S
c
h
a
c
h
c
l
u
b
 
v
o
n
 
1
9
8
4
 
 e.
 V.
 
 
 
 
 
 
[Grafik]
[Grafik]
 
 
www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Montag, 20. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 6 · Bezirksliga A 2002
Termine Tabelle Spieler Ergebnisse
↑
↓
Termine
1 02.01.2002 Volksdorfer SK 2 Königsspringer Hamburg 6 :
2 25.01.2002 Königsspringer Hamburg 6 SK Caissa Rahlstedt :
3 30.01.2002 Altrahlstedter MTV Königsspringer Hamburg 6 :
4 22.02.2002 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SG BUE 2 6 : 2
5 28.02.2002 SK Union‑Eimsbüttel 2 Königsspringer Hamburg 6 4 : 4
6 05.04.2002 Königsspringer Hamburg 6 SC Schachelschweine :
7 09.04.2002 Barmbeker SK 2 Königsspringer Hamburg 6 5 : 3
8 03.05.2002 Hamburger SK 10 Königsspringer Hamburg 6 4 : 4
9 31.05.2002 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SK 13 3 : 5
↑
↓
Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. SC Schachelschweine 6 4 5 48,0 17
2. Altrahlstedter MTV 6 6 7 5 44,5 14
3. SK Union‑Eimsbüttel 2 2 2 3 4 38,5 11
4. Hamburger SK 13 4 2 5 3 5 4 35,5 10
5. SK Caissa Rahlstedt 5 4 31,5 9
6. Hamburger SK 10 1 5 3 4 4 4 31,5 7
7. Königsspringer Hamburg 6 4 3 4 3 6 36,0 6
8. Barmbeker SK 2 3 3 4 4 4 5 4 33,0 6
9. Hamburger SG BUE 2 2 5 30,5 6
10. Volksdorfer SK 2 4 4 3 31,0 4
↑
↓
Spieler
RL Name 1.R 2.R 3.R 4.R 5.R 6.R 7.R 8.R 9.R
51 Knops, Peter ½ ½ 1 ½ ½ 0 1 1 0
52 Rosien, Thomas 0 1 0 0 ½ ½ 0 1 ½
53 Meyer‑Plückthun, Joachim ½ ½ ½ 1 ½ ½ 0 1 0
54 Seemann, Hans‑Siegfried ½ 1 0 + ½ 0 0 0 1
55 Schwanke, Hans‑Joachim 1 ½ 1 1 ½ ½ 1 0  
56 Schönfisch, Norbert ½ 1 0 + 0 0 0 1 0
57 Schroeter, Baldur ½ 1 1 1 + ½ 0 0 ½
58 Goetz, Claus 0 1 0 ½ ½ ½ 1 0 0
64 Klink, Otto                 1
↑
↓
1. Runde
02.01.2002 Volksdorfer SK 2 Königsspringer Hamburg 6 :
Hamburger SK 13 Hamburger SK 10 3,0:5,0
SK Caissa Rahlstedt Barmbeker SK 2 4,0:4,0
Altrahlstedter MTV Schachelschweine 2,5:5,5
HSG/BUE 2 SK Union‑Eimsbüttel 2 3,5:4,5

Über die Ungerechtigkeit (I)

Dieselben Volksdorfer, die bereits in der vergangenen Saison (BL‑D) fünf (!) Mal mit 4½:3½ gewannen, schlagen auch uns mit ebendiesem Resultat. Kann mir bei dieser Gelegenheit übrigens mal einer bitte erklären, weshalb ausgerechnet die BL‑A neben zwei Stadtliga‑Absteigern (Schachelschweine, AMTV) auch noch die Glückspilze schlechthin bekommt, aber nicht einen einzigen Aufsteiger?

Zum Spielverlauf: Nach fünf Minuten bin ich mit meinen Nerven am Ende, was man mir natürlich überhaupt nicht anmerkt! Mein Gegner spricht mit sich selbst, und neben mir wird genüsslich Tee geschlürft. An Konzentration ist jedenfalls nicht zu denken. Mit einem schlimmen positionellen Fehlgriff werfe ich die vorteilhafte Stellung weg, und mit einer Anfängertaktik lasse ich ein verlorenes Damenendspiel entstehen. Dafür benötige ich zwei Stunden und mein Gegner 45 Minuten.

Zwischenzeitlich sind einige Partien mit remis beendet. Das ist soweit in Ordnung, denn wir haben zwei ganz heiße Eisen im Feuer: Hajo ist positionell drückend überlegen, und Claus hat ein Turmendspiel mit eigenem Mehrbauern, der zudem ein entfernter Freibauer ist. Beim Zwischenstand von 2½:3½ gegen uns spricht einiges für unseren Sieg!

Während Hajo sich mit dem Gewinnen noch etwas Zeit lässt, stellt Claus seinen Turm ein. Scheiße!

Fazit: Wir haben die Spielgeschicke bestimmt und uns selbst geschlagen. Der Volksdorfer Sieg ist unverdient, zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg sind weg. Es kann nur besser werden!

(Thomas Rosien)

↑
↓
2. Runde
25.01.2002 Königsspringer Hamburg 6 SK Caissa Rahlstedt :
Hamburger SK 10 SK Union‑Eimsbüttel 2 2,5:5,5
Schachelschweine HSG/BUE 2 6,5:1,5
Barmbeker SK 2 Altrahlstedter MTV 3,0:5,0
Hamburger SK 13 Volksdorfer SK 2 4,5:3,5

Die Kraft des Feng‑Shui

Rechtzeitig sind einige am Spielort und überlegen sich eine Sitzordnung, durch die wir uns heute als unschlagbar erweisen werden! Zur Erinnerung: Caissa nahm uns vor einem Jahr in die Zange und erlebte eine unsanfte Bauchlandung. Wir wollen unsere Gäste mit ihren eigenen Waffen schlagen. Genial!

Caissa muss das Mittelfeld (Brett 4 und 5) ersetzen, wir sind komplett. Nach der sehr unglücklichen Auftaktniederlage in Volksdorf geht es heute fast schon um alles. Zügig entwickeln sich an fast allen Brettern vorteilhafte Stellungen.

Siegfrieds Gegner verliert schnell den Überblick.

Baldur ist seine noch vor zwei Tagen schwache Konstitution nicht anzumerken.

Hans‑Joachim macht in leicht vorteilhafter Stellung remis.

Joachims Gegner ziert sich etwas, bevor auch er in die Punkteteilung einwilligt.

Peter hält dagegen und kann es sich ebenfalls erlauben, remis anzubieten.

Meine Partie bringt die Entscheidung zu unseren Gunsten: Nachdem ich mir schön Vorteil erspielt habe, stelle ich diesen binnen weniger Züge ein. In Zeitnot ist mein Gegner jedoch noch schwächer als ich!

Claus steht schnell gut und hat bald Materialvorteil. Er benötigt aber noch eine ganze Weile, bevor er den Punkt einfahren kann.

Norbert beendet die letzte Partie zum ungefährdeten Kantersieg!

Auch wenn die Kiebitze insbesondere bei den letzten drei Partien gemischte Gefühle beschlichen haben mögen: Uns ist das egal! Zwei Punkte sind zwei Punkte, und auch diese Saison können wir wieder vom Klassenerhalt träumen.

(Thomas Rosien)

↑
↓
3. Runde
30.01.2002 Altrahlstedter MTV Königsspringer Hamburg 6 :
Volksdorfer SK 2 Hamburger SK 10 4,0:4,0
SK Caissa Rahlstedt Hamburger SK 13 4,5:3,5
HSG/BUE 2 Barmbeker SK 2 4,5:3,5
SK Union‑Eimsbüttel 2 Schachelschweine 2,0:6,0

Über die Ungerechtigkeit (II)

Dass ich letzte Saison dem AMTV zum Sieg gegen unsere Dritte gratuliert habe, nehme ich mit dem Ausdruck des tiefsten Bedauerns zurück. Wenn sie sportlich fair gewesen wären, hätten sie gegen uns die letzte Partie nach der Reklamation remis gegeben. Jetzt werden wir den Turnierleiter bemühen müssen!

Von Anfang an: Wir sind komplett, beim AMTV fehlt der an 7 gemeldete Spieler. Dafür spielt Nr. 9! Das verheißt uns noch keine guten Aussichten gegen den Absteiger aus der Stadtliga.

Siegfried steht schnell nicht gut und verliert bald darauf.

Peter will es heute wissen: In einer mutigen Angriffspartie besorgt er uns den Ausgleich.

Baldur gewinnt eine Figur und bringt uns in Führung.

Joachim steht bis ins Leichtfigurenendspiel immer etwas besser, macht aber remis, als der Vorteil wirklich nicht mehr zu verwerten ist.

Ich verpasse die Gelegenheit, das Spiel zu öffnen, stehe danach gedrückt und schaffe mir letztlich doch eine Bauernschwäche; wenig später bin ich sie los. In Zeitnot übersehe ich zudem eine Taktik. Schwach!

Norbert hat den schlechten Springer gegen den guten Läufer. Verständlich, dass er nicht die Türme tauschen will. Leider verliert die von ihm gewählte Abwicklung ersatzlos eine Figur!

Es steht mal wieder 2½:3½ und wie es der Zufall will, spielen noch Hajo und Claus. Hajo steht auch schon wieder richtig fett und hat bereits Materialvorteil, den er im Turmendspiel souverän verwertet.

Claus hat ein ungleichfarbiges Läufer‑Turm‑Endspiel mit einigen Bauern, die nach und nach auf alle erdenklichen Arten und Weisen abgetauscht werden. Jeweils ein Bauer bleibt übrig. Mit noch zwei Minuten Bedenkzeit reklamiert Claus auf remis. Der gegnerische Mannschaftsführer (Wilhelm Graffenberger, Bundesliga‑Schiedsrichter) drängt seinen Spieler zum Weitermachen, was er zuvor unter Hinweis auf den Spielstand auch schon getan hat.

Na schön: Setzen wir die Partie fort und lassen den Gegner Gewinnversuche unternehmen. Den Gefallen tut er uns aber nicht, sondern hebt uns zwanzig Züge später über die Zeit. Dass Claus meistens die längsten und am weitesten von der Uhr entfernten Züge findet, entschärft die Situation auch nicht gerade.

Nach § 20 der Turnierordnung in Verbindung mit Anhang D der FIDE‑Regeln (Endspurtphase ohne Anwesenheit eines Schiedsrichters) – niemand wird ernsthaft behaupten können, dass Wilhelm Graffenberger neutral gewesen sei – war die Partie nach Claus’ Reklamation aber ohnehin beendet!

Uns bleibt, einen vermutlich aussichtslosen Protest einzulegen, um einen verdienten Punkt zu retten. Dass aber Recht und Gerechtigkeit zwei völlig verschiedene Dinge sind, wissen nicht nur die Juristen unter uns. Deshalb werden wir wahrscheinlich auch erneut mit einer 3½:4½‑Niederlage bestraft! Wofür eigentlich?

(Thomas Rosien)

↑
↓
4. Runde
22.02.2002 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SG BUE 2 6 : 2
Hamburger SK 10 Schachelschweine 2,5:5,5
Barmbeker SK 2 SK Union‑Eimsbüttel 2 2,5:5,5
Hamburger SK 13 Altrahlstedter MTV 2,0:6,0
Volksdorfer SK 2 SK Caissa Rahlstedt 3,5:4,5

Den Frust besiegt

Nachdem uns die Sitzordnung bereits im ersten Heimspiel zum Sieg verhalf, nehmen wir auch die HSG in dieser Formation in die Zange.

Die Gäste müssen den traurigen Verlust von Karl‑Heinz Hallier verkraften und unter dieser Last scheint die Mannschaft auseinander zu fallen: nur ein Sieg gegen Abstiegskandidat Barmbek. Gegen uns sind sie zu sechst, nachdem mein Gegner (Harasim) eine halbe Stunde zu spät kommt.

Siegfried und Norbert verleben einen relativ entspannten Abend und nach zweieinhalb Stunden führen wir bereits mit 4:0, nachdem unsere bislang besten Scorer Baldur und Hajo zu raschen Siegen gekommen sind.

Mein Gegner nutzt die Gelegenheit, seine Dame für drei Leichtfiguren zu opfern. Danach gelingt es mir nicht mehr, dem Druck standzuhalten und ich muss mir eine weitere Null anschreiben. Heute ist sie aber nicht spielentscheidend und daher nehme ich sie auch nicht ganz so tragisch.

Peter hat mittlerweile eine ausgeglichene Stellung und bietet remis an, was der Gegner trotz des Spielstands annimmt.

Joachim lässt seinem Gegner keine Chance und gewinnt die einwandfrei geführte Partie. Stark!

Claus bleibt es überlassen, das Endergebnis zu bestimmen; nach seinem Remis lautet es 6:2.

Festzuhalten bleibt, dass im Gegensatz zum vergangenen Jahr heuer unsere Siege immer knapper werden. Aber Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall! Kommenden Donnerstag schon müssen wir uns bei Union‑Eimsbüttel glücklicherweise erneut beweisen.

(Thomas Rosien)

↑
↓
5. Runde
28.02.2002 SK Union‑Eimsbüttel 2 Königsspringer Hamburg 6 4 : 4
SK Caissa Rahlstedt Hamburger SK 10 5,0:3,0
Altrahlstedter MTV Volksdorfer SK 2 5,5:2,5
HSG/BUE 2 Hamburger SK 13 3,5:4,5
Schachelschweine Barmbeker SK 2 5,0:3,0

Das war stark!

War die Spekulation auf ein 4:4 gegen Union unmittelbar nach dem Sieg gegen die HSG noch mit der euphorischen Stimmung zu erklären, so sind wir heute doch realistisch genug zu behaupten, dass sogar ein Sieg möglich war. Das Unentschieden ist jedenfalls völlig verdient!

Es geht mal wieder komisch los: Um 19:00 Uhr ist Union ungefähr zu zweit, wir immerhin zu siebt. Auf geht’s! Union versteht diese Prinzipienreiterei natürlich mal wieder nicht. Nach und nach kommen alle bis auf Baldurs Gegner. Nach einer Stunde führen wir mit 1:0.

Leider scheint Norbert inzwischen einen Zug ausgelassen zu haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass Union nur kurz danach ausgleichen kann. Alles ist wieder im Lot, bislang gab es nur Weiß‑Siege zu »sehen«.

An den übrigen Brettern bemühen wir uns, Siegfried steht schlecht (ein Bauer weniger), Claus steht sehr schlecht (zwei Bauern weniger).

Ich bin froh, nicht gleich in der Eröffnung (Pirc) eingegangen zu sein. Nachdem die Damen getauscht und letzte Entwicklungsprobleme (Rochade) gelöst sind, traue ich mich, remis anzubieten. Es will noch etwas spielen, fängt einige Züge später jedoch selbst an zu winseln. Na gut, erbarme ich mich also!

Peter hat seinen Gegner zunächst im Griff, lässt ihn sich aber leider doch befreien. Beide sind danach mit remis zufrieden.

Bei den vier noch laufenden Partien sind Siege von Joachim und Hajo fast Pflicht, denn die Stellungsruinen von Siegfried und Claus kennen wir ja bereits.

Aber was passiert denn da?

Claus, bereits seit der Eröffnung mit zwei Bauern im Rückstand, gelingt es, alle Schwerfiguren zu tauschen und dabei auch noch wenigstens einen Bauern zurückzugewinnen. Das ungleichfarbige Läuferendspiel verspricht sehr gute Remisaussichten.

Siegfried muss ein trauriges Turm‑Springer‑Endspiel mit einem Minusbauern verwalten. Unvermutet sieht der Gegner eine Springergabel, aber Siegfried hat noch ein Zwischenschach und anschließend die Qualität gewonnen.

Beiden gelingt es danach, ihre Stellungen remis zu halten, und das ist ganz stark! Denn genau in solchen Situationen ist derartiges Stehvermögen angezeigt.

Joachim muss danach nicht mehr versuchen, die interessante Stellung zu überziehen und macht vorsichtshalber remis. Die Partie hat es jedoch verdient, noch mal näher betrachtet zu werden.

Hajo spielt noch. Schnell hatte er Königsangriff, nachdem die Leichtfiguren abgetauscht sind, ist davon nichts mehr zu sehen und eigentlich muss er eher etwas aufpassen. Mit noch vielen Bauern im Schwerfigurenendspiel versucht der Gegner, Linien zu öffnen. Das wiederum geht auch ziemlich in die Hose, sodass Hajo letztlich mindestens einen gesunden Mehrbauern hat. Weil die unverhoffte Chance wirklich überraschend kommt, wird sich letztlich auch in dieser Partie auf remis geeinigt.

Naja, was soll ich jetzt sagen? Selten habe ich ein derart spannendes Match gesehen. Das 4:4 ist ein gerechtes Ergebnis. Ich bin dankbar, in dieser Mannschaft spielen zu dürfen.

Auf Wiedersehen!

(Thomas Rosien)

↑
↓
6. Runde
05.04.2002 Königsspringer Hamburg 6 SC Schachelschweine :
Hamburger SK 10 Barmbeker SK 2 4,0:4,0
Hamburger SK 13 SK Union‑Eimsbüttel 2 5,0:3,0
Volksdorfer SK 2 HSG/BUE 2 3,0:5,0
SK Caissa Rahlstedt Altrahlstedter MTV 3,5:4,5

Verdient verloren!

Beklagte ich hier schon so manches Mal unser Pech, dann muss ich heute auch zugeben, dass wir gegen die Schachelschweine verdient verloren haben. Wie gegen Union, gelingt uns erneut nicht ein einziger herausgespielter Sieg. Die fünf Remisen zeugen teilweise von zu wenig Mut, in den drei verlorenen Partien war der Gegner jeweils sehr stark.

Überhaupt sind die Schachelschweine natürlich eindeutiger Favorit. Die Staffel dominieren sie und gewinnen ihre Begegnungen nach Belieben. Zudem ist unsere Bilanz gegen sie rabenschwarz. Trotzdem geben wir uns erneut viel Mühe mit der Sitzordnung, die uns bislang zu zwei klaren Heimsiegen verholfen hat. Claus bemerkt bei dieser Gelegenheit, dass er immer an der Tür spielen muss. Als er sich aber auch erinnert, bislang 1½ aus 2 zu haben, geht’s wieder. Außerdem wird es – leider – das letzte Mal in dieser Saison sein.

Zunächst entwickeln sich acht viel versprechende Partien. Joachim und Ronald Rittmeyer sind aber schon nach anderthalb Stunden im Endspiel angelangt und vereinbaren remis. Baldur will Pascal Simon noch kurz foppen, was dieser jedoch nicht mit sich machen zu lassen scheint. Gleich darauf: remis!

Die Stellungen von Peter, Siegfried, Hajo und Norbert verwandeln sich zusehends in Trümmerfelder, Claus steht ganz gut. Nach meinem 17. Zug ergeben sich viele interessante Möglichkeiten und Ralf Kadler denkt bereits seit geraumer Zeit nach, da schicke ich – wahrscheinlich nicht ganz die feine Art – ein Remisangebot hinterher. Er überlegt noch etwas und nimmt dann an. Der Kampf ist danach natürlich verloren; wenig später strecken Peter gegen Long You, Siegfried gegen Yasukazu Tambo und Norbert gegen Sönke Wendt die Waffen.

Hajo und Claus spielen noch! Wie oft wurde das auf dieser Seite mittlerweile festgestellt?

Claus wickelt in ein wahrscheinlich gewonnenes Endspiel mit gleichfarbigen Läufern und drei gegen zwei Bauern ab. Nachdem Marcus Severin seinen 40. Zug vollendet hat, wollen die Kiebitze erstmal etwas verschnaufen und bekommen deshalb nicht mit, warum es letztlich doch nur zum Remis reicht. An der Tür kann es jedenfalls nicht gelegen haben.

Hajo hat gegen Peter‑Thomas Cabelström (geb. Radtke) ein Doppel‑Turm‑Endspiel mit einem Bauern weniger. Dass er die Flinte nicht ins Korn wirft, ist ihm hoch anzurechnen. Einen zweiten Bauern preisgebend aktiviert er seine Türme, ein Turmpaar wird getauscht und ein Bauer zurückgewonnen. Klasse! Das Remis ist der gerechte Lohn und etwas schäme ich mich, selbst so wenig gekämpft zu haben.

Alle sind wir aber der Meinung, heute nur unsere Kräfte für das wichtige Spiel am kommenden Dienstag gegen Barmbek geschont zu haben.

(Thomas Rosien)

↑
↓
7. Runde
09.04.2002 Barmbeker SK 2 Königsspringer Hamburg 6 5 : 3
Altrahlstedter MTV Hamburger SK 10 7,0:1,0
HSG/BUE 2 SK Caissa Rahlstedt 3,5:4,5
SK Union‑Eimsbüttel 2 Volksdorfer SK 2 5,5:2,5
Schachelschweine Hamburger SK 13 4,0:4,0

Schade!

Im Kellerduell mit Barmbek verpassen wir die Gelegenheit, uns vorzeitig in Sicherheit zu bringen. Die Niederlage ist alles in allem verdient.

Nach der Eröffnung stehen Siegfried und Claus gleich richtig schlecht, aber das kennen wir ja schon aus der Begegnung mit Union‑Eimsbüttel. Hajo steht gut, der Rest ist ausgeglichen bis zweischneidig. Baldur könnte kurz darauf Vorteil erzielen, lässt diese gute Gelegenheit aber leider aus. Obwohl Hajo und Peter uns mit 2:0 in Führung bringen, befinden wir uns auf der Verliererstraße. Siegfried und Baldur müssen dann auch bald die Segel streichen.

Norbert hat eine solide Stellung, die er sich meines Erachtens grundlos selbst schwächt. Später verliert er eine Figur. Ich wurschtele so rum und schaffe es eigentlich nie, auszugleichen. Irgendwann geht eine Taktik. Dafür stellt sich Claus’ Gegner selbst ein Bein. Joachim hatte zwischendurch bestimmt die Aussicht auf gutes Spiel, zumal der Gegner nicht rochiert hat. Letztlich setzt sich dessen Königsangriff aber durch und besiegelt unser Schicksal.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass wir weiterhin beste Chancen haben, die Klasse zu halten. Dafür sprechen die bislang erreichten Mannschaftspunkte, die zudem sehr gute Brettpunktausbeute und das verhältnismäßig leichte Restprogramm. Aber wir müssen jetzt eben auch mal wieder gewinnen!

(Thomas Rosien)

↑
↓
8. Runde
03.05.2002 Hamburger SK 10 Königsspringer Hamburg 6 4 : 4
Hamburger SK 13 Barmbeker SK 2 4,0:4,0
Volksdorfer SK 2 Schachelschweine 3,5:4,5
SK Caissa Rahlstedt SK Union‑Eimsbüttel 2 1,5:6,5
Altrahlstedter MTV HSG/BUE 2 3,5:4,5

Alle für Einen!

Unsere Gegner treten mit einer starken Mannschaft an und wollen sich durch einen Sieg in Sicherheit bringen. Wir sind – wie gewohnt – in Bestbesetzung und haben das Gleiche vor!

Siegfried, der eine schlechte Saison spielt, liefert leider erneut eine schwache Leistung ab. Schnell »opfert« er zwei Bauern für ein wenig Schummelchancen, aber offen gesagt: Daraus wird nichts werden!

Zuerst verliert jedoch Claus seine Partie, in der schnell viel abgetauscht wird und die meines Erachtens gute Remisaussichten geboten hat.

Da trifft es sich gut, dass Peter eine ihm wohl bekannte Variante auf dem Brett hat. Der Gegner kommt nicht zur Rochade und verliert bald darauf die Qualität. Wenig später tauscht Peter in ein gewonnenes Bauernendspiel ab und gleicht aus.

Ich komme zur Abwechslung mal wieder ganz gut aus der Eröffnung und bei entgegengesetzten Rochaden zuerst zu aktivem Spiel am Damenflügel, als mein Gegner gleich darauf eine Kleinigkeit übersieht und die Dame gegen einen Springer geben muss, um nicht matt zu gehen. Dass er um seiner Mannschaft willen trotzdem weiterspielt, verstehe ich. Überflüssig ist allerdings, dass er mir in der Folge dreimal remis anbietet. Als er später noch einen Turm einstellt, gibt er auf.

Siegfried hat mittlerweile verloren, und so steht es 2:2. Joachim steht druckvoll, Hajo hat knapp Ausgleich und ist zudem durch eine Erkältung stark gehandikapt, Norbert steht leicht besser. Zur tragischen Figur dürfte erneut Baldur werden, der noch aus der Eröffnung heraus matt setzen kann, aber leider die verkehrte Fortsetzung wählt und den Gegner mit einer Mehrfigur entwischen lässt. Norbert bekommt jetzt remis angeboten, soll (und will!) aber weiterspielen.

Joachim setzt seinen Positionsvorteil zuerst in einen, dann in einen zweiten Mehrbauern um. Sein Gegner überschreitet mit seinem 40. Zug in sehr schlechter Stellung die Zeit.

Norbert hat sich derweil Vorteil erarbeitet und starken Angriff auf den gegnerischen König. Er überlegt noch ein bisschen und findet dann die Mattkombination. 4:2, wunderbar!

Baldur und Hajo können ihre schlechten Stellungen nicht halten und verlieren. Dank der insgesamt guten Mannschaftsleistung haben wir aber immerhin einen Punkt erzielt und deshalb ist es auch nicht ganz so schlimm, dass die bisherigen Topscorer heute leer ausgegangen sind. Immerhin behaupten wir unseren sechsten Tabellenplatz, und weil die hinter uns platzierten vier Mannschaften sich in der letzten Runde in zwei direkten Abstiegsduellen die Punkte gegenseitig wegnehmen werden, sollten wir beruhigt den Klassenerhalt feiern können.

(Thomas Rosien)

↑
↓
9. Runde
31.05.2002 Königsspringer Hamburg 6 Hamburger SK 13 3 : 5
HSG/BUE 2 Hamburger SK 10 2,5:5,5
SK Union‑Eimsbüttel 2 Altrahlstedter MTV 2,0:6,0
Schachelschweine SK Caissa Rahlstedt 5,5:2,5
Barmbeker SK 2 Volksdorfer SK 2 4,0:4,0

Noch eine Niederlage

Mit einer eher schwachen Vorstellung verabschieden wir uns von der Saison. Das Ziel Klassenerhalt hatten wir ja bereits nach der letzten Runde erreicht.

Norbert verliert.

Unser Ersatzmann Otto trumpft auf und gleicht aus.

Joachim verliert.

Baldur und ich können mit Weiß jeweils nur ein Remis erzielen, was letztlich den Ausschlag zu unseren Ungunsten geben wird.

Siegfried hat einen versöhnlichen Saisonabschluss und gleicht erneut aus.

Claus verliert.

Am Spitzenbrett sieht es zeitweilig so aus, als ob Peter seinen Materialvorteil halten kann. In hochgradiger Zeitnot findet der Gegner jedoch viele gute Züge und sein Mattangriff mit schönem Turmopfer schlägt durch.

Letztlich sollten wir uns eingestehen, dass wir heute insgesamt verdient verloren haben.

(Thomas Rosien)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/02-ksh6.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
K
 
Valid HTML
Valid CSS
 
 
F W
TR