte, da wir ja letztes Mal schon mit der zweiten Mannschaft 4½:3½ gewonnen haben. Doch bei unserer derzeitigen Aufstellungsproblematik war uns wohl allen klar, dass es ein harter Kampf werden würde. Freundlicherweise spielte Diogenes ohne Martin Voigt, bei uns war im Gegenzug Jörg Lampe nicht an Bord.

Es beginnt recht freundlich, fast alle Königsspringer kamen gut aus der Eröffnung heraus. Wie Boris nach zwei Stunden so treffend bemerkt, haben wir sechs gute und zwei schlechte Stellungen – Stefan Gottuk vertritt in seinem Bericht auf der Homepage der Diogenesen die gleiche Ansicht.

Friedrich gewinnt gegen Ralf Hein aus der Eröffnung heraus einen Bauern für unklares Gegenspiel, sprich: Es ist unklar, ob der Gegner überhaupt Gegenspiel hat. Jule hingegen hat für seinen geopferten Bauern starkes Gegenspiel gewonnen und ist heißer Kandidat für das Führungstor. Steffen hat eine ausgeglichene Steffen‑Stellung erreicht – offen, allerdings auch nix los. Thomas spielt am Damenflügel fleißig nach vorne, steht aber im Zentrum etwas gedrückt. Frank, mit 20 Minuten weniger ins Rennen gegangen, erzielt früh Initiative, muss aber einen Doppelbauern hinnehmen. Boris, heute ein wenig indisponiert, gerät in der Eröffnung unter Druck, hält sich aber an einem Bauern schadlos, und auch ich kann Karin Chin in einer scharfen Nebenvariante einen Bauern abluchsen und stehe besser.

Nach drei Stunden verliert Jule seinen Vorteil und muss trotz gegnerischer Zeitnot ins Remis einwilligen (½:½). Steffen akzeptiert Tsung Chens Remisangebot, nachdem dieser drei Züge zuvor noch abgelehnt hatte (1:1). Mit diesem Zwischenstand geht es in die Zeitnotphase.

Friedrich kann eine Qualität gewinnen und bezwingt Ralf Hein souverän (2:1). Conny kann gegen Fabian Schulenburg zwar einen Bauern gewinnen, die passiv stehenden Figuren lassen im Endspiel aber kaum Gewinnversuche zu (2½:1½). Frank steigert den Druck gegen Christian Laqua und gewinnt die Qualität, Boris verliert leider eine.

Danach dreht sich der Kampf leider zu unseren Ungunsten: »Endspiel‑Frank« kann trotz Mehrqualität leider nicht gewinnen, die lästige Bauernschwäche stört im Endspiel gewaltig (3:2). Die Kiebitze munkeln allerdings, da wäre noch mehr drin gewesen. Boris wehrt sich zwar im Endspiel noch heftig, muss aber schließlich aufgeben (3:3). Da aller schlechten Dinge jedoch bekanntlich drei sind, kostet Thomas der in der Zeitnotphase eingestellte Bauer die Partie (3:4).

In der letzten Partie des Tages verbleibe ich nach einer wilden Zeitnotphase mit Mehrqualität für einen Bauern – und zwei gefährdeten Königen. Karin Chin wehrt sich zäh und verbissen, doch nachdem die letzte Partie bis zum Anschlag – will heißen: sechs Stunden – geht, gelingt es mir zwar nicht gerade souverän aber letztlich doch erfolgreich, den Ausgleich zu holen (4:4).

Und so findet ein spannender Kampf am Ende keinen Sieger. Stattdessen kann man sagen, dass beide Mannschaften sich eher bei einem Mittelfeldplatz einpendeln dürften.

(Jochen Cremer)

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4. Runde
11.12.2005 SC Agon Neumünster Königsspringer Hamburg 2 : 6
11:00 Uhr, Senioren‑Treff ›Faldera‹, Schleswiger Str. 1–3, 24537 Neumünster

1 Wiktor Polischtschuk Frank Lamprecht 0 : 1
2 Jörg Harm Julian Zimmermann ½ : ½
3 Frank Hagenstein Jörg Lampe 0 : 1
4 Thomas Zornow Thomas Wiltafsky 1 : 0
5 Michael Kosak Steffen Dettmann ½ : ½
6 Wolfgang Grohde Boris Bruhn 0 : 1
7 Wolfgang Petersen Christian Conrad 0 : 1
8 Jan Arnold Jochen Cremer 0 : 1

11.12.2005 Schachfreunde Hamburg SC Diogenes :
11.12.2005 Pinneberger SC PSV Rostock :
11.12.2005 Lübecker SV 2 SC Meerbauer Kiel 2 : 6
11.12.2005 Schachfreunde Schwerin TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel 4 : 4

Bericht

Pünktlich mit acht Mann sogar noch vor dem Schiedsrichter in Neumünster angekommen, konnte die erste Mannschaft (auf Kosten der zweiten) ein Team aufstellen, dass gute Chancen hatte, zwei volle Punkte zu holen.

Die Partiestellungen gefielen mir sämtlich schon aus der Eröffnung heraus. Das frühe Remisangebot meines Gegners nahm ich trotz leicht vorteilhafter Stellung mit gutem Grund an. Danach war ich Zuschauer und konnte sehen, wie Conni als Erster einen deutlichen Vorteil erreichen konnte. Jörg hatte eine taktisch und positionell interessante Stellung, während Julian und Thomas in ausgeglichenen Stellungen versuchten, die Figuren zu aktivieren. Jochen hatte eine Stellung, die nicht leicht zu verwalten war und musste sich gegen gegnerische, taktische Drohungen wehren, hatte aber die Aussicht auf ein langfristig besseres Endspiel. Frank setzte seinen Kontrahenten mächtig unter Druck und die Kiebitze freuten sich über das Manöver Lb5 – d7 – e8 – h5 – hoffentlich mehr davon im Training am Freitag! Boris spielte seinen Holländer mit viel Stellungsverständis, was den Gegner sichtlich und hörbar Zeit und Luft kostete. Noch vor dem Plättchenfall konnte Conni seine gute Stellung in einen Punkt ummünzen, und bei Boris war es nicht der Holländer, sondern die gegnerische Stellung, die auseinander flog.

Nach der Zeitnotphase stand es also 2½:½, und wir standen an allen übrigen Brettern besser. Frank hatte seinen Mehrturm (!) in der letzten Zeitknappheit zurückgegeben, um in ein Endspiel abzuwickeln, das besser aber immerhin nicht leicht gewonnen war. Julian hatte die aktiveren Figuren, aber der Gegner konnte gegenhalten und ihm ein Remis abnehmen – 3:1. Jörg konnte das Endspiel T + 2B gegen S + 1B leicht gewinnen, während Thomas fehlgriff und die Partie damit verlor – 4:2. Jochen schaffte es tatsächlich, den hundertsten Zug auf dem Formular auszufüllen und konnte seinen kämpfenden Gegner niederringen. Mit 3½/4 ist Jochen jetzt der Top‑Scorer der ersten Mannschaft, Respekt vor dieser Leistung! Zum Schluss konnte Frank dann demonstrieren, dass ›Secret Of Ending Games‹ nicht nur von Karsten Müller geschrieben wurde. Im gleichfarbigen Läuferendspiel behielt er die Oberhand und fuhr den letzten Punkt ein – hochverdient nach dem Partieverlauf und wichtig fürs Selbstvertrauen!

Mit 6:2 sind wir also nach Hause gefahren und können erstmal festhalten, dass wir wohl nicht gegen den Abstieg kämpfen. Vielleicht kann die zweite Mannschaft etwas Kraft aus unserem Erfolg ziehen. Ich hoffe sehr, dass auch die Zweite bald mal wieder in einer starken Besetzung auftrumpfen kann!

(Steffen Dettmann)

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↓
5. Runde
15.01.2006 Königsspringer Hamburg Schachfreunde Hamburg 2 : 6
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Falko Meyer 0 : 1
2 Julian Zimmermann Marco Jäckle 1 : 0
3 Jörg Lampe Dr. Jan‑Paul Ritscher 0 : 1
4 Thomas Wiltafsky Martin Zimmermann ½ : ½
5 Steffen Dettmann Knut Seidel 0 : 1
6 Dr. Friedrich Wagner Jürgen Dietz 0 : 1
7 Andreas Saß Matthias Hermann 0 : 1
8 Jochen Cremer Wolfgang Jordan ½ : ½

15.01.2006 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel SC Agon Neumünster 3 : 5
15.01.2006 SC Meerbauer Kiel Schachfreunde Schwerin :
15.01.2006 PSV Rostock Lübecker SV 2 3 : 5
15.01.2006 SC Diogenes Pinneberger SC 5 : 3
↑
↓
6. Runde
29.01.2006 Pinneberger SC Königsspringer Hamburg :
11:00 Uhr, Altentagesstätte (DRK‑Heim), Berliner Str. 9, 25421 Pinneberg

1 Hans Hermesmann Frank Lamprecht ½ : ½
2 Uwe Bokelbrink Julian Zimmermann 1 : 0
3 Roland Freitag Jörg Lampe 0 : 1
4 Gert Rabeler Thomas Wiltafsky 1 : 0
5 Thomas Nonnenmacher Steffen Dettmann ½ : ½
6 Klaus van Riesen Dr. Friedrich Wagner 0 : 1
7 Ingo Rubach Andreas Saß 1 : 0
8 Olaf Dörge Jochen Cremer ½ : ½

29.01.2006 SC Agon Neumünster Schachfreunde Hamburg :
29.01.2006 Lübecker SV 2 SC Diogenes :
29.01.2006 Schachfreunde Schwerin PSV Rostock 2 : 6
29.01.2006 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel SC Meerbauer Kiel :
↑
↓
7. Runde
19.02.2006 Königsspringer Hamburg Lübecker SV 2 :
10:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Thomas Thannheiser ½ : ½
2 Julian Zimmermann Dirk Lampe 1 : 0
3 Daniel Lindner Andreas Hein 1 : 0
4 Jörg Lampe Andreas Ilgner 1 : 0
5 Thomas Wiltafsky Thomas Böhm ½ : ½
6 Steffen Dettmann Thilo Koop ½ : ½
7 Dr. Friedrich Wagner Wolf Reimer ½ : ½
8 Jochen Cremer Torsten Gerke ½ : ½

19.02.2006 SC Meerbauer Kiel SC Agon Neumünster :
19.02.2006 PSV Rostock TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel 5 : 3
19.02.2006 SC Diogenes Schachfreunde Schwerin 6 : 2
19.02.2006 Schachfreunde Hamburg Pinneberger SC 5 : 3

7 Punkte nach 7 Runden

Dicker Nebel waberte über Schleswig‑Holsteins Landstraßen und Autobahnen, sodass der hier berichtende superverschlafene Mannschaftsopa erst um 10 Uhr 10 Minuten und 10 Sekunden im wohlig warmen Clubheim auftauchte. Die Jugend hatte zum Glück bereits fleißig aufgebaut (Auch mein Brett war angerichtet, vielen Dank!). Ich sparte mir eine lautstarke Begrüßung, freute mich besonders, Daniel Lindner wiederzusehen, registrierte unbewusst, dass Lampe an Brett 2 schon da war, aber Lampe an Brett 4 noch fehlte, was allerdings noch nicht beunruhigte. An meinem Brett ging es dann ganz schnell, alles Theorie, remis im Endspiel, nicht gerade toll. Inzwischen (um 10:50 Uhr) war auch Jörg »Autopanne – dann U/S‑Bahn statt Taxifahrer« Lampe da, und packte gegen den – dank Daniels erstmaligem Einsatz – wohl unvorbereiteten Gegner die gleiche super Französisch‑Variante wie gegen Pinneberg aus.

Doch der Reihe nach: Julian gab heute mit einem ungestümen Königsangriff die Richtung vor. Lampe 2 parierte mit Damentausch, was aber einen Bauern kostete. Die plötzliche schwarze Aktivität bekam Julian nicht richtig in den Griff, doch bevor das Endspiel verflachen konnte, wurde ohne Not ein ganzer Turm offeriert, den unser Mannschaftsführer zusammen mit der Hand zur Aufgabe gern annahm. Friedrich musste mit ungleichem Material ein Dauerschach akzeptieren, während Lampe 4 ganz ohne Zeitnot gewann (das wirkte recht souverän), und so stand es zur Halbzeit solide 3:1 für uns.

Auch der Mannschaftsrest konnte überzeugen: Steffen hatte ein gewonnenes Endspiel mit zwei Türmen gegen die Dame und Thomas die Mehrqualität plus Bauer. Jochen und Daniel liefen allerdings einem Bauern hinterher. Hier regierte dann die verkehrte Welt, denn Jochen hielt »natürlich« remis, Daniel gewann sogar, aber die beiden »technischen« Gewinnstellungen wurden nur remis!

5½:2½ ohne Verlustpartie und verdient. Der Schmerz über die Niederlage in Pinneberg ist überwunden und mit dem vermeintlich leichten Restprogramm sollte das Abstiegsgespenst eigentlich gebannt sein.

(Frank Lamprecht)

↑
↓
8. Runde
12.03.2006 Schachfreunde Schwerin Königsspringer Hamburg 2 : 6
11:00 Uhr, Hotel Ramada, Am Grünen Tal 39, 19063 Schwerin

1 Tilo Doeppner Frank Lamprecht 0 : 1
2 Frank Neumann Julian Zimmermann 0 : 1
3 Jürgen Wiemer Jörg Lampe 0 : 1
4 Hannes Leisner Thomas Wiltafsky 1 : 0
5 Sebastian Hanisch Steffen Dettmann 0 : 1
6 Arvid Grahl Christian Conrad 1 : 0
7 Bernd Wandel Jochen Cremer 0 : 1
8 Robert Schiewer Marcus Möhrmann 0 : 1

12.03.2006 SC Agon Neumünster Pinneberger SC 4 : 4
12.03.2006 Lübecker SV 2 Schachfreunde Hamburg :
12.03.2006 TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel SC Diogenes :
12.03.2006 SC Meerbauer Kiel PSV Rostock :

Bericht

In dieser Runde ging es nach Schwerin. Aufgrund der schlechten Witterung entschied sich die eine Hälfte der Mannschaft, mit der Bahn zu fahren, statt wie geplant mit dem Auto. Das erwies sich auch als günstig, da die Bahnfahrer um 10:50 Uhr im Ramada‑Hotel (nein, nicht Ramada‑Cup) eintrudelten (und zwar mit Thomas hinten im Taxi!) und somit eine Zeitbuße von nur fünf Minuten sicherten.

Gegen den Tabellenletzten war eigentlich ein Sieg angesagt. Vor allem an den vorderen Brettern hatten wir doch ein deutliches Elo‑Plus zu verzeichnen. So dauerte es auch nicht lange, bis Julians Gegner recht willenlos eine Qualität opferte und sich nur noch minimale Fummelchancen ausrechnen konnte. Franks Partie sah aus wie ein Spiel auf ein Tor, allerdings konnte der Gegner noch einigermaßen mithalten. Thomas’ Partie sah immer ein wenig merkwürdig aus, mit einer etwas gedrückteren Stellung, aber noch im dynamischen Gleichgewicht. An Brett 5 spielte Steffen eine interessante Partie, wobei er aus der Eröffnung etwas schlechter herauskam (Da wurden doch irgendwelche Varianten vertauscht.), aber dann immer mehr ins Spiel fand. Christian an sechs hatte einen zweischneidigen Königsinder auf dem Brett, wo zunächst nichts klar war. Jochens Stellung sah recht schnell sehr gut aus, und es konnte dementsprechend eine Qualle abgegriffen werden. Marcus und sein Gegner hatten nach fünf Zügen beide 45 Minuten verbraucht für eine nahezu symmetrische Stellung, die bald darauf aber ziemlich unklar werden sollte.

Ich war bei meinem Schotten in der Eröffnungsphase auch mal für 20 Minuten abgetaucht, um mich an die ganzen Varianten wieder zu erinnern, die ich doch mein Leben lang schon spiele – zumal ich dachte, mein Gegner wüsste dies und hätte sich entsprechend vorbereitet. Dies hatte er natürlich nicht und meinte nach der Partie zu einem Zug der Hauptvariante, den er gefunden hatte, dass das ja wohl sein Fehler gewesen wäre. Vielmehr hatte er sich aber eine Reihe Ungenauigkeiten geleistet, die sich dann in einer Minusfigur manifestierten, was ihn jedoch nicht hinderte, noch ein Weilchen weiterzuspielen.

So konnte Julian unterdessen seine Partie sicher nach Hause bringen und uns den ersten Punkt bescheren. Danach sorgte Frank, der den Gegner objektiv ziemlich plattgemacht hatte, aber nicht ganz mit seiner Leistung zufrieden war, für den nächsten Punkt. Ich selbst verwandelte dann zum 3:0. Thomas überschritt leider im 40. Zug die Zeit in etwa ausgeglichener Stellung – allerdings konnte der Gegner vorher wohl einmal eine Figur mitnehmen. Nach kleinerem Handgemenge und unter Mithilfe des Gegners bekam Steffen ein gewonnenes Turmendspiel. Dies wurde von Steffen locker gewonnen und in der darauffolgenden Analyse mehr oder minder mit dem Gegner noch die eine oder andere interessante Nuance gefunden. Conny hatte seine Stellung überrissen und musste die Segel streichen. Marcus behielt in einer undurchsichtigen Stellung einen klaren Kopf und nahm die ihm angebotene Dame dankend an – somit stand es 5:2. Jochen nutzte fast die komplette Spielzeit, um seinen Gegner nach Rückgabe der Qualität kämpferisch in einem Damenendspiel langsam niederzuringen.

Der verdiente Endstand war 6:2, der beim Schweinske im Hauptbahnhof abgerundet wurde.

(Jörg Lampe)

↑
↓
9. Runde
02.04.2006 Königsspringer Hamburg TuS H’dieksdamm‑M’hof Kiel :
11:00 Uhr, KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

1 Frank Lamprecht Georgios Bouroutzakis 1 : 0
2 Julian Zimmermann Stephan Schiebuhr 1 : 0
3 Jörg Lampe Dmitrij Bondarew 0 : 1
4 Thomas Wiltafsky Rolf Luckow ½ : ½
5 Steffen Dettmann Erich Pust 0 : 1
6 Dr. Friedrich Wagner Arthur Biskup 1 : 0
7 Jochen Cremer Hartmut Winkelmann ½ : ½
8 Marcus Möhrmann Bernd Hansen ½ : ½

02.04.2006 PSV Rostock SC Agon Neumünster 4 : 4
02.04.2006 SC Diogenes SC Meerbauer Kiel :
02.04.2006 Schachfreunde Hamburg Schachfreunde Schwerin 4 : 4
02.04.2006 Pinneberger SC Lübecker SV 2 5 : 3

3. Platz

Im letzen Kampf dieser Saison hatten wir den Aufsteiger aus Mettenhof/Kiel zu Gast, dem noch zwei Brettpunkte fehlten, um den Klassenerhalt zu sichern. Dementsprechend gab es seitens der Gegner einige auf remis angelegte Partien und einige frühe Remisangebote. Thomas wollte gerne annehmen, und auch wenn ich es nicht gerne sah, ließ ich ihn akzeptieren, da seine Bedenkzeit nach 15 Zügen schon bedrohlich geschwunden war. Franks Gegner opferte einen Bauern, mein Gegner misshandelte die Eröffnung, und Steffen durfte sich mal wieder gegen 1.d4 versuchen, ansonsten war nicht viel los.

An den beiden ersten Brettern konnten wir die Partien schnell für uns entscheiden (beide im Angriff), bei Jochen und Marcus wurde remis gemacht, ohne dass ich viel von den Partien mitbekommen hatte. Steffen hatte sich aus seiner misslichen Lage befreit, doch in Zeitnot packte der Gegner ’nen Megamattfopp aus, nach dem das entstandene Endspiel hoffnungslos für uns war.

Jörg war auf einen taktischen Trick reingefallen, sodass wir froh sein konnten, dass Friedrich, dessen Einsatz erst nach langem Hin und Her zustande kam, einen souveränen (?) Sieg einfuhr und somit den 4½:3½‑Sieg perfekt machte und uns somit einen versöhnlichen Abschluss einer von großer Personalnot geprägten Saison bescherte, die wir hinter den Schachfreunden (Glückwunsch) und den Meerbauern Kiel auf dem dritten Platz abschließen konnten, was angesichts der gegebenen Umständen als Erfolg zu werten ist. Vielleicht haben wir nächstes Jahr ein glücklicheres Händchen mit den gemeldeten Leuten und können ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden.

So, nun noch ein bisschen Einzelkritk:

Frank: 5½/9
Spielte wahrlich nicht seine beste Saison, kam aber durch zwei Siege am Ende doch noch auf ein ordentliches Ergebnis.

Julian: 7/9
Kein Kommentar

Jörg: 4/8
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnte er sich im Verlauf der Saison vor allem mit Weiß deutlich steigern und erzielte respektable 50 %. Blieb ohne Remis.

Thomas: 2½/9
Hmm. Was soll man dazu sagen? Sicherlich klebte ihm zeitweise das Pech an den Fingern. Sollte aber in jedem Fall seine Zeiteinteilung überdenken, die ihn viele Punkte kostete.

Steffen: 3½/9
Hatte oft Pech mit der Eröffnungswahl der Gegner, aber kämpfte sich oft noch heraus. Trotzdem muss am Repertoire gearbeitet werden. In fast jeder Partie in Theoriestellungen deutlich weniger Zeit zu haben, ist einfach unnötig.

Friedrich: 5/7
Wurde wieder in die Erste befördert, nachdem er eigentlich Zweite spielen sollte. Vor allem mit Weiß eine sichere Bank. Weiter so!

Jochen: 6½/9
Erzielte ein Superergebnis (auch wenn es nicht zum Topscorer reichte, hehe), verlor keine Partie, war stets top vorbereitet und kämpfte immer als einer der Letzten. Nicht nur auf Grund des Ergebnisses eine Bereicherung für den Verein.

Marcus: 2/4
Wollte ich zwar gar nicht erwähnen, aber ich muss mich hier noch einmal ganz herzlich bedanken, dass du mich in jeglicher Form als MF unterstützt hast und immer bereit warst zu spielen, wenn es nötig war.

Ein letzter Dank geht an die anderen Ersatzspieler Conny, Boris, Andreas und auch Daniel, der extra einmal einflog. Nur zur Info: Werde das Amt als MF wieder abgeben, hoffe, nächste Saison werden einige, die dieses Jahr unglücklich spielten, ihr Potenzial wieder voll ausschöpfen. In diesem Sinne: Schön trainieren!

(Julian Zimmermann)

Quelle: Bundesliga‑Ergebnisdienst Hamburg
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/06-ksh1.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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