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Chronik: Archiv
Sonntag, 19. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

10. Problemschachmeisterschaft
 30. Juni 2000 
Endstand Aufgaben (1) Aufgaben (2) Aufgaben (3) Lösungen
Lösungen

Aufgabe 1: 1.Sfd4!

Matt in 2; G. Kaiser und W. Kunsche, Schach 1961:

Bei der Lösung von Mattaufgaben ist es oft hilfreich, sich zu überlegen, was passieren würde, wenn Schwarz am Zuge wäre. Hier hat Schwarz nur 1…d4, was aber dem König auch zwei Fluchtfelder (f4 und f6) zu eröffnen droht und worauf Weiß noch keinen Mattzug parat hat. Nach 1.Dd4? ist Schwarz patt.

Der Schlüsselzug 1.Sfd4! verhindert 1…d4, ist aber deshalb überraschend, weil der schwarze König nun gar vier Fluchtfelder hat. Wegen Zugzwangs muss er jedoch auch eines betreten; da es sich um die angrenzenden Eckfelder handelt, spricht man auch von Sternflucht: 1…Kf6 2.g5#; 1…Kh6 2.Dc1#; 1…Kf4 2.Se6#; 1…Kh4 2.Sf3#.

(Georg von Bülow)

Aufgabe 2: 1.Sg6!

Matt in 2; Roland Löwe, Schach 1976, Lob:

Jeder Wegzug des Springers f4 droht 2.Tf4#, aber welcher ist der richtige? 1.Sxb2? axb2 und 1.Sxa3? Lxa3 scheiden offensichtlich aus, da der Springer einfach geschlagen werden kann. 1.Se6? ist schon besser, denn auf 1…dxe6 folgt 2.Dxc6#. Aber der Nachteil ist, dass der Bauer d6 entfesselt wird, sodass sich Schwarz mit 1… Ld6! 2.Sxd6+ exd6! verteidigen kann. Dieses Motiv, dass der Springer eine schwarze Figur entfesselt und daher eine weiße Parade ermöglicht, taucht in zwei weiteren Verführungen auf: 1.Sd5? fxg5! 2.Te5+ Sxe5! (der Springer c6 kann wieder ziehen) und 1.Sd3? Dc1! 2.Sxc3+ Txc3! (der Tc2 wurde entfesselt).

Bleibt ja nur noch ein Feld für den Sf4, und das ist dann tatsächlich auch die Lösung: 1.Sg6! droht 2.Tf4#, 1…fxg5 2.Te5#, 1…Ld6 2.Sxd6#, 1…Dc1 2.Sxc3#. Ein typischer Zweizüger mit einem Auswahlschlüssel: Scheinbar ist es egal, wohin der Springer zieht, in Wirklichkeit gibt es jedoch nur einen Abzug, der keine Nachteile aufweist.

(Georg von Bülow)

Aufgabe 3: 1.Lf2!

Aufgabe 4: 1.Lxe4!

Aufgabe 5: 1.Dd3!

Aufgabe 6: 1.Kd1!

Aufgabe 7: 1.La4!

Aufgabe 8: 1.Lc5!

Aufgabe 9: 1.Ld2!

Aufgabe 10: 1.S8b7!

Aufgabe 11: 1.exd3 e.P.! Lxg4! 2.f3! Le6#

Aufgabe 12: (a) 1.a1L+!, (b) 1…Td5!

Hilfsmatt in 3 Zügen: (a) Schwarz beginnt, (b) Weiß beginnt; Max Henke, Schacholympiade Leipzig 1960, 2. Preis:

Bei Hilfsmattaufgaben kooperieren beide Parteien, um Schwarz matt zu setzen. Trotzdem muss die Lösung natürlich eindeutig sein, auch in der Reihenfolge der Züge! Normalerweise beginnt wie in Teil (a) Schwarz, was auch in der Notation ausgedrückt wird: 1. Schwarz zieht, Weiß zieht 2. Schwarz zieht, Weiß zieht 3. Schwarz zieht, Weiß setzt matt. In (b) hat Schwarz dann einen Zug weniger zur Verfügung: 1… Weiß zieht 2. Schwarz zieht, Weiß zieht 3. Schwarz zieht, Weiß setzt matt.

Wie könnte das Mattbild aussehen? Um den König hier in der Brettmitte zu erlegen, müssen neun Felder abgedeckt werden. Der Turm nimmt (an einem angrenzenden Feld) vier Felder, die Springer jeweils höchstens zwei, und wenn der umgewandelte schwarze Bauer ein weiteres Fluchtfeld blockiert, dann sind es gerade neun. Was für ein Glück, denn der weiße König steht zu weit weg, um noch mithelfen zu können.

Wo könnte der Turm bei dem König auf c4 stehen? Auf b3, b5, d3 oder d5. Mit dem Turm d3 kann ein Springer auf d5 oder b2 matt setzen, aber ein Springer muss auf a6 stehen, was in drei Zügen nicht geht. Aber mit Td5 geht es: Sa2 und Se3 matt. Schwarz muss dann noch b3 blockieren, aber nicht mit a1T, Tb1, Tb3, weil dann e3 überdeckt ist, sondern mit a1S! nebst Sb3. Und jetzt noch in der richtigen Reihenfolge: 1…Td5! (natürlich nicht 1…Sxa2?) 2.a1S! Sa2 3.Sb3 Se3#, das war Teil (b).

Wenn Schwarz beginnt, wird es etwas kniffliger, da dann der schwarze König noch einen Zug frei hat. Mit dem König auf d4 kann Weiß in drei Zügen Tc3, Sf6 und Se2# spielen, während Schwarz noch zwei Züge zum Block von e5 hat. Dies geht einzig mit einem umgewandelten Läufer, weil eine Dame das Mattfeld e2 decken würde! Überraschend ist, dass dies alles funktioniert, obwohl Schwarz am Anfang auch noch Schach bieten muss: (a) 1.a1L+! Sf6! 2.Le5 Tc3+ 3.Kd4 Se2#.

Eine hübsche und schwierige Miniatur (höchstens sieben Steine) mit zwei Unterverwandlungen.

(Georg von Bülow)

Aufgabe 13: 1.Sa4!

Aufgabe 14: 1.bxa4!

Selbstmatt in 3; Wolfgang Weber, Deutsche Schachblätter 1950, 2. Preis:

Beim Selbstmatt versucht Weiß, Schwarz zu zwingen, ihn matt zu setzen, obwohl dieser sich dagegen wehrt. Weiß beginnt, der Ablauf ist also: 1. Weiß zieht, Schwarz zieht 2. Weiß zieht, Schwarz zieht 3. Weiß zieht, Schwarz setzt matt.

Wenn Schwarz dran wäre, dann käme einfach 1…axb3# (Zugzwang). Weiß hat aber keine brauchbaren Wartezüge, z. B. 1.Lf3? h1D! 2.Lxh1 h2!, denn Schwarz wäre ja nicht gezwungen, Weiß den Gefallen zu tun und ihn matt zu setzen. Die Lösung 1.bxa4! ist auch darum paradox, weil Weiß die potenzielle Mattfigur damit einfach schlägt. Nach dem forcierten 1…Kxc4 2.Dc2+ Tc3 3.b4! entsteht wieder eine Stellung mit beiderseitigen Zugzwang, aber diesmal ist Schwarz dran: 3…Txc2#.

Aufgaben dieses Typs, bei denen am Anfang ein Matt vorgegaukelt wird, das sich dann aber nicht realisieren lässt, werden auch Fata Morgana genannt.

(Georg von Bülow)

Aufgabe 15: 1.d6! +−

Aufgabe 16: 1.f6+!

Aufgabe 17: 1.c4+!

Aufgabe 18: 1.Lb5! b6 2.Le8!

 
 
 
 
 
 
 
 
https://www.kshamburg.de/archiv/00-psm-l.php
01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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