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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 4 · Bezirksliga C 2004
Termine Tabelle Spieler Ergebnisse
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Termine
1 13.01.2004 FC St. Pauli 5 Königsspringer Hamburg 4 :
2 23.01.2004 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 14 :
3 10.02.2004 Hamburger SK 13 Königsspringer Hamburg 4 :
4 26.02.2004 SV Diagonale‑Harburg 2 Königsspringer Hamburg 4 :
5 26.03.2004 Königsspringer Hamburg 4 SV Eidelstedt : ½
6 29.03.2004 Schachfreunde Wedel Königsspringer Hamburg 4 :
7 16.04.2004 Königsspringer Hamburg 4 SC Schachelschweine :
8 06.05.2004 Schachfreunde Hamburg 4 Königsspringer Hamburg 4 :
9 28.05.2004 Königsspringer Hamburg 4 SC Diogenes 3 4 : 4
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Schachfreunde Wedel 5 6 6 7 6 48,0 16
2. Hamburger SK 14 3 4 5 6 44,5 15
3. Königsspringer Hamburg 4 4 45,0 13
4. Hamburger SK 13 4 5 4 6 5 39,0 10
5. Schachfreunde Hamburg 4 2 4 4 4 6 39,0 9
6. SC Diogenes 3 2 4 4 3 4 4 6 36,0 8
7. SV Diagonale‑Harburg 2 1 5 30,5 8
8. SC Schachelschweine ½ 4 4 4 5 4 29,0 6
9. FC St. Pauli 5 2 3 2 2 3 3 4 25,0 3
10. SV Eidelstedt 2 ½ 3 2 4 4 24,0 2
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Spieler
RL Name 1.R 2.R 3.R 4.R 5.R 6.R 7.R 8.R 9.R
31 Vater, Hannes ½ ½ 0   1 ½ ½ 0  
32 Fischer, Lars ½ ½ 1 0   0 ½
33 Meyer‑Plückthun, Joachim 1 0     1 + ½ 1 0
34 Schroeter, Baldur 1 1 1 1 1 ½ 1 1 ½
35 Rehders, Sven   0         1  
36 Seemann, Hans‑Siegfried 1 0 0 1 0 + ½ 1
37 Ahrens, Olaf 1 ½   ½ 1 1 ½ ½ 1
38 Goetz, Claus (MF) 1 1 1 1 ½ 1 1 1 1
51 Schierholz, Jörg     1 1          
52 Schierholz, Günter     ½ 1       ½  
59 Hüneke, Tilo                 0
61 Hanssen, Marco ½   0     ½      
85 Röß, David       1   1    
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1. Runde
13.01.2004 FC St. Pauli 5 Königsspringer Hamburg 4 :
SC Schachelschweine SV Diagonale‑Harburg 2 :
Schachfreunde Hamburg 4 Schachfreunde Wedel 2 : 6
SC Diogenes 3 SV Eidelstedt 6 : 2
Hamburger SK 14 Hamburger SK 13 :

Bericht

Zum Auftakt ging es auf zu St. Pauli und somit war Freude angesagt. Hannes stellte schon mal im Vorfeld klar, dass man ihn öfter beim Schach sehen könnte, wenn unser Clubheim mit ähnlichen Vorzügen topografischer Art auftrumpfen könnte. Zwischendrin kam noch die Frage auf, ob Olaf nicht gerade zu seinem ersten Heimspiel antreten würde, und dann ging die Party auch schon los. Abgerundet wurde die Total‑Euphorie durch die Tatsache, dass getreu der Devise »Ein Sven ist immer dabei« Marco Hanssen mit von der Partie war. Am Brett ging es dann auch von Anfang an hoch her und eigentlich war klar, dass alles unter zwei MP heute als Misserfolg gewertet werden müsste.

Baldur unterstrich als frisch gebackener Neu‑1800er seinen Dominanzanspruch und fuhr den ersten Punkt ein. Olaf legte mit bäriger Taktik der alten Schule noch einen drauf und gewann Turm und Partie. Siggi überrumpelte den Gegner in alter Großfoppermanier und zeigte deutlich, wie man mit unseriösen Remisangeboten umspringt. JoMeyP übte konstant Druck aus und erhielt folgerichtig das gewonnene Endspiel. Hier wird geerntet, was beim Internetblitz gesät wurde! Routine! Hannes (spielte schon mal eine JBL‑Elo‑Performance von 2580!) hatte zwar die Mehrfigur, muss aber in Zukunft vermehrt darauf achten, weniger Gespenster zu sehen, dann klappt’s auch mit dem ganzen Punkt! Nach durchwachsener Partie war auch bei Lars versöhnliche Punkteteilung angesagt. Mein Gegner wehrte sich in der Eröffnung schon recht wenig und half mir nach einem Quallenopfer auch dankenswerter Weise per Selbstmatt.

Blieb noch Brett acht, an dem Feinkost‑Hanssen wieder seinen gefürchteten Kraut‑ und Rüben‑Eintopf servierte. Wenn die Welt wäre wie diese Partie, dann wären alle glücklich, denn jeder bekäme andauernd mal kleine, mal große Geschenke, und am Ende einigte man sich friedlich.

Macht alles in allem sechseinhalb Brettpunkte und einen Spieltag lang Tabellenführung!

(Claus Goetz)

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2. Runde
23.01.2004 Königsspringer Hamburg 4 Hamburger SK 14 :
SV Diagonale‑Harburg 2 Hamburger SK 13 :
SV Eidelstedt FC St. Pauli 5 4 : 4
Schachfreunde Wedel SC Diogenes 3 6 : 2
SC Schachelschweine Schachfreunde Hamburg 4 4 : 4

Bericht

Gegen HSK 14 stellte sich die Frage, wohin die Reise gehen sollte. War die Tabellenführung ein versehentliches Stolpern in die zufällig richtige Richtung oder waren wir echt die Helden? Ein Heimspiel in Bestbesetzung schien die ideale Gelegenheit, eben dies herauszufinden.

Olaf machte dann erst mal remis. Sven ließ sich ein wenig beschummeln und verlor, bevor er das gegnerische Figurenopfer endgültig widerlegen konnte. Was bei Baldur so los war, habe ich irgendwie nicht so ganz mitbekommen, aber das machte nix, solange der ganze Punkt auf die Mannschaftskarte geschrieben werden konnte. Joachim verlor unnötig. Unnötig deshalb, weil man gegen Milton einfach nicht zu verlieren braucht. Schon gar nicht, wenn man eigentlich viel besser ist. Egal. Lars gewann zwar einen Bauern, aber die Stellung war dennoch ziemlich unangenehm. Remis geht in Ordnung. Ich stand nach guter Eröffnung auf einmal wieder völlig auf dem Acker, bekam dann aber eine Figur geschenkt. André Facks Feststellung, ich hätte es nicht verdient, diese Partie zu gewinnen, ist zwar inhaltlich nicht völlig daneben, hätte aber auch ruhig mal unausgesprochen bleiben können (Wir erinnern uns: »Wenn man keine Ahnung hat, …«).

Jetzt sand es also 3:3, und Hannes hatte den gedeckten Freibauern mehr im Doppelturmendspiel. Bei Siggi wurde derweilen ein Turmendspiel mit je einem isolierten Doppelfreibauern für jeden Teilnehmer ohne so recht zu erkennende Gewinnmöglichkeiten erzeugt. Hannes musste aber auf einmal feststellen, dass er gar nicht gegen Mayeul spielte (der hatte Angst bekommen und war zu Hause geblieben) und darüber hinaus kam er übers Remis nicht hinaus. Zu allem Überfluss ließ Siggi sich dann auch noch foppen, und irgendwie fehlte plötzlich ein ganzer Brettpunkt zum Sieg. 3½:4½ verloren. Mist!

(Claus Goetz)

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↓
3. Runde
10.02.2004 Hamburger SK 13 Königsspringer Hamburg 4 :
Schachfreunde Hamburg 4 SV Diagonale‑Harburg 2 :
SC Diogenes 3 SC Schachelschweine 4 : 4
FC St. Pauli 5 Schachfreunde Wedel 2 : 6
Hamburger SK 14 SV Eidelstedt 6 : 2

Bericht

Und noch einmal HSK, diesmal aber auswärts. Auf Joachim, Olaf und Sven mussten wir verzichten, dafür gab’s aber Jörg, Günter und Marco als Ersatzverstärkung.

Ziemlich unglücklich verlief die Partie von Siggi. Ziemlich zügig ging die gegnerische Dame den Weg d4–g7–h8, um dann auf Mehrturm zu reklamieren. Auch ganz schön blöd war, dass Lars kurz darauf durch Mangel an Anwesenheit verlor. Seine später online abgegebenen Erklärungen hierzu schienen mir nicht ganz einleuchtend, aber das wird im Einzelgespräch geklärt. Hannes hatte das Problem, dass sein Gegner im Königsgambit mindestens genauso bewandert war wie er und sich in den Verwicklungen besser zurechtfand. Die nächste Null. Marco stand immer etwas passiv, warum er dann aber ganz zusammengebrochen ist, habe ich nicht mitbekommen. 0:4, das fing ja toll an.

Ich stellte im zehnten Zug einzügig einen Bauern ein, ging mir ’ne Cola kaufen und machte ihn danach so richtig frisch. Jörgs Gegner gab die Qualle, um sich zu befreien. Aus der Qualle wurde ein Turm und aus der Befreiung nichts. Baldur erholte sich nach Fehlorientierung in der Eröffnung ganz gut und nistete sich mit seinem Springer auf g7 ein. Den konnte er dann geschickt opfern und den Sieg einfahren. Bei Günter ging es dann noch mal hoch her. Im Endspiel mit Springer und entferntem Freibauern für Günter gegenüber Läufer und zentralem Freibauer auf Gegnerseite wurde hart gekämpft. Günter holte zwar den Freibauern ab, konnte aber nicht gewinnen. War aber auch sehr kompliziert, und man sollte in der Analyse klären, ob am Ende eigentlich noch der Königsspringer oder der Damenspringer auf dem Brett war. Gleich danach bitte die Bretter einräumen und das Schnacken einstellen.

Wieder 3½:4½ verloren, wieder die Erkenntnis: Da muss mehr drin sein. Zum Beispiel nächstes Mal gegen Diagonale, denn eigentlich sind wir ganz gut.

(Claus Goetz)

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4. Runde
26.02.2004 SV Diagonale‑Harburg 2 Königsspringer Hamburg 4 :
SV Eidelstedt Hamburger SK 13 3 : 5
Schachfreunde Wedel Hamburger SK 14 5 : 3
SC Schachelschweine FC St. Pauli 5 5 : 3
Schachfreunde Hamburg 4 SC Diogenes 3 4 : 4

Links und rechts

… und zick und zack! So in etwa war das Motto beim wohl prallsten Mannschaftskampferlebnis seit …, ja: seit wann eigentlich?

Ganz viel Spaß kam schon im Vorfeld auf, denn Hannes hatte Wichtigeres zu tun (»Ey Mann! Das kannst du mir nicht erzählen! *whäääwhäääwhäää* Ich hab Freitag schulfrei und Donnerstag sturmfrei, so weißt du … *whäääwhäääwhäää*«), Joachim war krank und Sven in Stade. Hochkarätiger Ersatz wurde allerdings in Jörg und Günter Schierholz sowie David Röß gefunden.

Dass dann bis 18:30 Uhr weder Jörg noch Günter am Treffpunkt waren, überraschte ein wenig, konnte aber im Nachhinein auf Kommunikationsdefizite zurückgeführt werden. Bis hier also noch kein ernsthaftes Problem.

Olaf hatte Ahnung vom Weg und eine Fahrkarte, sodass er erstmal den HVV bemühte, während der Rest sich auf Gruppenkuscheln während der Autofahrt freuen durfte. Das ging soweit auch ganz gut, allerdings wurde am vermeintlichen Spielort das alte Gebäude gerade durch eine formschöne Baugrube ersetzt. Tja. Das blaue Heft zeigte auf, dass Diagonale umgezogen war, leider hatten das alle mitbekommen, nur ich nicht. Warum auf allen anderen Zetteln der neue Spielort stand, nur auf meinem nicht, bleibt mir ein Rätsel.

Es war also kurz nach sieben, und ein ehrgeiziges Projekt lief an. Da der handelsübliche Falk‑Stadtplan knapp nördlich vom neuen Spielort aufhört, war also durchfragen und hoffen angesagt. Freundliche Unterstützung erfuhren wir durch Damen verschiedensten Alters, einen der modernen Hip‑Hop‑Kultur entsprechend gekleideten Herren, der ja sonst nie Leute anschnorrt, aber schwarzfahren ist ja nunmal illegal, und einen wirklich kompetenten (ernsthaft!) Busfahrer. Mit grober Vorstellung vom Weg ging es dann also weiter. Zwischendrin noch falsch abgebogen, dann die Vorzüge der Demokratie ausgelotet (»Du kannst gern sagen, dass wir links abbiegen sollen, aber die Mehrheit hier ist dagegen!«), und am Ende eine Kirche gefunden. Die Vermutung, durch die Paul‑Gerhardt‑Straße käme man zum Gemeindehaus der Paul‑Gerhardt‑Kirche, erschien uns zunächst viel zu einfach. Um zusätzlich Spannung aufzubauen, gab es dann auch gleich zwei Gemeindehäuser (bis hier: etwa 19:50 Uhr!). Der Weg zum richtigen führt im Sprint einmal um die Kirche rum, am falschen vorbei, die Hauptstraße hoch, dann rechts und bergauf und immer dem Licht folgen.

Immerhin schafften Baldur und ich den Weg noch rechtzeitig, Lars, Siggi und David kamen erst um 20:02 Uhr an.

Die Gegner waren allerdings nicht mehr ganz darauf vorbereitet, jetzt noch spielen zu müssen, sodass sie kurzfristig sogar die Turnierordnung vergaßen. Wie dem auch sei, 0:3 zurückliegend mit 55 Minuten auf der Uhr gab’s dann noch einmal eine Lehrstunde in Sachen »So nich’, Jungs! Oder: Wie setze ich Aggressionen in ganze Punkte am Brett um?«. Nachdem Baldur (nach einer Minute verbrauchter Bedenkzeit Qualle gewonnen), Günter (habe ich nicht gesehen, war aber bestimmt gut) und ich (Kraut und Rüben, aber mit Fleischeinlage!) gewonnen hatten, fuhr auch Jörg den Sieg ein. Wohlgemerkt war zum Ende sein Gegner in hochgradiger Zeitnot! Von daher konnte auch Olaf locker remis machen, wobei selbst hier Gewinnchancen wenn überhaupt nur auf seiner Seite gewesen wären.

Bleiben am Ende ein verwirrtes Kopfschütteln, aber hauptsächlich auch ein breites Grinsen und außerdem zwei Mannschaftspunkte.

(Claus Goetz)

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5. Runde
26.03.2004 Königsspringer Hamburg 4 SV Eidelstedt : ½
SC Diogenes 3 SV Diagonale‑Harburg 2 :
FC St. Pauli 5 Schachfreunde Hamburg 4 2 : 6
Hamburger SK 14 SC Schachelschweine : ½
Hamburger SK 13 Schachfreunde Wedel :

Lang lebe der Holzhammer

Mal wieder zu Hause ging es gegen Tabellenschlusslicht SV Eidelstedt 1. Wie so oft war hier die Mannschaft in unserer Staffel nominell deutlich schwächer als die Vereinsvertretung in der Parallelstaffel, also wollten wir mal wieder kräftig absahnen. Leider fehlte erneut Sven, dafür gab’s David, diesmal jedoch mit der Garantie, dass wir den Spielort rechtzeitig finden würden.

David holte auch gleich den ersten Punkt. Und was für einen! In der Analyse machte er schnell deutlich, dass er auch gar nichts anderes erwartet hatte (»Jetzt zieht er hier so rum, aber was soll das? Hier wusste ich schon: Das wird doch gleich matt!«).

Baldur musste auch schnell gewinnen, sonst hätte es nach eigenen Angaben bald zum wiederholten Male Erbrochenes auf dem Fußboden gegeben.

Siggi hatte mal wieder ein Turmendspiel. Die Neuerung: Zwei gesunde Mehrbauern. Das reichte zum Sieg!

Joachim warf alles nach vorne, was er so hatte und der Gegner half dann bei der Beweisführung, dass dies auch im Gewinnsinne zu verstehen war.

Olaf stand doch ganz schön unbequem, aber mit den taktischen Gegenschlägen hatte der Gegner anscheinend nicht gerechnet. Noch ein Punkt!

Bei mir hieß es: »Look, listen and say: Winning with the Sveshnikov«, aber das Endspiel mit Qualle mehr hab ich dann doch noch zum Remis verdaddelt.

Von Lars und Hannes hab ich nicht viel gesehen, aber irgendwie machte das alles einen unkonventionellen Eindruck. Aber: Das Resultat gibt immer dem Sieger Recht.

Zack, zack: 7½:½ gewonnen! Eiskalt und knüppelhart!

(Claus Goetz)

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6. Runde
29.03.2004 Schachfreunde Wedel Königsspringer Hamburg 4 :
SV Diagonale‑Harburg 2 SV Eidelstedt :
SC Schachelschweine Hamburger SK 13 4 : 4
Schachfreunde Hamburg 4 Hamburger SK 14 :
SC Diogenes 3 FC St. Pauli 5 :

Lang lebe der Fopp!

Der Gegner: Tabellenführer Wedel (bis hier 10:0 MP). Die Mannschaft: KSH 4 ohne Sven, mit Marco, also doch mit so einer Art Sven. Die Mission: Kucken was geht. Das Ergebnis: Prachtvoll!

Zum Kampfverlauf: Immer noch randvoll mit Adrenalin und Endorphinen ob der großartigen Kämpfe am vergangenen Freitag trafen sich sieben lustige Gesellen am Brunnen. Warum nur sieben? Hannes musste noch vom Tennis abgeholt werden. Das geht soweit auch in Ordnung, denn sonst würde er anfangen, sich zu langweilen. Und wenn man schon in komplizierten Endspielen die ganze Zeit nur denkt, »Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät«, dann ist mit Langeweile nicht zu spaßen!

In Wedel angekommen, mussten wir feststellen, dass die Gegner nur zu siebt waren, folglich holte Joachim »Fahrer des Tages« Meyer‑Plückthun um acht den ersten Punkt. Da ich meinen Gegner kurz darauf ganz schön gebraten hatte (kleine Lehrstunde in »Was kann man bei heterogener Rochadestellung alles falsch machen«), bekamen plötzlich alle Hunger.

Als ich vom Essen wiederkam, hatte Baldur gerade remisiert. Nach Bauernopfer für Druckspiel gewann er den Bauern zurück, wonach die Partie dann jedoch schnell ins remisige verflachte. Geht so durch.

Danach wurde eine ganze Weile geknetet und die Wedeler versuchten alles, um ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Hier war noch alles offen, denn die Wertungszahlen – wie auch die meisten Stellungen – sprachen doch deutlich für sie. So verloren dann Lars und Siggi recht deutlich.

Aber durch den Kampflosen und den Rückstand war viel Unruhe ins Wedeler Spiel gekommen! So konnte Hannes einen Läufer für zwei Bauern gewinnen, nachdem er schon völlig auf dem Acker stand. Olaf gelang es, die Stellung zu öffnen, den gegnerischen Freibauern abzuholen und dann hieß es auch schon Dame voran, schach sagen, Bauern schlagen! Prädikat: Matchwinner!

Hannes machte mal lieber remis, denn auch er hatte gesehen: Feinkost Hanssen hatte heute Kraut mal Kraut und Rüben mal Rüben sein lassen und statt dessen nur die Paranüsse mitgebracht. Da sah dann auch der Gegner ein, dass er nicht hart genug zubeißen konnte! An dieser Stelle vielen Dank für drei wicht Einsätze als Ersatzspieler!

Das zweite Mal viereinhalb für uns und der zweite wirklich foppöse Kampf! Jubel!

Ganz großes Lob an meine Mannschaft! Mit diesem Stehvermögen und dem Drang zum Fopp können wir jeden schlagen! Schade nur, dass wir zwei nicht wirklich obligatorische Schlappen gegen HSK 13 und 14 hinnehmen mussten, sonst wäre jetzt aber so was von Aufstiegsgefahr angesagt, da mag ich gar nicht dran denken!

(Claus Goetz)

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7. Runde
16.04.2004 Königsspringer Hamburg 4 SC Schachelschweine :
FC St. Pauli 5 SV Diagonale‑Harburg 2 3 : 5
Hamburger SK 14 SC Diogenes 3 4 : 4
Hamburger SK 13 Schachfreunde Hamburg 4 4 : 4
SV Eidelstedt Schachfreunde Wedel :

Kazoom!

Erneut unwahrscheinlich Freudiges gibt es von der Vierten zu berichten! Es galt mal wieder einen Kampf als Favorit zu bestreiten und da lassen wir uns ja bekanntlich nicht lumpen.

Endlich konnte Sven mal spielen, Lars hingegen nicht. David konnte also wieder als starker Mann von der Ersatzbank glänzen.

Siggi wurde leider etwas unterfordert, da der Gegner einfach mal nicht antrat. Bemerkenswert ist nur – und ich sage das nur ungern, schließlich widerstrebt es mir, mich selbst zu loben – der Umstand, dass ich noch vor Siggi siegreich war. Ganze Punkte dank einfacher Taktik, das muss halt auch mal sein.

Mit dem Bewusstsein einer starken 2:0‑Führung im Rücken konservierte JoMey den Vorteil durch friedliches Teilen der Punkte. Das fand Hannes auch für sich ganz angebracht, zumal David an Brett acht ja ohnehin eher als Goliath daherkommt und folgerichtig recht unbekümmert gewann. Mit 2/2 war er ein ganz wichtiger Ersatzspieler und man muss bedenken, dass er wohl in Harburg auch mit Heymuth jr. kurzen Prozess gemacht hätte, wenn er denn zwei Minuten früher angekommen wäre.

Olaf stand eigentlich immer ziemlich gut, aber die Schlinge ließ sich einfach nicht zuziehen. Irgendwie ist der Gegner dann dem Zugriff entfleucht, aber so ein Remis zum Mannschaftssieg ist ja auch was Nettes.

Für einen brettpunktintensiven Sieg sorgten dann noch Sven, der erst die Eröffnungsvorbereitung des Gegners umschiffte (3.a4!) und dann per Druckspiel zum Sieg eilte, sowie Baldur, der halt auch mal totremise Bauernendspiele zum Foppen nutzt.

Klare Angelegenheit, viele Brettpunkte geholt – und das ist ganz wichtig! Denn wir rechnen: Mit den Schachfreunden und Diogenes warten zwei nicht zu unterschätzende, insgesamt aber durchaus schlagbare Mannschaften auf uns. Wedel scheint momentan etwas zu schwächeln und HSK 14 ist auch nicht so super solide, wie sie gerne wären. Da wir aber dank der vielen Brettpunkte das Tempo hoch halten, können sich eigentlich beide keine größeren Fehltritte mehr erlauben, schließlich lauert da ja noch der lachende Dritte. Dass Königsspringer auf der Bergetappe immer gefährlich sind, gehört ja mittlerweile zur Allgemeinbildung.

Mit der Erwartung, selbst nicht aufzusteigen, schöpfe ich also diebische Freude an der Verbreitung von ein wenig Nervosität und schlage vor, wir nehmen schon mal konzentriert die Schachfreunde ins Visier!

(Claus Goetz)

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8. Runde
06.05.2004 Schachfreunde Hamburg 4 Königsspringer Hamburg 4 :
SV Diagonale‑Harburg 2 Schachfreunde Wedel 1 : 7
SC Schachelschweine SV Eidelstedt 4 : 4
SC Diogenes 3 Hamburger SK 13 3 : 5
FC St. Pauli 5 Hamburger SK 14 3 : 5

Immer noch hungrig

Es ist zwar schon ein Weilchen her, aber dem geneigten Leser soll doch nicht vorenthalten werden, was sich so ereignet hat. Damals, als wir bei den Schachfreunden waren.

Das Ganze fing klassisch an: Sven konnte nicht, dafür spielte Günter. Dieser fand dann auch gleich die erste Neuerung, indem er uns dank raffinierter Parkplatzwahl erstmal ein wenig Leibesertüchtigung verschaffte. Merke: Wenn man vor der Partie erstmal zehn Minuten spazierengeht, spielt es sich doch gleich viel beschwingter.

Olaf steuerte zunächst aber doch mal lieber ein Kurzremis an, der Umzugsstress steckt noch zu tief in den Knochen. Lars griff leider total daneben und fing nach einzügigem Einsteller an, an seinem Schachstil als solchem zu zweifeln. Braucht er aber nicht, wir haben ja gesehen, dass es auch anders geht.

Mein Gegner verteidigte sich dankenswerterweise alles andere als zäh. Darüber hinaus nutze Baldurs Gegner in relativ unspektakulärer Stellung die erstbeste Gelegenheit eine Figur einzustellen. Joachim machte reiche Beute in Form des gegnerischen c7 und brachte das Ganze dann souverän nach Hause.

Unterdessen erreichte Hannes eine recht komfortable Stellung, während Siggi irgendwie im Kraut und Rüben Dickicht herumstocherte. Günter sah sich mit dem starken Manöver Sd2–f2 (in einem Zug!) konfrontiert und versuchte danach einen unseriösen Angriff aus dem Boden zu stampfen.

Bei Siggi sprang ein Remis heraus, was insgesamt wohl als glücklich gelten mag. Aber dann vertauschte Hannes die Zugreihenfolge im Endspiel und verlor, bevor der Gegner überhaupt gemerkt hatte, dass er völlig auf Verlust stand.

Beim Stand von 4:3 sollte Günter also den Sieg retten. Geschickt provozierte er Verwicklungen, die dem Gegner in Zeitnot so sehr zusetzten, dass er einzügig einen Turm wegstellte und nicht mal mehr kraftvoll in den Apfel beißen konnte (dies ist wider Erwarten keine der unsinnigen Metaphern, die in diesen Texten gerne mal vorkommen, sondern einfach mal Tatsache). Dass am Ende dann Dauerschach herauskam, war zwar nicht das Maximum, reichte aber zum Sieg!

(Claus Goetz)

↑
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9. Runde
28.05.2004 Königsspringer Hamburg 4 SC Diogenes 3 4 : 4
Hamburger SK 14 SV Diagonale‑Harburg 2 :
Hamburger SK 13 FC St. Pauli 5 6 : 2
SV Eidelstedt Schachfreunde Hamburg 4 :
Schachfreunde Wedel SC Schachelschweine :

Finale auf Teppich

Auf frisch verlegtem Teppichboden und mit dem Materialschrank im Rücken konnten die Diogenesen ruhig kommen, wir waren bestens vorbereitet. Das trifft allerdings nicht ganz auf die Mannschaftsaufstellung zu. Hannes war gesperrt wegen Landesliga und Sven musste mal wieder auf eine weit entfernte Baustelle. Da die Siebte parallel auswärts um den Aufstieg spielte, war der Pool an Reservespielern arg begrenzt, zumal in den ersten acht Runden gehörig Personal entweder schon bei uns oder bei Wolfgang aushelfen musste. Kurzum: Ich fand mit Tilo (nochmals Danke!) nur einen Ersatzspieler.

Da sich aber auch die Gegner mit ihrem Erscheinen etwas Zeit ließen, liefen bis ca. 19:45 Uhr erstmal nur vier Partien.

Lars machte recht fix remis. Die Partie habe ich zwar nicht gesehen, aber wir wollten ja ohnehin vorne klammern und hinten beißen (eigentlich wollten wir das nicht, aber irgendwann musste der Spruch ja nochmal kommen). Bei Joachim war auf einmal die Figur weg und das Endspiel war nicht zu halten.

Mein Gegner spielte seinen ersten Erwachsenenmannschaftskampf und überließ mir in der Eröffnung zwei Bauern. Das Ganze zog sich noch etwas hin, aber irgendwann konnte ich dann doch den Ausgleich erzielen.

Olaf konnte seinen Gegner dann aber mal so richtig braten, das war schon nicht mehr feierlich. Siggi nutzte eiskalt seinen Erfahrungsvorsprung und gewann ungefährdet.

Baldur hatte das Läuferpaar als Kompensation (?) für einen Minusbauern, sodass er und der Dräger sich mal lieber auf remis einigten.

Tilo spielte ein interessantes Figurenopfer, aber dann setzte er nicht energisch genug nach, sodass er dann doch verlor.

Ein relativ friedliches 4:4 ist am Ende zwar nicht ganz das, was wir gegen die ziemlich junge Truppe von Diogenes rausholen wollten, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es unabhängig vom Ergebnis immer den dritten Platz gegeben hätte, kann man auch nicht so richtig meckern.

Schöne Saison, auf dass auch im nächsten Jahr der Aufschlag hart und das Tempo hoch bleibe. Und das Niveau? Ach, reden wir nicht drüber …

(Claus Goetz)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/04-ksh4.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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