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Chronik: Archiv
Sonntag, 19. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Turnier des jüngsten Nachwuchses 2003
 28. April bis 12. Mai 2003 
1. Spieltag (1. und 2. Runde)
1. Schablowsky, Martti
Hamadouche, Karim
Boje, Jan
Hort, Max
2,0
5. Mahaleh, David 1,5
6. Petru, Dennis
Driemer, Philipp
Speth, Katharina
Nowacki, Isabell
Flemming, Jan
Frenzel, Alexander
Schröder, Kevin
Zahn, Jannik
Schildei, Elmar
Dibbern, Moritz
1,0
16. Zejewski, Sam 0,5
17. Fleck, Antonia
Danne, Jonas
Klinger, David
Reinke, Marcel
0,0

Am 28. April fanden im Clubheim die ersten beiden Runden vom ›Turnier des jüngsten Nachwuchses‹ statt. Nach dem Grundschulturnier also die zweite Gelegenheit für 20 »Schachzwerge« aus den Schulschach‑ und Trainingsgruppen unter Turnierbedingungen gegeneinander anzutreten, und mal »andere« Spieler als die aus den Gruppen kennenzulernen. Nachdem die Regeln (Schweizer‑System, »berührt – geführt« usw.) erklärt waren, ging es dann los mit den ersten zehn Partien. Und da war dann auch kein Mucks mehr zu hören im Spielsaal. Alle konzentrierten sich völlig auf ihre Partien, kaum einer war vor 30 Minuten fertig. Da seid ihr schon echte Vorbilder für manch älteren Spieler (z. B. bei den HJET)!

Während die letzten noch spielten, konnten die übrigen im Nebenraum ihre Partien mit schon erfahrenen Jugendspielern analysieren (denn viele hatten auch aufgeschrieben). Jugendbundesligaspieler Georg Herzenstein stand zur Verfügung, wie auch Otto Klink und Immo Huismann, die nach dem kampflosen Sieg der Jugendlandesligamannschaft gegen die Schachelschweine ebenfalls kräftig mithalfen. Und wer gerade nichts zu tun hatte, konnte etwas Extratraining von den Schulschachgruppenleitern Günter Schierholz und Boris Bruhn bekommen, einfach so zocken, oder bei den letzten Partien zukucken.

Nach der zweiten Runde (die ebenso diszipliniert und konzentriert ablief wie die erste) befinden sich jetzt vier Spieler mit zwei Siegen an der Spitze des Feldes: Martti Schablowsky, Max Hort, Karim Hamadouche und Jan Boje haben bisher allen anderen gezeigt, wo der Hammer hängt. Vielleicht werden am nächsten Montag, an dem nur eine Runde gespielt wird, ja einige der folgenden Fragen beantwortet: Wird Verfolger David »Neeeeeein, patt!« Mahaleh zur Spitzengruppe aufschließen können und noch Gewinnerambitionen wahren? Wer knackt Antonias Rekord der längsten gespielten Partie? Schafft es jemand, ein noch kurioseres Endspiel als zwei Damen gegen zwei Damen plus Springer aufs Brett zu kriegen? Und wird »Kampfschwein« Ali (put) Frenzel seine Spielpause nutzen, um dann am 12. Mai das Feld von hinten aufzurollen? Es bleibt jedenfalls spannend!

(Baldur Schroeter)

2. Spieltag (3. Runde)
1. Hort, Max 3,0
2. Mahaleh, David 2,5
3. Schablowsky, Martti
Hamadouche, Karim
Dibbern, Moritz
Flemming, Jan
Schildei, Elmar
Boje, Jan
2,0
9. Petru, Dennis
Nowacki, Isabell
1,5
11. Speth, Katharina
Frenzel, Alexander
Driemer, Philipp
Schröder, Kevin
Reinke, Marcel
Zahn, Jannik
1,0
17. Zejewski, Sam 0,5
18. Fleck, Antonia
Danne, Jonas
Klinger, David
0,0

Der »kurze« zweite Spieltag des Nachwuchsturnieres fand in etwas kleinerer Besetzung statt. Da einige Kinder auf Klassenreise waren, spielten wir an diesem Tag auch nur eine Runde. Und für diese Runde hatte sich mancher so einiges vorgenommen: Martti hatte sich sogar auf das »Spitzenduell« mit Max Hort vorbereitet. Beide merkten dann während der Partie auch ziemlich schnell, dass ein leichter Sieg nicht drin sein würde.

Währenddessen lieferten sich die Verfolger Karim und David einen schnellen Schlagabtausch, aus dem David als Sieger hervorging. Wenn ich an dieser Stelle »schnell« sage, soll aber auch erwähnt sein, dass diese Partie über 30 Minuten dauerte und alle anderen zu diesem Zeitpunkt noch spielten! Mit seinem Sieg hat sich David übrigens auf Platz 2 der Tabelle geschoben und ist jetzt ganz oben mit dabei.

Auch noch gute Chancen auf vordere Plätze haben Jan Boje (hatte schon vor diesem Spieltag zwei Punkte, konnte aber nicht antreten), Karim, Moritz (D. G. Fight), Martti, Elmar (dieses Mal kampflos gewonnen, dafür winken um so stärkere Gegner) und Jan Flemming (nach langem Kampf gegen Philipp).

Genau in der Mitte der Tabelle befinden sich Dennis und Isabell mit anderthalb Punkten. Hier setzte Isabell nach einer Stunde Spielzeit patt. Die Punkteteilung war aber durchaus gerechtfertigt.

Diejenigen, die jetzt einen Punkt oder weniger auf ihrem Konto stehen haben, brauchen übrigens nicht die Köpfe hängen zu lassen: Am nächsten Montag gibt’s noch zwei Runden und also die Gelegenheit, das Feld kräftig von hinten per »Schweizer Gambit« aufzumischen. Das hat auch schon so manch erfahrenerer Spieler gemacht!

Nachdem alle Partien beendet und schon über eine Stunde vergangen war, spielten Max und Martti immer noch. Und wie es bei größeren Turnieren auch üblich ist, hatte sich um diese beiden eine Traube aus Spielern versammelt, die gespannt den Ausgang des Duells verfolgten. Martti hatte inzwischen eine Figur gelassen und nur noch seinen König gegen Springer und Bauer. Trotzdem spielte er eisenhart auf den letzten Fopp: Er postierte seinen König so, dass die Umwandlung des Bauern zur Dame ein Patt zur Folge hätte! Da hielten dann auch noch einmal alle die Luft an, aber wie Max später des öfteren erwähnte: »Habbich geseeehen!« Toll gespielt haben jedenfalls beide. Max ist jetzt mit drei Punkten der alleinige Tabellenführer, wird aber mit David in der nächsten Runde wieder einen schwierigen Gegner bekommen. Also, es ist noch nichts entschieden!

(Baldur Schroeter)

3. Spieltag (4. und 5. Runde)
1. Hort, Max 5,0
2. Schablowsky, Martti
Dibbern, Moritz
3,5
4. Boje, Jan
Flemming, Jan
Mahaleh, David
Hamadouche, Karim
3,0
8. Petru, Dennis
Schildei, Elmar
2,5
10. Frenzel, Alexander
Speth, Katharina
2,0
12. Nowacki, Isabell 1,5
13. Schröder, Kevin
Driemer, Philipp
Reinke, Marcel
Zahn, Jannik
1,0
17. Zejewski, Sam 0,5
18. Fleck, Antonia
Danne, Jonas
Klinger, David
0,0

Wir schreiben Montag, den 12. Mai 2003. Es ist Showdown im Clubheim. Nur die Härtesten, Zähesten – also eben die Besten – haben bis jetzt durchgehalten. Das bedeutete für diese letzten beiden Runden im Nachwuchsturnier zwar etwas weniger Kinder, aber umso besseres Schach. Denn die Spieler merkten spätestens beim Anblick des Pokals: Jetzt geht’s um die Wurst!

Dementsprechend mussten auch in Runde 4 zwei Partien abgebrochen werden, da nach über einer Stunde Spielzeit immer noch kein Ende in Sicht war: Moritz’ Läuferpaar heizte Elmars Dame so heftig ein, dass er sich nach unglücklichem Beginn gar noch ein Remis erkämpfen konnte; Dennis dezimierte im Turmendspiel fröhlich Phillips Bauern und gewann. Zuvor hatte Max sich im Spitzenduell recht schnell gegen David durchgesetzt, hatte den Gesamtsieg aber immer noch nicht sicher in der Tasche. Karim wahrte nach seinem ganzen Punkt noch Aufhohlchancen. Große Überraschung dieser Runde: Katharina gewann gegen Ali ihre erste Turnierschachpartie, obwohl sie erst vor sechs Wochen die Regeln gelernt hat!

Das konnte dieser natürlich nicht auf sich sitzen lassen: In Runde 5 setzte Alexander dann erst einmal seine »Schachspielermiene« auf und Phillip souverän matt. Während Martti und Moritz sich die vorderen Tabellenplätze sicherten, mutierte David zum Wiederholungstäter und ist damit Spitzenreiter im Pattsetzen. Das Duell zwischen Max und Karim war lange Zeit sehr spannend: Beiden merkte man die Aufregung an, dementsprechend wurden auch viele Chancen ausgelassen. Für die Zuschauer bot diese Partie jedenfalls noch einmal viel Aufregung. In einem ausgeglichenen (?) Turmendspiel erwischte Max dann das bessere Ende und damit auch den Turniersieg. Zwar war es manchmal knapp, aber letztendlich sind 5/5 eine klare Ansage!

Nachdem dann die restlichen Partien ausanalysiert waren und die Abschlusstabelle feststand, gab es noch eine kleine Siegerehrung, bei der ein Pokal, vier Schachbücher und eine Menge Urkunden verliehen wurden. Hervorheben möchte ich noch einmal die gute Stimmung und die Diszipliniertheit der Spieler während des gesamten Turniers (und gerade auch in den letzten beiden Runden). Mir hat es jedenfalls wirklich Spaß gebracht, euch beim Spielen zuzuschauen. Deswegen wird dieses hier bestimmt auch nicht das letzte Turnier seiner Art gewesen sein!

(Baldur Schroeter)

Foto

Turnierleiter und Sieger
(Foto)
Baldur Schroeter mit Teilnehmern

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/03-tjn.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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