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Chronik: Archiv
Freitag, 24. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

Hamburger Pokal‑Mannschaftsmeisterschaft 2000
Ergebnisse
1. Runde
  Königsspringer 1   SC Diogenes   1½:2½
1) von Bülow, Georg   Laqua, Christian   1:0
2) Lindinger, Markus   Mach, Holger   ½:½
3) Dinckel, Jörg   Müller, Dominik   0:1
4) Wolter, Michael   Rieling, Thomas   0:1
 
  Königsspringer 2   (Freilos)   4:0
1) Lampe, Jörg       +   −
2) Möhrmann, Marcus       +   −
3) Melde, Christian       +   −
4) Rosien, Thomas       +   −
 
2. Runde
  Königsspringer 2   FC St. Pauli   ½:3½
1) Lampe, Jörg   Oest, Thorsten   0:1
2) Mandelbaum, Peter‑René   Jantzen, Hans‑Jörg   0:1
3) Schuler, Dorothea   Staak, Riccardo   0:1
4) Fjodorow, Peter   Woynowski, Manfred   ½:½
Bericht

Ungefähr eine Woche vor der Hamburger Pokal‑Mannschaftsmeisterschaft wurde ich gefragt, ob ich dafür sorgen könne, dass von der zweiten Mannschaft im Schnitt so vier Spieler am Brett sitzen. Ich hatte einen Kader von 20 Spielern und ich dachte, besonders als Christian Melde von sich aus fragte, ob er spielen könne, dass man ja viel mehr Mannschaften hätte melden müssen, schließlich (hier schließe ich von mir auf andere) macht Schach doch Spaß und die Chance, ohne Startgeld zu zahlen gegen starke Spieler antreten zu können, spornt besonders an.

Doch da fiel mir auf, dass alles viel leichter aussieht, als es ist: Am Samstag (erste Runde) hatten die Jugendlichen der zweiten Mannschaft Jugendbundesliga. Daher machten sich Jörg Lampe, Marcus Möhrmann, Christian Melde und Thomas Rosien auf, um dem Freilos mit 4:0 zu zeigen, wo der Hammer hängt. Dank an alle vier, dass sie sich die Mühe gemacht haben, »für die Jugendlichen« zu spielen. Einer ist dann auch noch zur Jugendbundesliga gefahren und hat diese bei ihrem glorreichen 4½:1½‑Sieg angefeuert.

Nach einigen kleinen Wirren hatte ich dann auch für Sonntag eine Mannschaft zusammen, hier noch einmal danke an Christian, der für Dorothea verzichtete, die zuerst absagte, dann ihren Vater doch bequatschte, spielen zu dürfen. Gegen kurz vor zehn waren Peter F., Doro und meine Viel(seit)igkeit in den Räumen der Iduna und dachten uns eine Brettreihenfolge aus. Für den relativ pünktlichen Jörg (10:20 Uhr) war Brett 1 reserviert, Peter wollte auf jeden Fall mit Schwarz spielen und nahm die 4, und Doro und ich nahmen, was übrig blieb, 3 und 2.

Zum Verlauf: Selten habe ich mich in einer Mannschaft so wohl gefühlt, wie an jenem Sonntag, die Stimmung war gut, alle blieben ständig am Brett sitzen (eine häufige Unart von Jugendlichen ist es, ständig durch die Gegend zu spazieren) und kämpften füreinander. Leider war der Gegner übermächtig stark, doch hatten wir alle Chancen zur Sensation.

Nach drei Stunden musste Peter ins Remis einwilligen, er hatte knappe Bedenkzeit und seinen Vorteil fast verspielt (gegen Woynowski, DWZ 1967).

Mit noch einer Minute für 15 Züge hatte Doro, die erstaunlich mutig auf Angriff spielte und gegen ihren Gegner (Staak, 2116) einen Bauern opferte, leider einen »Zweitbesten« eingestreut, der die Dame kostete.

Da nach Berliner Wertung gespielt wird, bestand noch lange kein Grund, Trübsal zu blasen. Doch leider ist meine ständig knapp ausgeglichene Stellung bei knapper Bedenkzeit zusammengefallen und ich landete in einem verlorenen Damenendspiel. Jantzen (2161) ließ sich den Vorteil nicht mehr nehmen.

Bis zum bitteren Ende kämpfte dann noch Jörg, der seinen Gegner (Oest, 2159) überspielte, einen Bauern und später die Dame gegen Turm und Figur erbeutete, dann jedoch in Zeitnot alles verspielte. Ihm blieben zum Schluss noch vier Bauern gegen Springer und Läufer, die alle aufgefressen wurden. Jörgs Gegner brauchte dann allerdings noch eine gute Stunde, um die Technik am Brett zu finden.

Somit haben wir gegen St. Pauli ½:3½ verloren. Vielleicht wäre bei drei Stunden für 40 Züge mehr dringewesen?!

Ich bedanke mich bei meiner Mannschaft, mit der es mir viel Spaß gemacht hat, gemeinsam spielen zu dürfen. Im Gegensatz zu manch anderer Mannschaft haben wir uns gegenseitig nur das Beste gewünscht und uns nach Niederlagen nicht heimlich gefreut. Ich würde mich freuen, nächstes Jahr wieder mit denselben Leuten in einer Mannschaft spielen zu dürfen.

(Peter‑René Mandelbaum)

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/00hpmm.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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