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Chronik: Archiv
Mittwoch, 22. November 2017

Königsspringer Hamburg · Schachclub von 1984 e. V.


Königsspringer Hamburg
Schachclub von 1984 e. V.

Chronik

Archiv

KSH 7 · Kreisliga D 2000
Termine Tabelle Spieler Ergebnisse
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Termine
1 07.01.2000 Königsspringer Hamburg 7 Schachfreunde Wedel 3 5 : 3
2 28.01.2000 Königsspringer Hamburg 7 SV Diagonale‑Harburg 2 5 : 3
3 31.01.2000 ETSV Altona‑Eidelstedt 4 Königsspringer Hamburg 7 :
4 25.02.2000 Königsspringer Hamburg 7 FC St. Pauli 4 :
5 24.03.2000 SK Finkenwerder 2 Königsspringer Hamburg 7 3 : 5
6 07.04.2000 Königsspringer Hamburg 7 Altonaer SK Venceremos :
7 28.04.2000 Langenhorner Schachfreunde 3 Königsspringer Hamburg 7 1 : 7
8 05.05.2000 Königsspringer Hamburg 7 Pinneberger SC 4 :
9 19.05.2000 TV Fischbek 4 Königsspringer Hamburg 7 :
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Tabelle
Pl. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 BP MP
1. Königsspringer Hamburg 7 5 5 5 7 43,5 16
2. FC St. Pauli 4 5 6 5 4 6 45,0 15
3. SV Diagonale‑Harburg 2 3 3 4 5 6 5 41,5 13
4. Schachfreunde Wedel 3 3 4 3 4 5 5 7 40,0 10
5. TV Fischbek 4 2 5 4 5 2 37,0 9
6. Pinneberger SC 4 3 3 4 4 3 7 6 39,0 8
7. Altonaer SK Venceremos 4 3 3 5 34,5 7
8. ETSV Altona‑Eidelstedt 4 2 2 6 1 3 32,0 6
9. SK Finkenwerder 2 3 3 5 5 26,5 4
10. Langenhorner Schachfreunde 3 1 3 1 2 ½ 3 21,0 2
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Spieler
RL Name 1.R 2.R 3.R 4.R 5.R 6.R 7.R 8.R 9.R
61 Rosien, Thomas ½ 1 ½ 0 ½ 1 1 ½ 0
62 Schwanke, Hans‑Joachim ½ 1 ½ ½   1 1 ½ ½
63 Meyer, Joachim ½ 1 ½ ½          
64 Retzlaff, Svend 0 0 ½ 1 ½   1 1 0
65 Schönfisch, Norbert 1 1 ½   ½ 1 1 1 1
66 Sandmann, Klaus ½ 0 ½ ½ 0 0 1   ½
67 Schwanke, Stephan 1 1     1 1 1 0 1
68 Schuler, Michael‑Arthur 1 0 ½ ½   0   0 ½
69 Böttcher, Michael       0 1 ½   1 1
72 Prottengeier, Jens         ½   1 ½  
74 Strotkamp, Rudolf         1        
76 Fellberg, Thorsten     1     0      
84 Ehinger, Martin       ½     0    
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1. Runde
07.01.2000 Königsspringer Hamburg 7 Schachfreunde Wedel 3 5 : 3
SV Diagonale‑Harburg 2 TV Fischbek 4 4,5:3,5
ETSV Altona‑Eidelstedt 4 Pinneberger SC 4 1,0:7,0
FC St. Pauli 4 Langenhorner Schachfreunde 3 3,5:4,5
SK Finkenwerder 2 Altonaer SK Venceremos 3,5:4,5

Bericht

Zum Auftakt glückte uns der Sieg gegen einen nicht nur vom Papier her ebenbürtigen Gegner. Weil wir doch nominell schwächer besetzt als in der letzten Saison noch dazu in einer uns unbekannten Gruppe spielen, wussten wir zunächst absolut nicht, wo wir eigentlich stehen würden. Zumindest konnten wir von 1 bis 8 antreten und hatten unserem Gegner damit immerhin eines voraus.

Nachdem es zunächst schon kritisch zu werden drohte und auch Wedel das erkannte, boten sie an 2 (Hajo) und 3 (Joachim) remis an, was wir stellungsgemäß anzunehmen hatten, denn auch diese Partien standen nicht besser für uns. Doch die schlechten Stellungen wendeten sich alsbald zu unseren Gunsten. Norbert gewann, und ihm wird durch diesen Sieg wohl eine Zentnerlast von den Schultern gefallen sein. Stephans Sieg und Svends Niederlage waren mittlerweile einkalkuliert. Arthur hatte zwischendurch Angriff, stellte aber Material ein und stand schon im Hemd, bevor ihm irgendwie sensationell der ganze Punkt zuflog. Danach war fast alles klar. Klaus und ich mussten aus unseren Partien noch einen halben Punkt holen, was Klaus schneller als erwartet gelang.

Meine Partie war sehr spannend. Kurz vor dem 40. Zug war die Remisbreite allerdings deutlich unterschritten und ich musste eigentlich froh sein, mich in ein Leichtfigurenendspiel mit einem Bauern weniger retten zu dürfen. Mit dem Rücken zur Wand opferte ich eine Figur, um mir einen (vielleicht) gefährlichen Freibauern zu bilden, den mein Gegner mit seinen beiden Springern womöglich nicht würde aufhalten können. Lange überlegend gab er schließlich die Figur zurück, und ich war wieder im Spiel. Gewinnen wollte (und konnte) ich allerdings nicht, und so einigten auch wir uns auf remis.

Das 5:3 gegen einen Aufstiegskonkurrenten lässt hoffen auf einen womöglich glücklicheren Saisonverlauf als im vergangenen Jahr.

(Thomas Rosien)

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2. Runde
28.01.2000 Königsspringer Hamburg 7 SV Diagonale‑Harburg 2 5 : 3
Schachfreunde Wedel 3 Altonaer SK Venceremos 5,0:3,0
Langenhorner Schachfreunde 3 SK Finkenwerder 2 3,0:5,0
Pinneberger SC 4 FC St. Pauli 4 3,0:5,0
TV Fischbek 4 ETSV Altona‑Eidelstedt 4 2,0:6,0

Bericht

Erneut mit den an 1 bis 8 gemeldeten Spielern treten wir gegen Diagonale 2 an, die einen selbstgebackenen Kuchen mitbringen. Diagonale ist sehr ausgeglichen besetzt, der DWZ‑stärkste Spieler sitzt heute an Brett 8. »Viel Erfolg, Arthur!«

Dieser Wunsch soll unerfüllt bleiben. Ohnehin ist uns klar, dass die nötigen Punkte heute an den vorderen Brettern geholt werden müssen. Hajo hat gleich eine sehr zweischneidige Stellung, bei Joachim ist alles noch eher geschlossen (20 Züge und überhaupt noch nichts getauscht). Svend stellt leider etwas ein. Da trifft es sich ganz gut, dass ich meinen Gegner foppen kann, als ich beginne, ein paar (vorhergesehene) Züge recht schnell zu ziehen und darauf spekuliere, dass er den offensichtlich schlechten Springerrückzug von c5 nach d3 (statt nach b3) finden wird. So kommt es, und wir können uns ungefähr eine Minute der 1:0‑Führung erfreuen, bevor Svend und Arthur verlieren.

Hajo kann sich Angriff erarbeiten und sein Gegner verliert den Überblick; nachdem alles eingestellt ist, gibt er auf. 2:2, und bei den restlichen Partien (davon drei an den unteren Brettern) ist noch nichts entschieden. Meiner Einschätzung nach stehen wir insgesamt aber nicht gut. Diagonale zeigt allerdings Nerven. Wir scheinen ohnehin deren Angstgegner zu sein.

An Brett 7 kann sich der Gegner trotz Unmengen von Kaffee nicht mehr konzentrieren und stellt relativ unbedrängt Qualität, Figur und diverse Bauern weg. Stephan nimmt alles mit und nach der ersten Zeitkontrolle gibt der Gegner auf. Norbert hat plötzlich auch gutes Spiel und gewinnt die Qualität. Dem Gegner fällt trotz seines starken schwarzfeldrigen Läufers nicht viel ein, sodass wir auch diese Partie zum 4:2‑Zwischenstand nach Hause schaukeln können.

Klaus muss sich fortwährenden Drucks erwehren und hat gerade mal knapp Ausgleich. Als es ihm gelingt, des Gegners starken Springer abzutauschen, frohlocken wir schon, doch nur ein paar Züge später ist alles vorbei.

Nun liegt es an Joachim, eine für ihn typische Stellung, in der er sich garantiert wohler fühlt als sein Gegner, erfolgreich zu beenden. Das Material ist (noch) ausgeglichen, aber Joachim hat merklichen Raumvorteil und beginnt konsequent mit einem Angriff auf den gegnerischen König. Die Kiebitze sehen schon, wie er jetzt gleich die Dame opfern kann, aber er macht es halt auf seine Weise!

Ein erneutes 5:3, und Erinnerungen werden wach an die letzte Saison, als die damalige Siebte mit vier 5:3‑Siegen in Folge in die Saison startete. Dagegen haben wir erstmal nichts, jedoch wollen wir Konstanz beweisen und diese Serie bis zum Ende durchzuhalten. Mal sehen, wie es schon am kommenden Montag weitergeht.

(Thomas Rosien)

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3. Runde
31.01.2000 ETSV Altona‑Eidelstedt 4 Königsspringer Hamburg 7 :
SV Diagonale‑Harburg 2 Schachfreunde Wedel 3 4,0:4,0
FC St. Pauli 4 TV Fischbek 4 6,0:2,0
SK Finkenwerder 2 Pinneberger SC 4 2,5:5,5
Altonaer SK Venceremos Langenhorner Schachfreunde 3 4,5:3,5

Bericht

Eine merkwürdige Begegnung: Nach fünf Zügen steht Thorsten auf Gewinn, als der rührige Berthold Schmidt eine Figur auf f7 opfert. Das muss er seinen Kameraden nochmal erklären. Nachdem es alle mitbekommen haben, will sich an den restlichen Brettern wahrer Siegeswille nicht so recht entfalten. Nun muss allerdings erwähnt werden, dass ETSV 4 nicht wiklich schwach ist, auch wenn die 1:7‑Niederlage aus der ersten Runde gegen die ganz starken Pinneberger und eben die Partie am achten Brett dagegen sprechen. Jedenfalls können alle anderen ins Gewicht fallende Vorteile nicht erzielen.

Zuerst verständigen sich Svend und Arthur mit ihren Gegnern, das ist in Ordnung. Auch Hajo hat irgendwann ausgeglichen und stellt seiner Gegnerin die spielentscheidende Frage. Klaus und Norbert spielen ihrem Stil entsprechend, und als Außenstehender fragt man sich fortwährend, ob das gut gehen kann. Sie rechnen eben zu gern. Die Remisofferten werden aber doch erhört.

Nun spielen noch Joachim, der meines Erachtens ganz knapp Ausgleich hat, immer noch Thorsten und ich. Ich habe als Weißer mal wieder keinen richtigen Plan entwickelt, dafür aber etwas zu viel Zeit verbraucht. Zuletzt fällt mir ein, im Doppelturmendspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer auf seine Bauernschwäche c6 zu drücken, da bietet er mir remis an. Wir machen lieber noch ein paar Züge. Dann stehe ich dreimal drauf, er hält dreimal dagegen. Öffnen darf ich eigentlich nicht und nachdem mir Joachim Entwarnung signalisiert, einigen wir uns doch noch. Joachim schifft seine Partie dann auch in den Remishafen.

Jetzt steht es nach sieben Remis tatsächlich 3½:3½, und die Partie von Thorsten läuft immer noch! Seinem Gegner ist natürlich nichts eingefallen, und Thorsten hat ein Turmendspiel mit Läufer und Bauer mehr. Als er jetzt den nun wirklich keine Gefahr darstellenden h‑Bauern gewinnen wird, gibt sein Gegner auf.

Nach nicht einmal vier Stunden sind wir bereits fertig, und selten war der Spielausgang derart vorhersehbar. Durch diesen Sieg hat Königsspringer nun in 822 Spielen genau 1000 Mannschaftspunkte erzielt. Darüber freuen wir uns und schauen jetzt mal, was die Konkurrenz in dieser dritten Runde so anstellt.

(Thomas Rosien)

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4. Runde
25.02.2000 Königsspringer Hamburg 7 FC St. Pauli 4 :
Schachfreunde Wedel 3 Langenhorner Schachfreunde 3 7,0:1,0
Pinneberger SC 4 Altonaer SK Venceremos 3,0:5,0
TV Fischbek 4 SK Finkenwerder 2 6,5:1,5
SV Diagonale‑Harburg 2 ETSV Altona‑Eidelstedt 4 6,0:2,0

Bericht

Uh‑Oh! Eigentlich läuft schon alles falsch, bevor es überhaupt losgeht. Weil die Fünfte am selben Tag mehrfachen Ersatz benötigt, besorge ich dienstbeflissen erstmal gleich zehn Spieler für die Siebte, nur um zweien dann den Einsatz in der Fünften schmackhaft zu machen. Norbert, der in der Nähe vom HSK wohnt, und Stephan, der auch nicht laut genug »Nein« gesagt hat, kommen in das im Nachhinein zweifelhafte Vergnügen. Die Daheimgebliebenen mühen sich redlich.

St. Pauli tritt uns in ganz starker Besetzung gegenüber. An 2 haben sie einen Russen nachgemeldet, der kocht aber auch nur mit Wasser. Hajo hat keine Probleme, leichten Vorteil zu erreichen; mehr ist aber nicht drin. Mike muss seiner doch längeren Schachabstinenz Tribut zollen und geht ein. Arthur spielt remis. Ich befreie mich nach kleineren Verwicklungen in ein supergutes Doppelturmendspiel mit Läufer und Mehrbauer gegen Springer, nur um einzügig die gesamte Partie wegzustellen. Joachim kann letztlich aus zweischneidiger Stellung auch nur ein Remis herausholen.

Nach diesem 1½:3½‑Zwischenstand müssen wir uns schon sehr anstrengen, wollen wir heute zumindest einen Teilerfolg erzielen. Immerhin stehen die restlichen Partien alle gut für uns, sodass vielleicht sogar noch was drin ist. Svend setzt sich dann auch wirklich sehenswert durch. Martin steht besser und will gewinnen (allein diese Momentaufnahme rechtfertigt schon seinen Einsatz). Dass es letztlich doch nur zum Remis reicht, tut seiner Leistung keinen Abbruch. So spielt also noch Klaus, der seine Partie auch gewinnen kann, es aber nicht tut!

Heute haben gleich mehrere Spieler die sich ihnen dargebotenen Chancen nicht genutzt; die Niederlage ist deshalb leider nicht ganz unverdient. Hiernach bleibt es in unserer Gruppe ungemein spannend, da offenbar jeder jeden schlagen kann. Die Favoritenbürde sind wir jedenfalls erstmal los (hoffentlich).

(Thomas Rosien)

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5. Runde
24.03.2000 SK Finkenwerder 2 Königsspringer Hamburg 7 3 : 5
ETSV Altona‑Eidelstedt 4 Schachfreunde Wedel 3 2,5:5,5
FC St. Pauli 4 SV Diagonale‑Harburg 2 5,0:3,0
Altonaer SK Venceremos TV Fischbek 4 3,0:5,0
Langenhorner Schachfreunde 3 Pinneberger SC 4 2,0:6,0

Bericht

Ungefährdet kommen wir zu zwei Pflichtpunkten und verkraften problemlos den Ausfall gleich dreier Stammspieler. Die nicht zur ersten Acht gehörenden Leute holen 2½ aus 3 und tragen maßgeblich zum Erfolg bei.

Zuerst gewinnt Rudolf, weil sich Jürgen Kohlstädt zu optimistisch auf seinen Freibauern verlässt und in einen Königsangriff gerät. Norbert hat bald einen Mehrbauern und ganz schnell entsteht ein Endspiel mit Doppelläufer gegen Läufer und Springer mit Bauern auf beiden Flügeln. Irgendwie wird dann aber doch nicht die beste Fortsetzung gefunden, sodass nur ein Remis herausspringt. Svend lässt lieber nichts anbrennen, was angesichts der übrigen Stellungen auch richtig ist. Mike steht inzwischen nämlich richtig gut und gewinnt auch gleich; das ist schon die halbe Miete. Jens remisiert und ich nehme das mir angebotene Remis sofort an.

Danach brauchen wir nur noch einen halben Punkt; den soll Stephan holen. Und das tut er auch, besser noch: Er gewinnt seine Partie und hat danach 3 aus 3! Da fällt es nicht weiter ins Gewicht, dass Klaus abschließend verliert, das war leider schon bald abzusehen.

Mit nunmehr 8:2 Punkten spielen wir weiter vorne mit, in der nächsten Runde kommt es in der Begegnung mit Altona allerdings zur wirklichen Standortbestimmung.

(Thomas Rosien)

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6. Runde
07.04.2000 Königsspringer Hamburg 7 Altonaer SK Venceremos :
Schachfreunde Wedel 3 Pinneberger SC 4 4,0:4,0
TV Fischbek 4 Langenhorner Schachfreunde 3 5,5:2,5
SV Diagonale‑Harburg 2 SK Finkenwerder 2 6,5:1,5
ETSV Altona‑Eidelstedt 4 FC St. Pauli 4 2,0:6,0

Bericht

Standort bestimmt: Wir sind oben dabei! Gegen Altona müssen wir den Ausfall von Joachim und Svend verkraften, die entscheidenden Punkte werden trotzdem geholt.

Hajos Gegner opfert eine Figur für vermeintlichen Angriff, den Hajo leicht abwehrt und als Erster gewinnt. Norbert hat schnell einen Bauern mehr, tauscht alles ab und gewinnt das gleichfarbige Läuferendspiel. Mike hat eine wilde Partie zwischenzeitlich ins Remis gerettet (?!) und Arthur hat verloren. Ich gewinne gegen Sreten Ristic taktisch die Dame gegen drei Bauern, muss aber trotzdem etwas aufpassen. Er spielt noch sehr lange weiter, bevor er aufgibt.

Danach steht es 3½:1½, und wir benötigen noch einen Punkt. Den soll mal wieder Stephan holen, von Klaus und Thorsten können wir heute wohl nichts (sprich: null Punkte) erwarten. Jetzt erhält Stephan auch noch ein Remisangebot, das darf er nicht annehmen und tut es auch nicht. Ein paar Züge später hat er seinen Materialvorteil verwertet.

Der Sieg steht somit fest und obwohl es nur ein knapper ist, ist er doch leichter gefallen als erwartet. Wir wünschen Altona viel Glück gegen St. Pauli, aber eigentlich ist es egal, denn bekanntlich steigt der Zweite ja auch auf.

(Thomas Rosien)

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7. Runde
28.04.2000 Langenhorner Schachfreunde 3 Königsspringer Hamburg 7 1 : 7
FC St. Pauli 4 Schachfreunde Wedel 3 4,5:3,5
SK Finkenwerder 2 ETSV Altona‑Eidelstedt 4 5,0:3,0
Altonaer SK Venceremos SV Diagonale‑Harburg 2 3,5:4,5
Pinneberger SC 4 TV Fischbek 4 4,0:4,0

Bericht

Bei den konditionsschwachen Langenhornern gelingt uns der erste Kantersieg, und damit schließen wir zu St. Pauli auf, die den starken Verfolger Wedel aus dem Weg räumen.

Von Beginn an demonstrieren wir Stärke und dominieren positionell wie auch taktisch. Zuerst gewinnt Norbert, dann übersieht Martin leider etwas und lässt Langenhorn zum Ausgleich kommen. Das soll jedoch der einzige Lichtblick für unsere Gastgeber bleiben.

Ich und Hajo sind als Nächste fertig, Svend folgt unmittelbar und die obere Hälfte hat schon nach zweieinhalb Stunden Feierabend. Zwischenzeitlich können wir mit Martin Bierwald auch einen Schlachtenbummler begrüßen, der leider keine frohe Kunde von der Vierten bringt, allerdings durchaus positiv vom Elo‑Turnier zu berichten weiß.

Die drei noch laufenden Partien sehen noch nicht eindeutig gut aus. Stephan steht eher schlechter, hat allerdings mit einer Taktik Glück und gewinnt auch. Klaus hält seinen Positionsvorteil und hebt seinen Gegner über die Zeit. Jens’ Gegner, der noch nach Rahlstedt muss, verliert in schlechter Stellung das Interesse an seiner Partie.

Eigentlich unglaublich, dass dieselben Langenhorner in der ersten Runde St. Pauli geschlagen haben. Mit ebendiesen St. Paulianern und uns haben sich jetzt zwei Teams abgesetzt. Aber noch stehen zwei schwere Runden aus, und wie schnell man ernüchtert auf dem Boden der Tatsachen landen kann, wissen wir nur zu gut aus dem letzten Jahr. Also bitte: jetzt bloß nicht abheben!

(Thomas Rosien)

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8. Runde
05.05.2000 Königsspringer Hamburg 7 Pinneberger SC 4 :
Schachfreunde Wedel 3 TV Fischbek 4 3,0:5,0
SV Diagonale‑Harburg 2 Langenhorner Schachfreunde 3 5,0:3,0
ETSV Altona‑Eidelstedt 4 Altonaer SK Venceremos 4,5:3,5
FC St. Pauli 4 SK Finkenwerder 2 6,5:1,5

Bericht

Mal wieder in die Klassenräume ausgewichen sitzen wir mit den Pinnebergern an denselben Tischen wie schon gegen St. Pauli. Damals gab es bekanntlich eine vermeidbare Niederlage, heute jedoch soll das Glück auf unserer Seite sein.

Von den Zahlen her sind die Mannschaften in etwa miteinander zu vergleichen, sodass die Tagesform den Ausschlag geben kann. Pinneberg hat auswärts noch nicht verloren, wir kommen mit der 7:1‑Empfehlung aus Langenhorn.

Mike steht leider schnell schlecht, doch sein Gegner weiß mit der Stellung ja überhaupt nichts anzufangen und Mike »gewinnt« sogar eine Figur, anstatt sie zu verlieren.

Norbert hat eine Wolga‑Stellung mit Verzögerung und deshalb einfach einen Bauern mehr. Arthur muss einen Angriff abwehren und gut aufpassen, bei Stephan besteht ebenfalls Verlustgefahr. Alle anderen stehen mindestens ausgeglichen.

Svend straft mich Lügen und setzt seinen Gegner umgehend matt. Hajo und ich machen remis, um so den Gesamtsieg zu sichern und bangen in der Folge, ob wir die Entwicklung an den übrigen Brettern richtig vorhergesehen haben. Bei Arthur liegen wir leider richtig und schon steht es 2:2.

Stephan stellt eine Figur ein und wird seine bis dato blütenweiße Weste beflecken. Er spielt aber noch ziemlich lange weiter, obwohl es wirklich keinen Zweck mehr hat. Jens akzeptiert das Remisangebot und wir liegen 2½:3½ zurück.

Norbert hat immer noch einen Mehrbauern, aber die Schwerfiguren des Gegners sind sehr aktiv und nach Meinung der Umstehenden liegt sogar Dauerschach in der Luft; das würde unsere Planungen zunichte machen. Mike hat weiterhin eine Mehrfigur, aber sein Gegner will einfach nicht aufgeben.

In dieser Situation erinnert mich Hajo an das schreckliche Ende der Partie von Mike von vor drei Jahren in der Kreisklasse bei genau derselben Begegnung und jetzt wird mir etwas mulmig.

Norbert sorgt dann für Entwarnung, indem es ihm gelingt, die Schwerfiguren abzutauschen. Das Springerendspiel gewinnt er souverän.

Mike lässt nichts mehr anbrennen, gewinnt im Turmendspiel einen Bauern nach dem anderen und hat noch einen Läufer. Der Gegner hat irgendwann doch keine Lust mehr.

Tja Leute, das war’s: Der Aufstieg ist geschafft! Die Kür folgt in Fischbek.

(Thomas Rosien)

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9. Runde
19.05.2000 TV Fischbek 4 Königsspringer Hamburg 7 :
SK Finkenwerder 2 Schachfreunde Wedel 3 3,0:5,0
Altonaer SK Venceremos FC St. Pauli 4 4,0:4,0
Langenhorner Schachfreunde 3 ETSV Altona‑Eidelstedt 4 0,5:7,5
Pinneberger SC 4 SV Diagonale‑Harburg 2 3,0:5,0

Bericht

Im letzten Spiel der Saison triumphieren wir erneut mit unserem Standardergebnis bei der bis auf das erste Brett jungen Mannschaft von Fischbek, die im Verlauf der Saison immer stärker geworden ist. Wir wollen dennoch gewinnen!

Norberts Partie ist sehr einseitig und unser Topscorer bringt uns in Führung. Mikes Gegner ist in guter Stellung nur einen Zug lang unaufmerksam und schon ist die Dame weg. Das frühe 2:0 beruhigt des Mannschaftsführers Nerven etwas, doch sechs Partien laufen noch. Richtig schlecht sieht es zwar nirgendwo aus, aber man hat ja schon …

Svend tauscht dann seine Dame gegen drei Leichtfiguren. Ob Absicht oder nicht: Das ist ein schweres positionelles Zugeständnis an seinen Gegner, der sich zudem auch eines Mehrbauern erfreut. Wenig später ist das Drama vorbei und es wird knapper.

Klaus hat seit der Eröffnung einen Mehrbauern, bekommt die Partie aber nie richtig in den Griff. Arthur lässt hinten nichts anbrennen, nach vorne passiert ebenfalls wenig. Beide Partien enden remis.

Hajo steht von Anfang an etwas passiv, kann aber jeglichem Druck standhalten und die Partie durch Abtausch vereinfachen. Es entsteht ein Leichtfiguren‑Endspiel Läufer gegen Springer mit jeweils fünf ungleich auf beide Flügel verteilten Bauern. Hajo hat den aktiv postierten Springer und der in derartigen Stellungen an sich überlegene Läufer steht auf b1. Beide (!) bieten remis und nehmen nach kurzem Zögern an.

Stephan setzt gleich darauf seine Gegnerin matt! Geschafft!!

Meine Partie ist sehr spannend (Königsindisch, Sämisch). Er opfert auf b5 einen Bauern und erhält Druck, spielt aber nicht die beste Fortsetzung. Ich kann Leichtfiguren tauschen und selbst angreifen. In kritischer Phase verbrauche ich mal wieder viel Zeit, die mir später fehlen wird. Als ich mich wieder um meine Verteidigung kümmern muss, stelle ich in hochgradiger Zeitnot eine Figur ein (ein positioneller Geniestreich, wie sich anschließend herausstellen wird). Mein Freibauer auf der A‑Linie gelangt ohne Mühe auf die sechste Reihe und stellt ihn vor arge Probleme. Leider wähle ich im 44. Zug nicht den einzig Guten, wie mir gleich darauf auffällt. Im Endeffekt fehlt mir genau ein Tempo und mein Gegner kann die Partie doch noch für sich entscheiden.

Nachdem der erste Frust über die persönliche Niederlage verflogen ist (»Danke für die aufbauenden Worte, Hajo!«), bin ich in der Lage, aus der Saison ein einwandfrei positives Fazit zu ziehen. Vom Start weg strahlte die Mannschaft selten erlebte Gelassenheit, aber auch Konzentration aus. Die Zuverlässigkeit aller Spieler sei besonders herausgestellt, als Mannschaftsführer hatte ich wenig Stress auszuhalten. Gut war auch, dass fast jeder Gegner uns alles abverlangte und wir nie leichtsinnig werden durften. Die vielen knappen Resultate zeugen Beweis davon und waren für die Moral sehr wertvoll. Vielleicht kam sogar die unglückliche Niederlage gegen St. Pauli zum richtigen Zeitpunkt, obwohl ich persönlich natürlich gern darauf verzichtet hätte. Das Saisonziel wurde immer im Auge behalten und jeder trug zum Erreichen seinen Teil bei.

Danke euch allen!

(Thomas Rosien)

 
 
 
 
 
 
 
 
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01.01.2017, 00:01 (tr)
 
 
 
 
 
 
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