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www.kshamburg.de
 
 
Chronik: Archiv
Sonnabend, 18. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Pardubice 2000
 21. bis 29. Juli 2000 
GM‑Open Rating‑Open Performance‑Open Bericht
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GM‑Open
 Pl. Name        Vorname       Na. A.   TWZ   Pu øTWZ Fs. Bhz
  1. Gurevich    Mikhail       BEL GM   2667  8  2429 43½ 51 
  2. Plachetka   Jan           SVK GM   2373  7  2412 35½ 52 
  3. Oral        Tomas         CZE GM   2531  7  2406 37½ 50½
  4. Neverov     Valery        UKR GM   2547  7  2395 36  52 
  5. Potkin      Vladimir      RUS IM   2420  7  2395 36  51½
  6. Votava      Jan           CZE GM   2506  7  2376 35  47½
  7. Stocek      Jiri          CZE GM   2514  7  2363 35  48½
  8. Yevseev     Denis         RUS IM   2516  7  2344 35  50 
  9. Stryjecki   Marek         POL IM   2405  6½ 2426 37½ 52 
 10. Kos         Toni          SLO FM   2400  6½ 2420 34  44 
 11. Kabanov     Nikolai       RUS KM   2385  6½ 2420 34  50 
 12. Cvek        Robert        CZE IM   2408  6½ 2391 32½ 45½
 13. Schenk      Andreas       GER M    2325  6½ 2389 31  48½
 14. Pushkov     Nikolai       RUS GM   2546  6½ 2355 31  47½
 15. Konopka     Michal        CZE IM   2453  6½ 2347 34  48½
 16. Rechel      Bernd         GER FM   2402  6½ 2344 34½ 43½
 17. Zurek       Milan         CZE IM   2435  6½ 2329 32  47½
 18. Navara      David         CZE IM   2433  6½ 2305 29½ 44 
 19. Gagarin     Vasilij       RUS IM   2395  6½ 2282 29½ 40½
:
 69. Berger      Steve         GER M    2320  5½ 2291 24  38 
:
 96. Von Bülow   Georg         GER FM   2331  5  2306 26  43 
:
118. Pajeken     Wolfgang      GER FM   2317  4½ 2351 25½ 43 
:
142. Lamprecht   Frank         GER IM   2419  4½ 2283 24  41 
:
232. Zimmermann  Julian        GER KM   2161  3  2266 16½ 39 
:
262 Teilnehmer
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Rating‑Open
 Pl. Name        Vorname       Na. A.   TWZ   Pu Fs. Bhz øTWZ
  1. Podlas      Krzysztof     POL 1    2000  7½ 40½ 51½ 2194
  2. Dobrowolski Piotr         POL M    2348  7½ 34  47  2125
  3. Novotny     Josef         CZE KM   2187  7  40½ 54½ 2186
  4. Ungureanu   Emil          ROM IM   2316  7  38  52  2150
  5. Sokolowski  Ryszard       POL KM   2251  7  37½ 49  2109
  6. Kanovsky    David         CZE 2    1877  7  37½ 47½ 2196
  7. Kaminik     Alexandr      UKR M    2190  7  37  49  2081
  8. Berzina     Ilze          LAT WFM  2194  7  35½ 49  2107
  9. Cernin      Radim         CZE KM   2156  7  35  48  2093
 10. Folk        Petr          CZE KM   2263  7  35  47  2139
 11. Bente       Björn         GER KM   2157  7  34½ 52  2143
 12. Konrad      Edmund        AUT KM   2216  7  34  41  2120
 13. Bibik       Jurij‑V.      RUS KM   2268  7  33  49½ 2135
 14. Pacovsky    Jiri          CZE M    2337  6½ 34½ 49½ 2151
 15. Hornicek    Jiri          CZE FM   2192  6½ 34  48  2148
 16. Loucek      Vlastimil     CZE KM   2141  6½ 34  44½ 2130
 17. Stasans     Aivars        LAT KM   2198  6½ 33  47½ 2093
 18. Bujnoch     Radek         CZE 1    2101  6½ 32½ 50½ 2146
 19. Maslak      Alexander     RUS KM   2300  6½ 32½ 48  2122
 20. Trefny      Vlastimil     CZE M    2253  6½ 32½ 47½ 2133
 21. Pedersen    Jacob Bang    DEN KM   2169  6½ 32½ 43  2111
 22. Karhanek    Pavel         CZE KM   2194  6½ 32  45½ 2074
 23. Wiesinger   Robert        AUT KM   2227  6½ 31½ 46½ 2094
 24. Fredericia  Lousi         DEN W1   2093  6½ 30½ 45½ 2191
 25. Lednicky    Martin        SVK KM   2159  6½ 30½ 45½ 2107
 26. Fiala       Robert        CZE KM   2237  6½ 30½ 44  2113
 27. Krapivin    Vladislav     RUS FM   2340  6½ 27  33½ 1814
:
 73. Dinckel     Jörg          GER KM   2142  5½ 27½ 39  2002
:
100. Herzenstein Georg         GER 1    1687  5  28  42½ 2116
:
208. Mandelbaum  Peter‑René    GER 1    2034  4½ 18  34  1976
:
222. Kohtz       Andreas       GER KM   2165  4  23½ 41  2075
:
332. Winnicki    Alice         GER W1   1686  3  11½ 29  2004
:
335. Link        Oliver        GER 1    2101  2½ 17  38½ 1994
:
357 Teilnehmer
↑
↓
Performance‑Open
 Pl. Name        Vorname       Na. A.   TWZ   Pu Fs. Bhz øTWZ
  1. Cagasik     Tomas         CZE 1    2095  7½ 36  52½ 1893
  2. Cagasik     Petr          CZE 1    2023  7½ 36  50  1858
  3. Picka       Michal        CZE 2    1869  7  40  53½ 1900
  4. Hajek       Lukas         CZE 1    1851  7  39  53  1924
  5. Mihailovs   Jurijs        LAT 1    2008  7  37½ 50½ 1861
  6. Hennig      Thomas        CZE 1    1955  7  37  56  1861
  7. Polich      Sergei        UKR KM   2150  7  37  51½ 1878
  8. Zhigalko    Sergey        BLR 1    1950  7  32½ 49  1817
  9. Malik       Jan           CZE 2    1896  6½ 35  52½ 1869
 10. Simek       Petr          CZE 2    1765  6½ 33½ 53  1933
 11. Hula        Lukas         CZE 1    1873  6½ 33  48  1819
 12. Circenis    Felikss       LAT KM   2184  6½ 33  47  1820
 13. Miler       Jan           CZE 1    1880  6½ 32  46  1787
 14. Bobak       Martin        SVK 2    1832  6½ 31½ 46  1938
 15. Buchholz    Ralf          GER 1    1906  6½ 30½ 46  1820
 16. Hlubina     Pavel         CZE 1    2055  6½ 30½ 45  1782
 17. Fainstein   Vladimir      RUS 1    1950  6½ 30½ 44½ 1788
 18. Samolins    Vitalijs      LAT 1    1940  6½ 28½ 42½ 1783
:
 45. Szudra      Heinz‑Werner  GER 1    1890  5½ 30  47  1786
:
133. Goetz       Katharina     GER 2    1541  4½ 19  29½ 1811
:
230 Teilnehmer
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Bericht

Vom 21. bis 29. Juli sollte in Pardubice (Tschechien) das größte Schachturnier der Welt stattfinden. Da durfte eine Königsspringer‑Delegation natürlich nicht fehlen. Es nahmen zwar nicht so viele KSHler teil wie erhofft, aber immerhin mehr als wir jemals stellten. Am Donnerstag, den 20. Juli trafen sich Frank (Frängü), Wolfgang (Wolf‑G), Julian (Jule), Georg (Schackoli oder Taschentuchhalter) und der Autor (Dieter) zu ekelhaft früher Zeit am Hauptbahnhof. Mit uns nach Pardubice reisten auch noch zwei Kaltenkirchener und Alice Winnicki (Alizke Winitschki) vom SKJE. Auf dem Bahnhof trafen wir dann auch noch zufällig Suren Petrosian und Leonie Helm, die nach Dresden fahren wollten, um dort Schach bzw. ein Frauen‑GM‑Turnier zu spielen. In Bergerdorf stiegen dann noch Katharina Goetz (Katholie) vom HSK und Steve (der Berger) zu. Die Zeit verging wie im Flug, ääh Zug, und in Dresden konnten wir dann Suren und Leonie gegen den anderen Georg eintauschen.

Gegen Abend trafen wir in Pardubice ein, wo wir uns zunächst registrieren lassen mussten. Hier war es zunächst schwierig, die Veranstalter davon zu überzeugen, dass Schackoli für das B‑Turnier (ab 1950) geeignet ist. Aber »He has reached the fifth place in German Championship under 14 years and Germanys National Coach M. Bezold also prefers that he starts in B‑Tournament« usw., jedenfalls hatten die Veranstalter irgendwann keine Lust mehr, zu diskutieren und gaben auf. Na ja gut ääähh, nun mussten die Betten bezogen werden. Frank und Georg waren in einem Mittelklassehotel untergebracht, Wolfgang und Jule im edlen Labe und Steve, Schackoli, Alice, Kathi und der Autor im Studentenwohnheim. Ganz lustig war der Versuch, mit den »Empfangsdamen« in einer anderen Sprache als der tschechischen zu sprechen, wie gesagt, es blieb bei dem Versuch. Trotzdem bekamen wir ganz passable Zimmer, recht groß und mit wenigen Insekten (noch …)

Etwas später verirrte sich Phillip Raupach (Rampach), Ex‑Rintelner, zu uns. Nachdem er zunächst an der Grenze kleine Probleme hatte, ist er irgendwie nicht zu seinen Kollegen gekommen und musste mit uns vorlieb nehmen.

Da das B‑Turnier, in dem außer Steve alle Studentenwohnheimbewohner mitspielten, aus organisatorischen Gründen einen Tag später begann, konnten wir also den großen Vergleich starten: Ist der Kartoffelsaft aus Tschechien genauso wirkungsvoll wie in Deutschland, obwohl eine Flasche bloß 5 DM kostet?! Einen lustigen Abend später wussten wir es: Ja. Etwas blöd war ein Missverständnis mit Jule, der am nächsten Tag Geburtstag hatte, wir dachten, er kommt zu uns zum Feiern, er dachte, wir kommen ins Labe, immerhin hatte er eine Kiste Hopfensaft gekauft. Dafür feierte er am nächsten Tag so heftig, dass der Rogi und der Rogi ihn nach Hause schleifen mussten.

Damit habe ich das Abendprogramm eigentlich schon erläutert, Kartoffelsaft, Cola, Activity, Tabu, Runde, Musik, bis sich die Nachbarn beschweren, B‑Club, lustige Gäste aus Baden und Württemberg, Mundharmonikaspieler, Querflötenspielerin, einarmige Banditen und vieles mehr.

Lustiges gibt es auch von den sanitären Anlagen zu berichten, wir hatten die Angewohnheit, stets mit Gettoblaster duschen zu gehen, was sich irgendwann auch zu den anderen Gästen rumgesprochen hatte und da sie sich so etwas wie Musik wohl nicht leisten konnten, kamen sie immer in Scharen angerannt und tanzten zur Musik, während wir uns reinigten. Jedem Gast wurde übrigens eine Klopapierrolle aufs Bett gelegt, die er sich einzuteilen hatte. Eines Abends ging Steve zum Lokus, nahm eine Rolle mit und brachte zwei zurück, er meinte, er sei ein Geschäftsmann.

Gegessen wurde immer beim Italiener oder bei McDo, beides kostete höchstens halb so viel wie bei uns. Dafür gab es keinen McFlurry, so gleichen sich Vor‑ und Nachteile aus. Wer gerade keine Kronen gewechselt hatte, musste sich für kleine Kunststücke welche leihen, 1 × 13 = 13, 2 × 13 = 26, …, 9 × 13 = 117, usw.

Ganz nett war auch das Unterhaltungsprogramm im Café Europa, die Discotheken waren auch gut, Türsteher gab es so gut wie nie, einer war allerdings der Meinung, dass Steves Hose eine »sports‑wear« sei. Da keiner von uns das englische Wort für ›Anzughose‹ kannte, sind wir woanders hingegangen.

Das alles klingt bereits wie eine lustige Reise, aber die offizielle Hauptsache kommt erst noch: Wir haben alle Schach gespielt und einige sogar gut!

Im A‑Open konnte Steve nach schlechtem Start am Ende richtig aufdrehen, er eroberte in Runde 8 seinen ersten GM‑Skalp und kam auf 5½/9 gegen einen Schnitt von 2291.

Georg (v. B.) konnte mit 5/9 gegen 2306 seine Elo bestätigen und wird zufrieden sein.

Wolfgang konnte einen kleinen Elo‑Gewinn mit 4½/9 gegen 2351 verbuchen und war nur traurig, weil er zurück nach Deutschland musste.

Frank wird das Turnier lieber schnell vergessen wollen, 4½/9 gegen 2283 bedeutet einen empfindlichen Elo‑Verlust.

Julian erzielte 3/9 gegen 2266. Das Ergebnis für sich ist gut, mit seiner Spielweise wird er nicht zufrieden sein. Seine schlimmste Partie war 1.e4 d6 2.d4 g6 3.Sf3 Sf6! (Steve blitzt an dieser Stelle immer 3…Lg7 gegen Jule) 4.Le3? (gegen 3…Lg7 gerichtet) Sxe4!. Der Gegner hatte 2250 und die Partie endete unentschieden!

Im B‑Open spielte neben den bereits bekannten Charakteren noch Jörg Dinckel mit, der zusammen mit zwei Paulanern gefahren ist. Er verlor zwar keine Partie und kam auf 5½/9, bekam aber keinen einzigen Elo‑Gegner ab.

Georg (heartstone) spielte das Turnier seines Lebens, er bekam nur Elo‑Gegner und erzielte 5/9 gegen 2130. Für seine neue Elo kassiert er von der Wichern‑Schule vierstellig. Das Geld kann er gleich für weitere Turnier‑Teilnahmen investieren.

Der Autor musste sich nach einer Auftaktniederlage ständig mit zähen 1950ern rumärgern und erreichte 4½/9. Mein Schach war fürchterlich, aber kleine taktische Tricks wie Springergabel, Ablenkung und Patt reichten im entscheidenden Augenblick dann doch meistens.

Für Alice war das Turnier recht hart, 2/8 und ein Freilos bedeutet aber zumindest, dass sie keine DWZ verliert.

Im C‑Turnier kam Katharina auf 3½/8 und ein Freilos und konnte einen großen DWZ‑Gewinn verbuchen.

Leider war die Zeit viel zu schnell vorüber und jede Reise geht einmal zu Ende. Aber nicht für alle. Steve, Julian, Schackel und Alice haben sich noch am letzten Abend nach Bad Homburg aufgemacht, um DLM zu spielen. Kathi und ich wären auch gerne hingefahren, was aber aus Gründen, die hier besser nicht diskutiert werden sollten, nicht möglich war. So reisten wir zusammen mit Wolfgang und Georg sowie den beiden Kaltenkirchenern nach Hause. Nach kleinen Zwischenfällen, der Zug hatte eine Stunde Verspätung, einige Gäste mochten keine laute Musik, erreichten wir hellen Köpfe Hamburg.

(Peter‑René Mandelbaum)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/00pardu.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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