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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Jugendbundesliga‑Nord, Staffel West 2002/03
Termine Tabelle Spieler Ergebnisse
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Termine
1 29.09.2002 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg 3 : 3
2 03.11.2002 Königsspringer Hamburg SV Bargteheide 6 : 0
3 24.11.2002 TV Fischbek Königsspringer Hamburg :
4 08.12.2002 Königsspringer Hamburg SK Norderstedt 3 : 3
5 17.05.2003 SK Nordhorn‑Blanke Königsspringer Hamburg :
6 05.04.2003 Königsspringer Hamburg SC Meerbauer Kiel :
7 27.04.2003 Delmenhorster SK Königsspringer Hamburg :
8 06.04.2003 Königsspringer Hamburg Hamburger SK :
9 18.05.2003 SK Ricklingen Königsspringer Hamburg 3 : 3
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Hamburger SK 3 4 4 5 38,5 17
2. SK Ricklingen 3 3 4 5 6 39,0 16
3. SC Meerbauer Kiel 4 3 3 3 5 30,0 11
4. Delmenhorster SK 2 3 5 4 5 30,0 9
5. Königsspringer Hamburg 3 6 3 3 29,5 9
6. SK Nordhorn‑Blanke ½ 3 3 6 27,0 8
7. SV Bargteheide 2 3 0 3 5 24,0 8
8. SK Norderstedt 2 2 3 1 3 ½ 22,0 6
9. SK Johanneum Eppendorf 1 1 2 3 3 4 21,5 6
10. TV Fischbek ½ 0 1 1 0 1 2 8,5 0
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Spieler
RL Name 1.R 2.R 3.R 4.R 5.R 6.R 7.R 8.R 9.R
1 Zimmermann, Julian ½ 1 1 ½ 1 ½ ½ 0 0
2 Fjodorow, Peter 1 1 1 1 ½ 0 0 ½ 0
3 Herzenstein, Georg   1 1 1 ½   0 ½ 1
4 Michaelsen, Jan 1 0 0          
5 Vater, Hannes 0 1 1 ½ ½ 0 0 1 ½
6 Röß, David 1 1 ½ 0 1 1 0 0 ½
7 Klink, Otto ½       1 0 1   1
8 Harder, Clemens           0   ½  
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1. Runde
29.09.2002 SK Johanneum Eppendorf Königsspringer Hamburg 3 : 3
SK Ricklingen SK Nordhorn‑Blanke 4,5:1,5
SK Norderstedt SC Meerbauer Kiel 3,0:3,0
TV Fischbek Delmenhorster SK 1,0:5,0
SV Bargteheide Hamburger SK 2,0:4,0

Auftakt in die neue Saison

Die erste Runde der Jugendbundesliga ist vorbei. Sie sollte für unsere Mannschaft zeigen, wohin die Reise gehen sollte dieses Jahr. Und es war ein klares Zeichen: Es geht gegen den Abstieg!

Nachdem es äußerst schwierig war, überhaupt alle Spieler zu erreichen, standen sechs der sieben besten Bretter auf der Mannschaftskarte. Mit Julian, Peter, Jan, Hannes, David und Otto war das Team nominell also recht gut.

Wir traten gegen den SKJE an, der nominell schlechter war als unser Team: Alice Winnicki und Benjamin Buchheister waren die Spitzenbretter mit guter DWZ. Mit Ulf Brüning, Mark Zollondz, Daniel Markovic und Jade Schmidt wurde das Team ergänzt.

Was unsere Gegner und unsere Mannschaft nicht wussten: Jan Michaelsen hatte kurzfristig abgesagt. Als ich am nächsten Morgen nach mehreren verzweifelten Telefonaten keinen Ersatzspieler parat hatte, blieb nur eine Lösung: zu fünft spielen! Das ist sicherlich die schlechteste aller Lösungen, aber bei solcher Absage ist die Zahl der Alternativen klein. Zwar versuchten Günter und ich noch am Sonntagmorgen bei Michaelsens anzurufen, aber das war vergebens.

Für Günters Unterstützung und auch die von Baldur Schroeter möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken, denn beide sind am Sonntag zum SKJE gekommen.

Zum Verlauf kann man noch einiges sagen, hier in aller Kürze:
Brett 1 (Julian): Gewinnstellung weggestellt und trotzdem noch remis »bekommen«.
Brett 2 (Peter): Recht souverän gewonnen.
Brett 3 (Jan): Kampflos verloren.
Brett 4 (Hannes): Nach langem Kampf verrechnet und danach ohne Chance.
Brett 5 (David): Mit ganz kleinen Wacklern zum ungefährdeten Sieg.
Brett 6 (Otto): In klar überlegener Stellung remis gegeben, da fehlt noch Kampfgeist.
Endergebnis: 3:3. Da wir nur zu fünft waren, muss dieses Ergebnis als Erfolg gewertet werden.

Am 03.11. geht es zu Hause gegen Bargteheide. Die Jugendbundesliga ist die höchste Jugendspielklasse, die es gibt. Es ist also gewissermaßen Ehre und Pflicht zugleich, dort zu spielen. Wäre schön, wenn die Spieler das spüren könnten durch unsere Unterstützung. Darum möchte ich alle Interessierten dazu aufrufen, am 03.11. in unserem Clubheim präsent zu sein, damit aus dem Heimspiel auch ein Heimspiel wird. Vielleicht gibt’s auch ein kleines Frühstück! Spielbeginn ist 10:00 Uhr.

Bis dann!

(Boris Bruhn)

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2. Runde
03.11.2002 Königsspringer Hamburg SV Bargteheide 6 : 0
SKJ Eppendorf SK Ricklingen 1,0:5,0
Hamburger SK TV Fischbek 5,5:0,5
Delmenhorster SK SK Norderstedt 5,0:1,0
SC Meerbauer Kiel SK Nordhorn‑Blanke 3,0:3,0

Heimpremiere gelungen

Am 03.11. hatten wir unser Heimdebüt gegen den SV Bargteheide. Dieser hatte zuletzt gegen eine nicht ganz schlechte HSK‑Mannschaft ein 2:4 geschafft. In Anbetracht der Tatsache, dass wir gegen den SKJE nicht gerade geglänzt hatten und dass die Gegner von dem bekannt guten Trainer Hartmut Porth vorbereitet waren, war die Angelegenheit nicht so klar. Umso angenehmer war dann der Auftritt unserer Mannschaft: Alle Spieler saßen Punkt 10:00 Uhr an den Brettern und warteten auf die Partien. Weiter so!

Zwar lief an diesem Sonntagmorgen nicht alles völlig rund, aber dank der Unterstützung von Familie Borgmeyer (Vielen Dank!) und Baldur Schroeter (dito!) konnten wir rechtzeitig an sauberen Brettern anfangen und alle Anwesenden konnten mit Brötchen und Kaffee versorgt werden. Vielleicht schaut in Anbetracht dieser Tatsache mal der eine oder andere mehr vorbei, der dieses Mal noch nicht da war. Wobei die Resonanz, das muss man so trocken feststellen, ganz hervorragend war (siehe Grußseite).

Diese positive Stimmung hatte sich nach einer Weile offenbar auch auf die Spieler übertragen. Nach etwa drei Stunden, in denen die Gegner auch gute Chancen hatten, gewannen nacheinander David, Hannes, Georg und Jan. Damit war der Kampf für uns schon entschieden; es blieb noch die Frage nach der Höhe des Sieges. Julian konnte sich aus seiner recht misslichen Lage befreien und nach der Zeitnot recht sicher gewinnen. Es blieb die Frage, ob das erste Heimspiel tatsächlich zu null zu Ende gebracht werden konnte. Nach vollen sieben Stunden musste auch Peters Gegner die Waffen strecken (wobei: Das nächste Mal bitte ohne telefonieren!). Das hieß dann Kantersieg und 6:0. Das war im Nachhinein etwas zu hoch, ein halber Punkt hätte mindestens drin sein müssen für die stark ersatzgeschwächten Bargteheider. Andererseits haben wir somit zu Hause noch nichts abgegeben, und das kann von mir aus auch so bleiben.

Der nächste Kampf ist in Fischbek, das nächste Heimspiel findet gegen Norderstedt am 08.12. statt. Zuschauer sind herzlich willkommen!

(Boris Bruhn)

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3. Runde
24.11.2002 TV Fischbek Königsspringer Hamburg :
SK Ricklingen SC Meerbauer Kiel 4,5:1,5
SK Nordhorn‑Blanke Delmenhorster SK 3,0:3,0
SK Norderstedt Hamburger SK 2,0:4,0
SV Bargteheide SKJ Eppendorf 3,0:3,0

Auswärts mit 4½ Punkten und Schwarzschwäche

Am Sonntag mussten wir nach Fischbek, das ist immer eine Reise wert, weil die zwei Mannschaftspunkte schon am Eingang des Spiellokals bereit liegen zur Mitnahme. Allerdings ist es auch immer ein blödes Auswärtsspiel, weil Brettpunkte da bleiben.

Aber von vorn: Morgens am Hauptbahnhof waren um 09:15 Uhr immerhin fünf von sechs Spielern erschienen. Nur David fehlte. Innerhalb der nächsten zwanzig Minuten trafen wir eine paar Königsspringer: Norbert Schönfisch und Immo Huismann. Letzteren hätten wir dann auch fast spontan entführt nach Fischbek. Denn David war auch um 09:30 Uhr nicht am Treffpunkt und sein Handy war aus. Seine Mutter meinte, dass er um halb neun losgefahren sei in Schnelsen. Das war wohl etwas, wie sagt man: »over optimistic«, wenn er denn pünktlich um 09:00 Uhr am Treffpunkt sein wollte.

Um kurz nach halb zehn fuhren wir los, waren da sowieso schon zu spät. Und wir dachten uns: Weltklasse, schon wieder zu fünft! Aber da war David mit mehreren Ersatzverkehren (Schnelsen AKN, Diebsteich S‑Bahn) auch »schon« am Hauptbahnhof angekommen, rief auf meinem Handy an und hechtete in die nachfolgende S‑Bahn. Naja, doch noch zu sechst. Mit Hörnchen und Nesquik und einer Dose von Raven (Danke KG) fuhren wir nach Neugraben. Mit Meldebogen und Stadtplan gingen die fünf Spieler vor zum Spiellokal und fingen schon mal an. Ich wartete auf David und wir folgten zehn Minuten später.

Das Spiellokal von Fischbek ist recht geräumig und gemütlich, so ähnlich soll es, da waren sich die Spieler einig, auch einmal bei uns aussehen. Jeder der Spieler bekam sogar ein Namensschild, das unsere Leute danach sogar mitnehmen durften. (Zitat Schackel: »digges Namensschild«).

Nun zum Verlauf: Dafür, dass mit zehn Minuten weniger auf der Uhr gespielt wurde, waren die Partien mit Weiß ziemlich rasch beendet: nach einer Stunde und zehn Minuten waren alle vorbei und es stand 3:0 für uns. Julian, Georg und Hannes machten ihren Gegnern schnell den Garaus. Nun zur Frage, wo der halbe Punkt zum Mannschaftssieg herkommen sollte: Gute Frage! Denn in allen Schwarzpartien an den Brettern 2, 4 und 6 waren die Stellungen nicht so klar. Jan hatte sich etwas verrechnet und hatte eine Figur weniger, Peter zwei Figuren gegen Turm und Bauer bei unklarer Stellung und David hatte die Dame gegen Springer und Turm bei einer Art Festung und eigenem frei stehendem König. Jan verlor in der Folge, das ist aber nicht so schlimm, denn beim nächsten Kampf wird Jan nach seiner Punkte‑Arithmetik wieder voll punkten, das ist dann nämlich gar nicht schlecht. David hatte seine Stellung weiter vereinfacht, sodass ein Gewinn für ihn immer schwieriger wurde, er allerdings musste aufpassen, weil zwei Springer und Turm nicht ganz ungefährlich sind. Allerdings hatte sich Peters Gegner nach vier Stunden harter Gegenwehr entschlossen, einen Turm einzügig einzustellen. Damit stand es dann 4:1. David knetete noch eine halbe Stunde weiter und gab dann remis, weil er keinen Gewinnweg gefunden hatte.

Wichtig ist, was hinten rauskommt. Und bisher sind 5:1 Punkte rausgekommen. Das ist schon mal ein gutes Kissen, um in der nächsten Runde Norderstedt zu empfangen und auch hier keine Gastgeschenke zu verteilen. Spaß hat der Auswärtskampf in Fischbek auch mal wieder gebracht, und wenn wir weiter in Bestbesetzung spielen, dann ist ein Platz im vorderen Drittel gut möglich. Und dies vor allem weil sich die anderen Teams fleißig gegenseitig die Punkte wegnehmen.

Bis nächstes Mal am 8. Dezember, zu Hause gegen Norderstedt! Frühstück gibt’s auch wieder und Schlachtenbummler sind herzlich willkommen.

(Boris Bruhn)

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4. Runde
08.12.2002 Königsspringer Hamburg SK Norderstedt 3 : 3
SV Bargteheide SK Ricklingen 1,5:4,5
SKJ Eppendorf TV Fischbek 4,0:2,0
Hamburger SK SK Nordhorn‑Blanke 5,5:0,5
Delmenhorster SK SC Meerbauer Kiel 2,0:4,0
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5. Runde
17.05.2003 SK Nordhorn‑Blanke Königsspringer Hamburg :
SK Ricklingen Delmenhorster SK 4,5:1,5
SC Meerbauer Kiel Hamburger SK 1,5:4,5
SK Norderstedt SKJ Eppendorf 2,5:3,5
TV Fischbek SV Bargteheide 1,0:5,0

(Bericht 5. und 9. Runde)

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6. Runde
05.04.2003 Königsspringer Hamburg SC Meerbauer Kiel :
TV Fischbek SK Ricklingen 0,0:6,0
SV Bargteheide SK Norderstedt 2,5:3,5
SKJ Eppendorf SK Nordhorn‑Blanke 2,5:3,5
Hamburger SK Delmenhorster SK 3,5:2,5

(Bericht 6. und 8. Runde)

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7. Runde
27.04.2003 Delmenhorster SK Königsspringer Hamburg :
SK Ricklingen Hamburger SK 3,0:3,0
SC Meerbauer Kiel SKJ Eppendorf 4,5:1,5
SK Nordhorn‑Blanke SV Bargteheide 2,5:3,5
SK Norderstedt TV Fischbek 4,5:1,5

»Sag mal Boris, eigentlich haben wir doch heute alle verkackt, oder?«

Das Hemd ist jedem näher als die Hose, sagt ein altes Sprichwort. Und so wurde am letzten Sonntag das absolute Minimalziel erreicht: um mehr als einen Brettpunkt am SKJE vorbeizuziehen. Mehr ist aber dabei nicht herausgekommen. Das lag an einer bisher selten beobachteten Nervenschwäche bei einigen Spielern, die allerdings mit anderer Vorbereitung sowohl gegen Nordhorn als auch gegen Ricklingen bessere Ergebnisse erzielen werden. Alle standen irgendwann mal nicht so toll; dass aus der Girostasche nichts wird, war also recht früh klar. Dass es dann aber ein solch schnelles Ende nahm, …

Julian stand während der ganzen Partie nicht wirklich schlechter, konnte aber den Vorteil im Endspiel nicht nutzen. Peter hatte eine Qualität mehr und verwertete diese nicht, sodass er mit Zinsen die Qualle zurückgeben und die Partie auf‑ musste (aufgeben, gelle?). Georg hatte das Berger‑Gambit positionell weitergespielt, was sicherlich eine der zweitbesten Varianten ergab (mit Minusbauer). Allerdings kämpfte er sich wieder heraus, hatte auch kurzzeitig einen Bauern mehr, doch dann verlor er aufgrund seiner schlechten Königsstellung. Als dann David an Brett 5 gegen Französisch einen interessanten Aufbau wählte, dann eine Figur gegen nichts opferte und schließlich aufgab, da hatten die Delmenhorster ihren Klassenerhalt gesichert. Da spielte es auch keine Rolle mehr, dass Otto seine sagenhaft verlorene Stellung mit einem Billig‑Fopp drehen konnte und damit die zwischenzeitliche 1:0‑Führung für uns erzielen konnte. Hannes beging nämlich zuvor schon einen »Fingerfehler« (mit Namen: f6), der ihn beim Stand von 3½:1½ für Delmenhorst sowie Qualität und Bauer weniger dazu bewog, sich zu entscheiden für die Aufgabe und somit den Zug um 15:08 Uhr ab Delmenhorst. Dieser Zug war dann auch endlich mal gut. Ich dachte schon, es kommen keine guten Züge mehr, aber der war richtig gut (…, weil pünktlich und bringt nach Hause). Auf dem Weg zum Bahnhof im strömenden Regen stellte mir Otto dann die oben zu lesende Frage. Darauf kann ich mit einem simplen »ja« antworten.

Die Rückfahrt aus Delmenhorst war gekennzeichnet von einem Warsteiner (Jule), viel Gerede über Schule, bei einigen auch mit Girostasche (inklusive Nachtisch). Sodass wir den Ausflug nach Delmenhorst mit Minimalziel binnen acht Stunden (das ist recht flott) hinter uns gebracht hatten.

Dass es das noch nicht gewesen sein soll, ist irgendwie klar. Immerhin kann man in Nordhorn und Umgebung ganz prima toll einkaufen (8. Runde). Gegen Ricklingen (9. Runde) können wir den HSK zur Deutschen schießen und uns damit (momentan) zwei Kisten Pils absaven (Wir warten noch auf das Gegenangebot aus Hannover, die Preise steigen vielleicht noch). Wir brauchen übrigens noch zwei Autofahrer, die mit nach Nordhorn und Ricklingen kommen (mit Übernachtung, wird bezahlt). Freiwillige vor! Da können wir uns vielleicht mal wieder eine Hose anziehen (von wegen Hemd und so)!

(Boris Bruhn)

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8. Runde
06.04.2003 Königsspringer Hamburg Hamburger SK :
SK Norderstedt SK Ricklingen 2,0:4,0
TV Fischbek SK Nordhorn‑Blanke 0,0:6,0
SV Bargteheide SC Meerbauer Kiel 3,0:3,0
SKJ Eppendorf Delmenhorster SK 2,0:4,0

Bericht

An diesem Wochenende hatten wir die Ehre, die sechste und achte Runde der Jugendbundesliga in unseren Hallen abzuhalten. Allerdings sind die Hallen bislang nur ein einziges Mal Garant für Mannschafts‑ und Brettpunkte gewesen: Nach dem 6:0 gegen Bargteheide war alles relativ dünn. Insbesondere dieses Wochenende war ein Beispiel dafür, wie man mit fehlender Moral den Gegner aufbauen kann.

Am ersten Tag spielten wir gegen Meerbauer Kiel, die sich bestimmt über die beiden Mannschaftspunkte gefreut haben. Neben dem schönen Sieg von David am Brett 4 war das aber auch das einzig Erfreuliche an diesem Tag. Clemens (überrascht von seinem ersten JBL‑Einsatz) spielte zwar ambitioniert und dazu noch seine Eröffnung, allerdings hatte er doch das Nachsehen, denn sein Gegner sah immer den einzigen Zug und gewann. Sehr schwach auf der Brust war auch Peter, der in ein verlorenes Endspiel abwickelte, was auch Otto ganz gut konnte. Seine sehr gute Stellung bei Zeitnot des Gegners konnte auch Julian nicht zum ganzen Punkt verhelfen. Über Hannes’ Zustand und den Zustand seiner Stellung brauchte man nichts zu sagen, außer vielleicht: »verloren wirkend«.

So standen 1½ Brettpunkte zu Buche, das sind zwei zu wenig für einen Mannschaftssieg. Um nochmal die Verhältnisse klarzustellen: Heute haben die Kieler in Bargteheide ein knappes 3:3 erringen, ja erkämpfen können. Also besonders doll ist Kiel nicht, in stärkerer Besetzung wäre was drin gewesen für uns.

Am heutigen Sonntag kam der HSK vorbei, und auch Peter und Georg schauten rein (gegen 10:45 Uhr), die beiden spielten gegen Ketelaar und DM Olli, die beide so motiviert auftraten wie veraltetes Weißbrot. Wenn man es genau nimmt: Alle vier waren irgendwie nicht über das Weißbrot‑Level hinaus motiviert. Leider verlor David schnell gegen Stefan Schnock und Julian gegen Hannes Langrock den Überblick und schließlich auch die Partie, so musste ein Rückstand aufgeholt werden. Doch dann einigten sich die vier oben genannten Spieler auf ein faires Remis. So stand es zwischenzeitlich 3:1 gegen uns. Immerhin, zwei halbe Punkte die den HSK mitten ins Mark trafen. Zwei ganze Punkte hätten übrigens die Hoffnungen der HSKler auf die Teilnahme an der DVM U20 gegen null schrumpfen lassen. Denn sensationell setzte Hannes Vater (der mindestens auf Vollkornbrot‑Niveau spielte) den Colpe Helge in der Zeitnot in einem Zug schachmatt! Und Clemens (jetzt in der JBL akklimatisiert und somit über das Weißbrot‑Level hinausgekommen) zog Robin Stellwagen in einer vorbereiteten Eröffnung (Du siehst: Es bringt was!) ganz schön das Fell über die Ohren. Und zwischenzeitlich war ein 3:3 durchaus drin. Doch das Läuferendspiel mit Bauer mehr war für Clemens nicht zu gewinnen. Und hier gilt ebenso wie oben: Es wäre mehr drin gewesen.

Irgendwie haben aber heute doch beide Mannschaften verloren: Wir ja sowieso und der HSK auch, denn die Maßgabe gegen uns hieß: 5:1 oder höher. So muss der HSK wahrscheinlich auf unsere Schützenhilfe in der letzten Runde (in der letzten Partie wahrscheinlich auch noch) hoffen. Denn Brettpunkte sammelt der SK Ricklingen (punktgleich mit dem HSK an der Spitze der JBL) ganz fleißig. Heute waren es sechs Stück, sodass der HSK wahrscheinlich nur Erster der Gruppe werden kann, wenn wir gegen Ricklingen einen Mannschaftspunkt holen. Zünglein an der Waage, das sind wir wenigstens. Denn es qualifiziert sich bekanntlich nur der Erstplatzierte zur Deutschen Vereinsmeisterschaft. Wollen wir doch mal sehen, was in den Jungs steckt! Als nächstes allerdings müssen wir in Delmenhorst punkten, um dem Abstiegsstrudel zu entgehen und danach in Bremen den Dönermann besuchen, um den Hunger zu stillen. Da müssen die Spieler unbedingt zeigen, was sie drauf haben. Dann mal voran!

(Boris Bruhn)

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9. Runde
18.05.2003 SK Ricklingen Königsspringer Hamburg 3 : 3
Hamburger SK SKJ Eppendorf 5,0:1,0
Delmenhorster SK SV Bargteheide 2,5:3,5
SC Meerbauer Kiel TV Fischbek 5,0:1,0
SK Nordhorn‑Blanke SK Norderstedt 5,5:0,5

Klassenziel erreicht, ein Bein gestellt und Bier gesichert!

Es war Samstagmorgen und überraschend erschienen alle Spieler unserer Jugendbundesliga‑Mannschaft pünktlich am klassischen Treffpunkt »am Brunnen«. Auch unsere Fahrer Günter und Marcus – Was die beiden geleistet haben, kann man nicht hoch genug einordnen, das schonmal vorweg! – waren schon da und so konnten wir pünktlich aufbrechen. Naja, denkste, denn ohne Papiere konnte Günter nicht aufbrechen! So fuhren wir eine kleine Schleife über den Burgunderweg. Eigentlich total unnötig, denn wir waren uns absolut einig, in jeder Verkehrskontrolle jeden Polizisten der Republik davon überzeugen zu können, dass es sich beim Fahrer und Halter eindeutig um Günter Schierholz handelt. Naja, immer noch verdammt gut in der Zeit machten wir uns auf den Weg nach Nordhorn (Weltreise). Über Bremen, Osnabrück und Rheine fanden wir dann mit dem Navigationssystem recht zügig nach Nordhorn und genau bis vor die Tür der Kirche. Wie spielten in der Grundschule, das kann das Navigationssystem nicht wissen, aber das sind Peanuts.

Der SK Nordhorn hat in der Blanke‑Grundschule einen netten Spielsaal, ein großzügiges Büro und einen kleinen Aufenthaltsraum sowie alle Klassenräume jederzeit für den Schachunterricht. Alles sehr nett. Allerdings bekommt nach Angaben des Jugendwartes der SK Nordhorn »keine Unterstützung« von der Stadt. Wegen der vielen Sportvereine im Ort. Genau. In Anbetracht der Odyssee (der jetzt endgültig beendeten Odyssee!) unseres Vereins in den letzten fünf Jahren war das geprahlt. Da kann der SK Nordhorn sehr froh sein über die großzügige Unterstützung durch die Stadt. Entsprechend groß ist dann auch die Jugendabteilung in Nordhorn. Und zum Thema »keine Unterstützung« können die Nordhorner noch einen kleinen Aufsatz von uns bekommen.

Schach gespielt wurde auch. Und für uns ging es sogar um den Klassenerhalt. Sollten wir uns keine gegen Nordhorn anziehen, dann wäre neben uns auch der SKJE noch mit reingerissen worden. Es war also sehr wichtig zu gewinnen. Es sah nach einer Stunde ziemlich ausgeglichen aus, nur Otto war in Nachteil geraten (what’s new?) und David hatte einmal mehr die gefürchtete Eröffnungsvariante auf dem Brett (allerdings in neuartiger Form). Nun konnten aber beide Gegner an 5 und 6 nichts aus ihren vorteilhaften Stellungen machen. So gewann David dann nach 16 Zügen bereits mit einem netten undeckbaren Matt. Und Ottos Gegner stellte eine Figur ein und ließ sich dann mattsetzen.

Peters Stellung war positionell sicherlich sehr vorteilhaft, Julian hatte dauerhaften Vorteil. Georg hatte eine Qualität weniger, musste noch kämpfen und auch Hannes Stellung sah nicht so souverän gewonnen aus. Dann allerdings hat der MF das Revier markiert! Und so: Hannes zog in der Zeitnot den Betrügerausweis und konnte sich so in ein Remis‑Endspiel retten (Und wo hat er drauf geschaut? Genau! Der alte Fehler!). Georgs Gegner ließ die dreimalige Zugwiederholung zu und so konnte dann Peter sein vorteilhaftes Endspiel (das jetzt gar nicht mehr vorteilhaft war) in ein Remis abwickeln und unseren Klassenerhalt sicherstellen! Damit stand gleichzeitig SKJE als bester Hamburger Absteiger fest, bekam also einen Stichkampf gegen den Aufsteiger aus der Jugendlandesliga. Und wir konnten uns dem zweiten Projekt des Wochenendes zuwenden (Hannover, Ricklingen). Dann warteten wir noch eine Stunde auf den Sieg von Julian, der noch »ein bisschen kneten« wollte. Das gelang Julian auch ganz gut und so konnten wir viereinhalb Punkte und den Klassenerhalt konstatieren.

Mit einem Kasten Wasser und gut gestärkt waren auch Marcus und Günter wiedergekommen, um mit uns den Weg nach Springe anzutreten. Wieder zwei Stunden im Auto und wieder mit Navi sind wir astrein durchgekommen bis Springe. Die Jugendherberge ist recht übersichtlich (92 Betten), etwas veraltet und auch personell nicht gerade überbesetzt. Aber für unsere Zwecke (eine Übernachtung, frühstücken und ab dafür) war sie super geeignet. Um 22:00 Uhr beim Griechen um die Ecke (50 m) warteten wir auf einen Platz, der uns auch sofort geschaffen wurde. Und dann kam ein Essen, das seinesgleichen im Hamburg sucht: Hochwertige, frische Zutaten, mit viel Können zubereitet und schnell serviert mit einem günstigen Preis. Das ist keine Ansage aber ein Versprechen. Und so waren wir auch ziemlich zufrieden wieder in der Herberge angekommen und bereiteten uns auf den Coup des nächsten Tages vor: Kasten Bier und Flasche Wein vom HSK, wenn wir Ricklingen ein 3:3 abknöpfen sollten. Die Eröffnungen unserer Gegner waren uns größtenteils bekannt und so mussten die Spieler vollgestopft und todmüde nochmal ans Schachbrett und vor die Laptops. Und so konnten sie mit viel Schach im Kopf der Nachtruhe entgegenblicken, die dann auch vorbildlich eingehalten wurde.

Dieser Sonntag war einer dieser Tage, an denen man aufwacht und das Wetter ist nasskalt. Man schaut aus dem Fenster und weiß: »Hamburger Wetter«. Und solche Tage schreiben manchmal (kleine) Legenden! Nach dem Duschen (recht lahm Jungs, jede Weinbergschnecke hat schnellere Reaktionszeiten) begann der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück für alle, sodass jeder seine Grundlage für ein 6‑Stunden‑Match geschaffen hatte. Die Abfahrt von der Herberge gestaltete sich dann etwas schwierig, hatte ich mir doch ausgedacht, dass wir auf der B217 von Springe recht simpel zum Spielort gelangen müssten. Allerdings entschied sich das Navi von Marcus, einen Ricklinger Stadtweg im Nordosten von Hannover zu suchen. Ricklingen lag aber im Südwesten (verdammt). Fast auf der Autobahn Richtung Holland delegierten Günter und ich Marcus wieder auf die B217. Und eigentlich hatten wir auch alles richtig gemacht, bis zur Aral‑Tankstelle, auf der wir falsch abbogen. So kamen wir insgesamt rund 15 Minuten zu spät an im Freizeitheim Ricklingen. Allerdings warteten die Ricklinger auf uns, sodass wir keinen Nachteil hatten. Für diese Fairness meinen Respekt! Auch sonst waren die Ricklinger sehr fair und korrekt, den ganzen Kampf über. Kaffee wäre noch ganz gut gewesen, allerdings wollten die Ricklinger nichts anderes als unsere Mannschaftspunkte, da brauchten sie uns auch keinen Kaffee anzubieten.

Im Freizeitheim Ricklingen bot sich nun der wohl spannendste Kampf dieser Saison. Bis zum Schluss, zur letzten Partie, der fast letzten Minute ging es um den Titel des Norddeutschen Meisters. Entweder der SK Ricklingen oder der Hamburger SK. Und wir waren das Zünglein an der Waage. Ein Drehbuch, wie es besser nicht hätte geschrieben werden können. Unsere Gegner hatte vorne alles aufgeboten (Bretter 1 bis 4 über DWZ 2000), das Brett 5 fehlte zwar, allerdings waren Siebürger und Rudolph mit über 1700 auch ganz gut.

Die Partien begannen mit einigen Überraschungen: so spielte der Gegner von David 1…b6, was David zwar in Sachen Theorie völlig ausschaltete, allerdings hatte der Gegner auch nicht sonderlich viele Ideen mit auf den Weg bekommen als er diese Eröffnung erlernte. Ottos Gegner hatte ihn lustig gefoppt, denn nach 1.e4 c5 packte er 2.c4 aus, womit wir wieder Englisch auf dem Brett hatten, Otto dachte aber die ganze Zeit, er spielt Sizilianisch. So kann es kommen! Hannes hatte die Eröffnung zwar ziemlich misshandelt (Caro‑Kann, Zweispringer‑System), aber auch hier war der Gegner nicht in der Lage, den Druck dauerhaft aufrecht zu erhalten. Georg hatte den Willie‑Aufbau ausgepackt (Ähem, ich weiß, ich bin nicht ganz schuldlos dran!) und sorgte so für eine Stellung im Königsinder (ohne c4) in der gar nichts los war. Der Gegner sollte (und wollte) aber einen überrollenden Königsangriff starten, hätte er mal lieber gar nicht erst versucht. Denn mit der Zeit, die er in die Ausarbeitung des kraftlosen Königsangriffes steckte, hätte er Besseres anfangen können. Peter hatte seinen Gegner eigentlich ganz gut im Griff. Julian allerdings stand aus der Eröffnung heraus schlechter. Zwischenzeitlich ging es zwar wieder, allerdings griff Julian in Zeitnot noch einmal fehl und geriet in großen Nachteil.

Nach drei Stunden stand der Kampf absolut ausgeglichen, Julians Stellung war schlechter, dafür war der schwarzfeldrige Läufer von Peter der Chef auf dem Brett und locker eine Qualität wert, soll heißen: Auch mit Qualität weniger war seine Stellung klar gewonnen. An allen anderen Brettern waren die Stellungen ausgeglichen oder unklar (nicht gut für die Nerven). Bei David löste sich die Spannung recht schnell auf, und so stand es eine dreiviertel Stunde vor der Zeitkontrolle ½:½. Spannung, Spannung, Spannung.

Inzwischen hatte der HSK auf meinem Handy angerufen und vermeldete den Zwischenstand von 4:0. Sollte es nun zu einem 6:0 kommen beim HSK gegen den SKJE, so würden zweieinhalb Punkte bereits ausreichen, um die DVM‑Qualifikation des HSK sicherzustellen (der HSK hätte bei gleicher Brettpunktzahl die bessere Feinwertung). Doch eine halbe Stunde später erreichte mich aus dem HSK die Nachricht, dass sie nur 5:1 gewonnen hatten, weil sich Felix Ketelaar hatte beschwindeln lassen im Endspiel. So mussten wir Ricklingen ein 3:3 und einen ganzen Mannschaftspunkt abnehmen, damit der HSK zur DVM fahren konnte. Und Ketelaar bekam ordentlich Schelte, hätte er es doch gar nicht so spannend zu machen brauchen. Ich möchte auch gar nicht wissen, was mit ihm passiert wäre, wenn genau sein Patzer den Titel und die Teilnahme an der DVM gekostet hätte.

Allerdings ahnten die Ricklinger nicht, dass wir eine »Psychologische« angezogen hatten. Denn was hatten wir zu verlieren? Genau genommen nichts! Also ruhig auf Gewinn spielen. Und dies tat Georg dann auch, weil sein Gegner aus welchen Gründen auch immer die d‑Linie nicht haben wollte. Otto spielte eine sehr gute Partie. Immer ein wenig schlechter stehend hatte er noch eine ganze Menge Fopps und Gegenchancen. Der Gegner versuchte es zwar mit einer Freibauernbildung am Damenflügel, doch er vernachlässigte seine Königsstellung (ohne Bauern). Und so konnte Otto einen wunderschönen Kontersieg vermelden und unsere Führung (1½:½). Und das Ganze mit Zeitnot, echt astrein! Als dann Georgs Gegner einen ganz billigen Fopp auspackte, den Georg mit einfachen Mitteln ausschalten konnte, da hatte Georg plötzlich eine Figur mehr und sein Gegner hatte keine Lust mehr und gab auf. Huhuuu! Führung ausgebaut, und zwar auf 2½:½. Oh mein Gott! Die Sensation lag in der Luft. Peters Stellung war immer noch gewonnen und auch Hannes stand alles andere als schlechter.

Doch durch amateurhaftes Verhalten kamen die Ricklinger wieder heran, denn Peter hatte für seinen 40. Zug noch fünf Minuten, ließ diese aber vollständig abtickern, sodass der Gegner auf Zeitüberschreitung reklamieren und den ganzen Punkt für sich beanspruchen konnte. Unglaublich, denn fast jeder Zug hätte gewonnen. So die letzte Jugendpartie zu bestreiten, nicht gut! Und vor allem nicht gut, weil Julian seine Position nicht verbessern konnte, sondern immer schlechter stand und schließlich verlor. Zwischenstand: 2½:2½.

Nun musste Hannes die Kohlen aus dem Feuer holen! Und die ganze Mannschaft stand hinter ihm, inklusive dem 1. Vorsitzenden und dem 2. Vorsitzenden. Aber das Match sollte noch dauern, noch harte zweieinhalb Stunden. Nun war es aber so, dass der Ricklinger Spieler Rinke nicht etwa weiterspielte, weil er dachte, es könnte noch reichen für die DVM. Weit gefehlt. Dieser Zug war für die Ricklinger schon längst abgefahren: Sie hatten fest damit gerechnet, 4:2 gegen uns gewinnen zu müssen, denn genauso fest rechneten sie mit einem 6:0‑Erfolg des HSK, womit sie im Rennen um Platz 1 draußen gewesen wären. Und so spielte Rinke weiter, weil er gerne gegen 1700 gewinnen wollte und um den Kampf zu gewinnen und die Aussichten auf einen Freiplatz für die DVM U20 zu verbessern. Wir taten auch nichts dazu, dass die Ricklinger erfuhren, wie der HSK gespielt hat. Wir sind ja nicht dünn im Schädel. Das hätte die Ricklinger nur unnötig motiviert. Motivation und Unterstützung brauchte aber nur Hannes, und die bekam er auch von der ganzen Mannschaft. Vorbildlich, Jungs! Doch unerträglich lange mussten wir warten, weil Hannes Gegner seine gesamte Bedenkzeit für den entscheidenden Fopp investierte. Zwischenzeitlich sah es nach guten Siegchancen für Hannes aus, aber zwischendurch auch nach einem gut gesponnenen Mattnetz des Gegners. Und auch wenn wir im späteren Verlauf der Partie einige Bedenken hatten, ob Spielstärke und Kondition reichen würden: Hannes klammerte bravourös das Remis ab. Und um 16:28 Uhr (oder so in dem Dreh) war das Remis perfekt, die Sensation passiert: 3:3 gegen Ricklingen. Zumindest einmal in dieser Saison hat die Mannschaft ihr Potenzial aufs Brett gebracht. Und der HSK war doch noch Nordwestdeutscher Meister geworden, was wir Ihnen telefonisch mit einem kernigen »Schalalalagü« mitgeteilt haben. Die obligatorischen Fotos von der Mannschaft und den Betreuern folgten und eine ziemlich kurze, ziemlich angenehme Rückfahrt.

Hier der Moment, nochmal auf Günter und Marcus einzugehen: Es war extrem gut, dass ihr dabei gewesen seid und eure Freizeit für ein Wochenende geopfert habt, an dem ihr auch hättet für euren Job, fürs Clubheim oder irgendwas anderes Zeit investieren können. Habt ihr aber nicht, und dafür möchte ich mich bedanken! Auch die Art und Weise, wie wir die weiten Wege zurückgelegt haben: immer ganz entspannt und sehr zügig; kleinere Schwierigkeiten bei der Spielortssuche gehören bei so viel Perfektion schon fast zwingend dazu.

Zurück in Hamburg fuhren wir ins HSK‑Schachzentrum, um Olli Frackowiak, Hannes Langrock, Stefan Schnock, also der ganzen JBL‑Mannschaft des HSK zu gratulieren und zumindest mit einem Bier auf das Tagewerk anzustoßen. Den versprochenen Kasten Bier mit Unterschriften vom HSK haben wir zwar noch nicht, aber DM Olli (oder ab 2003 vielleicht Doppel‑DM?) wird sich dafür einsetzen, dass wir ihn noch bekommen. Ein versöhnliches Ende einer sehr durchwachsenen Saison. Mit einer gehörigen Portion Spaß, gutem Schachspiel und mentaler Stärke hat das Team noch einmal gezeigt, was eigentlich in ihm steckt, denn es war ja auch mehr drin als ein 3:3. Und nach diesem Wochenende sitzt die JBL‑Hose unseren Spielern wieder viel besser (…, zuvor war bisschen dünne).

Mein Dank an dieser Stelle gilt Peter Fjodorow, der im nächsten Jahr nicht mehr jugendlich sein wird, und vor allem ziehe ich den Hut vor Julian Zimmermann. Julian, der im nächsten Jahr auch nicht mehr jugendlich sein wird, hat sich in der ewigen Bestenliste mit knapp 70 Partien ganz oben etablieren können. Vielen Dank, wir hoffen, im nächsten Jahr auf deine Erfahrung in der JBL zurückgreifen zu können!

Im kommenden Jahr wird sich die Mannschaft weiter verjüngen, allerdings kenne ich die harte Schule aus eigener Erfahrung und kann sagen: Viel Spaß in der Jugendbundesliga 2003/2004! Mit dem jetzigen Kern (also den vier Spielern, die im nächsten Jahr immer noch jugendlich sind) brauchen wir uns allerdings nicht zu verstecken vor den anderen Teams!

Bis dahin!

(Boris Bruhn)

Foto

Mannschaft mit Lehrwart
(Foto)
David Röß, Hannes Vater, Otto Klink, Georg Herzenstein, Julian Zimmermann, Peter Fjodorow mit Boris Bruhn

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/03-jbl.php
15.04.2017, 17:44 (tr)
 
 
 
 
 
 
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