S
c
h
a
c
h
c
l
u
b
 
v
o
n
 
1
9
8
4
 
 e.
 V.
 
 
 
 
 
 
[Grafik]
[Grafik]
 
 
www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Schachreise 2004 nach Albersdorf
 4. bis 10. Oktober 2004 
Reisebericht

Tag 1)
Albersdorf, das ist der Ort, wo die Dinge noch beim Namen genannt werden! Verlaufen kann man sich jedenfalls kaum bei so treffenden Straßennamen wie ›Weg zur Badeanstalt‹, ›Nordstraße‹, ›Südstraße‹, ›Kirchenweg‹ und – natürlich – ›Bahnhofstraße‹. Die Anfahrt dorthin, mit dem Intercity bis Neumünster und anschließend weiter mit einem hochmodernem Ableger unserer AKN, ist kurz (ca. zwei Stunden) und unproblematisch.

Nach der Ankunft ist natürlich erst einmal Zimmer einrichten (mit erstaunlich akrobatischen Leistungen mancher Leute beim Betten beziehen) angesagt, gefolgt vom Abendessen und der abendlichen Kennenlernen‑Runde. Dieses Mal verzichten wir allerdings auf ›Reise nach Jerusalem, sozial‹. Zum Abschluss gibt’s noch die Ankündigung, dass wir diese Reise über DAS Turnier schlechthin stattfinden lassen werden: Die AÖZA‑Masters 2004! Jeder wird im Verlauf der Reise Punkte in gewerteten Aktionen sammeln, wie z. B. beim Tandemturnier, der Rallye, oder auch dem Mörderspiel. Der Gesamtsieger wird sich mit dem Titel ›AÖZA‑Man 2004‹ schmücken dürfen. Wer nicht weiß, wer oder was ›AÖZA‹ ist, fragt am besten einen der Reisenden.

Tag 2)
Noch lässt sich die Sonne nicht blicken, aber immerhin regnet es auch nicht. Damit ist das Wetter jetzt schon besser, als an jedem Tag unserer letzten Reise. Wir beschließen, nach dem Vormittagstraining den Ort zu erkunden: Außer dem Aussichtsturm und dem Einkaufszentrum finden wir einen richtigen Fußballplatz! Und mit »richtig« meine ich nicht den nach drei Seiten abschüssigen Kartoffelacker, sondern einen Kunststoffplatz – frei zu unserer Verfügung! Vier Mannschaften ballern sich nun den ganzen Nachmittag lang den Ball um die Ohren und manchmal auch ins Tor. Nach dem Abendessen steht die erste AÖZA‑gewertete Aktion auf dem Programm: das Ansageschachturnier.

Tag 3)
Es stellt sich heraus, dass unsere Mitbewohner – Auszubildende in der Herbergsleiterzunft – echt gierige Geschöpfe sind und mit fünf Mahlzeiten pro Tag die Kapazitäten der Herberge nahezu erschöpfen. Das bedeutet: Wir bekommen nur Reste, und das Lunch‑Paket für die heute geplante Wanderung stellt sich als doch eher spärlich bestückt heraus (ein Apfel, ein Müsli‑Riegel). Macht nix, wir versorgen uns selbst – zufrieden bei der Gewissheit, dass mit dem Verschwinden dieser Typen am nächsten Tag der Standard wieder steigen wird.

Die Wanderung, zu einer Aussichtsplattform am Nord‑Ostsee‑Kanal, dann am Ufer entlang und durch sandige Dünenlandschaft wieder zurück, dauert ganze sechs Stunden! Abends ist dann noch Tandemturnier mit lauter Dream‑Teams und guter Einweisung der jüngeren Teamkollegen seitens der Älteren, wie z. B. von Ole H. H. Meyer: »Ey Guido, siehst du? So! Da musst du derbe baaam baaam machen und so, ha! Derbe gegeben, Kleiner!«

Tag 4)
Endlich haben wir die Herberge für uns alleine! Und da heute beim besten Willen keiner mehr wandern oder laufen möchte, findet am Nachmittag das Schnellturnier statt. Clemens setzt sich am Ende durch – in jeder Partie mit einer anderen Eröffnung. Da für die ersten 15 Züge Notationspflicht besteht, wird fürs künftige Traning viel Material gesammelt (nicht wahr, Moritz!?). Ansonsten ist heute Spieleabend: natürlich mit ›Werwölfe von Düsterwald‹, aber auch Neuerungen, wie z. B. dem Ameisenspiel.

Tag 5)
Der heutige Tag wird von der Rallye bestimmt: Vier Gruppen brechen auf, um die letzten Geheimnisse von Albersdorf zu lüften: Wo ist das Haus der Muschel? Wer ist Dr. Klink? Und natürlich: Welchen Beruf hat Günther?

Diese, und noch eine Menge andere Fragen verlangen den Gruppen alles ab – nach einem »kurzen« Abstecher ins Steinzeitdorf schaffen es Ingo & Co. sogar nicht mehr rechtzeitig zum Abendessen!

Das abendliche Blitzturnier wird dieses Mal mit Leiter‑Beteiligung und Handicap gespielt; die Älteren haben also meist deutlich weniger Zeit als die Jüngeren. Bester Jugendlicher nach vielen Überraschungssiegen wird Christian Chlond.

Tag 6)
Am letzten Tag ist erst einmal Entspannung angesagt: Das Wetter ist schön und wir vertreiben uns die Zeit auf dem Herbergsgelände mit Schach im Freien, Beachvolleyball, Tischtennis, Billard. Doch dann eskaliert die Lage urplötzlich und auf einmal finden sich alle zur Großschlacht auf dem Beachvolleyballfeld ein. Jeder wird mit reingezogen, da gibt es keine Gnade, kein Pardon!

Der Höhepunkt des Tages wird natürlich die Verleihung der ›AÖZA‑Man 2004‹‑Trophäe sein: Doch bevor es so weit ist, muss noch das Mörderspiel ausgewertet werden. Ganz knapp am Titel scheitert Thomas, der von Max H. noch in der letzten Stunde vor Spielende um die Ecke gebracht wird. Damit ist Adrian AÖZA‑Man 2004, die Plätze 2 und 3 gehen an Ali und Max H.!

Da heute alle lange aufbleiben dürfen, wird noch bis tief in die Nacht Werwolf, Activity und Myrretuen gespielt.

Tag 7)
Abmarsch! Wir verabschieden uns von der Herbergsmutter, die etwas erleichtert zu sein scheint, und treten den Heimweg an. Und dann: Erst einmal laaange ausruhen!

Zurückblickend muss ich sagen, dass die Reise echt klasse war! Die »Neulinge« waren total gut dabei, alle Aktionen haben funktioniert und man hatte echt das Gefühl, dass wir – unabhängig vom Alter – EINE Gruppe waren.

Also: Ich hoffe, ihr seid wieder alle dabei, wenn wir im nächsten Jahr eine neue Herberge unsicher machen!

(Baldur Schroeter)

Bilder von der Schachreise
 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/04-reise.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
K
 
Valid HTML
Valid CSS
 
 
F W
TR