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Chronik: Archiv
Freitag, 17. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

4. Elo‑Open
 25. bis 28. Mai 2006 
Tabelle Bericht Bilder
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Tabelle (Endstand nach der 7. Runde)
Rg. Name T. TWZ Verein/Land g. u. v. Pu. Bhz. SoBe.
1. Bodnar, Alexander IM 2398 Langenhorner Schachfreunde 5 1 1 5,5 32,0 24,75
2. Keuchen, Michael   1993 Schachfreunde Hamburg 5 1 1 5,5 27,5 19,75
3. Reddmann, Hauke, Dr. FM 2331 SK Wilhelmsburg 4 2 1 5,0 30,5 20,50
4. Berger, Steve FM 2427 SV Glückauf Rüdersdorf 4 2 1 5,0 28,5 19,00
5. Chin, Karin   2008 SC Diogenes 4 2 1 5,0 27,5 18,50
6. Lampe, Jörg   2173 Königsspringer Hamburg 4 2 1 5,0 23,5 14,75
7. Nabavi, Parwis   2133 SGem. Dreisamtal 3 3 1 4,5 32,0 18,75
8. Jacoby, Gisbert   2225 SG Mittelweg 2 5 0 4,5 31,5 19,25
9. Schüler, Hendrik   2158 SK Johanneum Eppendorf 3 3 1 4,5 30,0 17,75
10. Cremer, Jochen   2139 Königsspringer Hamburg 3 3 1 4,5 28,5 16,25
10. Kjetsae, Johnny   2087 SV Eidelstedt 3 3 1 4,5 28,5 16,25
12. Bigalke, André   2056 Barmbeker SK 4 1 2 4,5 22,5 12,75
13. Opitz, Frank   2068 SV Neu‑Oelsnitz 3 2 2 4,0 26,0 12,00
14. Schroeter, Baldur   2131 Königsspringer Hamburg 3 2 2 4,0 26,0 11,75
15. Müller, Jörg   2149 SV Eidelstedt 4 0 3 4,0 25,0 12,50
16. Becker, Mario   2143 SK Norderstedt 3 2 2 4,0 23,5 11,00
17. Nixdorf, André   2040 SK Norderstedt 3 2 2 4,0 23,5 10,50
18. Selker, Marc   2122   2 4 1 4,0 22,5 11,50
19. Sternberg, Lew   2072 TV Fischbek 4 0 3 4,0 20,0 10,00
20. Weiss, Siegfried   2126 SG Mittelweg 3 1 3 3,5 27,5 12,50
21. Soltau, Achim   1989 SK Johanneum Eppendorf 2 3 2 3,5 23,0 9,75
22. Lochmann, Viktor   1910 TV Fischbek 3 1 3 3,5 22,0 8,75
23. Ahrens, André   1579 Königsspringer Hamburg 2 2 3 3,0 27,5 9,25
24. Harder, Clemens   1939 Königsspringer Hamburg 2 2 3 3,0 24,0 8,00
25. Schulz, Hans‑Jürgen   2040 Hamburger SK 2 2 3 3,0 24,0 7,75
26. Smolkina, Milana   1822 Hamburger SK 3 0 4 3,0 23,5 9,00
27. Gehrke, Rolf   2061 SG Mittelweg 1 4 2 3,0 23,5 9,00
28. Moshtael, Wesal   2110 SK Johanneum Eppendorf 1 4 2 3,0 23,0 9,00
29. Fehr, Jukka   2040 FC St. Pauli 2 2 3 3,0 22,0 7,25
30. Meyer, Ole   1954 Königsspringer Hamburg 0 6 1 3,0 21,5 8,75
31. Hilgendorff, Finn   1925 SK Union Oldenburg 2 2 3 3,0 21,5 6,75
32. Hagenlüke, Thomas   1921 Königsspringer Hamburg 2 2 3 3,0 21,0 5,75
33. Magnussen, Helge   1711 Elmshorner SC 2 2 3 3,0 20,0 6,00
34. Maiorov, Daniel   1783 Königsspringer Hamburg 2 2 3 3,0 19,0 5,50
35. Stumpf, Jörg   1730 SK Union Oldenburg 2 2 3 3,0 16,5 6,25
36. Kemper, Georg   1876 Schach Nienberge 2003 1 3 3 2,5 24,5 7,75
37. Jürgens, Bernhard   2129 SF Leherheide 1 3 3 2,5 23,0 5,75
38. Borgmeyer, Max   1945 Königsspringer Hamburg 1 2 4 2,0 22,0 4,50
39. Kickert, Germaine Helene   1913 SK Jever 1 2 4 2,0 20,5 3,50
40. Marquardt, Rolf   1707 Langenhorner Schachfreunde 1 1 5 1,5 22,5 2,50
41. Seemann, Hans‑Siegfried   1722 Königsspringer Hamburg 1 1 5 1,5 21,5 3,25
42. Dietrich, Maximilian   2044 Wilhelmshavener Schachfreunde 1 1 2 1,5 16,5 4,75
43. Kjaergaard‑Jensen, Jesper   2158 SV Eidelstedt 0 0 2 0,0 8,5 0,00
44. Schmidt, Armin   1990 SK Johanneum Eppendorf 0 0 0 0,0 0,0 0,00
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Bericht

Höllisch spannend war die Schlussrunde beim 4. KSH Elo‑Open von Himmelfahrt bis 28. Mai in Hamburg. Vor der letzten Runde führten sechs Spieler das Feld an mit jeweils viereinhalb Punkten. Einer von ihnen sollte der Sieger sein. Aber nach dreieinhalb Stunden war an den vorderen drei Tischen noch keine Entscheidung gefallen.

Am vierten Tisch musste FM Hauke Reddmann schon früh in schlechter Stellung ein Remisangebot akzeptieren. Das kostete ihn den Platz ganz vorne. Und erst in der Zeitnot konnte am zweiten Tisch Michael Keuchen einen Springer einkassieren in seiner Partie gegen Parwis Nabavi. Beide hatten bis dahin überragend gespielt und keiner hatte es verdient, von den vorderen Plätzen verdrängt zu werden. Aber besonders hatte es Nabavi nicht verdient: In den Vorrunden hatte er alle starken Spieler gehabt. Er ist der Einzige, der gegen die Plätze 1 bis 5 der Endtabelle gespielt hat.

Erst langsam deutete sich ein Vorteil am ersten Tisch für IM Alexander Bodnar an, die Remisbreite von Turmendspielen ist aber hinlänglich bekannt. Auch FM Steve Berger hatte einen Bauern mehr, den er aber nicht zum Sieg gegen Gisbert Jacoby umsetzen konnte.

Kurz vor Toresschluss um 16:00 Uhr konnte an Tisch 1 eine Entscheidung vermeldet werden. Das Turmendspiel wurde doch zum Punkt geführt, und so heißt der Sieger des 4. KSH Elo‑Opens IM Alexander Bodnar von den Langenhorner Schachfreunden. Herzlichen Glückwunsch! Wie jeder Spieler an der Spitze musste er eine Niederlage hinnehmen. Sein Durchhaltevermögen und die hohe Buchholzzahl sicherten ihm aber am Ende den Sieg.

Und eben eine schlechtere Buchholzzahl hatte der Sensationszweite Michael Keuchen von den Schachfreunden Hamburg. In den Augen vieler Mitspieler ist er der Spieler des Turniers. Er hat die höchste DWZ‑Performance und Elo‑Performance gespielt, aber leider hat sein Gegner aus der ersten Runde das Turnier gleich nach seiner Niederlage abgebrochen, sodass ihm zum Sieg entscheidende Buchholzpunkte fehlen. Dennoch kann Keuchen den höchsten Zuwachs in Sachen DWZ und Elo vorweisen und hat dabei spitzenmäßige Partien gespielt. Auch das hat einen Glückwunsch verdient! Nebenbei hatte er sich am Vorabend der letzten Runde derart verkühlt, dass er über eine Absage nachdachte. Gut, dass er es nicht gemacht hat.

Auf den Rängen 3 und 4 liegen Hauke Reddmann (SK Wilhelmsburg) und Steve Berger (SV Glückauf Rüdersdorf). Sie gehörten zum Favoritenkreis und hofften vielleicht auf eine noch höhere Platzierung. Insbesondere Vorjahressieger Steve Berger wird ein wenig enttäuscht sein. Auch er war von einer Abwesenheit betroffen, denn ab Runde 4 war Maximilian Dietrich nicht mehr am Ort, der in der ersten Runde noch gegen Berger verlor. Vielleicht sollten sich die Spieler vor ihrer Anmeldung überlegen, wie viele Runden sie mitspielen wollen. Sollten es weniger als alle Runden sein, sollten diese Spieler von einer Anmeldung absehen. Im Vorwege verhindern kann man das leider nicht.

Direkt vor Michael Keuchen (26.) gesetzt war Karin Chin (25.) vom SC Diogenes. Hätte Michael Keuchen ihr nicht die Show gestohlen, wäre sie sicher der Star dieses Turniers geworden. Mit Rang fünf ist sie beste Dame und beste Jugendliche, ist lockere 20 Plätze vor ihrem Setzplatz gelandet und hat Gewinne bei DWZ und Elo geschafft, die an die von Michael Keuchen knapp heranreichen. Eines der besten der Turniere ihrer jungen Laufbahn ist es dennoch, und für die Deutschen Meisterschaften der Jugend (in wenigen Tagen) ist sie damit auch gerüstet.

Obwohl er in der ersten Runde eben genau gegen Karin Chin verloren hatte, kämpfte sich auch Jörg Lampe wieder an die Spitze heran. Trotz seines Durchmarsches (5 aus 6) und dem tollen Tabellenplatz 6 kann er nur einen Zugewinn bei der Elo von 1 und bei DWZ von 7 verzeichnen. Das Schweizer System bestraft den drakonisch, der in der ersten Runde verliert. Jörg auf Rang 6 ist damit übrigens bester Königsspringer.

Am Ende auf dem 7. Platz landete der oben genannte unglückliche Parwis Nabavi. Aber auch seine Zugewinne in Elo und DWZ sind beträchtlich. Auf dem 8. Platz landete am Ende Altmeister Gisbert Jacoby, der als einziger Spieler im Turnier keine Partie verlor. Gute Stellungen konnte er dabei nicht gut verwandeln, aber die schlechten Stellungen gut verwalten.

Alle Partien waren ausgekämpft, keiner gab sich mit dem frühen Friedensschluss zufrieden. Ein großes Lob an die Spieler für so viel Kampfeswillen. Nur eine Partie im Turnier dauerte kürzer als eine Stunde. Die meisten Partien wurden bis zur Zeitkontrolle gespielt. Und das muss einfach an die Kondition gegangen sein. Spielzeiten um die 25 Stunden in vier Tagen sind keine Seltenheit und unglaublich anstrengend. Daher geht auch noch ein Dank der Turnierleitung an die Spieler, die bis zur Siegerehrung geblieben sind. Das waren nämlich alle bis auf zwei, die sich aber persönlich abgemeldet haben, von allen Spielern eine faire Geste, die sich nahtlos anschließt an alle anderen Bereiche des Turniers: Kein Streitfall, äußerst gespannte und konzentrierte Atmosphäre während der Partien und entspannte Stimmung nach den Runden. Eine wunderbare Sache war das.

Die Abmeldungen kurz vor Turnierbeginn haben sich hingegen leider gehäuft. Ein echtes Ärgernis für die Planung des Turniers. Im kommenden Jahr werden wir bei der Organisation daher vermutlich ein Reuegeld einführen müssen. Schwer nachzuvollziehen bleibt für uns, wie man sich anmelden kann und dann einen Tag vorher absagt oder gar nicht kommt.

In der Einzelkritik kann man die Küchencrew nicht außen vor lassen. Der Star ist die Mannschaft, und zu Recht hat die Küche bei der Siegerehrung den mit Abstand lautesten Applaus erhalten. Danke an die vielen fleißigen Muttis, Vatis und Schachkiddies, die für allseits leckeres Essen und frische Säfte gesorgt haben!

Wir freuen uns übrigens über ein Feedback von Seiten der Teilnehmer – entweder an die bekannte Email oder auf der Hauptseite www.kshamburg.de im Grußbuch!

Bis zum nächsten Jahr wünscht der SC Königsspringer allen Teilnehmern alles Gute.

(Boris Bruhn)

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Bilder

Preisträger
(Foto)
v. l. n. r.: Alexander Bodnar, Michael Keuchen, Hauke Reddmann, Steve Berger

Alle Bilder vom Turnier
 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/06-elo.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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