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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Jugendvereinsmeisterschaft 2004
 30. Oktober bis 11. Dezember 2004 
Spieler · 1 · · 2 · · 3 · · 4 · · 5 · · 6 · · 7 · Tabelle
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Spieler und inoffizielle DWZ‑Auswertung
Name (alphabetisch)       Ro    Niv   W    We   n   E  J   Rn   +/−
Adomeit, Falk               0  1054  0,0  0,00  1      0     0    0
Akram, Shumon            1110  1590  0,0  0,16  3  22 15  1105   −5
Albrecht, Florian        1054  1372  0,0  0,48  3  24 15  1040  −14
Badura, Christopher         0  1367  1,0  1,00  3      0     0    0
Dibbern, Moritz             0  1514  1,0  1,00  4      0     0    0
Gnybek, Viktoria            0     0  0,0  0,00  0      0     0    0
Hagenlüke, Thomas        1571  1351  2,0  2,96  4  21 15  1541  −30
Harder, Clemens          1713  1378  3,5  4,23  5  24 15  1693  −20
Hort, Max                   0  1343  0,5  0,50  3      0     0    0
Huismann, Immo           1247  1328  3,0  2,04  5  17 15  1281   34
Junge, Tim                  0  1090  0,0  0,00  3      0     0    0
Langmann, Markus         1424  1463  3,5  2,28  5  19 15  1464   40
Lock, Adrian                0  1403  4,0  4,00  6     15  1560  neu
Mau, Felix                  0  1258  1,0  1,00  4      0     0    0
Meyer, Ole               1309  1447  2,0  1,69  5  18 15  1319   10
Nowacki, Isabelle           0  1355  0,0  0,00  3      0     0    0
Raider, Eugen               0     0  0,0  0,00  0      0     0    0
Schiffmann, Darius          0  1229  0,0  0,00  2      0     0    0
Siebeneicher, Torben     1347  1384  1,0  1,34  3  18 15  1335  −12
Sönksen, Marthe             0  1054  0,0  0,00  1      0     0    0
Stanau, Guido               0  1221  0,0  0,00  3      0     0    0
Steinfeldt, Henry        1106  1297  0,0  0,51  2  22 15  1089  −17
Streich, Justus          1486  1389  5,0  4,31  7  20 15  1506   20
Viol, Joshua                0  1227  0,0  0,00  2      0     0    0
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1. Runde, 30. Oktober 2004
 1 Hort, Max            (0)   – Hagenlüke, Thomas    (0)   0:1
 2 Badura, Christopher  (0)   – Raider, Eugen        (0)   1:0
 3 Dibbern, Moritz      (0)   – Langmann, Markus     (0)   0:1
 4 Siebeneicher, Torben (0)   – Schiffmann, Darius   (0)   1:0
 5 Meyer, Ole           (0)   – Stanau, Guido        (0)   1:0
 6 Huismann, Immo       (0)   – Nowacki, Isabelle    (0)   1:0
 7 Viol, Joshua         (0)   – Steinfeldt, Henry    (0)   0:1
 8 Lock, Adrian         (0)   – Mau, Felix           (0)   1:0
 9 Sönksen, Marthe      (0)   – Gnybek, Viktoria     (0)   −:−
10 Junge, Tim           (0)   – Akram, Shumon        (0)   0:1
11 Adomeit, Falk        (0)   – Albrecht, Florian    (0)   0:1
12 Streich, Justus      (0)   – Harder, Clemens      (0)   1:0

Am Samstag, den 30. Oktober hat die Jugendvereinsmeisterschaft unseres Vereins begonnen. Und das mit so vielen Teilnehmern wie schon lange nicht mehr, nämlich 24. Da war mächtig was los.

Und wie bei solchen Turnieren üblich, warteten wir mit dem Beginn der ersten Runde etwa 20 Minuten, weil sich doch einige im Verkehr verfranzt hatten oder krank geworden waren. Nachdem wir dann festgestellt hatten, dass wir 16 Teilnehmer waren an diesem Samstag, konnten wir auch beginnen. Die restlichen verlegten Ihre Partien allesamt, wobei Marthe und Viktoria in Runde 2 einsteigen.

Das Turnier wird an sieben Samstagen stattfinden und jedes Mal werden Spieler aus den höheren Erwachsenenmannschaften dabei sein, um die Partien zu analysieren. Diesmal war es Michael Wolter, der sich über die hohe Teilnehmerzahl freute, und sich gleich ans Erklären machte: »Kurz rochieren und das Material zusammenhalten, mehr musst du nicht tun.« Wie gebannt hörten sich die jungen Spieler die markigen Worte an und einige schrieben sie sich auch hinter die Ohren; andere aber auch nicht.

Von der Bedenkzeit, die pro Spieler satte zwei Stunden beträgt, haben die meisten relativ wenig Gebrauch gemacht. Und das, obwohl Baldur die Ansage gemacht hatte: Für die ersten zehn Züge sollen bitte 15 Minuten verbraucht werden. Aber auch darum spielen wir ein solches Turnier, wir sagen dann: Nachdenken macht sich bezahlt, gerade beim Schach. Und das sagen wir jedes Mal, und Redundanz schafft bekanntlich Lernerfolg. Für genügend Lernerfolg sorgte auch Claus Goetz, der unser Analyseteam später noch verstärkte.

Besonders erfreulich ist die hohe Teilnehmerzahl aus der Anfängergruppe von Ingo und mir. Der Lerneffekt für diese Teilnehmer wird sicherlich besonders groß sein. Die Auslosung in der ersten Runde bescherte den »Kleinen« ziemlich schwere Brocken, so kam es dann leider zu keiner großen Überraschung.

Nur in der ersten Paarung war zwischendrin eine faustdicke Überraschung drin, als Max Hort beinahe Thomas Hagenlüke schlagen konnte. Mehr dazu weiter unten in der Partiestellung.

Besonders unangenehm fielen Christopher und Eugen auf, die richtiges Schach wohl mit Rübenschach verwechselten. Laut dem Schachprogramm Fritz 7 war Eugen mit 14,84 Bauerneinheiten im Vorteil und Christopher sogar mit 22,06 Bauerneinheiten. Sehr erstaunlich, dass die Partie fast remis endete.

Die restlichen Partien verliefen recht einseitig, mit kleinen oder größeren Schnitzern auf beiden Seiten des Brettes.

Hier jetzt die oben erwähnte Stellung aus der Partie Hort – Hagenlüke:










Max ist in dieser Stellung am Zug mit den weißen Steinen. Der schwarze König steht etwas beengt durch den Bauern auf h6, der ihm das wichtige Feld g7 nimmt, und der wichtige Verteidigungsbauer auf f7 ist gefesselt vom Läufer auf a2. In dieser Stellung muss die Dame auf die offene Diagonale a1–h8, um tödlich matt zu drohen auf g7. Aber die Diagonale ist blockiert vom Springer auf e5. Der muss vertrieben werden, am besten mit 27. f4! Das hätte die Partie vermutlich gewonnen. Denn Schwarz hat jetzt keinen guten Zug. Aber es ist schwer zu sehen, dass dieser Zug angreift und zusätzlich noch das Feld g5 verteidigt, auf dem die schwarze Dame Schach geben kann. Max spielte 27. Txe5? Und nach 27.  Txe5 kam 28. Da1. Die Idee war richtig, doch konnte Thomas nun mit 28.  Dg5+ den Turm auf d2 gewinnen und somit die Partie.

Aber der Ansatz war richtig, eine richtig schöne, komplizierte Angriffsstellung gegen einen starken Spieler auf das Brett zu bekommen und dann immer weiter Druck auszuüben.

Die erste Runde hat wirklich viel Spaß gebracht, so kann es gerne weiter gehen! Die Paarungen für die zweite Runde werden wir Freitag bekannt geben. Bis nächsten Samstag dann!

(Boris Bruhn)

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2. Runde, 6. November 2004
 1 Hagenlüke, Thomas    (1)   – Huismann, Immo       (1)   1:0
 2 Akram, Shumon        (1)   – Streich, Justus      (1)   0:1
 3 Langmann, Markus     (1)   – Badura, Christopher  (1)   1:0
 4 Steinfeldt, Henry    (1)   – Siebeneicher, Torben (1)   0:1
 5 Albrecht, Florian    (1)   – Meyer, Ole           (1)   0:1
 6 Harder, Clemens      (0)   – Lock, Adrian         (1)   1:0
 7 Nowacki, Isabelle    (0)   – Adomeit, Falk        (0)   +:−
 8 Raider, Eugen        (0)   – Dibbern, Moritz      (0)   0:1
 9 Schiffmann, Darius   (0)   – Hort, Max            (0)   1:0
10 Stanau, Guido        (0)   – Junge, Tim           (0)   1:0
11 Mau, Felix           (0)   – Viol, Joshua         (0)   1:0
12 Sönksen, Marthe      (0)   – Gnybek, Viktoria     (0)   1:0

»Full House« hieß es bei der zweiten Runde der JVM. Zu neun gespielten Paarungen fanden sich am 06.11. zahlreiche Zuschauer ein, denen – nachdem sich in der ersten Runde die Favoriten bis auf die unglaubliche Überraschung in der Partie Justus vs. Clemens durchgesetzt hatten – auch meist recht ausgeglichene Paarungen angeboten wurden.

Sehr schnell fertig waren Guido und Tim, die beide ihre Bedenkzeit noch besser nutzen müssen. Diese Partie wurde übrigens durch ein typisches Motiv im ruhigen Italienisch entschieden:










Den meisten kommt es bekannt vor: Der Springer auf f6 ist gefesselt und Weiß wird diesen im nächsten Zug abtauschen. Da Schwarz nur mit dem g‑Bauern wiedernehmen kann, wird seine Königsstellung furchtbar aufgerissen werden. Vor der Rochade hätte Schwarz am besten seinen Läufer auf e6 postieren sollen, um dann den gefährlichen Springer auf d5 entfernen zu können. Also Leute, gerade in der Eröffnung gilt: Lasst euch etwas Zeit; macht nicht einfach die Standardzüge ohne nachzudenken, dann passiert so etwas auch nicht!

Die anderen Partien dauerten dann deutlich länger als diese. Moritz konnte aus einer gedrückten Stellung heraus Eugens König mit zwei Türmen in ein Mattnetz treiben, während Darius etwas glücklich in einer sehr taktischen Partie gegen Max gewann. Etwas unter Wert verkaufte sich Florian gegen Ole: Diese Partie war die zweitkürzeste.

Die spannendsten Partien des Tages spielten Justus und Shumon, sowie Henry und Torben. Im Schwerfigurenendspiel setzte sich Torben schließlich durch und erarbeitete sich mit 2/2 eine günstige Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf. Und nach langem Geknete im Springerendspiel machte Justus mit einem zweiten Sieg gegen einen starken Gegner einen weiteren Schritt nach vorne; vielleicht ja sogar in Richtung Jugendvereinsmeister 2004?

Im Anschluss an die Partien wurde dann noch in gemütlicher Atmosphäre analysiert, Tandem gespielt, geblitzt und kurzfristig kam sogar noch ein Fußballspiel zustande: Bis 18:00 Uhr war jedenfalls eine Menge los. Also, schaut doch mal rein, wenn wir am 13.11. zur dritten Runde starten!

(Baldur Schroeter)

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3. Runde, 13. November 2004
 1 Streich, Justus      (2)   – Siebeneicher, Torben (2)   1:0
 2 Meyer, Ole           (2)   – Langmann, Markus     (2)   0:1
 3 Akram, Shumon        (1)   – Hagenlüke, Thomas    (2)   0:1
 4 Huismann, Immo       (1)   – Steinfeldt, Henry    (1)   1:0
 5 Nowacki, Isabelle    (1)   – Harder, Clemens      (1)   0:1
 6 Lock, Adrian         (1)   – Albrecht, Florian    (1)   1:0
 7 Badura, Christopher  (1)   – Mau, Felix           (1)   ½:½
 8 Dibbern, Moritz      (1)   – Schiffmann, Darius   (1)   1:0
 9 Gnybek, Viktoria     (0)   – Stanau, Guido        (1)   0:1
10 Sönksen, Marthe      (1)   – Hort, Max            (0)   0:1
11 Viol, Joshua         (0)   – Adomeit, Falk        (0)   1:0
12 Junge, Tim           (0)   – Raider, Eugen        (0)   1:0

Am letzten Samstag fanden nur die Hälfte der Begegnungen statt, da sehr viele Spieler ihre Partie verlegt hatten. Das kommt bei Turnieren über sieben Wochenenden häufiger mal vor. Wir (sprich: Baldur und die Analysatoren) waren dadurch etwas entlastet und konnten in Ruhe für die Landesliga aufbauen, die am folgenden Tag stattfinden sollte. Trotzdem: Die verbliebenen sechs Paarungen waren teilweise sehr spannend und die Spieler konnten hinterher eine Menge dazu lernen.

So gab es in der Partie von Moritz gegen Darius eine Stellung zu sehen, die sich genau mit dem Trainingsinhalt der letzten Wochen beschäftigte: Die tödliche Drohung. Folgende Stellung ergab sich mit Moritz (Weiß) am Zug:










Darius hat gerade einen Springer mehr und dachte sich, er könne in Ruhe den Läufer von c8 nach e6 entwickeln. Moritz hatte zuvor auf dem Feld g5 mutig einen Springer geopfert für die offene h‑Linie. Der weiße Plan ist einfach, doch Darius erkennt die Gefahr nicht (lernt er aber bei Ingo und mir im Training, versprochen!).

Moritz am Zug kann jetzt mit der Dame nach h5 auf die h‑Linie ziehen und die tödliche Drohung Dh8 schachmatt aufstellen. Nach 18. Dh5 gibt es nur noch eine Rettung für Schwarz: Dem König muss ein Fluchtfeld geschaffen werden. Und dies tat Darius auch mit 18.  f6. Sollte Moritz nun Schach geben, dann könnte Darius’ König über f7 abhauen und die Partie ginge noch weiter. Doch Moritz hatte auch hier die richtige Antwort parat. Mit 19. g6! wurde dem König dieser Fluchtweg abgeschnitten und gleichzeitig eine weitere Mattdrohung aufgestellt (diesmal mit der Dame nach h7 und wieder matt). Beide Mattdrohungen konnte Darius nicht abwehren und so wurde er einen Zug später mattgesetzt.

Auch wenn Moritz nicht die ganz astreine Partie gespielt hat (in den Zügen davor), so hat er doch einen schönen Angriff gespielt. Und ein schön vorgetragener Angriff, der den gegnerischen König zu Strecke bringt, ist einer der schönsten Siege.

Ansonsten verliefen die Partien recht gemischt. Es waren einige unnötige Einsteller dabei (bei Shumon und Florian), aber auch einige klare Gewinnstellungen wurden vergeben. Da müssen wir sicher nochmal ein Kapitel aus ›Schach für Tiger‹ (›Wie man Gewinnstellungen gewinnt‹) durcharbeiten.

Tabellenführer sind im Moment Markus, der mit einem sehr glücklichen Sieg gegen Ole die volle Punktausbeute erreichen konnte, und Thomas, der von einem Einsteller profitierte. Beide spielen ganz solides Schach und warten auf den Fehler des Gegners. Nur: Was tun, wenn der keinen macht? Naja, das lernt Ihr dann auch noch im Training!

Dieser Spitzengruppe anschließen können sich Torben oder Justus, die ihre Nachholpartie noch spielen müssen. Das Ergebnis wird Donnerstagabend bekannt sein und somit bringen wir die Paarungen am Freitag raus.

Und wir freuen uns wieder auf regen Zulauf am Samstag nach dem Mittagessen. Alle sind wieder herzlich eingeladen, sich die JVM aus der Nähe anzugucken!

(Boris Bruhn)

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4. Runde, 20. November 2004
 1 Hagenlüke, Thomas    (3)   – Streich, Justus      (3)   0:1
 2 Langmann, Markus     (3)   – Huismann, Immo       (2)   1:0
 3 Harder, Clemens      (2)   – Meyer, Ole           (2)   ½:½
 4 Siebeneicher, Torben (2)   – Lock, Adrian         (2)   0:1
 5 Stanau, Guido        (2)   – Dibbern, Moritz      (2)   ½:½
 6 Steinfeldt, Henry    (1)   – Badura, Christopher  (1½)  0:1
 7 Mau, Felix           (1½)  – Junge, Tim           (1)   1:0
 8 Schiffmann, Darius   (1)   – Akram, Shumon        (1)   0:1
 9 Albrecht, Florian    (1)   – Sönksen, Marthe      (1)   1:0
10 Hort, Max            (1)   – Nowacki, Isabelle    (1)   1:0
11 Raider, Eugen        (0)   – Viol, Joshua         (1)   0:1
12 Adomeit, Falk        (0)   – Gnybek, Viktoria     (0)   0:1

Vier Runden sind inzwischen gespielt bei der JVM ’04 – Zeit für die erste kleine Zwischenbilanz: In der Spitzenpaarung Thomas – Justus konnte sich Herr Streich nach einer nicht immer sehr genauen, aber hart umkämpften Partie schließlich glücklich durchsetzen! Damit hat er nicht nur 100 % Punkteausbeute, sondern auch schon gegen zwei (vermeintliche) Titelanwärter gewonnen. Zum Thema ›glücklich‹ sei folgende Stellung präsentiert:










So einen Tripel‑Bauern bekommt man nicht allzu häufig zu sehen! Die wichtigsten Merkmale der Stellung sind jedoch die ungleichfarbigen Läufer und der schwarze Freibauer auf g2. Dieser kann nur vom weißen König blockiert werden – in der Folge wird sich dessen schwarzer Bruder auf den Weg machen und versuchen, möglichst viele weiße Bauern am Damenflügel zu fressen. Trotzdem ist es in dieser Stellung für Thomas sehr einfach, remis zu halten: Einfach mal den Läufer nach b6 stellen, und nichts bewegt sich mehr. Kurioserweise kam es in der Partie dazu, dass der schwarze König den Bauern auf a5 abholte, wonach sich der zweite schwarze Freibauer als entscheidend erwies – und da hieß es ganz schnell: Thomas hat ver…!

Allzu sicher darf sich Justus aber noch lange nicht fühlen: Zwar hat Titelverteidiger Clemens im Duell mit Ole, Hauke, Heinz und Meyer überraschend einen weiteren halben Punkt gelassen, aber andere Verfolger lauern schon: Markus hat die Chance in einer Nachholpartie gegen Immo ebenfalls 4/4 zu erreichen und Adrian unterstrich mit einem souveränem Sieg über Torben, dass beim Kampf um die Spitze mit ihm zu rechnen ist.

Knapp hinterm Spitzentrupp, mit jeweils 2½ Punkten sind Guido, Moritz und Christopher. Während sich die beiden Erstgenannten auf ein friedliches Remis einigten, konnte sich Christopher überraschend mit der sizilianischen Drachenvariante gegen Henry durchsetzten.

Shumon und Florian erreichten erwartungsgemäß die 50%‑Marke, ebenfalls schafften dies Max mit einem Blitzsieg gegen Isabelle und Joshua nach einem – in der Stellung sehr unerwarteten – Triumph über Eugen. Das erste Pünktchen konnte schließlich Viktoria nach ihrer Partie (Die dauerte immerhin eine Stunde und 20 Minuten – genau so wollen wir das sehen!) gegen Falk einsammeln. Held des Tages wurde – zum wiederholten Male – der Konvektomat (Hier streiten sich die Experten noch: Wie genau ist ein ›Konvektomat‹ eigentlich definiert? Warum sagt man nicht einfach Umluftherd? Oder sind beide Begriffe verwendbar?). Der hat nämlich mal wieder ganz lässig diverse Pizzen und einen Apfelstrudel durchgebacken. Vielen Dank noch einmal an Frau Hagenlüke für diese geniale Spende!

Zwei Partien müssen noch gespielt werden – je nachdem, bis wann das der Fall ist, geben wir die Paarungen im günstigsten Fall schon am Montag bekannt. Also, weiter geht’s!

(Baldur Schroeter)

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5. Runde, 27. November 2004
 1 Streich, Justus      (4)   – Langmann, Markus     (4)   ½:½
 2 Lock, Adrian         (3)   – Hagenlüke, Thomas    (3)   1:0
 3 Dibbern, Moritz      (2½)  – Harder, Clemens      (2½)  0:1
 4 Meyer, Ole           (2½)  – Mau, Felix           (2½)  1:0
 5 Badura, Christopher  (2½)  – Stanau, Guido        (2½)  ½:½
 6 Viol, Joshua         (2)   – Siebeneicher, Torben (2)   0:1
 7 Huismann, Immo       (2)   – Albrecht, Florian    (2)   1:0
 8 Akram, Shumon        (2)   – Hort, Max            (2)   1:0
 9 Nowacki, Isabelle    (1)   – Steinfeldt, Henry    (1)   0:1
10 Gnybek, Viktoria     (1)   – Schiffmann, Darius   (1)   0:1
11 Junge, Tim           (1)   – Sönksen, Marthe      (1)   1:0
12 Raider, Eugen        (0)   – Adomeit, Falk        (0)   +:−

Die 5. Runde hat sehr viele Verlegungen gebracht, allerdings ist einiges schief gelaufen in Sachen Absprache.

Deswegen noch mal die Ansage: Wenn ihr nicht könnt an einem Samstag, dann reicht es nicht aus, Baldur oder mir Bescheid zu geben, sondern ihr müsst euch mit dem Gegner verabreden für einen Ausweichtermin.

Um das zu üben, ist es sicherlich sehr gut, diese Sache erst einmal im Verein zu testen, denn bei den HJET, die im Januar kommenden Jahres beginnen, gelten härtere Regeln. Wer verlegen will, muss dem Gruppenleiter Bescheid geben und sich mit dem Gegner binnen einer Woche auf einen Nachholtermin einigen. Gelingt dies nicht, hat der Spieler, der die Partie verlegen muss, kampflos verloren und der Gegner bekommt den Punkt.

In Kurzform, Verlegung bedeutet:

  1. Baldur oder mir Bescheid geben,
  2. den Gegner anrufen und einen Termin abmachen (zum Beispiel: Montag, 16:00 Uhr oder Mittwoch, 16:30 Uhr oder Donnerstag 16:00 Uhr oder Freitag, 17:00 Uhr im Clubheim),
  3. das Ergebnis bei Baldur oder mir melden, weil wir ja sonst nicht die nächste Runde auslosen können.

Wenn sich daran alle halten, dann gibt es ganz wenige oder gar keine Schwierigkeiten bei der Turnierdurchführung.

Allerdings wurde auch Schach gespielt am letzten Samstag, und das gleich siebenmal. Und auch diesmal haben die Partien wieder einen Tick länger gedauert als in der Vorwoche, was uns sehr erfreut. Und teilweise wurde auch gutes Schach gespielt. Sehr solide zum Beispiel hat Adrian wieder gespielt, der sich mit seinem soliden Stil auch gegen Thomas hat durchsetzen können! Er hat sich zu den Favoriten Justus und Markus gesellt, die allerdings beide nicht genügend Mut hatten, auf Sieg zu spielen. Daher ging dieses Spitzenduell remis aus (siehe Partie unten).

Ole und Clemens haben wir Tuchfühlung zur Spitze aufgenommen. Nachgeholt werden müssen noch die Paarungen Christopher – Guido, Immo – Florian, Shumon – Max. Daher wird die Tabelle ebenso wie die Auslosung der kommenden Runde vermutlich erst am Donnerstag rauskommen. Torben konnte durch seinen Sieg gegen Joshua auch auf drei Punkte kommen. Im Mittelfeld konnten sich Moritz, Felix, Henry, Darius und Tim einfinden. Am Tabellenende finden sich die Anfänger aus den Trainingsgruppen von Ingo, Claus und mir, die bei ihrem allerersten Turnier sicher viel dazugelernt haben und noch Lehrgeld zahlen müssen. Gute Ansätze zeigen alle, egal ob Platz 17 oder Platz 24.

Wie erwähnt gibt es die Paarungen für die nächste Runde am Donnerstag.

Hier noch ein Auszug aus der Spitzenpaarung Justus gegen Markus:










Dabei handelt es sich um die Schluss‑Stellung der Spitzenpaarung, in der Justus soeben 31. De1 gezogen hat und remis angeboten hat. Markus ist Schwarz und hat einen Bauern mehr, trotzdem nimmt er das Remis an.

Wichtig ist es, bei einem Remis‑Angebot die Abwicklungen und Vereinfachungen mit in Betracht zu ziehen. Manchmal ist es so, dass man gefahrlos in ein ausgeglichenes oder leicht vorteilhaftes Endspiel abwickeln kann.

Er hätte rechnen können: 31.  Sd3+ 32. Lxd3 Dxd3 33. Txe6 (gewinnt den Bauern zurück), aber nach 33.  Dd1+ 34. Dxd1 Txd1+ 35. Kxd1 Kxe6 ist ein Bauernendspiel entstanden, in dem Markus (Schwarz) eindeutig die bessere Bauernstruktur besitzt und das er nur ganz schwer verlieren kann. Zum Beispiel: 36. Kd2 Kf5 37. Ke3 g5. Schwarz bekommt das Feld f4 für den König und besitzt klaren Raumvorteil. Ob er es dann wirklich gewinnt, ist eine andere Frage, aber er kann auf den Fehler des Gegners hoffen.

Kurz zuvor in der Partie hätte Justus mit einfacher Taktik einen Bauern gewinnen können. Bei der JVM kann derjenige, der einfach ein bisschen die Varianten berechnet, den Sieg davon tragen.

Vielen Dank an dieser Stelle all den Eltern, die Samstag für Samstag Ihre Kinder ins Clubheim bringen und besonders Frau Badura, die für letzten Samstag sogar einen Kuchen gebacken hat!

Und auch ein Danke an die Analysatoren, die uns bei der Durchführung unterstützen, sie machen »den Laden richtig voll« und sorgen so für rundum gute Stimmung, die einfach jeden Samstag im Clubheim herrscht. So macht es richtig Spaß und das gibt uns genügend Selbstbewusstsein, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

Bis nächsten Samstag dann!

(Boris Bruhn)

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6. Runde, 4. Dezember 2004
 1 Langmann, Markus     (4½)  – Lock, Adrian         (4)   1:0
 2 Meyer, Ole           (3½)  – Streich, Justus      (4½)  ½:½
 3 Harder, Clemens      (3½)  – Akram, Shumon        (3)   1:0
 4 Hagenlüke, Thomas    (3)   – Badura, Christopher  (3)   1:0
 5 Stanau, Guido        (3)   – Huismann, Immo       (3)   0:1
 6 Siebeneicher, Torben (3)   – Dibbern, Moritz      (2½)  0:1
 7 Mau, Felix           (2½)  – Albrecht, Florian    (2)   0:1
 8 Steinfeldt, Henry    (2)   – Junge, Tim           (2)   1:0
 9 Hort, Max            (2)   – Viol, Joshua         (2)   1:0
10 Schiffmann, Darius   (2)   – Nowacki, Isabelle    (1)   1:0
11 Gnybek, Viktoria     (1)   – Raider, Eugen        (1)   0:1
12 Sönksen, Marthe      (1)   – Adomeit, Falk        (0)   1:0

Die vorletzte Runde ist gespielt bei der Jugendvereinsmeisterschaft und es bleibt spannend: Es wird nämlich noch einmal ganz schön eng bei den oberen Plätzen. Dass mit Adrian Lock ein »Newcomer« ganz vorne in der Tabelle zu finden ist, ist übrigens bezeichnend für das Turnier: Kaum eine Runde vergeht, ohne dass es eine kleine Überraschung für die älteren Teilnehmer gibt. In Runde 5 musste Thomas die Waffen gegen Adrian strecken und Christopher kam über ein Remis gegen Guido nicht hinaus. Und in dieser Runde war Torben Siebeneicher an der Reihe, der in letzter Sekunde den Fopp zu spüren bekam:










Man darf die Jüngeren halt nicht unterschätzen! Moritz glaubte bis zum Schluss ans »Herz der Figuren«, spielte in oben stehender Stellung zuletzt 21.  Lxb2 und wurde tatsächlich mit der Fortsetzung 22. Dxb2?? belohnt, die umgehend mit 22.  Df1# beantwortet wurde. Natürlich ist die Stellung nach fast jedem anderen natürlichem Zug von Torben (z. B. 22. Lb5) für Weiß mit einer ganzen Figur mehr auch weiterhin gewonnen, aber dieses Beispiel zeigt, dass man eben nie aufgeben darf, solange noch irgendwelche Tricks drin sind: Eine Schachpartie verliert eben immer derjenige, der den letzten schweren Fehler begeht.

Insgesamt war die vorletzte Runde geprägt von vielen Verlegungen und (zu) schnellen Partien bei einigen. Dass es auch besser geht, wurde erfreulicherweise gerade an den hinteren Brettern von Falk, Viktoria, Eugen und Marthe beim Nachspielen bewiesen. Also: Hängt euch noch einmal ins Zeug, wenn wir am Samstag das großen Finale mit vielen spannenden Paarungen und anschließender Siegerehrung zelebrieren!

(Baldur Schroeter)

↑
↓
7. Runde, 11. Dezember 2004
 1 Harder, Clemens      (4½)  – Langmann, Markus     (5½)  1:0
 2 Streich, Justus      (5)   – Huismann, Immo       (4)   0:1
 3 Lock, Adrian         (4)   – Meyer, Ole           (4)   1:0
 4 Dibbern, Moritz      (3½)  – Hagenlüke, Thomas    (4)   0:1
 5 Hort, Max            (3)   – Siebeneicher, Torben (3)   ½:½
 6 Akram, Shumon        (3)   – Mau, Felix           (2½)  0:1
 7 Stanau, Guido        (3)   – Steinfeldt, Henry    (3)   0:1
 8 Badura, Christopher  (3)   – Schiffmann, Darius   (3)   1:0
 9 Albrecht, Florian    (3)   – Junge, Tim           (2)   1:0
10 Raider, Eugen        (2)   – Sönksen, Marthe      (2)   1:0
11 Viol, Joshua         (2)   – Gnybek, Viktoria     (1)   +:−
12 Adomeit, Falk        (0)   – Nowacki, Isabelle    (1)   0:1

Die Jugendvereinsmeisterschaft ist zu Ende und hat einen würdigen Sieger gefunden:

Markus Langmann

Herzlichen Glückwunsch! Er spielte über sieben Runden ein sehr konstantes und sehr solides Schach. Nur in der letzten Runde gegen Clemens musste er die Segel streichen. Dieses Spitzenduell war auch gleichzeitig die längste Partie des Turniers, denn bis zur vorletzten Minute ging dieses Duell, das Clemens für sich entscheiden konnte. Clemens zog nach Punkten mit Markus gleich, dieser hat aber die beste Buchholz des Turniers. Das zeigt: Markus hat verdient gewonnen. Diese Feinwertung – sogenannte Buchholzzahl – ergibt sich aus den erzielten Punkten der Gegner, gegen die man im Verlauf des Turniers gespielt hat. Durch die Auftaktniederlage von Clemens gegen Justus fand sich Clemens in der unteren Tabellenhälfte wieder und konnte keine hohe Buchholz mehr bekommen. Aber er ist verdienter Zweiter geworden und hat auch nicht allzu viele DWZ‑Punkte eingestellt.

Dritter und nur ganz knapp am Titel vorbeigeschlittert ist Justus, der seine Gewinnstellung durch mehrere Ungenauigkeiten verdarb und so gegen Immo verlor und nur den Bronzerang erreichen konnte. Aber Justus ist dennoch eine positive Überraschung dieses Turniers, denn er hat ambitioniert gespielt und aggressiv und war fast immer auf den ganzen Punkt aus. Auch er ist einer der DWZ‑Gewinner dieses Turniers.

Der beste DWZ‑lose ist für die meisten wenig überraschend Adrian geworden, der sich aber kontinuierlich verbessert und somit zu Recht an der Spitze zu finden ist. Sehr schön, Adrian! Die DWZ‑Auswertung (inoffiziell, versteht sich) für Adrian ergibt eine Einstiegszahl von 1560, was sehr ordentlich ist.

Auf Rang Fünf ist Thomas gelandet, der sich wahrscheinlich mehr ausgerechnet hat für das Turnier, aber gegen Justus und Adrian musste er die Segel streichen. Die restlichen fünf Partien konnte Thomas mehr oder weniger sicher für sich entscheiden.

In die Spitzengruppe aufrücken konnte durch seinen Sieg in der letzten Runde Immo. Licht und Schatten liegen hier nah beieinander, in der letzten Runde konnte er nervenstark eine schlechte Stellung gegen Justus umbiegen, aber bei seinen Niederlagen hat er nicht immer den Überblick bewahren können. Dennoch hat Immo einen ganz großen Schritt nach vorn gemacht (wie alle in diesem Turnier).

Auf den folgenden Plätzen folgt Ole, der sich noch besser konzentrieren könnte während der Partien, aber dennoch zwei beachtliche Unentschieden gegen Clemens und Justus erzielen konnte. Bei Ole ist es mehr eine Nervenfrage und mangelnde Kondition, so hat es den Anschein, das bedeutet andererseits, dass er die Spielstärke hätte, auch aufs Podium zu kommen.

Ebenfalls auf vier Punkte kamen Christopher, Henry und Florian, die teilweise zufrieden sein können, teilweise aber unter Wert gespielt haben. Für Christopher war es ein schöner Erfolg, mal alle Partien bis zum Ende ausgekämpft (bis König gegen König) und dabei die 50%‑Marke übertroffen zu haben. Henry hat wieder einen Turniereinstieg gefunden nach längerer Pause und Florian hat seine DWZ‑Punkte gut verteilt an die anderen Nachwuchsspieler.

Auf exakt 50 % kam Moritz, der eine Menge harte Gegner hatte. Ihm Gesellschaft leisten Torben, Felix und Max, die sich immer im Mittelfeld aufgehalten haben und mit ihrem Ergebnis zufrieden sein können.

Es folgen mit drei Punkten die Anfänger aus der Trainingsgruppe am Freitag: Guido und Darius zeigten dabei die besten Ansätze. Aber auch Eugen (3 aus 3 in den letzten drei Runden, Respekt!) und Joshua (kämpft immer bis zum Schluss!) haben zum Teil gute Partien gespielt. Die harten Gegner hatte Tim, dennoch hat er beachtliche zwei Punkte erzielt und 22,5 Buchholz‑Punkte dazu (das bedeutet, seine Gegner haben in diesem Turnier im Schnitt mehr als drei Punkte erzielt, das deutet auf die starke Gegnerschaft hin, auf jeden Fall hat er nicht immer gegen die unteren Tabellenregionen gespielt.

Auf den Plätzen 21 und 22 folgen Isabelle und Marthe, die beide zwei Punkte haben, dabei zeigte sich vor allem bei Isabelle, dass sie Schach spielen kann, wenn sie will und wenn sie nicht so einen Respekt vor den älteren Gegnern hätte. Das wird sich bei beiden sicherlich bei weiteren Turnierteilnahmen legen. Vor allem bei den HJET spielen die Kinder ja in Altersgruppen, in denen keine »Großen« mitspielen. Viktoria konnte in ihrem ersten richtigen Schachturnier zumindest einen Sieg verbuchen. Auch sie wird mit mehr Training bei den nächsten Turnieren weitere Fortschritte machen. Das meiste Lehrgeld musste jedoch Falk bezahlen, der keinen Punkt machen konnte, aber auch für ihn gilt das gleiche wie für alle anderen: viel gelernt, an Spielpraxis zugelegt und eine Menge Spaß gehabt!

Die Älteren mussten sich bei diesem Turnier ganz schön strecken, um gegen die Newcomer zu bestehen, so manche Überraschung war dabei! Dieses Turnier war sicherlich mit die beste Vorbereitung für die kommenden HJET (Hamburger Jugend‑Einzelturniere), bei denen unsere Kinder auf Konkurrenz aus ganz Hamburg treffen wird.

In der letzten Runde ist besonders aufgefallen, dass sich alle ganz viel Mühe gegeben haben und keine Partie unter anderthalb Stunden gedauert hat. Das war klasse! Und wenn das bei den HJET auch so gut klappt, dann wird auch dieses den einen oder anderen schönen Erfolg geben. Bis dahin weiter zum Training gehen, die Hausaufgaben machen, dann klappt es schon.

Der Samstag hat sich als Termin für dieses Turnier bewährt, und wie die Bilder zeigen (folgen bald) haben die Spieler sich noch lange nach der Partie im Clubheim aufgehalten und analysiert, geblitzt oder trainiert. Schön zu sehen, dass der Zulauf so groß war, auch von älteren Jugendlichen (wie David oder der Gewinner des Zuschauerpreises Daniel Maiorov) und anderen Mitgliedern unseres Vereins. Eine Neuauflage im kommenden Jahr, wieder direkt nach der Herbstreise, ist schon fest im Terminkalender verankert! Und mein Rat: Mitmachen!

Hier noch zwei Stellungen aus der letzten Runde der JVM:

In der Partie Justus – Immo kam es zu folgender Stellung:










Justus hatte bereits einen Bauern gewonnen in der Eröffnung und hat seine Türme auf der e‑Linie verdoppelt. Dafür steht ein Turm von Immo auf der f‑Linie und greift den Bauern f2 an. Trotzdem hätte Justus mit dem taktischen Trick 29. Sxd5 einen weiteren Bauern gewinnen können, denn der Bauer e6 kann nicht zurückschlagen, er ist gefesselt. Tut er das trotzdem, verliert Schwarz nach 29.  exd5 30. Txe8+ Lxe8 31. Txe8+ eine Qualität. Justus wählte allerdings 29. Kb1, um nach 29.  Tf5 30. Dd2 Dh6 31. Dd3 Tef8 erst die Initiative an Immo abzugeben und mit dem Patzer 32. Sd1? eine Qualität zu verlieren durch den Spieß 32.  Lb5.

Zwar ist die Stellung auch dann nicht verloren, wenn Justus denn nicht noch den Bauern f2 eingestellt hätte sondern mit f4 die Stellung geschlossen hätte (Diese Idee ist auch in der Diagrammstellung ziemlich gewinnversprechend, weil sie Schwarz sehr viel Raum nimmt und die Vorstöße g5 und e5 verhindert).

In Sachen »Wie man Gewinnstellungen gewinnt« ist da noch Nachholbedarf, aber das kann ja in Travemünde und bis zur HJET passieren.

Die zweite Stellung stammt aus der Eröffnung der Partie Shumon – Felix:










Felix hat das Zweispringerspiel gewählt und sich dann für den exotischen Zug 5.  Sd4?! entschieden, statt ihn wie üblich nach a5 zu stellen. Jetzt hat Shumon einen Fehler gemacht und nicht genügend Zeit investiert, um die Widerlegung dieses Zuges zu finden, die in 6. d6! besteht. Das schwache Feld f7 wird nach diesem Abzug wieder zweimal angegriffen, der Bauer auf d6 kann darum nicht geschlagen werden. Es würde einfach Sxf7 oder Lxf7+ folgen. Darum ist die beste Antwort 6.  Le6, doch nach 7. Lxe6 Sxe6 8. Sxe6 fxe6 9. dxc7 hat Weiß einen Bauern mehr und der schwarze Doppelbauer auf der e‑Linie sieht nicht schön aus. Weiß hat klaren Vorteil. Doch Shumon entschied sich für 6. c3?, worauf Felix folgerichtig (seinem Plan folgend) 6.  b5 spielte und nach 7. Lb3 Sxb3 8. Dxb3 Dxd5 einfach eine gute Stellung erreicht hat. Hier werden wir noch ein bisschen Theorie pauken, aber auch das schaffen wir bis nächstes Jahr.

Mir hat dieses Turnier viel Freude bereitet und ich spreche auch für Baldur, wenn ich sage: Wir sind trotzdem froh, jetzt mal vier Wochen Pause zu haben. Dann geht es in Barmbek bei den HJET wieder los, wo wir auf eine noch höhere Beteiligung unserer Spielerinnen und Spieler setzen.

Bis dahin!

(Boris Bruhn)

Foto

Sieger und Turnierleiter

Clemens (2.), Markus (1.), Justus (3.) und Baldur

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Tabelle
Pl. Spieler                   DWZ   S  g u v   Pu.   Bhz.   SoBe.
 1. Langmann, Markus         1424   7  5 1 1   5,5   32,0   24,00
 2. Harder, Clemens          1713   7  5 1 1   5,5   28,0   21,00
 3. Streich, Justus          1486   7  4 2 1   5,0   31,5   21,75
 4. Lock, Adrian                    7  5 0 2   5,0   31,0   20,00
 5. Hagenlüke, Thomas        1571   7  5 0 2   5,0   29,0   19,00
 6. Huismann, Immo           1247   7  5 0 2   5,0   28,5   18,00
 7. Meyer, Ole               1309   7  3 2 2   4,0   31,5   15,75
 8. Badura, Christopher             7  3 2 2   4,0   27,0   13,25
 9. Steinfeldt, Henry        1106   7  4 0 3   4,0   22,5   10,00
10. Albrecht, Florian        1054   7  4 0 3   4,0   21,5    7,50
11. Dibbern, Moritz                 7  3 1 3   3,5   28,5   11,00
12. Siebeneicher, Torben     1347   7  3 1 3   3,5   27,0   11,75
13. Mau, Felix                      7  3 1 3   3,5   25,0   10,00
14. Hort, Max                       7  3 1 3   3,5   21,5    8,75
15. Akram, Shumon            1110   7  3 0 4   3,0   27,5    8,50
16. Stanau, Guido                   7  2 2 3   3,0   23,5    6,75
17. Schiffmann, Darius              7  3 0 4   3,0   20,5    6,50
18. Viol, Joshua                    7  3 0 4   3,0   18,5    4,00
19. Raider, Eugen                   7  3 0 4   3,0   15,5    3,00
20. Junge, Tim                      7  2 0 5   2,0   22,5    5,00
21. Nowacki, Isabelle               7  2 0 5   2,0   21,0    0,00
22. Sönksen, Marthe                 6  2 0 4   2,0   13,5    1,00
23. Gnybek, Viktoria                6  1 0 5   1,0   14,0    0,00
24. Adomeit, Falk                   7  0 0 7   0,0   17,0    0,00
 
 
 
 
 
 
 
 
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15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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