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| Chronik: Archiv | Freitag, 18. Mai 2012 | ||||||

GM-Open |
Pl. Name Vorname Na. A. TWZ Pu øTWZ Fs. Bhz 1. Gurevich Mikhail BEL GM 2667 8 2429 43½ 51 2. Plachetka Jan SVK GM 2373 7 2412 35½ 52 3. Oral Tomas CZE GM 2531 7 2406 37½ 50½ 4. Neverov Valery UKR GM 2547 7 2395 36 52 5. Potkin Vladimir RUS IM 2420 7 2395 36 51½ 6. Votava Jan CZE GM 2506 7 2376 35 47½ 7. Stocek Jiri CZE GM 2514 7 2363 35 48½ 8. Yevseev Denis RUS IM 2516 7 2344 35 50 9. Stryjecki Marek POL IM 2405 6½ 2426 37½ 52 10. Kos Toni SLO FM 2400 6½ 2420 34 44 11. Kabanov Nikolai RUS KM 2385 6½ 2420 34 50 12. Cvek Robert CZE IM 2408 6½ 2391 32½ 45½ 13. Schenk Andreas GER M 2325 6½ 2389 31 48½ 14. Pushkov Nikolai RUS GM 2546 6½ 2355 31 47½ 15. Konopka Michal CZE IM 2453 6½ 2347 34 48½ 16. Rechel Bernd GER FM 2402 6½ 2344 34½ 43½ 17. Zurek Milan CZE IM 2435 6½ 2329 32 47½ 18. Navara David CZE IM 2433 6½ 2305 29½ 44 19. Gagarin Vasilij RUS IM 2395 6½ 2282 29½ 40½ : 69. Berger Steve GER M 2320 5½ 2291 24 38 : 96. Von Buelow Georg GER FM 2331 5 2306 26 43 : 118. Pajeken Wolfgang GER FM 2317 4½ 2351 25½ 43 : 142. Lamprecht Frank GER IM 2419 4½ 2283 24 41 : 232. Zimmermann Julian GER KM 2161 3 2266 16½ 39 : 262 Teilnehmer
Rating-Open |
Pl. Name Vorname Na. A. TWZ Pu Fs. Bhz øTWZ 1. Podlas Krzysztof POL 1 2000 7½ 40½ 51½ 2194 2. Dobrowolski Piotr POL M 2348 7½ 34 47 2125 3. Novotny Josef CZE KM 2187 7 40½ 54½ 2186 4. Ungureanu Emil ROM IM 2316 7 38 52 2150 5. Sokolowski Ryszard POL KM 2251 7 37½ 49 2109 6. Kanovsky David CZE 2 1877 7 37½ 47½ 2196 7. Kaminik Alexandr UKR M 2190 7 37 49 2081 8. Berzina Ilze LAT WFM 2194 7 35½ 49 2107 9. Cernin Radim CZE KM 2156 7 35 48 2093 10. Folk Petr CZE KM 2263 7 35 47 2139 11. Bente Bjoern GER KM 2157 7 34½ 52 2143 12. Konrad Edmund AUT KM 2216 7 34 41 2120 13. Bibik Jurij-V. RUS KM 2268 7 33 49½ 2135 14. Pacovsky Jiri CZE M 2337 6½ 34½ 49½ 2151 15. Hornicek Jiri CZE FM 2192 6½ 34 48 2148 16. Loucek Vlastimil CZE KM 2141 6½ 34 44½ 2130 17. Stasans Aivars LAT KM 2198 6½ 33 47½ 2093 18. Bujnoch Radek CZE 1 2101 6½ 32½ 50½ 2146 19. Maslak Alexander RUS KM 2300 6½ 32½ 48 2122 20. Trefny Vlastimil CZE M 2253 6½ 32½ 47½ 2133 21. Pedersen Jacob Bang DEN KM 2169 6½ 32½ 43 2111 22. Karhanek Pavel CZE KM 2194 6½ 32 45½ 2074 23. Wiesinger Robert AUT KM 2227 6½ 31½ 46½ 2094 24. Fredericia Lousi DEN W1 2093 6½ 30½ 45½ 2191 25. Lednicky Martin SVK KM 2159 6½ 30½ 45½ 2107 26. Fiala Robert CZE KM 2237 6½ 30½ 44 2113 27. Krapivin Vladislav RUS FM 2340 6½ 27 33½ 1814 : 73. Dinckel Joerg GER KM 2142 5½ 27½ 39 2002 : 100. Herzenstein Georg GER 1 1687 5 28 42½ 2116 : 208. Mandelbaum Rene GER 1 2034 4½ 18 34 1976 : 222. Kohtz Andreas GER KM 2165 4 23½ 41 2075 : 332. Winnicki Alice GER W1 1686 3 11½ 29 2004 : 335. Link Oliver GER 1 2101 2½ 17 38½ 1994 : 357 Teilnehmer
Performance-Open |
Pl. Name Vorname Na. A. TWZ Pu Fs. Bhz øTWZ 1. Cagasik Tomas CZE 1 2095 7½ 36 52½ 1893 2. Cagasik Petr CZE 1 2023 7½ 36 50 1858 3. Picka Michal CZE 2 1869 7 40 53½ 1900 4. Hajek Lukas CZE 1 1851 7 39 53 1924 5. Mihailovs Jurijs LAT 1 2008 7 37½ 50½ 1861 6. Hennig Thomas CZE 1 1955 7 37 56 1861 7. Polich Sergei UKR KM 2150 7 37 51½ 1878 8. Zhigalko Sergey BLR 1 1950 7 32½ 49 1817 9. Malik Jan CZE 2 1896 6½ 35 52½ 1869 10. Simek Petr CZE 2 1765 6½ 33½ 53 1933 11. Hula Lukas CZE 1 1873 6½ 33 48 1819 12. Circenis Felikss LAT KM 2184 6½ 33 47 1820 13. Miler Jan CZE 1 1880 6½ 32 46 1787 14. Bobak Martin SVK 2 1832 6½ 31½ 46 1938 15. Buchholz Ralf GER 1 1906 6½ 30½ 46 1820 16. Hlubina Pavel CZE 1 2055 6½ 30½ 45 1782 17. Fainstein Vladimir RUS 1 1950 6½ 30½ 44½ 1788 18. Samolins Vitalijs LAT 1 1940 6½ 28½ 42½ 1783 : 45. Szudra Heinz-Werner GER 1 1890 5½ 30 47 1786 : 133. Goetz Katharina GER 2 1541 4½ 19 29½ 1811 : 230 Teilnehmer
Bericht |
Vom 21. bis 29. Juli sollte in Pardubice (Tschechien) das größte Schachturnier der Welt stattfinden. Da durfte eine Königsspringer-Delegation natürlich nicht fehlen. Es nahmen zwar nicht so viele KSHler teil wie erhofft, aber immerhin mehr als wir jemals stellten. Am Donnerstag, den 20. Juli trafen sich Frank (Frängü), Wolfgang (Wolf-G), Julian (Jule), Georg (Schackoli oder Taschentuchhalter) und der Autor (Dieter) zu ekelhaft früher Zeit am Hauptbahnhof. Mit uns nach Pardubice reisten auch noch zwei Kaltenkirchener und Alice Winnicki (Alizke Winitschki) vom SKJE. Auf dem Bahnhof trafen wir dann auch noch zufällig Suren Petrosian und Leonie Helm, die nach Dresden fahren wollten, um dort Schach bzw. ein Frauen-GM-Turnier zu spielen. In Bergerdorf stiegen dann noch Katharina Goetz (Katholie) vom HSK und Steve (der Berger) zu. Die Zeit verging wie im Flug, ääh Zug, und in Dresden konnten wir dann Suren und Leonie gegen den anderen Georg eintauschen.
Gegen Abend trafen wir in Pardubice ein, wo wir uns zunächst registrieren lassen mussten. Hier war es zunächst schwierig, die Veranstalter davon zu überzeugen, dass Schackoli für das B-Turnier (ab 1950) geeignet ist. Aber »He has reached the fifth place in German Championship under 14 years and Germanys National Coach M. Bezold also prefers that he starts in B-Tournament« usw., jedenfalls hatten die Veranstalter irgendwann keine Lust mehr, zu diskutieren und gaben auf. Na ja gut ääähh, nun mussten die Betten bezogen werden. Frank und Georg waren in einem Mittelklassehotel untergebracht, Wolfgang und Jule im edlen Labe und Steve, Schackoli, Alice, Kathi und der Autor im Studentenwohnheim. Ganz lustig war der Versuch, mit den »Empfangsdamen« in einer anderen Sprache als der tschechischen zu sprechen, wie gesagt, es blieb bei dem Versuch. Trotzdem bekamen wir ganz passable Zimmer, recht groß und mit wenigen Insekten (noch …)
Etwas später verirrte sich Phillip Raupach (Rampach), Ex-Rintelner, zu uns. Nachdem er zunächst an der Grenze kleine Probleme hatte, ist er irgendwie nicht zu seinen Kollegen gekommen und musste mit uns vorlieb nehmen.
Da das B-Turnier, in dem außer Steve alle Studentenwohnheimbewohner mitspielten, aus organisatorischen Gründen einen Tag später begann, konnten wir also den großen Vergleich starten: Ist der Kartoffelsaft aus Tschechien genauso wirkungsvoll wie in Deutschland, obwohl eine Flasche bloß 5 DM kostet?! Einen lustigen Abend später wussten wir es: Ja. Etwas blöd war ein Missverständnis mit Jule, der am nächsten Tag Geburtstag hatte, wir dachten, er kommt zu uns zum Feiern, er dachte, wir kommen ins Labe, immerhin hatte er eine Kiste Hopfensaft gekauft. Dafür feierte er am nächsten Tag so heftig, dass der Rogi und der Rogi ihn nach Hause schleifen mussten.
Damit habe ich das Abendprogramm eigentlich schon erläutert, Kartoffelsaft, Cola, Activity, Tabu, Runde, Musik, bis sich die Nachbarn beschweren, B-Club, lustige Gäste aus Baden und Württemberg, Mundharmonikaspieler, Querflötenspielerin, einarmige Banditen und vieles mehr.
Lustiges gibt es auch von den sanitären Anlagen zu berichten, wir hatten die Angewohnheit, stets mit Gettoblaster duschen zu gehen, was sich irgendwann auch zu den anderen Gästen rumgesprochen hatte und da sie sich so etwas wie Musik wohl nicht leisten konnten, kamen sie immer in Scharen angerannt und tanzten zur Musik, während wir uns reinigten. Jedem Gast wurde übrigens eine Klopapierrolle aufs Bett gelegt, die er sich einzuteilen hatte. Eines Abends ging Steve zum Lokus, nahm eine Rolle mit und brachte zwei zurück, er meinte, er sei ein Geschäftsmann.
Gegessen wurde immer beim Italiener oder bei McDo, beides kostete höchstens halb so viel wie bei uns. Dafür gab es keinen McFlurry, so gleichen sich Vor- und Nachteile aus. Wer gerade keine Kronen gewechselt hatte, musste sich für kleine Kunststücke welche leihen, 1 × 13 = 13, 2 × 13 = 26, …, 9 × 13 = 117, usw.
Ganz nett war auch das Unterhaltungsprogramm im Café Europa, die Discotheken waren auch gut, Türsteher gab es so gut wie nie, einer war allerdings der Meinung, dass Steves Hose eine »sports-wear« sei. Da keiner von uns das englische Wort für ›Anzughose‹ kannte, sind wir woanders hingegangen.
Das alles klingt bereits wie eine lustige Reise, aber die offizielle Hauptsache kommt erst noch: Wir haben alle Schach gespielt und einige sogar gut!
Im A-Open konnte Steve nach schlechtem Start am Ende richtig aufdrehen, er eroberte in Runde 8 seinen ersten GM-Skalp und kam auf 5½/9 gegen einen Schnitt von 2291.
Georg (v. B.) konnte mit 5/9 gegen 2306 seine Elo bestätigen und wird zufrieden sein.
Wolfgang konnte einen kleinen Elo-Gewinn mit 4½/9 gegen 2351 verbuchen und war nur traurig, weil er zurück nach Deutschland musste.
Frank wird das Turnier lieber schnell vergessen wollen, 4½/9 gegen 2283 bedeutet einen empfindlichen Elo-Verlust.
Julian erzielte 3/9 gegen 2266. Das Ergebnis für sich ist gut, mit seiner Spielweise wird er nicht zufrieden sein. Seine schlimmste Partie war 1.e4 d6 2.d4 g6 3.Sf3 Sf6! (Steve blitzt an dieser Stelle immer 3…Lg7 gegen Jule) 4.Le3? (gegen 3…Lg7 gerichtet) Sxe4!. Der Gegner hatte 2250 und die Partie endete unentschieden!
Im B-Open spielte neben den bereits bekannten Charakteren noch Jörg Dinckel mit, der zusammen mit zwei Paulanern gefahren ist. Er verlor zwar keine Partie und kam auf 5½/9, bekam aber keinen einzigen Elo-Gegner ab.
Georg (heartstone) spielte das Turnier seines Lebens, er bekam nur Elo-Gegner und erzielte 5/9 gegen 2130. Für seine neue Elo kassiert er von der Wichern-Schule vierstellig. Das Geld kann er gleich für weitere Turnier-Teilnahmen investieren.
Der Autor musste sich nach einer Auftaktniederlage ständig mit zähen 1950ern rumärgern und erreichte 4½/9. Mein Schach war fürchterlich, aber kleine taktische Tricks wie Springergabel, Ablenkung und Patt reichten im entscheidenden Augenblick dann doch meistens.
Für Alice war das Turnier recht hart, 2/8 und ein Freilos bedeutet aber zumindest, dass sie keine DWZ verliert.
Im C-Turnier kam Katharina auf 3½/8 und ein Freilos und konnte einen großen DWZ-Gewinn verbuchen.
Leider war die Zeit viel zu schnell vorüber und jede Reise geht einmal zu Ende. Aber nicht für alle. Steve, Julian, Schackel und Alice haben sich noch am letzten Abend nach Bad Homburg aufgemacht, um DLM zu spielen. Kathi und ich wären auch gerne hingefahren, was aber aus Gründen, die hier besser nicht diskutiert werden sollten, nicht möglich war. So reisten wir zusammen mit Wolfgang und Georg sowie den beiden Kaltenkirchenern nach Hause. Nach kleinen Zwischenfällen, der Zug hatte eine Stunde Verspätung, einige Gäste mochten keine laute Musik, erreichten wir hellen Köpfe Hamburg.
(René Mandelbaum)