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Chronik: Archiv
Donnerstag, 23. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Jugendbundesliga‑Nord, Staffel West 2004/05
Termine Tabelle Spieler Ergebnisse
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Termine
1. Runde   SK Norderstedt Königsspringer Hamburg :
26.09.2004 10:00 Forum im Rathaus, Räume K 201 + 212, Rathausallee 50, 22846 Norderstedt

2. Runde   Königsspringer Hamburg SK Johanneum Eppendorf 3 : 3
31.10.2004 10:00 KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

3. Runde   SC Meerbauer Kiel Königsspringer Hamburg ½ :
21.11.2004 10:00 Ehemalige Fröbelschule, Diedrichstr. 2, 24143 Kiel

4. Runde   Hannoverscher SK Post SV Königsspringer Hamburg 5 : 1
19.12.2004 10:00 PSH‑Vereinsheim, Bischofsholer Damm 121, 30173 Hannover

5. Runde   Königsspringer Hamburg SK Bremen‑West :
09.01.2005 10:00 KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

6. Runde   Delmenhorster SK Königsspringer Hamburg 3 : 3
06.02.2005 10:00 Hotel Goldenstedt, Urselstr. 18, 27751 Delmenhorst

7. Runde   Königsspringer Hamburg Hamburger SK 0 : 6
27.02.2005 10:00 KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg

8. Runde   Wilhelmshavener Schachfreunde Königsspringer Hamburg :
03.04.2005 10:00 Begegnungsstätte ›Ruscherei‹, Ubbostraße 1, 26386 Wilhelmshaven

9. Runde   Königsspringer Hamburg SK Ricklingen 6 : 0
05.06.2005 10:00 KSH‑Clubheim, Riekbornweg 5, 22457 Hamburg
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hannoverscher SK Post SV 5 6 5 5 4 6 45,5 18
2. Hamburger SK 1 6 4 6 5 6 41,5 16
3. SK Johanneum Eppendorf 0 3 3 6 32,5 12
4. Königsspringer Hamburg 1 0 3 3 6 30,0 12
5. SK Norderstedt ½ 2 6 5 30,0 10
6. Delmenhorster SK 1 3 3 5 28,5 8
7. Wilhelmshavener Schachfreunde 0 3 0 ½ 5 4 21,0 7
8. SK Ricklingen ½ ½ 0 1 3 1 4 15,0 5
9. SC Meerbauer Kiel 2 1 ½ ½ 2 1 4 14,0 2
10. SK Bremen‑West 0 0 0 1 2 11,0 0
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Spieler
KSH
 
Mannschaftsführer:
Clemens Harder
A H A A H A H A H
NOR
 
SKJ
 
MBK
 
PSH
 
BRW
 
DEL
 
HSK
 
WHV
 
RIC
 
1 Herzenstein, Georg 0 1 ½ 0 1 0 0 0  
2 Vater, Hannes 0     0     0    
3 Harder, Clemens 1 ½ 1 0 0     ½ +
4 Borgmeyer, Max ½ 0 1 0 1 0   1 +
5 Klink, Otto 1 1 1 1 1 0 0 0  
6 Röß, David 1 0   0   1 0 + +
7 Hagenlüke, Thomas   ½ 1   ½ 1 0 1 +
8 Maiorov, Daniel     1   1        
9 Langmann, Markus           1 0   +
10 Streich, Justus                  
11 Chlond, Christian                  
12 Siebeneicher, Torben                  
13 Meyer, Ole                  
14 Huismann, Immo                  
15 Steinfeldt, Henry                 +
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1. Runde
26.09.2004 SK Norderstedt Königsspringer Hamburg :

1 Aljoscha Feuerstack Georg Herzenstein 1 : 0
2 Jens Wolter Hannes Vater 1 : 0
3 Reza Kiani Anaraki Clemens Harder 0 : 1
4 Stephan Denker Max Borgmeyer ½ : ½
5 Tilman Reinelt Otto Klink 0 : 1
6 Mario Soberski David Röß 0 : 1

12.09.2004 Hamburger SK Hannoverscher SK Post SV 1 : 5
26.09.2004 Wilhelmshavener Schachfreunde Delmenhorster SK ½ :
26.09.2004 SK Ricklingen SK Bremen‑West :
06.11.2004 SK Johanneum Eppendorf SC Meerbauer Kiel :
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2. Runde
31.10.2004 Königsspringer Hamburg SK Johanneum Eppendorf 3 : 3

1 Georg Herzenstein Benjamin Buchheister 1 : 0
2 Clemens Harder Niclas Huschenbeth ½ : ½
3 Max Borgmeyer Ulf Brüning 0 : 1
4 Otto Klink Armin Schmidt 1 : 0
5 David Röß Daniel Markovic 0 : 1
6 Thomas Hagenlüke Wesal Moshtael ½ : ½

30.10.2004 Hannoverscher SK Post SV SC Meerbauer Kiel 4 : 2
30.10.2004 SK Bremen‑West SK Norderstedt :
30.10.2004 Delmenhorster SK SK Ricklingen 3 : 3
30.10.2004 Hamburger SK Wilhelmshavener Schachfreunde 6 : 0

Bericht

Am 31.10. trafen die Spieler der ersten Jugendmannschaft des KSH mit einer Extrastunde Schlaf (Dies gilt leider nicht für David, der die Uhr eine Stunde vor stellte und von seinem Wecker um 06:00 Uhr Ortszeit schrecklich überrascht wurde.) fast alle pünktlich im frischen Clubheim ein. Die Eröffnungsphase verlief zunächst ruhig, bis Max sich gegen die Rochade entschied. Über das Thema sollte er nochmal mit Günter Schierholz plaudern, der kann ihm darüber einiges erzählen. Nach einigen Tempoverlusten gab unsere kleine Punktemaschine dann die Partie auf gegen Ulf Brüning, der jedes Jahr erneut zum Comeback ansetzt.

David machte anfangs einige strukturelle Zugeständnisse, die aber vorerst nicht so schwer ins Gewicht fielen. Thomas spielte gegen Wesal Moshtael einen sehr soliden c3‑Sizilianer, Otto drückte mit Weiß von Anfang an auf die Stellung von Ex‑Wichernschüler Armin Schmidt, Clemens spielte schon in der Eröffnung sehr interessant und ganz im Sinne der Fans gegen einen favorisierten Niclas Huschenbeth. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf die Paarung Harder – Huschenbeth, A‑Endrunde ’04, die zur Legende wurde, als nach siebenstündigem Kampf genau zwei (!) Züge vor dem Matt und mit wenigen Sekunden auf der Uhr Clemens auf die 50‑Züge‑Regel reklamierte und sich das Remis sicherte. Ich sah mich einem nominell favorisierten Benny Buchheister gegenüber, der seine Absichten schon im zweiten Zug mit dem Staunton‑Gambit darlegte.

Nach einigen weiteren Bewegungen der Klötze zeichnete sich bei David eine optisch schlechtere Stellung ab und bei genauerem Hinsehen konnte man feststellen, dass ihm zum materiellen Ausgleich eine Leichtfigur fehlte. Thomas tauschte in der Zwischenzeit einige Bauern und sah sich positionell im Nachteil, weil sein Gegner einen gefährlichen Freibauern mobilisierte und er selbst mit zwei hängenden Bauern offensiv nicht viel ausrichten konnte.

Otto hat wieder das Schachfieber gepackt! Er spielte offensiv, aggressiv, konsequent, opferte zwischendurch eine Figur und schneiderte dem gegnerischen König geduldig einen schönen, passenden Mattanzug (Respekt Otto, jetzt 2/2). Clemens sah sich unterdessen unter Druck, tauschte aber fleißig Figuren, um seine Endspiel(knet)künste zu demonstrieren. Mein Gegner schmiss wie erwartet einiges nach vorne, aber ich nahm ihm unbeeindruckt erstmal einen Bauern weg. David reichte seinem Gegner schließlich anerkennend die Hand – 0:2.

Mein Gegner wurde praktisch zum Opfern gezwungen und bekam sein Opfer durch dessen Annahme widerlegt. Ein Remisangebot seinerseits diente dann bloß noch der Kommunikation. Otto erdrückte souverän seinen Gegner und glich den Kampf aus.

Bei den beiden noch laufenden Partien schien ein Erfolg jedoch fast aussichtslos: Thomas kämpfte gegen starke Freibauern und Clemens musste gegen den starken Niclas ein schlechtes Endspiel halten. Dass Geduld und Zuversicht sich aber doch auszahlen, bewies uns zuerst Thomas, der die Partie in den Griff bekam und einem sicheren Remis entgegensteuerte.

Alles hing nur noch an Clemens, der eine zweite Auflage seines Endspielklassikers von 2004 gestalten wollte. Ein erbitterter Kampf, der spannungsgeladener nicht hätte sein können. Die Experten waren sich zu keinem Zeitpunkt einig, wie die Stellung zu bewerten sei. Nach sieben Stunden krönte Clemens den Tag mit seinem erkämpften Remis und entlud in Freudentänzen seine Emotionen. Als ich das Clubheim nach dem tollen 3:3 verließ, genossen einige der Helden bei Stammtischatmosphäre und einer Runde Tandem ihr wohlverdientes Bier.

(Georg Herzenstein)

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3. Runde
21.11.2004 SC Meerbauer Kiel Königsspringer Hamburg ½ :

1 Kristjan‑John Jachnowitsch Georg Herzenstein ½ : ½
2 Martin Müller Clemens Harder 0 : 1
3 Marthe Benzen Max Borgmeyer 0 : 1
4 Kalle Bartelt Otto Klink 0 : 1
5 Jan‑Niklas Butzkies Thomas Hagenlüke 0 : 1
6 Lars Henrichsen Daniel Maiorov 0 : 1

21.11.2004 Wilhelmshavener Schachfreunde Hannoverscher SK Post SV :
21.11.2004 SK Ricklingen Hamburger SK :
21.11.2004 SK Norderstedt Delmenhorster SK :
21.11.2004 SK Johanneum Eppendorf SK Bremen‑West 6 : 0

Bericht

Am Sonntag, den 16.11. mussten wir, die erste Jugendmannschaft des KSH, nach Kiel. Selbstverständlich mussten wir nicht, waren aber nach den vorherigen Erfolgen total heiß drauf. Zwei Fans hatten sich netterweise bereit erklärt, mit ihren Automobilen die Mannschaft rechtzeitig zum Spielort zu bringen. Einen Riesendank an dieser Stelle an Herrn Borgmeyer und Wolfgang Fenske.

Die Fuhre von Wolfgang traf sich pünktlich um halb neun in Ohlsdorf: »Moment mal, wo ist Otto?« – »Der hat angerufen, weil er die Bahn verpasst hat.« – »Ach so.«

Eine Bahn später: »Ist das Otto?« – »Nein!«. Noch später: »Ah, da ist Otto! Nee, doch nicht.«

Kurz nach neun konnte es also losgehen. Robert Lembke sagte mal: »Die größte Gefahr im Straßenverkehr sind Autos, die schneller fahren, als ihr Fahrer denken kann.« Das lässt sicherlich auch den Umkehrschluss zu, bedenkt man, wie sicher und schnell wir auf einmal in Kiel waren.

Bevor das Spiel losging, musste die Mannschaft noch obligatorisch zusammenkommen, um die Gegner auszulachen (hinten 1400, in der Mitte eine Frau und vorne mit Sandalen, kurzer Hose und T‑Shirt).

Eröffnet wurde überall wenig spektakulär. Auf den Brettern spielte sich auch danach keine große Brisanz ab. Clemens hielt den Kasten sauber, wie immer, um strukturellen Vorteil zu erringen, Daniel und Thomas unterschätzten ihre Gegner nicht und bauten sich erstmal solide auf, und Max, Otto und ich krebsten irgendwie rum. Irgendwann stand Otto einfach auf und knickte mit einer Selbstverständlichkeit das Partieformular in der Mitte durch, wie man es in der letzten Saison nicht gesehen hat. Saubere Partie. Wenn der Topscorer jetzt nicht mehr spielt, hat er am Ende 100 %, das wäre doch was?!

Diese Lockerheit lag über der gesamten Mannschaft, sodass Max zwischendurch ohne mit der Wimper zu zucken einfach eine Figur nicht gewonnen hat. (Ich möchte ihm aber nicht unterstellen, dass er den Figurengewinn übersehen hat!)

Beim Stand von 2:0 und besseren Stellungen auf den Brettern bekam ich ein Remisangebot, wo es gerade anfing spannend zu werden auf dem Brett, weil ich zu viel Zeit verchillt hatte und in Zeitnot war. Kurzer Blick zu Clemens, der sofort das Machtwort sprach: »Hmm, jooaaa, mach – sieht ganz gut aus für uns. Wenn du jetzt noch einen halben holst. Wir stehen hier und da besser, das ist nämlich alles so: … (bla)« Alles klar, geschenkt der Halbe.

Was dann bei den anderen geschah, habe ich nicht mitbekommen, nur, dass einer nach dem anderen mit einem vollen Punkt zur Analyse ging. Bravo!

Vor eins aus Kiel raus zu sein, ist angenehm. An dieser Stelle einen Dank an Herrn Borgmeyer und Wolfgang Fenske, die uns nicht nur hin‑, sondern auch zurückfuhren.

Jetzt muss wohl das Fazit kommen. Tadellos! Als Souvenir einen halben Zähler dagelassen, dafür zwei Mannschaftspunkte mitgenommen: guter Tausch. Mit 5:1 MP sind wir auch vorne dabei und die Einzelleistungen sind alle im grünsten Bereich. Herzlichen Glückwunsch an Daniel, der sein Saisondebüt mit einem Sieg krönte. Man muss sich jedoch vor Übermut hüten. Aber genau dafür ist eben jetzt die Zeit, also: Im Prinzip sind wir ja die Favoriten. Otto punktet durch, das versteht sich. Delmenhorst und Ricklingen werden locker weggehauen, beim HSK das traditionelle 3:3 erzielt und Hannover bekommt für die kommende Niederlage gegen uns vielleicht auf der Deutschen eine Revanche.

In diesem Sinne freuen wir uns auf die kommenden Spiele. Den Bericht, würde ich sagen, schreibt nächstes Mal, wer zuerst fertig ist.

(Georg Herzenstein)

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4. Runde
19.12.2004 Hannoverscher SK Post SV Königsspringer Hamburg 5 : 1

1 Nikolas Nüsken Georg Herzenstein 1 : 0
2 Dennes Abel Hannes Vater 1 : 0
3 Lukas Hoffmann Clemens Harder 1 : 0
4 Helene Romakin Max Borgmeyer 1 : 0
5 Henrik Wall Otto Klink 0 : 1
6 Christoph Wolf David Röß 1 : 0

19.12.2004 SK Bremen‑West SC Meerbauer Kiel 2 : 4
19.12.2004 Delmenhorster SK SK Johanneum Eppendorf :
19.12.2004 Hamburger SK SK Norderstedt 4 : 2
19.12.2004 Wilhelmshavener Schachfreunde SK Ricklingen 5 : 1
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5. Runde
09.01.2005 Königsspringer Hamburg SK Bremen‑West :

1 Georg Herzenstein Kasim Cinar 1 : 0
2 Clemens Harder Benjamin Kaufmann 0 : 1
3 Max Borgmeyer Henning Günther 1 : 0
4 Otto Klink Dorian Rohr 1 : 0
5 Thomas Hagenlüke Daniel Jantzen ½ : ½
6 Daniel Maiorov Melissa Domel 1 : 0

09.01.2005 SK Ricklingen Hannoverscher SK Post SV ½ :
09.01.2005 SK Norderstedt Wilhelmshavener Schachfreunde 6 : 0
09.01.2005 SK Johanneum Eppendorf Hamburger SK :
09.01.2005 SC Meerbauer Kiel Delmenhorster SK ½ :
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6. Runde
06.02.2005 Delmenhorster SK Königsspringer Hamburg 3 : 3

1 Stefan Walter Georg Herzenstein 1 : 0
2 Frithjof Fehsenfeld Max Borgmeyer 1 : 0
3 Daniel Kimmich Otto Klink 1 : 0
4 Tim Cammann David Röß 0 : 1
5 Alex Isakson Thomas Hagenlüke 0 : 1
6 Benny Hayen Markus Langmann 0 : 1

06.02.2005 Hannoverscher SK Post SV SK Bremen‑West 6 : 0
06.02.2005 Hamburger SK SC Meerbauer Kiel 5 : 1
06.02.2005 Wilhelmshavener Schachfreunde SK Johanneum Eppendorf 3 : 3
06.02.2005 SK Ricklingen SK Norderstedt 1 : 5

Bericht

Zur frühen Stunde Treffen am Brunnen am Niendorfer Marktplatz. Die Abfahrt gelang einigermaßen pünktlich. Wir kamen eine Viertelstunde vor Spielbeginn in Delmenhorst an.

Die Gegner spielten ohne ihren besten Spieler; wir mussten immerhin unsere Spieler an den Brettern 2 und 3 ersetzen. Für Markus Langmann war das die Chance, sich erstmals in der höchsten Jugendliga zu bewähren.

Zum Kampfverlauf:

Am vierten Brett spielte Davids Gegner recht schablonenhaft; das heißt, er schätzte seine Stellung wohl gar nicht ein. So übersah er eine einfache Drohung. Der Rest war einfach. Mit einfachen, aber hübschen kombinatorischen Mitteln zwang David seinen Gegner zur Aufgabe. 1:0 für KSH nach einer guten Stunde. So erfreulich ging es leider nicht weiter.

Am ersten Brett gewann Georg in der Eröffnung zwei Bauern. Das war wohl einer zu viel; Georgs Entwicklung blieb entscheidend zurück. Der Gegner bekam mit Schwarz die Initiative mit mehreren Drohungen. Dagegen half auch keine einfallsreiche Verteidigung. 1:1 nach zwei Stunden.

Am dritten Brett erreichte Otto eine solide Stellung. Nicht gerechtfertigt war das frühe Öffnen der Stellung durch Otto. Die gegnerischen Figuren standen aktiver. So waren Material‑ und später Partieverlust nicht zu vermeiden. 2:1 für Delmenhorst.

Zu diesem Zeitpunkt standen wir an den Brettern 5 und 6 besser, am zweiten Brett schlechter. Die Partien endeten entsprechend.

Markus spielte eine positionell überlegene Partie mit Schwarz. Markus besaß ein kompaktes Zentrum. Um dieses Zentrum herum verbesserte er seine Stellung Zug um Zug. Erst kam es zum Bauerngewinn, dann ließ der Gegner die Dame in bereits verlorener Position stehen.

Damit hatte Markus gezeigt, dass er im letzten Jahr enorm an Spielstärke zugelegt hat. Bei künftigen Einsätzen in der Jugendbundesliga müssen sich seine Gegner »recht warm anziehen«. 2:2.

Max wehrte sich tapfer gegen den drohenden Verlust. Er bot noch ein Springeropfer mit der Aussicht auf Dauerschach an; doch der erfahrenere Gegner durchschaute die Falle und gewann schließlich doch. 2:3 gegen uns.

Thomas hatte inzwischen mit einer Mehrfigur alle Leicht‑ und Schwerfiguren des Gegners abgetauscht. Das entstandene Endspiel war eine Sache der Technik. Übrigens hatte sich Thomas seine Bedenkzeit diesmal gut eingeteilt. Seine Nerven und die seiner Mannschaftskameraden wurden geschont. 3:3.

Das war ein Ergebnis, mit dem wir leben können. Die Abstiegsgefahr dürfte bereits drei Runden vor Saisonschluss gebannt sein.

(Günter Schierholz)

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7. Runde
27.02.2005 Königsspringer Hamburg Hamburger SK 0 : 6

1 Georg Herzenstein Robin Stellwagen 0 : 1
2 Hannes Vater Stefan Schnock 0 : 1
3 Otto Klink Janina Maria Stejskal 0 : 1
4 David Röß Frank Bracker 0 : 1
5 Thomas Hagenlüke Florian Held 0 : 1
6 Markus Langmann Malte Colpe 0 : 1

20.02.2005 SK Norderstedt Hannoverscher SK Post SV ½ :
27.02.2005 SK Johanneum Eppendorf SK Ricklingen : ½
08.01.2005 SC Meerbauer Kiel Wilhelmshavener Schachfreunde 2 : 4
27.02.2005 SK Bremen‑West Delmenhorster SK 1 : 5

Rabenschwarzer Sonntag

Eigentlich ist es dieser Jugendbundesligakampf gar nicht wert, dass ein Bericht über ihn geschrieben wird. Da ich aber angekündigt hatte, bei einer Niederlage zu berichten, füge ich mich meiner Pflicht.

Der Kampf begann zunächst nur mit fünf anwesenden Königsspringern, da ich in geistiger Umnachtung oder Ähnlichem zum HSK‑Clubheim gefahren bin. Und da es vom HSK zu uns ein etwas weiterer Weg ist, durfte ich meine Partie dann auch mit 25 Minuten weniger auf der Uhr beginnen.

Was ich dann sah, als ich mir das erste Mal die Stellungen meiner Mannschaftskollegen ansah, war – an dem frühen Zeitpunkt gemessen – erschreckend. Bei Georg hing ein Läufer, ohne dass er eine Chance hatte, ihn zu decken. Immerhin hatte er Gegenspiel und er konnte seine Stellung interessant gestalten. Otto an Brett drei spielte gegen Janina seinen soliden Aufbau, wobei es so schien, als ob er die Partie in Otto‑Manier im Griff hatte. David hatte durch den gemeinen Trick der Bauerngabel schon eine Leichtfigur hergeben müssen und versuchte sich im eher verzweifelten Königsangriff. Thomas an fünf hatte sich ebenso foppen lassen und sollte die ganze Partie über sehr gedrückt stehen, ihm wurde ein Abzug zum Verhängnis. Am besten sah es aus meiner Sicht da noch an Brett sechs aus. Markus spielte auf Mathäus, also den vollen Punkt. Zu meiner Partie gibt es nicht viel zu berichten. Ich habe mal wieder gemerkt, dass es wichtig ist, mehr als fünf Züge Theorie in Folge zu können.

Den Verlauf, den dieser Kampf nun nahm, werde ich aus Gründen der Peinlichkeit nur kurz beschreiben: Als Erstes wurde David fertig, sein Königsangriff misslang gründlich. Als Nächstes zahlte Markus Lehrgeld, er sparte die Rochade ein und verlor dann schließlich aufgrund des Gegenangriffs des Gegners. Als Nächstes reichte ich Stefan meine Hand. Ich hatte es geschafft, 24 Züge lang −+ nebeneinander zu halten. 0:3 nach drei Stunden Kampf.

Die nächsten drei Partien fanden dann auch ein schnelles Ende. Georg konnte seinen Figurenverlust nicht kompensieren und somit die inoffizielle Hamburger Meisterschaft nicht für sich entscheiden, dafür erwischte er beim Zurückfahren noch den richtigen Bus. Thomas verlor dann auch, die Entstehung habe ich nicht gesehen. Wahrscheinlich war der Punktverlust Folge des Eröffnungsfehlers. Otto hatte gegen Janina mittlerweile eine sehr gute Stellung herausgearbeitet. Er hatte die Möglichkeit, in ein Endspiel mit Bauer mehr abzutauschen und das kleine Häufchen verbliebene Ehre zu retten oder auf die Frau zu gucken. Er entschied sich für die zweite Möglichkeit, verlor seinen Turm und gab auf. 0:6 verloren, und das gegen den HSK! Eine unterirdische Leistung!

Seit ich Jugendbundesliga spiele, ist das noch nicht vorgekommen; wahrscheinlich auch seit Gründung des Vereins nicht. Also bleibt zu hoffen, dass so etwas auch nicht mehr passiert.

Nun gilt es also, sich in Wilhelmshaven und gegen Ricklingen vernünftig zu präsentieren und den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Schließlich gehören wir, auch wenn wir es am Sonntag nicht gezeigt haben, in diese Spielklasse.

(Hannes Vater)

↑
↓
8. Runde
03.04.2005 Wilhelmshavener Schachfreunde Königsspringer Hamburg :

1 Nikolas Lubbe Georg Herzenstein 1 : 0
2 Andreas Schneider Clemens Harder ½ : ½
3 Alexander Lubbe Max Borgmeyer 0 : 1
4 Jakob Konrad Otto Klink 1 : 0
5 Nils Meinardus David Röß : +
6 Germaine‑Helene Kickert Thomas Hagenlüke 0 : 1

03.04.2005 Hannoverscher SK Post SV Delmenhorster SK 5 : 1
03.04.2005 Hamburger SK SK Bremen‑West 6 : 0
03.04.2005 SK Ricklingen SC Meerbauer Kiel 4 : 1
03.04.2005 SK Norderstedt SK Johanneum Eppendorf :
↑
↓
9. Runde
05.06.2005 Königsspringer Hamburg SK Ricklingen 6 : 0

1 Clemens Harder   + :
2 Max Borgmeyer   + :
3 David Röß   + :
4 Thomas Hagenlüke   + :
5 Markus Langmann   + :
6 Henry Steinfeldt   + :

05.06.2005 SK Johanneum Eppendorf Hannoverscher SK Post SV 0 : 6
05.06.2005 SC Meerbauer Kiel SK Norderstedt :
05.06.2005 SK Bremen‑West Wilhelmshavener Schachfreunde :
05.06.2005 Delmenhorster SK Hamburger SK :
 
 
 
 
 
 
 
 
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07.01.2017, 13:24 (tr)
 
 
 
 
 
 
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