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Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 2 · Landesliga Hamburg 2002/03
Termine Tabelle Spieler Ergebnisse
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Termine
1 20.10.2002 Barmbeker SK Königsspringer Hamburg 2 :
2 17.11.2002 Königsspringer Hamburg 2 SV Großhansdorf :
3 15.12.2002 SC Diogenes 2 Königsspringer Hamburg 2 3 : 5
4 12.01.2003 Königsspringer Hamburg 2 Bille SC 5 : 3
5 26.01.2003 FC St. Pauli Königsspringer Hamburg 2 :
6 09.02.2003 Hamburger SK 5 Königsspringer Hamburg 2 :
7 23.02.2003 Königsspringer Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf :
8 09.03.2003 Hamburger SK 3 Königsspringer Hamburg 2 :
9 30.03.2003 Königsspringer Hamburg 2 Hamburger SK 4 3 : 5
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SV Großhansdorf 3 5 39,5 12
2. Hamburger SK 5 5 5 3 4 5 37,0 11
3. Königsspringer Hamburg 2 5 5 3 37,0 10
4. SC Diogenes 2 3 3 3 5 5 37,0 10
5. FC St. Pauli 3 5 2 3 5 35,0 10
6. Bille SC 3 5 4 37,0 9
7. Hamburger SK 3 3 5 6 3 5 5 35,5 8
8. Barmbeker SK 5 3 5 3 4 4 34,5 8
9. SK Johanneum Eppendorf 4 3 4 4 34,5 7
10. Hamburger SK 4 3 5 3 4 3 4 4 33,0 5
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Spieler
RL Name 1.R 2.R 3.R 4.R 5.R 6.R 7.R 8.R 9.R
1 Zimmermann, Julian                  
2 Lampe, Jörg           ½    
3 Wolter, Michael (MF) ½ ½ ½ 0 1 0 1 + ½
4 Bruhn, Boris 0 1 1 1 ½   ½ 1  
5 Conrad, Christian     1 ½ ½ ½ 1 0  
6 Leiser, Sven   0   ½      
7 Wiltafsky, Thomas 1 ½ 1 1 ½ 1 0 ½ ½
8 Saß, Andreas ½ ½ ½ ½   1 1 ½ ½
9 Wilms, Ingo 0   ½ 1 0   0 ½ ½
10 Herzenstein, Georg 0 0       ½ ½ 1 1
11 Melde, Christian ½ 0 ½ ½ ½ ½     0
12 Möhrmann, Marcus 0       ½ 1   1 0
13 Opitz, Claudio   1 0            
14 van de Velde, André                  
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1. Runde
20.10.2002 Barmbeker SK Königsspringer Hamburg 2 :
Hamburger SK 3 Hamburger SK 5 3,5:4,5
Hamburger SK 4 SKJ Eppendorf 4,0:4,0
SV Großhansdorf FC St. Pauli 3,5:4,5
SC Diogenes 2 Bille SC 4,5:3,5

Auswärts ohne Chance

Wenn man das erste Spiel der Saison verliert, dann ist das richtungweisend. Und so war das auch beim ersten Kampf der zweiten Mannschaft. Wir mussten nach Barmbek reisen. Überraschend waren unsere Gegner aus der Stadtliga aufgestiegen. In der Vorsaison hatte Königsspringer 4 diese Mannschaft noch voll im Griff. 2½:5½ hieß es damals aus Sicht der Barmbeker. Dass es bei diesem »Rückspiel« genau anders herum war, lag vor allem an zwei Dingen: Die Barmbeker haben Spieler dazu bekommen und wir mussten welche abgeben.

Die ersten drei Stunden passierte recht wenig, bis dann Ingo und Georg ziemlich zeitgleich ihre Partien verloren. Ich überzog im Folgenden gegen Maahs etwas zu sehr und musste ebenfalls die Segel streichen. Nachdem auch Andreas gegen Ewaldt in Nachteil geriet, war dieser Kampf so gut wie entschieden. Michael machte remis, Christian ebenso, Marcus verlor, und durch eine solide Klammerleistung schaffte es Andreas sich aus der misslichen Lage zu befreien und ein Unentschieden herauszuholen. Den einzigen ganzen Punkt für uns zu machen blieb dann Thomas Wiltafsky vorbehalten.

Wenn unsere Leute nicht in Bälde von ihren Auslandsreisen zurückkehren, dann könnte es eng werden für uns. Wobei die Lage noch nicht völlig prekär ist. Wir müssen in einer der nächsten Runden eben ein Break schaffen und gegen eine stärker einzuschätzende Mannschaft gewinnen.

(Boris Bruhn)

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2. Runde
17.11.2002 Königsspringer Hamburg 2 SV Großhansdorf :
Hamburger SK 5 Bille SC 4,5:3,5
FC St. Pauli SC Diogenes 2 5,0:3,0
SKJ Eppendorf Barmbeker SK 4,0:4,0
Hamburger SK 3 Hamburger SK 4 5,0:3,0

Heimpremiere verpatzt

Zum ersten Heimspiel der zweiten Mannschaft war Großhansdorf zu Gast. Die machten sich dann gleich beliebt: Ihre hoffentlich nicht ernst gemeinten Kommentare über die angeblich russischen Zustände (»ein Klo, keine Heizung«) in unserem Clubheim hätten sie sich auch sparen können. Vielleicht kommt beizeiten mal wieder jemand auf die Idee, Großhansdorf zum Auswärtsspiel nach Flensburg oder Leck zu schicken!

Zum Glück mussten nicht nur wir auf viele Ersatzspieler zurückgreifen, sondern auch unsere Gegner. So konnten wir wenigstens mal an den Mannschaftspunkten schnuppern, die wir dann in der nächsten Runde machen sollten. Mit Heyken, Labahn, Grote und Storm waren die G’dorfer allerdings immer noch verdammt gut besetzt an den ersten vier Brettern. Da hieß es also wieder, klassisch zu spielen: vorne gegenhalten, hinten gewinnen.

Claudio begann auch genau so: Er schob seinen Gegner regelrecht zusammen. Dieser konnte ja nicht ahnen, dass seine gewählte Variante von Claudio bestimmt schon an die 1500‑mal geblitzt wurde gegen Berger. Zwar fand der Gegner noch einen Ausweg aus dem sofortigen Matt, wenige Züge später allerdings musste er die Segel streichen.

1:0 für uns, das war vielversprechend. Nachdem dann Wiltafsky gegen Storm eine Qualität mehr hatte, regte sich bei den ganz wenigen Zuschauern auch etwas Hoffnung. Svens Stellung gegen Grote sah allerdings nicht sonderlich aus, und auch Georg musste noch den Sicherungszug finden, um den Gegenangriff seines Gegners abzuwehren.

Andreas schlug sich wieder einmal wacker, er remisierte mit Bauer weniger. Michael sah gegen Heyken auch nicht schlecht aus, gerade wenn man berücksichtigt, dass Heyken Michaels Eröffnungsvorbereitung geschickt umgangen hatte. Christian Melde hatte eine etwas indisch anmutende Stellung, in der sich alle Figuren langsam tauschten. Im Prinzip war aber nichts los auf dem Brett bei ihm, ähnlich wie bei mir. Mein Gegner lehnte ein Remisangebot ab, weil der Kampf aus seiner Sicht zu diesem Zeitpunkt schlecht für Großhansdorf stand. Als er dann mir im 41. Zug remis anbot, musste ich ablehnen, denn der Kampf hatte sich gedreht.

Georg hatte den Gegenangriff unterschätzt und verlor. Sven schaffte mit zehn Zügen in zehn Sekunden die Zeitkontrolle, fand sich aber danach in einem hoffnungslosen Endspiel wieder und gab auf. Thomas gelang es nicht, die Qualität in entscheidenden Vorteil umzuwandeln und musste fast froh sein, dass die Gewinnversuche von Storm nicht von Erfolg gekrönt waren und er ins Remis einwilligte. Michael hatte inzwischen die Qualität gegen einen Freibauern weniger und wickelte in ein stark nach Verlust riechendes Endspiel ab, ähnlich wie Christian Melde dies tat. Da mein Gegner in der Zwischenzeit auf Angriff gespielt hatte, war seine Stellung gespickt von Felder‑ und Bauernschwächen, einen Bauern stellte er dann auch ein und kurze Zeit später gab er auf.

Christian verlor sein Endspiel »schlechter Läufer gegen guter Springer«. Und für Michael war am Ende nicht mehr drin als ein Remis. So verloren wir diesen Kampf 3½:4½. An den ersten vier Brettern hatten wir zwar ein 2:2 geschafft, aber hinten die entscheidenden Partien nicht gewinnen können. Das sollte uns aber im nächsten Kampf gelingen.

Da wir auch diesmal wieder mit Kaffee und Brötchen aufgewartet haben und dies in Zukunft bei Heimspielen beibehalten wollen, sind unsere Schlachtenbummler herzlich willkommen, beim nächsten Heimkampf am 12. Januar vorbeizuschauen.

(Boris Bruhn)

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3. Runde
15.12.2002 SC Diogenes 2 Königsspringer Hamburg 2 3 : 5
Hamburger SK 4 Hamburger SK 5 3,0:5,0
Barmbeker SK Hamburger SK 3 3,0:5,0
SV Großhansdorf SKJ Eppendorf 4,5:3,5
Bille SC FC St. Pauli 3,5:4,5

Bericht

So, nun sind schon ein paar Tage vergangen, und noch kein Bericht? Also werde ich mal ein paar kritische Worte verlieren! Vielleicht muss ich einiges davon nach Sichtung der Partien wieder revidieren, aber eigentlich glaube ich nicht daran.

Das Positive vorweg: Gestern noch Schlusslicht mit null Punkten, heute schon wieder auf einem Nichtabstiegsplatz. Dabei fing der Tag gar nicht gut an, denn ich war ein paar Sekunden lang ernsthaft überrascht, an Brett 3 auswärts die weißen Klötze zu führen – so viel zum Thema Vorbereitung im Abstiegskampf!

Zu allem Überfluss schien es sogar noch schlimmer zu werden: Beim Stand von ½:1½ gegen uns war bei Christian M. eine Figur weg, Thomas sah sich einem immer weiter vorrückenden Freibauern gegenüber und Andreas hatte es seinem Gegner für meine Begriffe recht einfach gemacht, mit Schwarz auszugleichen. Der Rest der Truppe hatte wenig entgegenzusetzen: Boris hatte zwar mit Schwarz schnell die Initiative übernommen, aber auf einmal schien Sand im Getriebe zu sein. Michael hatte einen soliden, aber doch nur leichten Vorteil und ich einen solchen schon wieder leichtfertig verspielt. In dieser Phase, so gegen 12:00, 13:00 Uhr hätte man eigentlich schon mal für die Stadtliga planen können!

Aber es sollte ganz anders kommen: An Brett 7 wurde die Bauernanzahl fortwährend reduziert, auf einmal wurde wieder die Grundstellung aufgebaut und auf dem Formular stand ½:½. Mein Gegner hatte derweil durch ungeschicktes Abtauschen in ein verlorenes Bauernendspiel abgewickelt und Thomas den gegnerischen Freibauern umzingelt und abgeholt. Nach überstandener Zeitkontrolle hatte sich das Bild komplett gewandelt: Stand 2:2 und die noch laufenden Partien sahen entweder positionell (Boris, Andreas) oder materiell (Michael, Thomas) gut für uns aus. Nach weiteren zwei Stunden waren die ersten Punkte dieser Saison eingefahren.

Unterm Strich keine überzeugende Leistung, aber zwei Punkte sind zwei Punkte. Gegen Bille muss aber eine Steigerung her, denn die haben bestimmt keinen Bock, das vierte Mal in Folge nur dreieinhalb Punkte zu machen!

(Christian Conrad)

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4. Runde
12.01.2003 Königsspringer Hamburg 2 Bille SC 5 : 3
Hamburger SK 5 FC St. Pauli 5,0:3,0
SKJ Eppendorf SC Diogenes 2 3,0:5,0
Hamburger SK 3 SV Großhansdorf 3,0:5,0
Hamburger SK 4 Barmbeker SK 4,0:4,0

Freischwimmer ist beantragt

In dieser Runde kamen uns die Schachfreunde vom Bille Schach‑Club in unserem Clubheim besuchen. Es hat etwas von einer tiefen Genugtuung, wenn das müde Lächeln und der Spott unserer Gegner mit fortschreitender Fertigstellung des Clubheims weicht. Stattdessen schauten die Bille‑Spieler wohlwollend auf das, was wir mit unserem Clubheim bisher angestellt haben und mit festem Blick darauf, was noch gemacht wird und wie gut das wohl aussehen wird.

Nun zum Schachlichen. Vielleicht fängt heute der Esel mal zuerst an: Ich hatte mich fest auf Andreas Bigot (normalerweise spielt Weckbach an Brett 1 und Bigot an Brett 2) eingeschossen und mich stundenlang vorbereitet. Aber Weckbach fehlte und ich spielte gegen Andreas Bertram. Daraufhin war ich so konsterniert, dass ich zehn Minuten lethargisch aus dem Fenster schaute und den ersten Zug verweigerte. Aber das war nicht so wichtig, fiel mir schlagartig ein, denn andererseits hieß es ja, dass unsere Gegner ersatzgeschwächt waren. Und das war wiederum sehr gut. Denn so konnten wir uns das erste Mal aus dem Abstiegsstrudel verabschieden. Mit einer Niederlage wären wir nämlich Letzter gewesen. Da fällt mir auf, das ist ja gar nicht das Schachliche!

Also nochmal! Das Schachliche: An den Brettern 4 (Sven) und 8 (Christian M.) sollten zwei halbe Punkte her. Und tatsächlich hatte Siegfried Wölk seine Moderne Verteidigung in die Remisschaukel gelenkt, auf die sich Christian tags zuvor (oder wann anders) vorbereitet hatte. An vielen anderen Brettern verstand ich allerdings die Partien gar nicht. Ingo (Brett 7) hatte in einer »Eröffnung« den einzigen Fopp nicht gesehen und so stand er höchstgradig bedenklich (wer macht schon gerne Kxf7 im vierten Zug?). Bei Sven kam eine ganz komische Skandinavisch‑Variante aufs Brett und bei Thomas Wiltafsky am Brett 5 wussten beide nicht so genau, was sie spielen. Bei Thomas bisherigen Ergebnissen machte mir das aber wenig Sorge und prompt hatte er den Gegner gefoppt und stand viel besser. Andreas hatte an Brett 6 gegen Martin Kopisch Nimzo‑Indisch verhindert mit 3.a3!?. Connie hatte gegen Armin Windt einen Skandinavier auf dem Brett, der nach minimalem Vorteil für Windt roch. Nachdem dann Oliver Seidler einen Kaffee‑Flash bekommen hatte (Wer hat den eigentlich gekocht? 250 Gramm auf eine Kanne! Ts, ts, ts …), machte er gegen Sven auch remis.

Nach zwei Stunden 1:1 und noch keine Partie verloren, so gut standen wir noch nie diese Saison! Nur Michael stand sehr gedrückt gegen Bigot, der seinen Vorteil mit Fortschreiten der Uhr immer weiter ausbauen konnte. Dann begann bei mir die heiße Phase: Bertram hatte am Damenflügel anzugreifen versucht und ich musste recht genau spielen, um meinen materiellen Vorteil (Qualität und drei Bauern) in einen Sieg umzuwandeln). Ich habe noch gesehen, wie Thomas gewonnen hat, wie Connie remis gegeben hatte und Ingo sich langsam aus der Umklammerung befreite und in spannendes Endspiel abwickeln konnte. Dann hatte ich gegen Bertram gewonnen, dessen Angriff bei genauerem Spiel noch gefährlicher hätte sein können. In der Folge konnte Michael seine Niederlage nicht mehr abwenden, aber Ingo machte mit seinem Sieg im Endspiel die zwei Mannschaftspunkte perfekt. So konnte dann Andreas (wie auch schon gegen Diogenes) entspannt die letzte Partie remis geben.

Bille hatte uns die Punkte dagelassen und zudem noch einen Kuli, einen Teelöffel aus Omas altem Besteckkasten und einen Vanille‑Traum von Ehrmann, die wir Ihnen aber anschließend beim Griechen im Landhaus wiedergeben konnten, denn nach eigenen Aussagen brauchten unsere Gegner nach dieser Niederlage schnellstmöglich eine »Trink‑Halle«.

Leider haben die anderen Mannschaften alle gegeneinander gepunktet, sodass wir alles andere als gerettet sind. Wir müssen noch einige Kämpfe gewinnen und den nächsten am besten nicht verlieren, dann können wir langsam an den Klassenerhalt denken, vorher nicht. Wenn wir konzentriert an die nächsten Kämpfe gehen, dann haben wir sicherlich das Potenzial, um die Klasse zu halten.

(Boris Bruhn)

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5. Runde
26.01.2003 FC St. Pauli Königsspringer Hamburg 2 :
Barmbeker SK Hamburger SK 5 5,0:3,0
SV Großhansdorf Hamburger SK 4 4,5:3,5
SC Diogenes 2 Hamburger SK 3 3,0:5,0
Bille SC SKJ Eppendorf 5,5:2,5

Verpasste Chance

Am letzten Sonntag führte uns der Weg nach Alsterdorf ins Heilwig‑Gymnasium, das ist der Heimspielort vom FC St. Pauli. Bei diesem Aufstiegskandidaten rechneten wir uns wenig Chancen aus, wollten aber dennoch gern ein 4:4 erreichen, so war der Plan.

Und es ging auch nicht schlecht los, denn der erkrankte Christian Melde hatte sich doch noch entschlossen zum Kampf zu kommen. Und er machte seine Sache sehr gut: Er sicherte frühzeitig ein Remis, das ist drei Klassen besser als ein kampfloser Punkt.

Wäre da nicht das Brett 4 gewesen, Sven Leiser, der aus gesundheitlichen Gründen plötzlich verhindert war und wirklich nicht zum Schach kommen konnte. Auf diesem Wege wünsche ich ihm gute Besserung und schnelle Renovierung.

So spielten wir nämlich plötzlich doch zu siebt und es stand nach einer Stunde 1½:½ für St. Pauli.

Doch die Stellungen an den anderen Brettern sahen recht viel versprechend aus. Thomas stand komfortabel gegen Jantzen, Ingo hatte sich sehr schön aus der Eröffnung gespielt und einen Bauern mehr, Conni hatte eine Qualität mehr gegen zwei Bauern aber mit guten Chancen und Marcus hatte einen Königsangriff gestartet, während sein Gegner Jörg Dinckel kein Gegenspiel hatte. Nur Michael tanzte den Schwäche‑Tango mit seinen Bauern und stand ein wenig komisch. Und auch ich war eigentlich im Plan, denn mein Gegner hatte Züge vermischt und tauschte in der Folge viel ab und nahm entsprechend schnell mein Remis‑Angebot an.

In der Folge hatte Ingo sogar zwei Figuren gegen Turm (bei wenig Zeit), Conni ein sehr unklares Endspiel und Marcus konnte seinen Vorteil nicht umsetzen, während Jantzen gegen Thomas in ein Remis abwickeln konnte und Michael plötzlich einen vernichtenden Angriff starten durfte. Zu deutsch: Wir hatten sie auf der Pfanne, bis sich alle Partien gedreht haben. Unsere guten Stellungen wurden entweder remis (bei Conni und Marcus) oder sogar in der Zeitnot weggestellt (Ingo), während die gedrückte Stellung von Michael ganz schnell zum Matt und somit zu seinem erster Gewinnpartie diese Saison führte. Am Ende stand ein 3½:4½ gegen uns zu Buche.

Schade um diese gute Chance, aber es kommen noch ein paar Kämpfe, die ganz gut gewonnen werden können, wie beispielsweise der nächste am 9. Februar beim HSK. Drückt alle die Daumen!

(Boris Bruhn)

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6. Runde
09.02.2003 Hamburger SK 5 Königsspringer Hamburg 2 :
SKJ Eppendorf FC St. Pauli 4,5:3,5
Hamburger SK 3 Bille SC 3,0:5,0
Hamburger SK 4 SC Diogenes 2 3,5:4,5
Barmbeker SK SV Großhansdorf 1,5:6,5

Hurra, wir leben noch!

Eigentlich eine unlösbare Aufgabe, die uns an diesem kalten Sonntagmorgen bevorstand: Der Gegner HSK 5 war immerhin Tabellenzweiter und hatte mit zweieinhalb Brettpunkten mehr schon doppelt so viele Mannschaftspunkte wie wir eingesammelt. Dazu mussten wir auch noch den bisher stark aufspielenden Boris Bruhn an die Erste ausleihen.

Das vorentscheidende taktische Geplänkel ging aber zu unseren Gunsten aus: Der HSK trat diesmal ohne Markus Lindinger an, was von Jörg mit konsequentem Nichterscheinen durch Verpennen gekontert wurden. Ha! Damit hatten die nicht gerechnet! Ich selbst war nach schwacher Eröffnungsbehandlung schon frühzeitig mit einem Remis zufrieden, aber ansonsten konnten wir schnell wieder über den Kampf ins Spiel finden.

Den Anfang machte Thomas, der wieder einmal eine dieser merkwürdigen Schweschnikow‑Stellungen auf dem Brett hatte. Ohne erkennbare Bauernstruktur, aber mit aktivem Figurenspiel holte er sich zunächst die Qualität und schließlich den Punkt. So einfach kann Schach manchmal sein! Andreas hatte mit Weiß im Wolga‑Gambit ein m. E. zweifelhaftes Qualitätsopfer gebracht, aber die folgende Öffnung des Spiels brachte dem Schwarzen haufenweise Felderschwächen und extreme Zeitnot ein. Punkt für uns, ebenso bei Marcus, der seinen Mehrbauern von der Eröffnung bis in die Blitzphase hinein halten konnte.

Michael vedödelte seine aussichtsreiche Stellung zwar bis zum Verlust, aber die Entscheidung war bereits zu unseren Gunsten gefallen: Christian und Georg tauschten nach der Zeitkontrolle ihre Mehrbauern gegen halbe Punkte und bescherten uns einen wichtigen 4½:3½‑Sieg.

Was wollen uns die weiteren Ergebnisse sagen? Frei nach Rudi Völler: In der Landesliga gibt es keine einfachen Gegner mehr – spätestens nach dem Sieg von SKJE gegen St. Pauli sollte das jedem klar sein! Die Abstiegszone beginnt bei Platz 4 und wir stecken noch mittendrin. Sicherheitshalber sollten wir demnächst mal wieder vollständig antreten!

(Christian Conrad)

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7. Runde
23.02.2003 Königsspringer Hamburg 2 SK Johanneum Eppendorf :
SV Großhansdorf Hamburger SK 5 3,0:5,0
SC Diogenes 2 Barmbeker SK 5,0:3,0
Bille SC Hamburger SK 4 4,0:4,0
FC St. Pauli Hamburger SK 3 2,0:6,0

Wochenend und Sonnenschein, …

… aber es war mal wieder harte Arbeit um wichtige Punkte angesagt. Immerhin hat sich die lange Sitzung gelohnt, denn nach dem knappen Sieg gegen SKJE können wir uns die Tabelle mal wieder etwas entspannter ansehen.

Aber schön der Reihe nach: Ein schnelles Schwarzremis bei Boris, ein nicht ganz so schnelles bei Jörg – so weit, so gut! Brett 2 fiel zunächst nur durch starke Sonneneinstrahlung auf und machte unsere Gäste mit den Feinheiten unseres Clubheims vertraut (»Habt Ihr hier keine Gardinen?«). Ansonsten war das alles nicht so doll: Bei Georg verpuffte irgendwann die Initiative und der Punkt wurde geteilt, Ingo stand lange Zeit optisch gut, verlor aber durch eine raffinierte Wendung die Qualität und die Partie. Thomas musste im Zehn‑Brettpunkte‑Duell gegen FM Vandrey seine erste Saisonniederlage hinnehmen, aber immerhin hatte Michael nach der Zeitkontrolle ein gewonnenes Turmendspiel behalten.

Bis dahin hatten wir nur magere zweieinhalb Brettpunkte eingefahren, es musste also was passieren. Nachdem ich folgerichtig vor der Zeitkontrolle schon ein Remisangebot abgelehnt hatte, versuchte ich mit einem mutig aussehenden (aber objektiv schlechten) Vorstoß meines Freibauern Verwirrung zu stiften – denn mit normalen Mitteln ging da nichts mehr. Und tatsächlich berechnete mein Gegner die kritische Variante nicht weit genug, und fand sich in einem ungünstigen Endspiel »Turm gegen Läuferpaar« wieder, das nach einer weiteren Ungenauigkeit nicht mehr zu halten war. Von Andreas’ Partie war ich bis dahin wenig begeistert, aber so ab dem 40. bis zum 50. Zug konnte er seine Stellung stetig verbessern und schließlich im Mattangriff gewinnen.

Mal wieder ein eher glücklicher Sieg; wesentlich schwerer als noch zwei Wochen vorher zu siebt gegen HSK 5. In dieser Saison ist eben (fast) alles möglich!

(Christian Conrad)

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8. Runde
09.03.2003 Hamburger SK 3 Königsspringer Hamburg 2 :
Hamburger SK 5 SKJ Eppendorf 4,0:4,0
Hamburger SK 4 FC St. Pauli 3,0:5,0
Barmbeker SK Bille SC 3,5:4,5
SV Großhansdorf SC Diogenes 2 4,5:3,5

In aller Kürze

So, nachdem schon die 9. Runde gespielt ist, hier noch für die Nachwelt die Ereignisse aus dem Kampf gegen HSK 3: Durch einen Kampflosen von Michael an 1 kamen wir gut ins Spiel, Brett 7 und insbesondere Brett 8 entwickelten sich vielversprechend. Also boten wir an den Brettern 2, 5 und 6 taktisch ganz schlau remis an. Zweimal wurde angenommen, Boris’ Gegner lehnte ab und verlor.

Eigentlich also genau falschrum reagiert (aber hinterher ist man ja eh’ immer schlauer), denn hinten gewannen wir nicht ganz unerwartet beide Partien. Thomas steuerte auch noch einen halben Punkt bei; ärgerlich bei zwischenzeitlich 1–2 Mehrbauern. Ich selbst ließ mir ohne erkennbaren Widerstand den ganzen Punkt abnehmen, also ist es uns auch im achten Versuch nicht gelungen, ohne Verlustpartie auszukommen.

(Christian Conrad)

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9. Runde
30.03.2003 Königsspringer Hamburg 2 Hamburger SK 4 3 : 5
SC Diogenes 2 Hamburger SK 5 5,5:2,5
Bille SC SV Großhansdorf 4,5:3,5
FC St. Pauli Barmbeker SK 3,0:5,0
SKJ Eppendorf Hamburger SK 3 5,5:2,5

Abschluss ohne große Erkenntnisse

Zu siebt wurde dieser Mannschaftskampf bestritten. Zum einen sollte die erste Mannschaft noch halbwegs konkurrenzfähig antreten und die unteren Mannschaften im Abstiegskampf nicht weiter geschwächt werden.

Sehr frühe Remisen gab es an Brett 3 nach sechs Zügen und an Bett 1 nach zehn Zügen. Andreas musste sich für sein Remis etwas mühen. An Brett 5 war letztlich auch nicht viel los und Georg gewann sicher. An den unteren Brettern kippten ausgeglichene bis gute Stellungen, Marcus ließ sich in hoher Zeitnot sogar noch matt setzen.

Die Landesliga war diesmal sehr ausgeglichen, mit etwas mehr Ehrgeiz hätte die Zweite sogar mit einem 6:2 in der Schlussrunde Hamburger Mannschaftmeister werden können. Aufsteiger Großhansdorf schaffte im Schnitt einen halben Brettpunkt pro Mannschaftskampf mehr als Absteiger SKJE.

In der nächsten Saison kommt ein starker Absteiger aus der Oberliga und ein starker Aufsteiger aus der Stadtliga. So bleibt für die zweite Mannschaft in den nächsten Jahren das anzustrebene Ziel weiterhin der Klassenerhalt.

(Michael Wolter)

 
 
 
 
 
 
 
 
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01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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