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Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Norddeutsche Vereinsmeisterschaft U16 2001
 7. bis 10. September 2001 in Stade 
Endstand
Pl. Mannschaft g. u. v. MP BP Bhz.
1. Stader SV 5 2 0 12 18,0 48,0
2. SV Osnabrück 4 3 0 11 18,0 46,0
3. SV Rüdersdorf 4 1 2 9 17,0 37,0
4. HSK Post Hannover 3 3 1 9 16,0 31,0
5. Königsspringer Hamburg 3 2 2 8 17,5 26,0
6. Hamburger SK 3 2 2 8 15,5 39,0
7. Makkabi Berlin 4 0 3 8 14,5 32,0
8. Chemie Guben 3 2 2 8 14,0 39,0
9. SF Hettstedt 3 1 3 7 15,0 26,0
10. SV Sangerhausen 2 3 2 7 13,5 32,0
11. SK Norderstedt 2 3 2 7 13,5 23,0
12. SAV Torgelow 1 4 2 6 14,5 19,0
13. SC Meerbauer Kiel 3 0 4 6 14,0 34,0
14. SKJ Eppendorf 2 2 3 6 13,5 21,0
15. Schachfreunde Achim 2 2 3 6 12,0 25,0
16. SC Kreuzberg 2 1 4 5 12,5 15,0
17. SV Werder Bremen 0 2 5 2 6,5 6,0
18. Husumer SV 0 1 6 1 6,5 5,0
Ergebnisse
Brett 1
 1. Björn Scholvin (Stade)         6,0  
    Daniel Werner (Rüdersdorf)     6,0  
 3. Nikolas Nüsken (Hannover)      5,5  
    Frithjof Fehsenfeld (Achim)    5,5  
 5. Robert Zentgraf (Torgelow)     5,0  
    Alexander Marduhajew (Makkabi) 5,0  
 6. Dorothea Schuler (KSH)         4,0  
Brett 2
 1. Frank Rehfeldt (Guben)         5,5  
    Jan Willem Abraham (Stade)     5,5  
 3. Stefan Buchwald (Rüdersdorf)   5,0  
    Julian Rindler (Norderstedt)   5,0  
 5. Tobias Förster (Osnabrück)     4,5  
    Helene Romanikin (Hannover)    4,5  
:
15. Jan Michaelsen (KSH)           2,0  
Brett 3
 1. Hannes Vater (KSH)             5,5  
 2. Stefan Schnock (HSK)           4,5/6
    Falk Matiebe (Hettstedt)       4,5/6
 4. Marten Gezici (Stade)          4,5  
Brett 4
 1. Otto Klink (KSH)               6,0  
 2. Petra Dschurowa (Guben)        5,5  
 3. Matthias Kaczmarowski (HSK)    4,5/6
 4. Georg Bruckner (Sangerhausen)  4,5  
    Jan Collmann (Osnabrück)       4,5  
Bericht

Glücklicher fünfter Platz für Königsspringer

Auch im Jahre 2001 hat sich eine Königsspringer‑Mannschaft für die »Norddeutsche« qualifizieren können. Nachdem der Mannschaftskampf gegen den HSK in der U16‑Sonderklasse, dem Qualifikationsturnier, verschlafen worden war, reichte es dennoch zum zweiten Platz in Hamburg und somit zur Teilnahme an der NDVM vom 7. bis 10. September in Stade. Es scheint ganz so, als ob Herr Scholvin im 4‑Jahres‑Rhythmus große Schachveranstaltungen ausrichtet. Bei seiner ersten Ausrichtung im Jahre 1993 durfte ich noch als Spieler dabei sein (DEM U11), 1997 folgte dann eine Deutsche Schulschachmeisterschaft und nun kamen 18 Mannschaften aus Norddeutschland zur NDVM zusammen.

Wir konnten mit den besten vier Spielern anreisen. In der Besetzung Dorothea Schuler, Jan Michaelsen, Hannes Vater und Otto Klink waren wir nach DWZ an Platz 3 gesetzt. Topgesetzt war mit riesigem Vorsprung der Ausrichter, der Stader SV, dessen DWZ‑Schnitt 1775 betrug. Es folgten viele Mannschaften, die relativ eng beisammen waren und um die vier Qualifikationsplätze für die Deutschen Meisterschaften kämpfen wollten. Von diesen Mannschaften waren die Schachfreunde Hettstedt zur ersten Runde immer noch nicht angereist! Sehr schnell war die Stunde vergangen und Makkabi Berlin konnte einen kampflosen 4:0‑Sieg feiern! Wenn wir bloß dieses Glück gehabt hätten, …

Dabei fing alles so gut an: Die Räumlichkeiten waren sehr gut, die Spielbedingungen unproblematisch und das Essen akzeptabel. Auch die Stellungen waren super. Otto gewann sehr schnell, Hannes hatte einen Bauern mehr, Smöcus beste Kompensation für einen Bauern und Doro war dabei, Fehsenfeld total zusammenzuschieben. 4:0? Hannes stellte einzügig eine Figur, Smöcus einzügig eine Qualität ein. Zwar stand Doro immer noch sehr gut, doch sah es nun bei den anderen beiden wirklich ganz übel aus. Hannes schaffte es in ein haltbares Endspiel abzuwickeln, und Smöcus konnte auch eine Remisstellung erreichen. Doch machte Smöcus nun den zweiten Riesenpatzer der Partie und verlor. Hannes hatte mittlerweile remis gemacht und Doro musste in hochgradiger Zeitnot eine unklare Stellung gewinnen. Zwei Einsteller mit wenigen Sekunden auf der Uhr bescherten uns dann eine total unnötige Niederlage. Noch nie hatten wir gegen Achim verloren!

Naja, der erste Tag war vorbei, und es war ja doch nichts verloren. Erschreckend war aber die Entscheidung des Turnierleiters, den nicht gekommenen Hettstedtern ein 4:0‑Freilos zu geben, sodass diese statt einer kampflosen Niederlage einen kampflosen Sieg einstecken konnten! Unglaublich!!! So gab es einen Protest und am nächsten Morgen wurde das alte Ergebnis (0:4‑Niederlage für Hettstedt) wiederhergestellt und es mussten neue Paarungen gemacht werden. So konnten wir uns auf Torgelow nicht vorbereiten. Eigentlich waren nur die beiden ersten Bretter recht gut, an 3 und 4 mussten schnelle Siege her. Hannes und Otto konnten ihre Sache auch recht locker erledigen – Otto setzte mit Dame weniger matt! Für Doro war Zentgraf (1944) doch zu stark und Smöcus zeigte hier schon, dass er ein ganz schwaches Turnier spielen »wollte«. So gab es nur ein 2:2.

Wir spielten nun mit Wut im Bauch gegen Makkabi Berlin. Das Team war eigentlich gar nicht so schlecht, aber die Marschroute war klar: Wenn wir schon von unter kommen mussten, so sollten wir wenigstens gute Brettpunkte haben! Doch lief es schon wieder nicht so, wie man sich das doch eigentlich erhoffen durfte. Smöcus spielte ganz, ganz »dünn« und hatte schnell nicht nur eine schlechte Stellung, sondern auch noch eine Figur weniger. Hannes und Otto lösten ihre Aufgaben wieder recht »löckre«, und in der Zeitnotschlacht schaffte sich Doro ein sehr gutes Endspiel! Allerdings war es dann doch nicht so leicht zu gewinnen und am Ende hatte sie zwar Figur und Bauer, aber die einzige Kombination, die dabei nicht gewinnt – falscher Läufer! Smöcus Gegnerin zeigte endlich, wie schlecht sie wirklich ist und ging einfach matt. Mit dem 3½:½ wurde endlich der erste Sieg eingefahren und wir hofften, nun schnell Anschluss an die Spitze zu finden!

Am Samstagabend wurde ein Fußballturnier ausgetragen. Mit drei Siegen und einem Unentschieden schafften wir es ins Endspiel. Dabei gab es sogar einen 3:0‑Sieg bei vier Minuten Spielzeit! Das Endspiel wurde über zweimal vier Minuten ausgetragen und unser Gegner war der SKJE! Mit den guten Fußballern hatten wir unsere Probleme, aber eigentlich war es doch eine souveräne erste Halbzeit. Die 1:0‑Führung war mehr als verdient, auch wenn sich unser Keeper Clauci mehrere Male durch Glanzparaden auszeichnen musste! Eine tolle Leistung von Clauci reichte aber nicht, um das ganze Turnier über ohne Gegentor zu bleiben. Ganz kurz vor Schluss schafften die Eler den Ausgleich und wir mussten ins Neunmeterschießen. Da wir den besseren Keeper hatten, hoffte ich eigentlich dieses gewinnen zu können, aber die Schützen waren zu sicher und es schien fast so, als ob Otto der Einzige sein würde, dessen Schuss vielleicht nicht reingeht. Doch der vierte Schütze von SKJE traf nicht und Otto konnte es sich leisten nicht zu treffen. Leider schaffte er es auch nicht, aber Zollis Shooter wurde von Clauci auch noch toll pariert und so hatten wir mit 4:3 nach Neunmeterschießen gewonnen! Dieser tollen fußballerischen Leistung folgte dann eine lockere Runde, bei der sich alle Teilnehmer amüsieren konnten. Als Stargast war »Gisi« vom Stader SV dabei.

Am Sonntag sollte es dann endlich nach oben gehen, aber es wurde ein »schwarzer Sonntag«. Zwar war Hannover ein starker Gegner, aber das war doch kein Grund zu verlieren. Smöcus hatte seine Gegnerin zusammengeschoben und dann alles abgetauscht, um chancenlos zu verlieren. Otto hatte schon wieder gewonnen, doch Hannes war eine eingestellte Figur im Turnier nicht genug und er war mal wieder so freundlich, eine abzugeben. Es sah ganz schlecht aus, da Doro auch eine schlechte Stellung und einen bis zwei Bauern weniger hatte. Ganz dünn, Jungs! Hannes Gegner willigte dann aber in ein Remis ein, da er merkte, dass Hannes ihn vielleicht doch noch überspielen könnte und Doro fing plötzlich an rumzufoppen. Der Anschiss klappte und auch sie konnte sich ein Dauerschach erkämpfen. So reichte es mal wieder nur zu einem 2:2, aber damit mussten wir eigentlich voll zufrieden sein!

In der fünften Runde ging es gegen den HSK, mit denen wir das Turnier über eine freundschaftliche Verbindung hatten (Clauci und ich teilten uns mit Albers und Dirk ein Zimmer und am letzten Abend gingen wir zusammen zu ›Gilde‑Bowling‹). Der Kampf war von turnierentscheidender Bedeutung für uns. Wir hatten 4:4 Mannschaftspunkte und konnten uns keine Niederlage erlauben, wenn wir uns noch für die DVM qualifizieren wollten. Der Kampf war ganz komisch. Hannes spielte gegen Kaczi und hatte so viel Schiss, dass er ohne zu fragen remisierte. Zu diesem Zeitpunkt war das aber alles andere als günstig! Otto hatte im Drachen den g6 eingestellt und bei Smöcus war klar, dass er von Schnökus zusammengeschoben werden würde. Naja, so kam es auch und Doros Sieg reichte nicht, um Mannschaftspunkte zu holen.

Der dritte Tag war vorbei und wir lagen mit 4:6 Mannschaftspunkten im Mittelfeld. Otto und Hannes hatten gut gepunktet, auch wenn die Leistungen von Hannes nicht wirklich gut waren. Doro hatte zwar recht gut gespielt, aber die guten Stellungen nicht verwerten können. Smöcus zeigte sich von seiner schwächsten Seite – da hätten Max oder Dustin besser gepunktet. Das Turnier war gelaufen, nun sollte der Abend nicht dadurch vergiftet werden. Wir gingen mit den HSKlern zu dem nahe gelegenen Bowling‑Center, wo auch Billard, Darts und Shuffle‑Board angeboten wurde. Wir hatten gemeinsam einen sehr netten Abend und auch die Feiern danach erstreckten sich bis in die späte Nacht hinein …

Sonntag! Das Aufstehen war heute noch schwieriger. Der Gegner hieß aber Werder Bremen. Einen derart schwachen Gegner so spät im Turnier? Das sollte doch zu denken geben. Das 4:0 zeigte aber, dass wir in diesen Regionen eigentlich nichts zu suchen hatten. Die Paarungen für die letzte Runde bescherten uns wiederum ein Hamburger Duell. Gegen die Eler wollten wir nun unbedingt gewinnen, um am Ende doch noch ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. Smöcus spielte wieder so dünn; so dünn, dass man es echt nicht mehr glauben konnte. Nach Spielstärke hätte er echt an Brett 4 spielen müssen. Eine solch indiskutable Leistung möchte ich gar nicht weiter kritisieren, er wird selber wissen, dass die Mannschaft darunter gelitten hat. Er konnte lediglich beim 4:0 und 3½:½ punkten, erzielte also keinen wichtigen, mannschaftspunktbringenden Brettpunkt. Auch gegen den SKJE spielte er so und verlor ohne jede Chance gegen Zollondz. Doro machte Benny Bu richtig platt und Hannes’ Willi war genug, um Ulf zu bezwingen. Nun spielte nur noch Otto: Figur gegen drei Bauern und völlig unklare Stellung, aber ein Remis hatte Fabi natürlich abgelehnt. Es ging hin und her und am Ende hatte Otto das bessere Ende für sich. Mit diesem 3:1‑Sieg konnten wir uns sogar noch vor den HSK setzen, die nach zwei Runden und auch nach fünf Runden schon drei Mannschaftspunkte mehr als wir auf dem Konto hatten! Beste Hamburger Mannschaft, Platz 5 und zwei Brettpreise. Eigentlich ein tolles Ergebnis, aber wenn man gesehen hat, wie es zustande kam, so sollte man sich doch nicht täuschen lassen! Trotzdem möchte ich Hannes (5½/7) und Otto (6/7) zu den Brettpreisen gratulieren. Doro erzielte mäßige 4/7, die zwar nicht gut, aber angesichts der unglücklichen Zeitnotphasen doch ganz okay sind. Smöcus machte 2.

Zuletzt kann ich nur sagen, dass mir die Reise viel Spaß gemacht hat und ich hoffe, dass auch Clauci gern dabei war. Mit dem Endergebnis kann man zufrieden sein und wir hoffen nun, einen Freiplatz für die DVM zu erhalten. Neue Freundschaften wurden geknüpft und immerhin auch das Fußballturnier gewonnen!

(Shreyas Dave)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/01nvm.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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